Iceweasel ESR für Debian Squeeze und Wheezy – Kein Support mehr für 3.6

Eine kurze Erinnerung an alle, die Iceweasel alias Firefox mit Debian verwenden. Mike Hommey, Paketverwalter für Iceweasel und Firefox-Entwickler, hat gestern in seinem Blog noch einmal daran erinnert, dass Iceweasel 10 ESR in den Backports für Debian Squeeze zur Verfügung steht. Die ehemals unterstützte Version 3.6 erhält keine Updates mehr und sollte nicht mehr benutzt werden.

Weiterhin wird zwar Iceweasel 3.5.16 wie gewohnt bis 2014 unterstützt, er empfiehlt aber ein Upgrade auf Iceweasel 10 zu machen. Dieser Empfehlung möchte ich mich hier anschließen. Man bemerkt deutlich die verbesserte Leistung des neueren Iceweasel-Browsers. Außerdem stehen deutlich mehr Funktionen und aktuellere Addons zur Verfügung.

Update 07.06.2012: Heute wurde auf der Debian-Mailingliste „debian-security-announce“ offiziell empfohlen von Iceweasel 3.5 auf Iceweasel 10 ESR zu wechseln.

Ich gehe davon aus, dass Iceweasel 10 uns in der nächsten stabilen Veröffentlichung von Debian erhalten bleibt und entweder separat durch Mike Hommey weitergepflegt wird oder durch die nächste ESR-Version, Iceweasel 17, wie bisher durch einen Backport ersetzt wird.

Unter dem Begriff ESR oder Extended Support Release verbreitet Mozilla ein Langzeit-Release, dass vor allem Unternehmen und Öffentlichen Einrichtungen zu Gute kommen soll, die an einer stabilen und langfristig gepflegten Version interessiert sind und nicht die Möglichkeiten haben den normalen „Rapid-Release“-Zyklus zu supporten.

Die aktuellste Version von Iceweasel befindet sich zur Zeit in Experimental. Auf mozilla.debian.net werden nach wie vor die Wege beschrieben, wie man an die gewünschte Version für den jeweiligen Debian-Zweig gelangen kann.

Ansonsten kann ich noch meine Artikel zu Debians Backports oder Iceweasel 6 empfehlen, die das Prinzip ebenfalls erklären.

Wer immer den Überblick über das Versionswirrwarr behalten möchte, kann sich z.B. auch apt-show-versions installieren. Hat man zuvor alle Quellen/Zweige in der /etc/apt/sources.list eingetragen, für die man sich interessiert, genügt

apt-show-versions -a iceweasel

um eine Übersicht über alle verfügbaren Paketversionen zu erhalten.

Iceweasel: Downgrade von libcairo2 beseitigt Grafikfehler

Update 04.08.2012: Der folgende Bug wurde für mich heute mit dem Paket xserver-xorg-video-nouveau 1.0.1-3 für Wheezy und meine Geforce 9600GT gelöst.

Ich konnte schon lange nichts mehr über einen Bug schreiben, weswegen ich mich heute natürlich sehr gefreut habe, dass es wieder was zum Bloggen gibt. Wer innerhalb der letzten 24 Stunden ein Upgrade gemacht hatte, konnte mitunter in Debian Testing feststellen, dass ganze Textpassagen in Iceweasel unleserlich geworden sind. Es schien so als ob sich Quadrate über den Text legen würden, Text wurde verzerrt und vollkommen unleserlich.

Näher nachgeforscht ist das ein Renderingproblem und auf einen Bug im X-Server zurückzuführen, der schon mindestens seit zwei Monaten im Debian-Bugtracker bekannt ist. Genauer gesagt brachte erst eine Veränderung in der Bibliothek libcairo2 den Fehler zum Vorschein.

Alles in allem nichts Ungewöhnliches, wenn man Unstable oder Testing benutzt. Mit einem Downgrade auf die Version 1.10.2-7 in den Backports von Debian Stable, konnte ich dieses Problem lösen.

Ich habe mich nur gefragt, warum die Version 1.12.2-1 von libcairo2 überhaupt nach Testing migrieren durfte, da ich noch nie so viele „Grave“-Bugs gesehen habe, die gegen ein Paket eröffnet worden waren. Sollte hier jemand mehr wissen, würde ich mich über einen aufklärenden Kommentar freuen.

