Reif fürs Museum

Als ich gerade den RSS-Feed durchgesehen habe, bin ich auf diesen bedrückenden Beitrag auf Tagesschau.de gestoßen.
In Berlin eröffnet ein Computerspiele-Museum seine Pforten. Nach dem Beitrag musste ich sofort die grauen Haare im Spiegel zählen und verfiel in tiefe Depressionen. Ist das nun schon wieder so lange her, dass ich Lemminge auf dem AMIGA 500 gespielt habe?
00:20 ...Computerspiele und die Technik veralten sehr schnell.......
[deprimierend].
00:26...es ist wichtig, dass man sich um die Spieler von damals institutionell kümmert....
[holt mich, hier bin ich]
00:31 ...diese Spiele müssen der heutigen Generation zugänglich gemacht werden....
[vergesst den alten Kram, neu ist toll und immer besser]
00:40...heute sind Computerspiele Alltag...
[soso]
00:58 ...es wurde früher über Computerspiele gesprochen, aber oft nur in Bezug auf Gewalt, wir zeigen das hier auch...
[sehr differenzierte Aussage, aber gerade nochmal die Kurve gekriegt, ansonsten hätte morgen wieder in der Zeitung gestanden "Museum verharmlost brutale Computerspielegewalt"]
01:15...es ist schwer vorstellbar, aber diese kleinen Pixelwesen waren Kult...
[sind, sind!!]
Tja, wo sind die letzten 20 Jahre nur geblieben? Zum Glück bleibt die Technik nicht stehen und neue, innovative Spielkonzepte finden Einlass in die Populärkultur. Meine Schwester machte mich letztens auf dieses kewle Ääpp für das iPhone aufmerksam. Es kam mir sofort in den Sinn nachdem ich den Beitrag gesehen hatte.
Angry Birds auf youtube.com
00:20 ...paid version it's 99 cent...
[yeah, plus 200€ für das iphone + 50 € monatlich für den 24 monatigen Knebelvertrag bei einem größeren deutschen Kommunikationsunternehmen, aber dann gehts los, klingt fair]
00:50
[Wow, man kann die Hintergrundmusik abstellen...]
01:15
[Es hat Level, die man freispielen muss und es wird immer schwieriger? No way!]
01:45
[....pigs....destroy...castle?? Wenn das eine Burg ist, dann.... ach egal]
01:54
[Hat er gerade "kill" gesagt? Ich habe jede Hoffnung für die heutige Jugend verloren...]
Jetzt mal im Ernst, für wen klingen die Vögel exakt genauso wie die Lemminge aus dem Computerspiele-Museum?
So viel zum Thema Innovationen und kommt mir nicht, das kann man mit den Händen spielen! Wer spielt denn noch Spiele mit den Händen, haha.
Ich denke es wird nun Zeit für eine Runde Pingus. Als man noch Leben rettete und nicht tötete!

Obwohl ich auch mal wieder Lust auf ein Killerapp hätte.

Achja, schnell den Beitrag auf Tagesschau.de ansehen, bevor er depubliziert wird 🙄

ScummVM: Spielspaß mit Piraten, Archäologen und Astronauten

Es gibt schon heute eine breite Vielfalt an Spielen, die man mit Linux spielen kann. Möglich wird das nicht nur durch native Entwicklungen oder Wine, sondern vor allem auch durch eine Vielzahl von Emulatoren wie DosBox oder Vice, die alte Betriebssysteme oder legendäre Plattformen wie den Commodore C-64 wieder zurück in die Neuzeit holen mitsamt einer Reihe kultiger Spiele.
Und dann gibt es auch noch geniale freie Software wie ScummVM.
ScummVM ist kein Emulator, sondern ein Interpreter für diverse Skriptsprachen, die damals zum Programmieren von sogenannten "Point-and-Click-Adventures" benutzt wurden. Darunter befinden sich alle Scumm-Spiele von LucasArts, Sierra-Klassiker wie die Leisure Suit Larry-, Kings Quest-, Police Quest- und Space Quest Reihe, Simon the Sorcerer und viele andere mehr.
Mehr als genug um Tage und Wochen mit dem Lösen witziger Rätsel zu verbringen, den Schwertmeister zum Beleidigungsduell herauszufordern, den Weitspuckwettbewerb zu gewinnen (aber nicht bevor die Grog-Mischung stimmt), mit Indy sich auf die Suche nach dem Schicksal von Atlantis zu begeben oder die geheimnisvolle außerirdische Welt von "The Dig" zu erforschen.
Dabei läuft ScummVM nicht nur unter Linux, sondern auch auf praktisch jedem anderen System, was einem spontan einfällt, z.B. auch auf dem iPhone, Android Smartphones, SymbianOS, Playstation, Wii, GameCube usw. usw.
Neben der großen Portabilität bietet aber ScummVM auch vor allem verbesserte Grafik, ein stark erweitertes Menü zum Abspeichern und Laden der Spielstände und andere Modifikationen, die in den Originalspielen gar nicht auftauchten.
Für die Besitzer älterer Rechner interessant, ScummVM begnügt sich mit relativ wenig Systemressourcen, da wie gesagt, im Gegensatz z.B zu DosBox, nichts emuliert werden muss.
Also werft den alten Laptop wieder an, installiert ScummVM und kauft euch eine der zahlreichen Sammelboxen alter LucasArts oder Sierra Klassiker 😉
Die Bedienung ist sehr einfach. Von den Spielen selbst benötigt man oft nur einige wenige Dateien. Diese kopiert man in einen Ordner und wählt diesen in ScummVM unter dem Punkt "Add/Hinzufügen" aus. In den Vollbildmodus geht es mit ALT+Enter.
Die Untergrenze sehe ich bei Systemkomponenten wie sie mein Toshiba 3110ct mit sich herumschleppt. Auf dem Dell Inspiron 4000 läuft ScummVM mit weniger als 8% CPU Auslastung.
Bleibt schließlich noch zu hoffen, dass es irgendwann mal auch eine filmische Umsetzung von Indiana Jones and the Fate of Atlantis und Steven Spielbergs "The Dig" geben wird.
Und nein, weder Armageddon noch der letzte Indiana Jones Teil kommen auch nur annähernd an die gute Geschichte aus diesen, vielleicht grafisch veralteten aber brilliant erzählten, Spielen heran.

