Alle Jahre wieder: Toshiba Portégé 3110CT auf dem Weihnachtsmarkt

Vorletztes Wochenende war es wieder soweit, es war Zeit für den Weihnachtsmarkt. Wieder ein Jahr vorbei, Wahnsinn. Erneut stand ich vor der Entscheidung, welcher Laptop den DJ spielen sollte. Nachdem letztes Jahr nach dem offiziellen Ende sich erst einmal der Akku des Thinkpad 600 verabschiedet hatte, dachte ich mir, dieses Jahr wird sich das ja wohl kaum wiederholen.

Und ich lag vollkommen richtig. Dieses Mal sprang der Thinkpad 600 nämlich erst gar nicht an und meldete mir diese Fehlermeldung.

161
192
163

„Spitze“, dachte ich mir, nun weiß ich bescheid. Zum Glück gibt es ja Internet und dieser Post im Thinkpad-Forum hat mich dann aufgeklärt. Ist wahrscheinlich was mit der Batterie. Möchte wohl nach 14 Jahren mal ausgetauscht werden.

Natürlich bringt mich so etwas nicht aus der Fassung. Ich habe ja Alternativen. Also griff ich zu speedy, dem Toshiba Portégé 3110CT. Am Tag des Aufbaus war alles erste Sahne und ich konnte so richtig schön mit diesem Oldie angeben.

Am nächsten Tag, es ist noch früher Morgen, stapfe ich in das Glühweinzelt und man merkt überall, dass es in der vergangenen Nacht ordentlich angezogen hatte. Vorausschauend wie wir waren, gab es wie jedes Jahr natürlich Heizpilze, die für ordentlich Wärme im Inneren sorgten. Woran ich nicht gedacht hatte und die Wassertropfen an der Decke eigentlich hätten ankündigen müssen, Wärme, die auf Gefrorenes trifft, verwandelt dieses schnell in Flüssiges und während ich also gerade den Laptop boote, fällt ein Wassertropfen auf die Tastatur, natürlich an genau die Stelle, wo es so einen klitzekleinen Spalt in der ansonsten makellos abgesicherten Tastatur gibt und während ich mich wundere, woher auf einmal die merkwürdigen Zeichen kommen, ist es auch schon passiert.

Nichts funktioniert mehr und nur noch der obligatorische Hardreset bleibt. Der Toshiba startet neu und begrüßt mich mit:

Ready for EC/KBC update

Okaaay. Wo ist das Internet, wenn man es am dringendsten braucht, doch hier abseits aller Zivilisation suchte ich vergeblich danach. Der geneigte Leser kann sich vorstellen, dass es um meine Stimmung schon besser bestellt war und mich die Worte meiner Freunde: „Blöd wegen dem Laptop, aber was ist nun mit der Musik?“ wenig aufmuntern konnten. Leicht deprimiert brachte ich ihn also zurück ins Auto.

Zum Glück arbeitete ich im Glühweinzelt und zwei Glühwein später waren alle Probleme wieder ordnungsgemäß verdrängt. Da Aufgeben meine Sache nicht ist, probierte ich es erneut, holte den Laptop wieder aus dem Auto, stöpselte ihn an den Strom und die kultigen ESCOM-Boxen und voilà es funzt wieder.

Toshiba Portege 3110CT Weihnachtsmarkt 2012

Keine Fragen, warum und wieso. Nur soviel sei gesagt, cmus ist weiterhin das beste Musikprogramm der Welt und die Musikqualität ließ nicht zu wünschen übrig. Wir sehen uns im nächsten Jahr. 🙂

Upgrade auf Debian Wheezy: Toshiba Portégé 3110CT Pentium II 300 MHz mit 64 MB RAM

Zur Zeit verwende ich einen meiner ältesten Laptops, den Toshiba Portégé 3110CT zum Debuggen des OpenArena-Servers. Ich war es leid die ganzen Tests auf meinem Live-Server durchzuführen. Während ich die aktuelle Testing-Version 0.8.8-5 von OpenArena einspielte, kam mir die Idee gleich das ganze System auf Wheezy upzugraden.

Nach wie vor war auf dem Laptop aus dem Jahr 1999 Debian Squeeze in Betrieb gewesen, welches ich im Jahr 2010 zusammen mit Fluxbox und mit Hilfe von CD-ROM und PEX installiert hatte. Zusammen mit den üblichen Verdächtigen, Software ohne und mit X, verrichtete er bisher auch klaglos seine Arbeit. Ich benutze ihn immer noch hauptsächlich als Heimserver, da man ihm hier seine 64 MB Arbeitsspeicher selten anmerkt.