Apt-Pinning für die Mutigen

Apt-Pinning. Ein oft genanntes Stichwort bei Debian und Co. Manchmal möchte man eine neuere Softwareversion installieren als diejenige, die in einer bestimmten Veröffentlichung von Debian- oder Ubuntu vorhanden ist. Die Gründe sind vielfältig. Vielleicht ist man lediglich an einem neuen Feature interessiert, andererseits kann man aber genauso gut auch auf ein neues Paket angewiesen sein oder es ausschließlich aus Neugier installieren.

Für Debian Stable gibt es genau aus diesem Grund das offizielle Backport-Projekt, mit dem sichergestellt ist, dass ausgewählte Pakete zwar aktueller sind als die bestehenden, aber immer noch stabil mit dem Gesamtsystem harmonieren.

Mit Apt-Pinning gibt es eine weitere Möglichkeit für erfahrene und fortgeschrittene Anwender aktuellere Software zu installieren. Insbesondere ist diese Methode für Debian Testing und Unstable interessant, wenn man z.B. Pakete aus dem Experimental Zweig zusätzlich installieren möchte und es kann unter Umständen auch für Debian Stable eine Option sein, wenn keine Backports vorhanden sind.

Meine Motivation für diesen Beitrag waren zwei Pakete in Debian Testing, die nicht aktualisiert wurden, obwohl in Unstable eine Version vorhanden war, die Bugs beseitigte.

Im Regelfall bin ich der typische, langweilige Debianbenutzer. Bei meinen Stable-Installationen läuft nur Stable, bei Testing nur Testing und bei Unstable…nur Unstable. Das ist zwar wenig aufregend, hat mich bisher aber immer vor instabilem Paket-Mischmasch bewahrt.

Manche ätzen, dass das Mischen von Paketen später nur mit der Suche nach Hilfe in irgendwelchen Foren oder IRC-Channels enden kann, wo die Methusalems dich erst einmal zu Abbitte und Buße auffordern. Du möchtest nicht wissen, was mit Leuten passiert, die eingestehen Ubuntu-PPAs mit Debianpaketen gemischt zu haben. Ihr seid also gewarnt! 😈

Apt-Pinning wird ausführlich und gut mit man apt_preferences erklärt. Hilfreich finde ich außerdem

Apt-Pinning anhand eines Beispiels

Bei meinem konkreten Problem ging es um Vim und Iceweasel. Vor einem Monat wurde ich durch Zufall auf #debian im IRC auf einen Bug in Vim aufmerksam gemacht, den ich zwei Stunden später dann per Reportbug gemeldet habe. Die Bearbeitung und Lösung des Problems war mustergültig. Der Paketverwalter bestätigte den Fehler und knapp zwei Wochen später war der Bug durch Upstream gefixt worden und das neue Paket in Debian Unstable. Doch auch Wochen danach kam davon nichts in Testing an. Mittlerweile hat es das Paket zwar nach Testing geschafft, doch gerade in so einem Fall kann Apt-Pinning weiterhelfen.

Mein anderer Favorit ist Iceweasel. In der Regel folge ich den Anweisungen auf mozilla.debian.net und habe zum gleichen Thema auch schon einen Beitrag geschrieben. Im Moment dauert es aber mal wieder mit dem Versionswechsel von 7 auf 8 und 9 ist nicht mehr weit entfernt.

Apt-Pinning Pin-Priorität

In einem solchen Fall ist Apt-Pinning sehr einfach global einzurichten. Standardmäßig wird jedem Paket, jeder Installation und Aktualisierung eine Priorität zugewiesen, von der man in der Regel gar nichts mitbekommt. Alle installierten Pakete haben Prioriät 100, alle anderen Pakete innerhalb einer Version wie z.B. Squeeze 500. Überprüfen lässt sich das mit

apt-cache policy

Die Zahlenwerte haben laut man apt_preferences eine unterschiedliche Gewichtung. Im Allgemeinen gilt umso höher der Zahlenwert, desto höher die Priorität ein Paket aus einer anderen Version zu installieren. Für mich funktioniert das Folgende ziemlich gut:

Erstellt euch in /etc/apt/apt.conf.d/ eine Datei mit beliebigem Namen. Ich habe hier 10default-release gewählt und editiert sie mit folgendem Inhalt. Z.B.:

APT::Default-Release „testing“;

Das gilt natürlich nur für Debian Testing und sollte auf die entsprechende Debian Version geändert werden, die man gerade benutzt. Führt man danach ein aptitude update aus und anschließend apt-cache policy stellt man fest, dass sich die Priorität für die Pakete in Debian Testing auf 990 erhöht hat.