Links

www.scummvm.org - Offizielle ScummVM-Seite der Entwickler mit vielen Informationen

[HowTo] Runes of Magic mit Linux spielen

Runes of Magic ist ein Online-Rollenspiel und vergleichbar mit Spielen wie z.B. World of Warcraft, Warhammer Online, Aion, Everquest oder Dark Ages of Camelot. Das Besondere an Runes of Magic ist die Tatsache, dass man es im Gegensatz zu den meisten anderen Rollenspielen ohne monatliche Gebühr spielen kann und es kostenlos zum Herunterladen bereit steht. RoM finanziert sich ausschließlich über sogenannte Mikrotransaktionen, bei denen man sich für echtes Geld Spielgegenstände kaufen kann. Obwohl Runes of Magic ausschließlich für die Windows Plattform entwickelt wird, lässt es sich mit Hilfe von Wine auch unter Linux spielen.
Getestet habe ich das Spiel mit Ubuntu 10.04 Lucid Lynx (32bit), einem Rechner mit einer 2,8 GHZ Intel-Core-2-Duo-E7400-CPU, 4 GB RAM und einer Nvidia Geforce 9600 GT (Standardtreiber und 256.44). Die Wine Version 1.2 funktionierte problemlos.

Installation

Gestaltet sich wirklich einfach.

  1. Mit winetricks müssen die Laufzeitbibliotheken vcrun2005, ie6 und wininet installiert werden
  2. Auf der offiziellen Downloadseite die beiden Dateien zum Multidatei Download herunterladen
  3. Datei 1 mit wine ausführen und der Installationsprozess beginnt

Der gesamte Downloadvorgang und die Installation können mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Beschreibung

Zu einer ausführlichen Beschreibung der Spielwelt komme ich im nächsten Artikel. So viel sei gesagt, auch wenn es einige Punkte zu kritisieren gibt, kann man das Spiel dennoch ohne Gefahr ausprobieren. Der größte Vorteil gegenüber anderen Online-Rollenspielen ist das Preismodell ohne monatliche Grundgebühr, welches die Entscheidung zum Ausprobieren leicht macht. Wer schon Erfahrungen mit anderen MMOs gemacht hat, wird sich in Runes of Magic schnell zurechtfinden können. Aber auch für Anfänger gibt es am Anfang einige Hilfestellungen und ein Einführungsszenario im Spiel, ein offizielles Forum mit Fragen und Antworten und in den Startgebieten auch den ein oder anderen Spieler, der gerne Auskunft gibt.

Problemlösungen

Obwohl die Grafik nicht besonders anspruchsvoll erscheint, sind die FPS-Werte stellenweise nicht besonders hoch. Eine individuelle Anpassung der Grafikeinstellungen sollte man auf jeden Fall vornehmen, damit der Spielablauf flüssiger wird. Insbesondere das Deaktivieren von Schatten und die Reduzierung der Sichtweite führen zu einer deutlichen Verbesserung.
Falls es knackende Geräusche oder stockende Bewegungen des Charakters gibt, könnte auch ein Problem mit Pulseaudio vorliegen. Hier gibt es leider keine Patentlösung. Es hilft nur mit den Audio-Einstellungen im Konfigurationsmenü von Wine zu spielen, Pulseaudio ganz zu entfernen oder sich näher mit den diversen Konfigurationsmöglichkeiten von Pulseaudio zu beschäftigen.

Links

[HowTo] Starcraft 2 mit Linux spielen

Am 27.07.2010 erschien das lang ersehnte Echtzeitstrategiespiel Starcraft 2 aus dem Hause Blizzard Entertainment. "Hell, it's about time!" Ich hatte mich zuvor schon in der Wine-Datenbank informiert, wie die Starcraft2-Beta sich unter Linux verhält und war froh zu lesen, dass der Beta-Client schon den "Gold"-Status erteilt bekommen hat.
Das Howto wurde mit Ubuntu 10.04 Lucid Lynx (32bit) getestet und bezieht sich auf die deutsche Kaufversion auf DVD. Dabei habe ich die aktuelle stabile Wine-Version 1.2 verwendet. Der Rechner besitzt eine Intel Core 2 Duo E7400 2,8 GHZ CPU, 4 GB RAM und eine Nvidia Geforce 9600 GT. Als Nvidia-Linuxtreiber habe ich Version 195.36.24 verwendet. Sound funktionierte bei mir auf Anhieb mit Alsa.
Um Starcraft2 zu installieren wird auf jeden Fall wine mindestens in der Version 1.2 benötigt.

Schritt 1:

Vor Beginn der Installation sollte Wine so konfiguriert werden, dass es Windows 7 imitiert. Bei Problemen beim Beenden des Spiels kann auch eine Umstellung auf Windows XP helfen. Am besten beides einmal ausprobieren. Das geht direkt bei Ubuntu mit GNOME-Desktop über Anwendungen->Wine->Konfiguriere Wine oder auf der Kommandozeile mit dem Befehl

winecfg

Schritt 2:

Die DVD wird leider auf Anhieb nicht richtig erkannt. Das Problem existiert auch mit den World-of-Warcraft-DVDs. Die Dateien sind beim automatischen Mounten der DVD "versteckt". Die DVD muss mit

umount <Pfad zum DVD Laufwerk>

ausgehängt werden (z.B. umount /media/cdrom). Mit

sudo mount -o ro,unhide,uid=1000,gid=1000 /dev/scd0 /media/cdrom/

erneut eingehängt werden. Dabei müssen der Gerätename des DVD-Laufwerks und der Mountpunkt ggfs. angepasst werden.

Schritt 3:

Beim Doppelklick auf die Installer.exe startete bei mir der Installationsvorgang, wurde aber nach kurzer Zeit immer mit einer Fehlermeldung abgebrochen. Zum Beispiel erschien:

" Runtime Error!! This application has requested the runtime to terminate it an unusual way. Please contact the application's support team for more information."