Eine Weile hatte ich auch überlegt Squeeze gegen ein anderes Betriebssystem wie Slitaz oder gar CRUX auszutauschen, die Überlegung jedoch schnell wieder verworfen, da es schlicht funktionierte. Ja, man darf Distro-Hopping auch mal widerstehen. 🙂

Zusätzlich ist es in den letzten zwei Jahren schwieriger geworden ein neues Betriebssystem via CD-ROM-Laufwerk zu installieren. Ich bin mir nicht sicher, ob man das früher bei vergleichbaren Subnotebooks von Toshiba jedes Mal machen musste, bei meinem durfte ich zumindest immer eine Tastenkombination (ich glaube es war CTRL+c) beim Starten drücken, damit vom CD-ROM-Laufwerk gelesen und gebootet werden konnte. Das scheint nun alles hinfällig zu sein, das CD-ROM-Laufwerk möchte nicht mehr und großen Bedarf für eine PEX-Installation habe ich auch nicht.

Wozu also in die Ferne schweifen, wenn ich Debian Squeeze durch ein Dist-Upgrade in Debian Wheezy verwandeln konnte? Nachdem ich die Quellen auf Wheezy umgeändert hatte, installierte ich zuerst apt und aptitude aus dem Wheezy-Repo. Prinzipiell, aber gerade auch wegen Multiarch, macht es Sinn hier zuerst gezielt ein Upgrade zu machen, damit der Paketmanager später alle Konflikte sauber auflösen kann. Dann folgte nur noch

aptitude full-upgrade

Das Problem bei jedem Dist-Upgrade scheint zu sein, dass neue Pakete installiert werden sollen, die man nicht unbedingt haben wollte. Nach dem Upgrade hatte ich unter anderem PolicyKit, ConsoleKit, ein paar Gnome3-Werkzeuge und -Bibliotheken zusätzlich installiert, die ich nicht gebrauchen konnte. Dieses Dilemma lässt sich umgehen, indem gezielt einzelne Pakete erneuert werden oder man entfernt schon vorher überflüssige Pakete, die neue Abhängigkeiten in das System einfließen lassen.

Man kann natürlich auch später Debian erneut auf minimal stutzen und den Aufräumtipps folgen und schon ist das System wieder in dem gewohnt schlanken Zustand. Mir hat sowohl Deborphan als auch Debfoster wieder einmal geholfen.

Weitere Überraschungen gab es danach keine mehr, weshalb ich mich nun einfach über weitere zwei Jahre mit Debian auf dem Toshiba freue und alle Finger kreuze, dass die Hardware weiterhin intakt bleibt. 🙂

Hier sieht man die aktuelle RAM-Auslastung und die Last auf dem Server. Ich vermute gdb ist daran Schuld, dass letztere um die 1.0 pendelt. Im Spiel selbst merkt man nichts davon.
Htop-Anzeige von Speedy

Der OpenArena-Server funktioniert in der Tat ziemlich gut auf dem Rechner. „Leider“ muss ich dazusagen, denn ich möchte ja, dass er abstürzt und die Ergebnisse auf dem Live-System bestätigt. 🙂

Bisher verfolge ich zwei Bugs #664637 und #681812. Letzterer lässt sich zu 100% reproduzieren, einen Backtrace mit dem GNU Debugger habe ich auch schon erstellt. Der erste Bug ist z.Z das Problem, da er mit der aktuellen OpenArena-Version nur noch sehr selten auftritt und er sich nicht gezielt auslösen lässt.

Ich verzichte an dieser Stelle auf einen Bericht meiner zahllosen gescheiterten Versuch einen Core-Dump des Servers zu erstellen. Erst nachdem ich ihn lokal getestet habe und er mit Root-Rechten läuft (böse, ich weiß), konnte ich für #681812 innerhalb von gdb mit dem Befehl generate-core-file diese Datei erzeugen, die immerhin 165 MB groß ist. Weitere Details spare ich mir, weil ich selbst noch dabei bin mich mit der Materie vertraut zu machen und Debuggen nun wirklich nicht den gleichen Spannungsfaktor wie ein guter Krimi hat. Sagte Nuff.

Ein Abstecher in die Welt der Web- und vServer

Zuerst die Vorgeschichte. Vor einigen Tagen wurde angekündigt, dass Debian Wheezy Kernel 3.2 an Bord haben wird und nicht alle scheinen damit glücklich zu sein. Eine interessante Randnotiz dieser Meldung war, dass Debian Wheezy keine zusätzlichen Kernel für die Virtualisierungslösungen OpenVZ und VServer anbieten wird. Als normaler Desktopkonsument bin ich davon zwar nicht betroffen, ich kann mir aber vorstellen, dass Anbieter von vServern auf Basis dieser Technologie schon nach Alternativen Ausschau halten.

Zwischen all den Beiträgen und Kommentaren auf der Mailingliste der Debianentwickler hob schließlich jemand hervor, dass einer der Vorteile von OpenVZ und des Linux VServer im geringen Speicherverbrauch läge und schon 128 MB RAM und weniger zum Betrieb ausreichen würden. Dagegen wurde gekontert, dass auch mit Xen virtualisierte Server schon ab 128 MB RAM angeboten werden.