Zwar wäre das Folgende auch ohne diese Festlegung machbar gewesen, mir hilft es aber sicherzustellen, dass bei zukünftigen Updates immer Testing Pakete vor allen anderen bevorzugt werden.

Um nun Vim oder Iceweasel aus Debian Unstable zu installieren, muss man zuerst die Paketquellen in /etc/apt/sources.list aktualisieren und z.B. folgenden Eintrag für Unstable hinzufügen.

deb http://ftp.de.debian.org/debian unstable main

Danach lässt sich Iceweasel oder Vim aus Unstable mit

aptitude -t unstable install iceweasel vim

installieren. Bei zukünftigen Updates prüft Apt, ob die Version aus Unstable oder Testing neuer sein sollte. Da Testing bei mir eine höhere Priorität bekommen hat, wird im Zweifelsfall immer aus Testing installiert.

Das ist natürlich noch nicht alles. Apt kann mehr, viel mehr. Wenn ihr Ubuntu benutzt lässt sich z.B. explizit festlegen, ob ihr nur Pakete aus 10.04 bevorzugt oder doch besser 11.04. Wie wäre es, wenn man festlegen könnte, ob man nur bis Version X aus Debian Testing installiert und danach nur noch Pakete aus Experimental installiert? Wie schränke ich meine Prioritäten nur auf KDE-Pakete ein?

Apt ist ein wirklich sehr mächtiges und smartes Programm. Doch in der Regel kommt man wie oben beschrieben schon mit sehr wenig Aufwand aus und sollte beim Mischen von Paketen verschiedener Versionen immer skeptisch bleiben. Für alle, die sich eine maßgeschneiderte Preferences-Datei anlegen möchten, empfehle ich wie schon gesagt einen Blick in man apt_preferences zu werfen oder sich das folgende fortgeschrittene Beispiel anzuschauen.

Raphael Hertzog bezeichnete vor sieben Monaten die Installation von Gnome 3 aus Debian Experimental in Testing als „apt-pinning for the brave„. Das zu bewerten, liegt wie immer bei euch. 😉

Ein Vergleich von grafischen Browsern für Linux

Mal ehrlich der einzige Grund, warum alle Welt noch nicht ausschließlich auf der Konsole lebt, ist die Notwendigkeit Internet Banking, Shopping und Social Networking über einen grafischen Browser abzuwickeln. Bemitleidenswert erscheinen da frühere Generationen, die ihre Überweisungen noch persönlich bei ihrer Hausbank vorbeibringen mussten, dabei im Plausch mit den Bankangestellten ihr Soziales Netzwerk erweiterten und danach erstmal bei Wertkauf einkaufen gingen. Damals.

Natürlich möchte heute niemand mehr in eine solche Schublade gesteckt werden. Ich natürlich auch nicht, weswegen ich als moderner Mensch nicht nur einen grafischen Browser sondern deren gleich sechs, übrigens eine vollkommene Zahl, auf meinem Laptop installiert habe. 😉

Ich hatte schon in meinem Beitrag zu den Webkit-Browsern und noch etwas länger her zu Leichtgewichtigen Linuxanwendungen erwähnt, dass ich mir gerne die Unterschiede der zahlreichen Webbrowser auf älteren Laptops anschaue.

Nicht ganz erstaunlich sind diese mitunter ziemlich groß. Was liegt also näher als die Erfahrungen mit dem Internet zu teilen.

Als Testrechner benutzte ich den Inspiron 4000, einen PIII mit 800MHz, 256MB RAM und einer 4200rpm Festplatte.