Die Lösung ist den gesamten Inhalt der DVD auf die Festplatte in einen Ordner zu kopieren und die Installer.exe von der Kommandozeile aus zu starten.

wine <Pfad zum Starcraft2 Ordner> Installer.exe

Erst danach läuft die Installation bis zum Ende durch. Der Sound, der während der Installation abgespielt wird, bricht bei meiner Installation aber ab. Das Spiel beginnt danach automatisch mit dem Patchen der Dateien auf die aktuellste Version und belohnt einem mit einer filmreifen Introsequenz.

Performance von Starcraft 2 unter Linux verbessern

Auf die Entwicklerversion von Wine upgraden

Erfahrungsgemäß werden Probleme mit Wine nach und nach behoben. Deshalb hilft es oft die Wine-Entwicklerversion zu installieren, um in den Genuss schneller Fehlerbehebung zu kommen. Wer keine Probleme mit Wine hat, sollte bei der stabilen Version (Stand 10.08.2010: Wine 1.2) bleiben. Um die neueste Entwicklerversion nutzen zu können, muss das Paket wine1.3 installiert werden und zuvor das Wine-Ubuntu-PPA eingerichtet worden sein. Auf der Kommandozeile geht das am schnellsten mit dem Befehl

sudo add-apt-repository ppa:ubuntu-wine/ppa

Danach genügt ein

sudo aptitude update
sudo aptitude install wine1.3

um auf die aktuelle wine1.3 Beta-Version ein Upgrade zu machen. Auf der offiziellen Wine-Seite kann man diese Installationsanleitung für Ubuntu noch einmal nachlesen.

Neueste Grafiktreiber von Nvidia für Linux installieren

Wie jeder Gamer weiß, sollten die Grafiktreiber immer auf dem neuesten Stand sein. Der stabile Nvidia-Treiber ist bei Ubuntu "Lucid Lynx" zur Zeit 195.36.24. Um mit dem aktuellsten Treiber zu spielen, kann man diesen einfach durch das Einbinden eines Ubuntu-PPA-Repositoriums von http://www.ubuntuupdates.org/nvidia-graphics-drivers installieren.
Mit den folgenden drei Befehlen auf der Kommandozeile wird das PPA-Repositorium eingebunden, die Paketquellen aktualisiert und schließlich alles auf den aktuellen Stand gebracht.

sudo add-apt-repository ppa:ubuntu-x-swat/x-updates
sudo aptitude update
sudo aptitude safe-upgrade

Anschließend ist der aktuelle Nvidia-Treiber (Stand 10.08.2010: 256.44) installiert.

ATI-Grafiktreiber

In dem Ubuntu-x-swat-Repo ist auch der aktuellste proprietäre ATI-Grafiktreiber enthalten. Diesen kann man mit

sudo aptitude install fglrx

installieren. Da ich keine ATI Grafikkarte besitze, konnte ich den Effekt auf Starcraft II nicht testen. Der aktuelle Nvidia-Treiber bringt bei mir ca. 3-5 Frames mehr bei gleichen Einstellungen. (Hey, immerhin 😉 )

Ein paar Zahlen zur Framerate bei verschiedenen Einstellungen

Getestet mit dem oben angegebenen Computer und Nvidia 256.44 Treiber mit dem Szenario "Taktische Befehle". Die Sicht war immer statisch auf die eigenen Einheiten am Anfang zentriert. Die Frames lassen sich mit STRG+ALT+F anzeigen. Einstellung der Grafikeinstellung auf

  • Ultra: 20 fps
  • Hoch: 28 fps
  • Mittel: 30 fps
  • niedrig: 55 fps
  • alles mittel und shader auf niedrig: 53 fps

Ich spiele zur Zeit mit Grafikeinstellungen auf "Hoch" im Single-Player Modus und komme damit ohne Probleme zurecht. Für Multiplayer könnte ein Wechsel zu niedrig Sinn machen. Die meisten Frames gewinnt man durch die Option Shader auf "niedrig" zu setzen.

Weitere Performance Tweaks

Hierzu muss die Wine-Registry mit wine regedit modifiziert werden.
Mit dem RegEditor zum Schlüssel HKEY_CURRENT_USER/Software/Wine/Direct3D navigieren und falls er nicht existieren sollte einfach anlegen.
Dann Rechtsklick auf Direct3D "Neu" auswählen und danach jeweils die unten stehenden Schlüssel/Werte-Paare hinzufügen. Ich würde das Spiel aber zuerst einmal ohne diese Veränderung ausprobieren und je nach dem wie SC2 läuft die Registry ändern.

SchlüsselWert
DirectDrawRendereropengl
Multisamplingdisabled
OffScreenRenderingModepbuffer
UseGLSLdisabled
VertexShaderModehardware
VideoMemorySize1024 (Der Wert sollte der Größe eures RAM-Speichers für die Grafikkarte entsprechen)

Mögliche Probleme

Allgemein

Es gibt einige besondere Probleme, die von Wine noch nicht gelöst worden sind. Manche Spiele und Windowsprogramme fordern spezielle Laufzeitbibliotheken an, die noch nicht vollständig als Freie Software implementiert worden sind. Das Programm winetricks, welches sich einzeln über apt installieren lässt oder im aktuellen Ubuntu wine1.3 Paket integriert worden ist, lädt diese Bibliotheken herunter und installiert sie im versteckten wine Ordner. Grundsätzlich sollte jedoch vermieden werden diese Laufzeitbibliotheken zu installieren, da sie unter Umständen auch Funktionen von Wine einschränken können. Die Lösung mit winetricks für ein Patchproblem von StarcraftII hat Andreas in den Kommentaren beschrieben. Danke!

Crash bei den Zeratul-Missionen

Bei mir trat folgendes Problem später auf: Beim Klick auf den grünen Kristall im Labor, mit dem sich die Zeratul-Missionen spielen lassen, stürzte das Spiel wiederholbar ab. Die Lösung ist mit Winetricks zwei Laufzeitbibliotheken nachzuinstallieren.

winetricks corefonts
winetricks vcrun2005

Soundprobleme

In der Wine-Datenbank zu Starcraft 2 wurde bei Soundproblemen vorgeschlagen eine bestimmte Windows-Bibliothek namens mmdevapi zu deaktivieren. In der Beta gab es scheinbar erst Sound, wenn dies geschehen war. Bei meiner Installation musste diese Einstellung nicht gemacht werden. Im Gegenteil kam es deswegen erst zu Soundproblemen bei mir im Spiel. Wer Probleme hat und es probieren möchte, muss erneut in das Wine Konfigurationsmenü gehen und dort den Reiter "Bibliotheken" anklicken. In dem Feld "Neue Überschreibungen für" muss mmdevapi eingetragen und mit Enter bestätigt werden. In der darunter stehenden Liste dann einfach auf mmdevapi klicken, Bearbeiten wählen und "Ausschalten" anklicken.

