ScummVM: Spielspaß mit Piraten, Archäologen und Astronauten

Es gibt schon heute eine breite Vielfalt an Spielen, die man mit Linux spielen kann. Möglich wird das nicht nur durch native Entwicklungen oder Wine, sondern vor allem auch durch eine Vielzahl von Emulatoren wie DosBox oder Vice, die alte Betriebssysteme oder legendäre Plattformen wie den Commodore C-64 wieder zurück in die Neuzeit holen mitsamt einer Reihe kultiger Spiele.
Und dann gibt es auch noch geniale freie Software wie ScummVM.
ScummVM ist kein Emulator, sondern ein Interpreter für diverse Skriptsprachen, die damals zum Programmieren von sogenannten “Point-and-Click-Adventures” benutzt wurden. Darunter befinden sich alle Scumm-Spiele von LucasArts, Sierra-Klassiker wie die Leisure Suit Larry-, Kings Quest-, Police Quest- und Space Quest Reihe, Simon the Sorcerer und viele andere mehr.
Mehr als genug um Tage und Wochen mit dem Lösen witziger Rätsel zu verbringen, den Schwertmeister zum Beleidigungsduell herauszufordern, den Weitspuckwettbewerb zu gewinnen (aber nicht bevor die Grog-Mischung stimmt), mit Indy sich auf die Suche nach dem Schicksal von Atlantis zu begeben oder die geheimnisvolle außerirdische Welt von “The Dig” zu erforschen.
Dabei läuft ScummVM nicht nur unter Linux, sondern auch auf praktisch jedem anderen System, was einem spontan einfällt, z.B. auch auf dem iPhone, Android Smartphones, SymbianOS, Playstation, Wii, GameCube usw. usw.
Neben der großen Portabilität bietet aber ScummVM auch vor allem verbesserte Grafik, ein stark erweitertes Menü zum Abspeichern und Laden der Spielstände und andere Modifikationen, die in den Originalspielen gar nicht auftauchten.
Für die Besitzer älterer Rechner interessant, ScummVM begnügt sich mit relativ wenig Systemressourcen, da wie gesagt, im Gegensatz z.B zu DosBox, nichts emuliert werden muss.
Also werft den alten Laptop wieder an, installiert ScummVM und kauft euch eine der zahlreichen Sammelboxen alter LucasArts oder Sierra Klassiker 😉
Die Bedienung ist sehr einfach. Von den Spielen selbst benötigt man oft nur einige wenige Dateien. Diese kopiert man in einen Ordner und wählt diesen in ScummVM unter dem Punkt “Add/Hinzufügen” aus. In den Vollbildmodus geht es mit ALT+Enter.
Die Untergrenze sehe ich bei Systemkomponenten wie sie mein Toshiba 3110ct mit sich herumschleppt. Auf dem Dell Inspiron 4000 läuft ScummVM mit weniger als 8% CPU Auslastung.
Bleibt schließlich noch zu hoffen, dass es irgendwann mal auch eine filmische Umsetzung von Indiana Jones and the Fate of Atlantis und Steven Spielbergs “The Dig” geben wird.
Und nein, weder Armageddon noch der letzte Indiana Jones Teil kommen auch nur annähernd an die gute Geschichte aus diesen, vielleicht grafisch veralteten aber brilliant erzählten, Spielen heran.

Links

www.scummvm.org – Offizielle ScummVM-Seite der Entwickler mit vielen Informationen

7 Replies to “ScummVM: Spielspaß mit Piraten, Archäologen und Astronauten”

    1. Die Wallpaper auf den Screenshots stammen alle aus Ubuntu 10.10. Du kannst sie auch einzeln herunterladen. Eine Google Suche zu “Ubuntu 10.10 Wallpaper” bringt dich zum Ziel. 🙂

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