Ergebnis:

Chromium 13: Start1       26s
             Start2       15s
             Private:     62,2MiB
             Shared:      18,2MiB

Iceweasel 6: Start1:     27s
             Start2:     17s
             Private:    51,2MiB
             Shared:      2,7MiB

Midori 0.4:  Start1:      8s
             Start2:      4s
             Private:    34,7MiB
             Shared:      7,3MiB

netsurf 2.7: Start1:     14s
             Start2:      8s
             Private:    17,2MiB
             Shared:      3MiB

Opera 11.5:  Start1:    17s
             Start2:     9s
             Private:   58,9MiB
             Shared:     2MiB

surf:        Start1:     7s
             Start2:     4s
             Private:   23MiB
             Shared:     2,5MiB

Was bedeuten die Zahlen? Zum einen habe ich die Zeit gemessen, wie lange es vom Start dauert bis der Browser www.gambaru.de aufgerufen und dargestellt hat. Danach habe ich den Browser geschlossen und erneut die gleiche Seite aufgerufen. Über diese Startzeit gibt Start2 Auskunft. Schließlich habe ich mit dem Python Skript ps_mem.py aus dem letzten Beitrag den Speicherverbrauch gemessen. Dabei wurden außer dem Terminalemulator urxvt keine weiteren Programme aufgerufen und es waren keine weiteren Tabs offen.

Klar, es ist alles für die Wissenschaft. Wenn man es aber ernsthaft angehen will, muss man mehrere Tests durchführen, über Tage und Wochen Buch führen, Werte messen und einen Durchschnittswert bilden. Denn je nach dem, wie viele weitere Tabs man parallel öffnet oder welche Anwendungen zusätzlich laufen, das Ergebnis verändert sich.

Ich denke, ich kann trotzdem guten Gewissens zu einem Urteil kommen.

Iceweasel alias Firefox ist mein bevorzugter Browser auf praktisch jedem System. Wie der Test aber zeigte ist der gute Fuchs nicht der schnellste bei den Startzeiten. Genauer gesagt fühlt er sich sogar ziemlich zäh an, wenn man versucht einzelne Webseiten oder sogar mehrere davon aufzurufen.

Chromium wird manchmal sogar als leichtgewichtige Alternative bezeichnet. Das ist er mit Sicherheit nicht. Er bietet aber eine akzeptable Startzeit, die sich nicht großartig von Iceweasel unterscheidet. Ich persönlich sehe nur marginale Unterschiede auf einem älteren Laptop.

Das Einzige, was man Opera vorwerfen kann ist, Opera ist nicht Freie Software. Mittlerweile kämpft Opera im Browser-Markt förmlich ums Überleben. Schade eigentlich, denn Opera war und ist eine Quelle für Innovationen. Die Startzeit ist besser als bei anderen großen Browsern. Dazu bietet Opera einige Alleinstellungsmerkmale, wie Opera Unite, Opera Mail oder Opera Turbo.

Netsurf ist quasi der Außenseiter. Im Grunde genommen dreht sich alles um Webkit, Gecko oder Presto. Er ist genügsamer als die großen Spieler, bietet aber leider auch wesentlich weniger Feature. Obwohl ich wahrscheinlich mit netsurf leben könnte, gäbe es keine anderen Browser,ist es doch etwas enttäuschend, dass er weniger schnell als bekannte Webkit Browser ist und gleichzeitig auch noch die Webseite schlechter als das Original darstellt.

Midori verwende ich schon sehr, sehr lange. Zwischenzeitlich war die Startzeit ziemlich schlecht und es gab einige Bugs, die Midori gegenüber den großen Browsern klar zurückfallen ließen. Seit die 0.4 Version erschienen ist, spielt Midori wieder vorne mit. Die Startzeit auf dem älteren Laptop ist hervorragend und die Webseiten werden ausgezeichnet gut gerendert. Manchmal kommt es zu einem unerwarteten Absturz, den ich leider nicht reproduzieren kann und nach wie vor ist das sogenannte Speed-Dial Feature buggy. Zumindest kann ich keine Links per Linksklick mit der Maus hinzufügen.