Kernelprobleme

Manche Nutzer haben davon berichtet, dass Starcraft 2 und Wine mit dem Linuxkernel 2.6.33 und 2.6.34 nicht kompatibel sind. Lösung: 2.6.32 oder 2.6.35 nutzen.

Fehlermeldung bei Verlassen des Spiels

Sollte Wine Windows7 immitieren, kann es vorkommen, dass das Spiel beim Ausloggen mit einer Fehlermeldung abstürzt. Hier hilft dann das Umschalten auf WinXP weiter.

Fazit

Nach den kleinen Installationshürden läuft das Spiel bis auf zwei Dinge einwandfrei. Im Ladebildschirm gibt es ein kurzes knackendes Soundgeräusch und beim Beenden des Spiels gibt es immer eine Fehlermeldung. Der Sound im Spiel ist aber normal. Die Grafikeinstellungen müssen je nach Grafikkarte und Rechner natürlich angepasst werden. Alle Effekte sind auch nur mit einer aktuellen GraKa darstellbar. Unter anderem werden 1024 MB Speicher für die Grafikkarte gefordert, wenn man alle Textureffekte sehen möchte. Aber selbst mit der Geforce 9600 GT läuft das Spiel flüssig und die vielen Videosequenzen lassen sich alle im "Hoch" Modus darstellen. Von mir gibt es daher auch Gold. Hier noch ein paar erste Eindrücke von Starcraft2.

Links

Wine-Anwendungsdatenbank für Starcraft2

Wrath of the Lich King – Ein erster Bericht

Fast schon wieder sind drei Monate seit Start der neuen Erweiterung vergangen. Was ist neu an WotLK? Hat sich das Warten gelohnt?

Die Welt

Wenn etwas den Namen episch verdient hat, dann ist es das neue Weltdesign in WotLK. Die gesamte Spielwelt in Nordend wirkt gigantisch. Bei einem Kontinent im eisigen Norden hätte man eigentlich nur Schnee- und Eislandschaften erwarten können, aber dem Licht sei Dank hat Blizzard ein abwechslungsreiches Szenario geschaffen, bei dem es sehr wohl trostlose Flecken wie in der Drachenöde gibt, diese aber bei weitem nicht so langweilig aussehen wie noch zu BC Zeiten die Höllenfeuerhalbinsel oder das Schattenmondtal. Jede Zone hat etwas besonderes Architektonisches zu bieten. Die alten Titanenfestungen in den Sturmgipfeln oder die Festungen in Eiskrone spiegeln genau dieses neue Weltdesign wieder. Da ist es auch verzeihlich, wenn massiv bei der berühmten Buchvorlage von J.R.R. Tolkien geklaut worden ist und Eiskrone wie ein zweites Mordor wirkt. Aber auch hier muss man sagen, besser gut geklaut als etwas schlechtes Neues zu produzieren. Außerdem merkt man dem ganzen Inhalt an, dass die Entwickler bewusst diese Verbindung zur Vorlage gezogen haben und dies ironisch in der  Namensgebung auch erwähnen.

Quests

Es gibt nicht nur deutlich mehr Quests als im letzten Addon, die der Lösung durch wahre Helden bedürfen, sondern vor allem sie sind auch qualitativ besser und abwechslungsreicher. Natürlich gibt es immer noch Quests a la "Besorge mir 10 Stück nutzloses Metall" oder "Töte 15 Vrykul". Trotzdem ist das ganze Szenario nun deutlich logischer aufgebaut. Während man in BC im Prinzip jeden Questtext wegklicken konnte, weil er selten etwas mit einer einleuchtenden Geschichte zutun hatte, gibt es nun Handlungsstränge, die einem die Welt besser erklären und auch zu Quests in Instanzen führen. Die größte Neuerung ist aber sicherlich die langersehnte Möglichkeit durch Questen auch die Spielwelt "verändern" zu können. Nicht mehr nur stures annehmen und abgeben von Quests und nichts ändert sich wirklich. Tatsächlich entstehen nun durch einige Quests neue Flugpunkte, feindliche Gebäude werden zu eigenen Stützpunkten. Der Abschluss einer langen Questreihe in der Drachenöde führt zu einer epischen Zwischensequenz und einer darauffolgenden Befreiungsaktion. Mit Sicherheit ein Meilenstein in MMOs.
Durch die Einführung von Fahrzeugen und der Technik diese durch Spieler steuern zu können, wurden viele neue sehr gute Quests geschaffen. Spieler reiten auf Riesen, Bären, fliegen Protodrachen, fahren Katapulte und mehr. Nicht nur das Weltdesign wirkt epischer, die Quests reflektieren dies auch egal wohin man als Spieler kommt. Man ist plötzlich der Held, selbst Anführer verhalten sich ehrerbietig. Die Aufträge spiegeln nun viel deutlicher auch den Level des Charakters wieder. Man ist auf einer Ebene mit Anführern der eigenen Fraktion. Insgesamt ist alles deutlich abwechslungsreicher geworden und man merkt den Quests an, dass hier viel Arbeit investiert worden ist.