Nun war mein Interesse geweckt und ich wollte wissen, welche weiteren Angebote in dieser Leistungs- und Preisklasse existieren. Nicht besonders überraschend: Die Auswahl ist groß. Leider ist nicht immer ersichtlich, welche Virtualisierungstechnologie verwendet wird und das Preis- Leistungsverhältnis schwankt gewaltig. Am interessantesten erscheint mir im Moment der vServer „Neptun Light“ von netcup.de zu sein, ein Einsteigermodell, aber das ist wie gesagt nur ein erster Eindruck. Ich bin weder Kunde noch anders mit dem Unternehmen verbunden und kann deswegen hier keine Empfehlung abgeben.

Während der Suche nach einem passenden vServer stolperte ich immer wieder mal über die Webserver-Frage. Welcher ist am besten für ein typisches vServer-Szenario mit wenig RAM und begrenzten Ressourcen geeignet? Das brachte mich dazu mir Lighttpd wieder einmal näher anzusehen und nginx durfte dieses Mal auch nicht fehlen.

Die englische Wikipedia bietet einen übersichtlichen Vergleich von Webservern, der deutlich macht, dass es noch weit mehr Alternativen gibt, darunter auch wesentlich kleinere Server wie thttpd, mini-httpd und micro-httpd.

Da ich den Apachen schon besser kenne und etwas Neues ausprobieren möchte, habe ich einige Zeit damit verbracht um nach geeigneter Dokumentation für Lighttpd zu suchen, der schon erfolgreich auf dem ältesten Laptop mit nur 16 MB RAM lief. Auch nach einer kompletten Installation mit PHP und MySQL auf meinem Portégé 3110CT hat Lighttpd immer noch nichts von seinem Charme verloren.

Bevor es gleich mit einem vServer ernst wird, bietet sich quasi als Trockenübung ein älterer Rechner an, der nur darauf wartet zum Web-, Mail- und Streamingserver ausgebaut zu werden. Die Dokumentation dazu ist ein wenig verstreut, aber es gibt einige hervorragende englische Quellen, die ich weiterempfehlen möchte.

  • lighttpd.net: Das Wiki und die vollständige Dokumentation zu Lighttpd mit vielen HowTos.
  • nanotux.com: Exzellente Anleitung wie man Lighty mit PHP und MySQL einrichtet und dazu noch weitere Tipps zum Einrichten eines vServers.
  • library.linode.com: WoW! Tutorials, Tutorials, Tutorials. Wer jemals mit dem Gedanken gespielt hat einen vServer produktiv zu nutzen, sollte sich diese Seite als Lesezeichen setzen.
  • howtoforge.com: Gute HowTos zu Lighttpd.
  • cyberciti.biz: Schon seit Jahren ein Quell ausgezeichneter Anleitungen, nicht nur für Lighty.

Ich war ziemlich begeistert, was es alles an ausführlicher Doku zum Thema Web- und vServer im Netz gibt. Zum Testen genügt mir im Moment einer der älteren Laptops mit Debian Squeeze. Ein Fazit? Es gibt immer wieder Neues mit Freier Software zu lernen. 🙂

Eine Reise in die Vergangenheit: Der Wert der Laptops gestern und heute

Was machst du von heute an in zehn Jahren? Wie wird dein Leben aussehen? Wo wirst du wohnen, arbeiten, deine Zeit verbringen? Wenn du ein Medium mit Interessen für ältere Computer und Linux bist und durch einen aberwitzigen Zufall auf diese Seite geraten sein solltest, kennst du die Antwort vielleicht schon. Für Normalsterbliche ist ein Blick in die Glaskugel mitunter jedoch ziemlich trübe. Auch ich weiß nicht, was in der Zukunft passieren wird, weshalb ich mich in diesem Post einer verlässlicheren Größe zuwende – der Vergangenheit.

Ich hatte Lust mir alte Rezensionen zu meiner Hardware anzuschauen und herauszufinden wie hoch die Verkaufspreise damals ausfielen. Hier also ohne Wertung ein paar Informationen dazu.

Dell Inspiron 4000

Der Inspiron kam Ende 2000 zum ersten Mal in den Handel. Auf pcpro.co.uk kostete er damals 1.996 Englische Pfund (1999: 1 Pfund = ca. 3DM) . Bei Testberichten auf dooyoo.de variierte der Preis im Jahr 2001 zwischen 5500DM (2.812€) bis ca. 1.700€ im gleichen Jahr. Ich kaufte ihn im Jahr 2008 gebraucht für 100€ inklusive Zubehör. Die meisten Kommentatoren hoben das helle und gute Display hervor und störten sich manchmal am Gehäuse oder den Lautsprecherboxen. Insgesamt sei er ein solider Laptop und diesen Eindruck kann ich auch heute noch bestätigen.