Surf ist ein minimalistischer Traum. Dieser Browser benutzt wie Midori die Webkit-Engine, ist aber ansonsten radikal auf Minimalismus getrimmt. Er nimmt relativ wenig Speicher in meinem System ein und wenn man so wie ich nur eine handvoll Webseiten hat, die man wirklich braucht, sehe ich auch keine Probleme mit surf.

Mein Fazit ist: Geschwindigkeit und Startzeit ist nicht alles. Ich bin auf meinem Laptop mit Midori seit Version 0.4 wieder sehr zufrieden. Dieser Browser verbindet sowohl Standards als auch schnelle Startzeiten.

Wenn man lediglich ein paar Webseiten regelmäßig aufruft und weiß, dass diese mit surf funktionieren, spricht nichts dagegen auch diesen kleinen Webkit Browser zu verwenden.

Wie schon erwähnt benutze ich Iceweasel in der Regel am häufigsten. Er ist zwar nicht der schnellste, er bietet mir aber mit Abstand die meisten Erweiterungsmöglichkeiten von allen vorgestellten Browsern.

Auf neueren Rechnern merkt man alle diese Unterschiede kaum. Erst wenn man Browser auf älteren Computern ausprobiert, fällt dies wirklich ins Gewicht.

Die Zahlen werden mit Sicherheit auf jedem System anders ausfallen. Trotzdem glaube ich, dass sie zumindest auf meinem Laptop die Wirklichkeit richtig widerspiegeln. Übrigens, für einen Vergleich von text-basierten Browsern hat K.Mandla schon interessante Daten veröffentlicht. 😉

Iceweasel 6 ist erschienen

Vor kurzem ist Iceweasel 6 erschienen, sehr zeitnah zur Veröffentlichung von Mozillas neuster Firefox Version Nr. 6.

Mittlerweile scheinen sich diverse Abhängigkeitsprobleme in Debian Unstable aufgelöst zu haben, so dass alles seinen gewohnten Gang geht. Das Debian Mozilla Team hat auf seiner Webseite die Installationsbeschreibung auf den neusten Stand gebracht.

Debian Unstable und Testing

Für Unstable lässt sich der neuste Iceweasel-Browser wie gehabt mit

aptitude install iceweasel

installieren. Die deutschen Sprachdateien müssen auch nicht mehr manuell von einem Spiegelserver heruntergeladen werden, sondern können mit

aptitude install iceweasel-l10n-de

eingerichtet werden.

Die selbe Prozedur sollte in wenigen Tagen auch für Testing funktionieren, wenn die Pakete automatisch in diesen Debian-Zweig einfließen.

Debian Stable

Für Debian Stable gibt es einen Backport. Der Eintrag in der /etc/apt/sources.list lautet:

deb http://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports main
deb http://mozilla.debian.net/ squeeze-backports iceweasel-release

Installation

aptitude install -t squeeze-backports iceweasel

Wer an der Beta- oder Aurora-Version von Iceweasel interessiert ist muss nur das Wort release in der sources.list durch beta oder aurora ersetzen.

Schlüssel importieren für mozilla.debian.net

Wie bei Debian üblich werden alle Pakete mit gpg vom Paketverwalter signiert. Der Schlüssel zur Verifikation für mozilla.debian.net lässt sich mit Root-Rechten im Terminal durch zwei Befehle so importieren.

wget -O- -q http://mozilla.debian.net/archive.asc | gpg --import

gpg --export -a 06C4AE2A | apt-key add -

Ansonsten gilt das Geschriebene in meinem alten Post zu Iceweasel 5.0.

Ich hoffe in Zukunft bleibt das Installationsschema nun so erhalten. Damit lässt sich leben. Als offensichtlichste Neuerung ist mir im neuen Iceweasel nur der hervorgehobene Domainname in der Adresszeile aufgefallen, was es schon (wie so vieles) bei Opera mal zuerst gab.

Sollte die Geschwindigkeit bei den Veröffentlichungen beibehalten werden, hat Firefox/Iceweasel die Chance Chromium mit der Versionsnummer Ende nächsten Jahres zu überholen. Ob es sinnvoller ist nur für große Änderungen ganze Versionsnummern zu nehmen oder nicht, sei an dieser Stelle mal dahingestellt.