Instanzen

Die beste Gilde der Welt spielt innerhalb von drei Tagen nach Start der Erweiterung den gesamten Inhalt durch. Mehr brauch man sicherlich nicht über den Schwierigkeitsgrad sagen. Das ganze hat aber für die meisten Spieler nur positive Effekte. Selbst 25er Raidinstanzen lassen sich mit Randomgruppen bewältigen. Bewusst ist der Einstieg einfach gehalten worden. Jeder soll die Möglichkeit haben alles zu sehen. Dadurch schafft Blizz natürlich deutlich mehr Inhalt für "Normalspieler". Ich finde das Konzept gut, obwohl es auch deutliche Nachteile hat. Alle Instanzen können deutlich schneller gespielt werden, aber es ist auch viel von den früheren Herausforderungen verloren gegangen. Kontrolle über Gegner wird nicht mehr verlangt. Wann hat man zuletzt einen Jäger eine Eisfalle legen sehen, was ist mit Sheepen? Es zählt mitlerweile nur noch Schaden. Teilweise fallen heroische Gegner so schnell, das wenig von einem heroischen Kampf aufkommen mag.
Früher spielte es eine Rolle welche Klassen in einer Gruppe vertreten waren. Heute wird nur noch nach der dps Zahl geschaut, die einem das Ace Addon recount ausgibt. Andere Faktoren sind bedeutungslos geworden. So positiv dieser vereinfachte Zugang zu neuem Inhalt ist, so negativ ist es, dass das Spiel hier nur noch eindimensional zu sein scheint. Der Inhalt der Instanzen ist gut gelungen. Von kurzen Trips wie der Violetten Festung oder Azjol Nerub geht es zu einer völlig neuen Instanzenart wie der Occulus. Schade, dass ein Reiz von WoW mit diesen "DMG und durch" Instanzen genommen worden ist.

Berufe

Mittlerweile kann man sagen, es gibt keinen Beruf mehr mit dem kein Gold mehr zu verdienen ist. Jeder Beruf bietet etwas sinnvolles für den eigenen Charakter an und auch die herstellenden Berufe haben nun zahlreiche Möglichkeiten durch epische Rezepte Gold zu verdienen. Insgesamt hat man nun wirklich das Gefühl auch sinnvolle Gegenstände vor dem Besuch der ersten LvL 80 Instanzen herstellen zu können. Teilweise gibt es hier sehr gute Alternativen zu Instanzendrops. So ganz sicher bin ich mir nur nicht, was sich Blizz beim Juwelenschleifer gedacht hat. Nicht nur, dass dieser Beruf eigene tägliche Quests erhalten hat, womit er täglich 200-300g durch den Kauf und Verkauf von Drachenaugen verdienen könnte. Das alte Spiel mit Erze sondieren und schleifen ist zusätzlich bestehen geblieben. Wenn man sich die Preise so anschaut und weiss was beim Sondieren von Saroniterz anfällt, wird schnell klar, das Juwelenschleifer, die mit Abstand reichsten Spieler auf dem Server sein müssen.
Wer aber irgendetwas Bahnbrechendes erwartet hat, wurde mit Sicherheit enttäuscht. Die alte Spielmechanik ist beibehalten worden. Berufe in WoW sind ein netter Bonus, aber nichts worum sich die Entwickler kompliziertere Gedanken gemacht hätten. WoW bleibt ein MMO und keine Wirtschaftssimulation.

Erfolge

Die Beurteilung des neuen Erfolgssystem hängt von den Erwartungen jedes Einzelnen ab. Manche ignorieren es vollständig und ab und zu kommt es wieder in den Vordergrund, wenn das System einen neuen Erfolg signalisiert. Manche versuchen gezielt Erfolge zu erreichen. Ich denke das Feature erfüllt seinen Zweck. Es gibt Spielern die Möglichkeit sich Ziele zu setzen. Andererseits erhöht es auch deutlich die Anzahl an Aufgaben für Spieler in WoW, was natürlich mit einem hohen Zeiteinsatz einhergeht. Blizz freut sich über länger zahlende Kunden. Wer von Anfang an dabei ist, findet das Ganze manchmal nur lästig. Wieso sollte ein Meisterangler mit Skill 375 nicht schon 1000 Fische gefangen haben? Jemand der ehrfürchtig bei einer Fraktion wie Zul Gurub ist, hat dennoch nicht den Erfolg erhalten? Natürlich lassen sich die Bosse auf Stufe 80 einfach teilweise sogar alleine besiegen. Aber das ist doch nicht der gleiche Erfolg, den ein 40iger Schlachtzug noch zu LvL 60 Zeiten hatte. Schade, dass es hier keine Differenzíerung mehr gibt und wahrscheinlich auch geben kann. Für Classic Spieler kommt das System zu spät. Man muss es als Gimmick sehen und nicht zu sehr als Spielleitfaden nach dem Motto "Ich muss nun unbedingt alle Quests weltweit erledigien um Meister der Lehren zu werden". Viele Spieler sollten mit Twinks zusammengenommen schon mit Sicherheit einen solchen Erfolg verdient haben.

Fazit

Blizz hat eine würdige Erweiterung geschaffen. Im Vergleich zu "Burning Crusade" wirkt Nordend episch, gigantisch und sehr abwechslungsreich. Quests und Weltdesign sind spitzenklasse. Die Instanzen sind ebenfalls gut gelungen, aber nun zu einfach. Etwas mehr Herausforderung hier in Zukunft würden das Ganze gut abrunden. Insgesamt ist das Spiel wieder PvE lastiger geworden. PvP hingegen setzt nach wie vor auf die bekannten Schlachtfelder und das Arenasystem. Zwar gibt es mit dem "Strand der Uralten" ein neues Schlachtfeld, das Ganze lässt sich aber durch das im Moment unausgewogene PvP System nicht richtig genießen. Für jeden Classic WoW-Spieler gibt es hier nichts wirklich Neues zu bestaunen. Momentan bietet das Spiel im PvE Bereich deutlich mehr Abwechslung. Fängt man neu mit WoW an, bieten sich zahllose Möglichkeiten und Ziele. Als jemand der sich noch an den Düsterbruchpatch erinnern kann, kommt einem vieles sehr bekannt vor. Eines ist sicher, Wrath of the Lich King ist zwar ein Addon für World of Warcraft, aber es hat mit dem ursprünglichen Spiel nicht mehr viel gemeinsam. WotLK ist mit Sicherheit ein gutes Addon, aber es bringt das Gefühl der ersten Wochen und Monate im alten WoW nicht wieder zurück.