Toshiba Portégé 3110CT

Das Toshiba Subnotebook erschien im Jahr 1999 und wurde am 1.10.1999 auf pcpro.co.uk vorgestellt. Es kostete damals ca. 1.992 Englische Pfund. Auf dooyoo.de wurde er als ideal für Präsentationen oder als „mobile office“ angepriesen. Auch im Jahr 2001 scheint er noch stolze 5000DM gekostet zu haben. Wer aber den 3110CT mal in Echt gesehen hat, wundert sich bei der kompakten Bauweise aus dem Jahr 1999 auch nicht mehr über den damaligen Preis. 2008 habe ich ihn netterweise für lau als Geschenk erhalten.

Toshiba Satellite 220cs

Cnet.com preist das „multimedia excitement and versatility“ an. Auf expertreviews.co.uk wird das verbesserte 800×600 Pixel Display gegenüber den älteren 640×480 Pixeln hervorgehoben. Preislich musste man dafür am 01.09.1997 1.757 Englische Pfund hinlegen, was ca. 2500€ damals entsprochen hätte. Den 220cs habe ich letztes Jahr für 18 € bei ebay ersteigert.

IBM Thinkpad 600

Den Cnet.com Artikel zum Thinkpad 600 hatte ich schon vorgestellt. Der Artikel ist voll des Lobes über den nur 5 Pfund schweren Laptop mit einem „schreiend schnellen Pentium II Prozessor“. Ersteigert habe ich ihn vor wenigen Monaten für 27,50 € bei ebay. In der offiziellen Pressemitteilung von IBM aus dem Jahr 1998 wird ein Verkaufspreis von 3199$ offeriert. Das war noch zu einer Zeit als der Dollar etwas mehr wert war als heute. 😉

Webseiten mit elinks in screen über eine SSH-Verbindung mit rxvt-unicode solarisiert betrachten

Die Überschrift sagt schon alles. Ich vermute ein ähnliches Problem dürfte weniger als ein Milliardstel der Weltbevölkerung betreffen, aber aus Spaß hier die kurze Geschichte.

Ich hatte mich per SSH in den Toshiba Portégé 3110CT alias speedy eingeloggt und wollte nun mit Solarized und meinem neuen 256-Farben-Terminal rxvt-unicode das System updaten und überprüfen, ob mein Blog in elinks irgendwie anders als zuvor aussah. Wenn ich mich remote zu meinem mit Debian Stable betriebenen Laptop verbinde, starte ich danach für gewöhnlich screen, womit es mir leichter fällt mehrere Anwendungen parallel wie mit einem grafischen Fenstermanager zu nutzen.

Als erstes erhielt ich die Fehlermeldung

Error opening terminal: rxvt-unicode

als ich versuchte eine Anwendung wie htop zu starten. Das Problem resultiert daraus, dass das System den Terminal rxvt-unicode-256color nicht kennt und deshalb auch nicht weiß, wie es das aufgerufene Programm darstellen soll. Da das scheinbar ein uraltes Problem ist konnte ich sowohl im englischen Gentoo als auch im deutschen Arch Linux Wiki eine Lösung hierzu finden. Kurz gesagt, muss die Terminfo Datenbank auf den aktuellen Stand gebracht werden und eine Infodatei im versteckten Ordner .terminfo im Home-Verzeichnis des Benutzers auf dem entfernten Rechner angelegt werden.

Im Gentoo-Wiki wird das elegant so gelöst:

infocmp rxvt-unicode | ssh USER@REMOTE_IP ‚mkdir -p .terminfo && cat >/tmp/ti && tic /tmp/ti‘

Auf dem lokalen Rechner werden die Informationen über den verwendeten rxvt-unicode-Terminal abgefragt und über SSH auf die entfernte Maschine geschickt, wo die Infodatei mit Hilfe von tic von einem Quellformat in ein kompiliertes Format umgewandelt wird. Danach konnte ich dann wie gewohnt Programme öffnen.

Obwohl ich den Terminaltyp in elinks nicht auf 256 Farben eingestellt hatte, sondern weiterhin bei den 16 ANSI Farben belassen hatte, wurde meine Webseite ohne weiteres Zutun schon in den Solarized-Farben dargestellt. Als allgemeiner Tipp solltet ihr bei Farbproblemen % in elinks drücken, womit man zwischen verschiedenen Dokumentfarben umschalten kann. Ich verstehe nur noch nicht, warum bei manchen Farbkombinationen die Schrift fett dargestellt wird und bei manchen normal. Vermutlich hat das etwas mit dem ANSI-Farbcode zu tun. Und so sieht gambaru in elinks solarisiert aus. 😉