Probleme mit Wrath of the Lich King unter Wine gelöst

Wer schon frühzeitig die neue Addon-DVD von World of Warcraft in den Händen hielt wunderte sich, warum außer der Installer.exe und dem DirectX Ordner keine weiteren Daten enthalten schienen. Wine wollte einfach den Installationsprozess nicht starten. Auf der offiziellen Wine Seite zu WoW gab es zum Glück den richtigen Lösungsvorschlag.
Aus irgendeinem Grund sind die Dateien auf der DVD versteckt, wenn man sie mountet. Abhilfe bietet hier folgender Mount-Befehl.

sudo mount -o ro,unhide,uid=1000,gid=1000 /dev/sdc /media/cdrom/

Anstelle von /dev/sdc muss der Gerätename eures DVD-Laufwerks stehen. Der Pfad /media/cdrom muss ggf. neu mit

sudo mkdir /media/cdrom

angelegt werden.
Anschließend sind alle Dateien auf der DVD sichtbar eingehängt. Die Installer.exe verrichtet danach klaglos ihren Dienst. Unter Ubuntu 8.10 gab es nach der Installation leider ein neues Problem mit dem Bestätigen der EULA. Obwohl man bis zum Ende der Seite scrollt ist es unmöglich den Vertrag zu akzeptieren. Hier liegt leider ein Bug mit der offiziellen Stable-Version von Wine 1.0.1 vor. Abhilfe schafft hier nur ein Upgrade auf die aktuellste Entwicklerversion also zur Zeit 1.18.
Für Debian basierte Distributionen gibt es eine einfache Anleitung um die Wine-Paketquellen einzubinden.

sudo wget http://wine.budgetdedicated.com/apt/sources.list.d/intrepid.list -O /etc/apt/sources.list.d/winehq.list

Mit

wget -q http://wine.budgetdedicated.com/apt/387EE263.gpg -O- | sudo apt-key add -

wird der Schlüssel heruntergeladen um die Winepakete zu verifizieren. Anschließend genügt ein

sudo aptitude install wine

um auf die neueste Wineversion zu aktualisieren.
Danach lässt sich der Installationsvorgang abschließen, leider treten nun aber störende Soundgeräusche auf, welche wohl auf einen Bug mit Wine und Pulseaudio zurückzuführen sind. Am besten ist es hier im Winekonfigurationsmenü auf das OSS-Soundsystem umzustellen, zumindest solange bis dieser Fehler korrigiert wurde. Danach lief Wrath of the Lich King fehlerfrei und problemlos unter Ubuntu 8.10.

Von Inschriftenkunde und Patch 3.0.2

Da ist er nun der große Patch vor der neuen Erweiterung. Nun ja nicht ganz, denn schon steht 3.0.3. in den Startlöchern um einige Fehler zu korrigieren und den Vergeltungspaladin endgültig abzuschaffen.
Spaß beiseite, aber wer hatte kein deja vu Erlebnis als er zum ersten Mal die neuen Talente ausprobieren wollte, frohen Mutes ein Schlachtfeld betrat, sich an den neuen Effekten und Fähigkeiten erfreute und dann urplötzlich von 6 wildgewordenen blinkenden Blechbüchsen überrannt wurde. Natürlich war das Gewimmer groß, die ersten drohten schon wieder mit Accountkündigung und RL. Wie war das noch eigentlich vor "Dem Brennenden Kreuzzug"? Richtig. Genauso! Serverlags, scheinbar unausgeglichene Klassenfertigkeiten, sehr viel PvP, kaum mehr PvE. Gut, Blizzard ist ja lernfähig, denn letzteres wurde mit Patch 3.0.2. diesesmal sogar in höchstem Maße wiederbelebt, dem neuen Erfolgssystem sei Dank. Plötzlich ist es wieder erstrebenswert die alte Drachendame Onyxia zu vermöbeln oder den Silithiden in AQ 20 oder den Trollen in Zul Gurub das Fürchten zu lehren.
Während das noch eher positive Auswüchse des neuen Sucht..ähm Erfolgssystems sind, verstehe ich nun wie man der zukünftigen Inflation entgegen wirken will. "Sammelt 50 Reittiere" lautet da eine Aufgabe. Ein Spieler schrieb mal dazu im amerikanischen Forum: "Sagt nicht, ich muss ja nicht 50 Reittiere sammeln - Ich MUSS!" Es wird sicher nicht lange dauern bis zu lesen ist, dass jemand alle Erfolge erreicht hat. In welche Richtung es mit dem Spielgold gehen wird, darüber gibt diese Aufgabe Aufschluss: "Erhaltet 10000 Gold durch Questbelohnungen." Offensichtlich eine WotLK Aufgabe. Freuen wir uns also auf die 4-5 Fache Menge Gold im neuen Addon.

Inschriftenkunde

Der neue Verbrauchsberuf. Er ist wirklich nicht schwierig zu steigern und geht recht zügig, man sollte nur ein paar Wege zum Briefkasten und dem AH einplanen um die hergestellten Gegenstände wieder zu verkaufen bzw. neue Pflanzen abzuholen.

1-75

Geht sehr schnell. Einfach nur Friedensblume/Silberblatt mahlen und die entsprechende Tinte herstellen. Möglichst immer orangene Fertigkeiten weiterleveln. Zwischendurch stellt ihr Rüstungspergament I her.

80-99

Ab 80 könnt ihr Glyphen herstellen. Mit 85 erlernt ihr die Fähigkeit "Schwache Inschriftenkunde", mit der es möglich ist neue "Geringe Glyphen" zu entdecken. Bis Level 355 wiederholt sich nun im Grunde genommen die Prozedur. Ihr erhaltet fast alle 5 Fertigkeitsstufen neue Glyphen. Am besten ist es immer die neuen orangenen gleichmäßig oft herzustellen um nicht von einer Sorte zu viele anzusammeln, da die sich sonst schlecht verkaufen lassen. Wahrscheinlich ist es in einigen Monaten besser auch öfter mal Tarotkarten zum Steigern auszuwählen, bieten diese doch als komplettes Set die Möglichkeit eine neue Questreihe zu beginnen. Jeweils vor dem Aufstieg zu einer neuen Berufsmeisterschaft habt ihr nur gelbe Rezepte zur Auswahl, was das Leveln an dieser Stelle geringfügig schwieriger macht. 5 Stacks Beulengras sollten für diesen Schritt genügen.

100-150

Zeit für Löwentinte. Wird gewonnen aus Lebenswurz, Grabmoos, Königsblut oder Wildstahlblume. Orangene Glyphen oder Tarotkarten herstellen.

155-175

Es gibt Jadefeuertinte. Wird gewonnen aus Blassblatt, Golddorn, Khadgars Schnurbart, Drachenzahn.

175-200

Königstinte! Wird selten aus den Reagenzien für Jadefeuertinte gewonnen.

200-250

Firmamenttinte. Wird aus Feuerblüte, Lila Lotus, Arthas Tränen, Sonnengras, Blindkraut, Geisterpilz oder Gromsblut gewonnen.

250-300

Perlmuttinte. Wird aus Goldenem Sansam, Traumblatt, Bergsilbersalbei, Trauermoos oder Eiskappe gewonnen.

300-355

Astraltinte, der Trainer befindet sich für die letzten Punkte von 300 an in Thrallmar oder der Ehrenfeste. Wird aus Pflanzen der Scherbenwelt gewonnen.
Ab 355 werden alle Rezepte vom Trainer gelb. Ab hier lohnt es sich auch nicht mehr auf 375 zu steigern. Mit dem Start der neuen Erweiterung geht es dann mit neuen Rezepten hier weiter.
Inschriftenkunde ist wirklich unspektakulär zu steigern. Man mahlt immer 5 Pflanzen zu 1-4 Pigmenten woraus später dann die Tinte hergestellt wird. Aus dieser Tinte und etwas Pergament vom Inschriftenkundebedarfshändler (schönes Wort) wird dann eine Erhebliche oder Geringe Glyphe hergestellt.
Die teuersten Pflanzen sollten zwischen 155-250 auf euch warten. Wie erwartet sind die Pflanzenpreise mit Patch 3.0.2 explodiert. Da Inschriftenkunde aber ein Verbrauchsberuf ist und die Goldinflation sich weiter beschleunigt wäre es selbst jetzt nicht besonders schlimm sich einige aus dem Auktionshaus zu besorgen.

[HowTo] World of Warcraft Installation mit Wine und Ubuntu Linux

Vorbemerkungen

Über Jahre hinweg nutzte ich ein Dual-Boot-System mit Windows XP und Ubuntu. Hauptgrund Windows XP zu benutzen war World of Warcraft, welches nativ nur für Windows und MacOS entwickelt wird. Das OpenSource-Programm Wine bietet die Möglichkeit WoW auch unter Linux spielen zu können und damit Windows für WoW-Spieler überflüssig zu machen. Die Entwickler beschreiben ihr Programm selbst als eine Zwischenschicht zwischen Programm und Linuxkernel, welche windowsspezifische Befehle in eine für den Linuxkernel verständliche Sprache umwandelt. Wine ist deshalb auch ein Akronym und steht für Wine is not an emulator.

Wichtige Quellen

Es gibt hervorragende englischsprachige Quellen, die mir für meine eigene WoW-Linuxinstallation geholfen haben. Insbesondere die Wine Datenbank bietet fortlaufend aktuelle Informationen und ggf. spezifische Problemlösungen.

Installation

Zuerst muss Wine installiert werden. Grafisch geht das am besten mit Synaptic oder dem neuen Software-Center von Ubuntu. Alternativ geht natürlich auch

sudo aptitude install wine

im Terminalfenster. Anschließend erscheint unter Anwendungen eine eigene Kategorie für Programme, die unter Wine ausgeführt werden.
Kopiert anschließend den kompletten Inhalt der ersten WoW CD z.B. in ein Verzeichnis namens wowinstall auf euren Desktop. Von den anderen Installations-CDs benötigt ihr nur die Datei Installer Tome *.mpq, wobei * die Zahlen 1-4 meint. Für die spätere Installation der Addons benötigt ihr die gleichen Daten auf den BC Installations-CDs, welche ihr in ein neues Verzeichnis kopieren oder nachdem die alten Dateien gelöscht wurden auch wieder in wowinstall schreiben könnt. Anschließend genügt ein Doppelklick auf die Installer.exe im Verzeichnis wowinstall oder das direkte Ausführen mit wine in der Konsole a la wine <Pfad zum Verzeichnis> Installer.exe
Die Installation läuft danach genauso wie unter Windows ab, wobei ihr natürlich keine CDs mehr wechseln müsst. Nach der Installation können diese Dateien alle wieder gelöscht werden. Alle WoW-Dateien befinden sich dann im versteckten Wine-Verzeichnis eures Home-Ordners. Solltet ihr bei der Bestätigung der Nutzungsbestimmung von Blizzard Entertainment nur Quadrate sehen, liegt das an den fehlenden Windowsschriftarten unter Linux. Ihr könnt diese mit Hilfe des Pakets msttcorefonts nachinstallieren oder ihr bestätigt blindlings eure Seele World of Warcraft zu überlassen.
Nachdem auf die gleiche Weise die Installation der Erweiterungs-CDs abgeschlossen wurde, muss nun noch die Config.wtf im WoW Verzeichnis angepasst werden.

Konfiguration

Öffnet die Datei Config.wtf mit einem Editor eurer Wahl. Diese Datei sollte sich in eurem Home-Ordner im versteckten Verzeichnis .wine/drive_c/Programme/World of Warcraft/WTF befinden. Zwar bietet Wine auch einen DirectX-Support an, dieser ist aber noch im Entwicklungsstadium und für WoW noch nicht ausgereift. Am besten ist es deshalb als Grafikschnittstelle OpenGL zu aktivieren. Fügt als erstes

SET gxApi "opengl"

hinzu. Startet ihr dann das Spiel werdet ihr eventuell nur einen schwarzen Startbildschirm sehen. Der folgende Eintrag in die Config.wtf löst das Problem.

SET M2UseShaders "0"

Damit wären die wichtigsten Konfigurationsschritte schon abgeschlossen. Falls Performanceprobleme auftreten helfen folgende Zeilen weiter:

SET ffxDeath "0"
SET ffxGlow "0"

Damit deaktiviert ihr Leuchteffekte und die Todesanimationen während ihr als Geist unterwegs seid. Bei Soundproblemen sollte auch noch folgendes hinzugefügt werden:

SET Sound_SoundOutputSystem "1"
SET Sound_SoundBufferSize "150"

Generell lässt sich unter Anwendungen->Wine->Konfiguriere Wine noch einiges an der Performance verändern. Sollten die Soundprobleme weiter andauern, hilft unter Umständen das Verändern der SoundBufferSize auf einen anderen Wert zwischen 50-250. Im Wine-Konfigurationsmenü unter Audio hat mir z.B. das Setzen des Häkchens bei Treiber Emulation geholfen. Für den letzten Performance Kick könnte auch noch ein Eintrag in der Wine-Registry helfen.

Teamspeak und WoW

Teamspeak lässt sich einfach durch sudo aptitude install teamspeak-client installieren. Da Teamspeak immer noch auf dem Soundsystem OSS beruht, benötigt ihr unter Ubuntu das Paket alsa-oss. Ihr müsst euch nur noch einen Starter für Teamspeak erstellen und als Befehl aoss teamspeak schreiben. Danach lässt sich Teamspeak gleichzeitig mit WoW benutzen. Seit 2010 gibt es nun auch endlich Teamspeak 3. Pakete für Debian/Ubuntu können von der offiziellen Teamspeak Homepage heruntergeladen werden. Bei Problemen mit Pulseaudio unter Ubuntu hilft eventuell der Wrapper padsp weiter. Der Befehl

padsp wine /Pfad/zum/WoW Ordner/WoW.exe

führt dazu, dass sowohl WoW-Sound als auch Teamspeak gleichzeitig funktionieren.

Fazit

WoW funktioniert mit Wine unter Linux hervorragend. Bisher ließen sich auch alle Addons wie unter Windows spielen. Ein bekanntes Problem tritt aber bei der Installation der Erweiterung "Wrath of the Lich King" von DVD auf. Mit der Lösung habe ich mich im Artikel Probleme mit Wrath of the Lich King unter Wine gelöst beschäftigt.

Wie geht es eigentlich der WoW Wirtschaft?

Nach meinem kurzen Ausflug zurück in die Scherbenwelt, dank 10 Tage gratis Einladung, kann ich beruhigt sagen: Alles beim alten geblieben
Nun ja fast alles. Arena Saison Nummer 4 ist nun das Maß aller Dinge und Season 2 Ausrüstung gibt es nun im Überfluss zu bestaunen, die Schlachtfelder sind besser besucht denn je. Das liegt wohl vor allem daran, dass das Interesse an PvE Instanzen und Questen stark abgenommen hat. Ganz klar, wir befinden uns nun in der Hauptstadtphase der ersten Erweiterung von World of Warcraft. Lediglich fleißige Raider und nimmermüde Arena PvP Spieler können sich noch weitere Ziele setzen und der Rest läuft tiefe Furchen zwischen AH und Bank.
Bleibt der Blick auf die Wirtschaft. Während angenehm auffällt, dass der Chinafarmer- und Goldspam aus dem Handelschat verschwunden ist, (Nicht zu verwechseln mit dem normalen Spam a la "Noch 2 dd 4 dk nh plz!!!", Übersetzung: "Noch 2 Schadensausteiler für die Instanz "Dampfkammer" im nicht heroisch Modus bitte !!!") lässt einen der Blick ins Auktionshaus staunen.
Seit Einführung der neuen Zone "Sonnenbrunnen Plateau" mit den vielen neuen täglichen Quests, sind die  Preise mindestens um 50-100 % gestiegen. Erfreulicherweise auch bei geschliffenen Himmelsfeuer- und Erdsturmdiamanten, womit am Ende von "The Burning Crusade" mein Fazit für die beste Alchemiespezialisierung feststeht.
Gratulation an alle Transmutationsspezialisten!
Zwar finde ich den Elixiergroßmeister immer noch am vielseitigsten, aber in Punkto Effizienz sieht er gegen den Transmutationsspezi ziemlich alt aus. Während man als Elixiermeister immer den gesamten Kräutermarkt im Auge behalten sollte und über die Preise der wichtigsten Elixiere und Fläschchen im Bilde sein muss, genügt es als Transmutationsspezialist Erdsturm- und Himmelsfeuerdiamanten herzustellen und lediglich für deren Herstellung nötigen Rohstoffpreise regelmäßig zu prüfen. Welcher Beruf erlaubt es einem schon in fünf Minuten Rohstoffe für ca. 120-150g einzukaufen, mit einem Klick diese in einen Diamanten umzuwandeln und mit Juwelenschleifer als Zweitberuf ein geschliffenes Juwel herzustellen, welches sich für 100g mehr innerhalb von 24 h verkaufen lässt. Mit etwas Glück entstehen bei der alchimistischen Transmutation dann noch mal 4 zusätzliche Steine und zwei Tage später noch einmal 4 (*hust*) und voila aus 150g Einsatz und fünf Minuten Zeit werden 1100g Gewinn. Aber selbst ohne Proc lohnt es sich in diese beiden Berufe zu investieren.
Ich denke nicht umsonst müssen Juwelenschleifer zwischen 250g-500g für Rezepte im Auktionshaus bezahlen und selbst Blizzard dachte sich wohl bei den neuen Rezepten, die es auf dem Sonnenbrunnen Plateau zu kaufen gibt, dass ein kleiner Aufpreis von ca. 50g für jedes der mehr als zwei Dutzend Rezepte nicht verkehrt ist.
Von den angekündigten Gegenständen, die noch vor Wrath of the Lich King erscheinen sollten, gab es nicht viel zu sehen. Die 22er Tasche von Haris Pilton klammere ich da mal bewusst aus. Laut wotlkwiki.info stehen uns mit dem nächsten Addon sowieso bald 32er Spezialtaschen zur Verfügung.
Bleibt noch zu sagen, dass mit dem nächsten Patch 3.02 auch der Beruf des Schriftgelehrten eingeführt wird. Man muss kein Hellseher sein um vorauszusagen, dass viele diesen neuen Beruf ergreifen werden. Also besser jetzt schon Pflanzen einkaufen, denn so günstig wie jetzt sind sie spätestens in einem Monat nicht mehr.