Awesome: Ein kachelnder Fenstermanager

Nachdem ich mit Fluxbox meine ersten Erfahrungen mit reinen Fenstermanagern gemacht hatte, bin ich bei Urukramas Blog auf Awesome, einen sogenannten Tiling-Fenstermanager, gestoßen. Tiling lässt sich mit kachelartig übersetzen und am besten so erklären, dass die Fenster automatisch in einem bestimmten Raster angeordnet werden und es keinen Grund mehr gibt, diese z.B. mit der Maus in die richtige Position zu ziehen. Obwohl Awesome nach Aussage der Entwickler für die Zielgruppe der „Poweruser“ entwickelt wurde, sind die grundlegenden Funktionen sehr intuitiv und unterscheiden sich nur wenig von anderen Fenstermanagern.
Urukrama beschreibt Awesome als Fenstermanager für die „coolen Kids“. Positiv ist, dass er sich über die Skriptsprache LUA vielseitig an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Auf vielen Screenshots mit mehrfach geöffneten Terminals wirkt er aber manchmal wie eine Sonderlösung nur für Geeks (zu Unrecht wie ich finde).
Nachdem ich Awesome einfach mit Hilfe von apt installiert habe, gefiel mir auf Anhieb die simple Funktionsweise, die sich auf den ersten Blick nicht besonders von anderen Fenstermanagern unterscheidet. Durch einen Klick auf das links-oben angebrachte Awesome Logo oder mit einem Rechtsklick auf den Desktop erhält man Zugriff auf das Awesome Menü. Wie von Debian gewohnt findet man dort eine übersichtliche Zusammenfassung aller installierten Anwendungen und Möglichkeiten Awesome neu zu starten oder zu beenden.
Auf der anderen Seite lässt sich Awesome auch komfortabel ausschließlich über Tastenkürzel steuern und es ist möglich die geöffneten Fenster nach einem definierten Schema auf dem Desktop anzuordnen. Der erste Anlaufpunkt jedes Awesome Beginners sollte der englische Wiki Artikel „My first Awesome“ auf der offiziellen Projekthomepage sein.


Die globale Konfigurationsdatei rc.lua befindet sich standardmäßig in /etc/xdg/awesome und sollte für den lokalen Nutzer immer nach ~/.config/awesome kopiert und dort auch angepasst werden. Alle wichtigen Optionen lassen sich ausschließlich über die Datei rc.lua steuern. Um das Hintergrundbild anzupassen genügt z.B. eine Suche nach dem Begriff „wallpaper“ und das Anpassen des Bildpfades. Um Awesome im Regelfall mit der Tastatur zu steuern, ist die „Windows-Taste“ (Mod4) als Funktionstaste voreingestellt. In Kombination mit weiteren Tasten lässt sich damit Awesome problemlos steuern.
Die wichtigsten Funktionen sind:

  • Mod4+Enter – Öffnet ein Terminalfenster
  • Mod4+r – Ermöglicht die Eingabe eines Befehls zum Starten von Programmen
  • Mod4+Space – Schaltet zwischen den verschiedenen Tiling Modi um
  • Mod4+f – Vergrößert das aktuelle Fenster zum Vollbild
  • Mod4+Zahl(1-9) – Wechselt zum Tag mit der Nummer 1-9
  • Mod4+Shift+Zahl(1-9) – Sendet das aktuelle Fenster an das Tag mit der Nummer 1-9
  • Mod4+Shift+c – Schließt das aktuelle Fenster / Programm

Awesome unterscheidet sich auch durch das Verwenden sogenannter „Tags“. Sie sind zwar mit den gewohnten Arbeitsflächen vergleichbar, bieten aber zusätzlich z.B. die Möglichkeit Anwendungen in einem bestimmten Tiling Modus und auf einem bestimmten Tag starten zu lassen.
Mit Hilfe vorgefertigter Bibliotheken lassen sich Widgets (kleine Anwendungen in LUA) erstellen. Eine dieser Bibliotheken heißt Vicious und lässt sich als Tarball von http://git.sysphere.org/vicious/ herunterladen und muss danach nur noch in ~/.config/awesome/ entpackt werden. Um eine Netzwerklastanzeige wie im Screenshot dauerhaft anzuzeigen, muss nach der Codezeile –{{{ Wibox und vor dem „textclock“ Widget folgender Code eingefügt werden:

-- {{{ Wibox
-- Netzwerklastanzeige
-- Widget initialisieren
netwidget = widget({ type = "textbox" })
-- Widget registrieren
vicious.register(netwidget, vicious.widgets.net, ‘${eth0 down_kb} ${eth0 up_kb}’, 3)

Danach muss das neue Netzwerk Widget noch sichtbar gemacht werden:

-- Wibox erstellen
mywibox[s] = awful.wibox({ position = "top", screen = s })
-- Widgets zur Wibox hinzufügen - Reihenfolge spielt eine Rolle
mywibox[s].widgets = {
{
mylauncher,
mytaglist[s],
mypromptbox[s],
layout = awful.widget.layout.horizontal.leftright
},
mylayoutbox[s],
mytextclock,
netwidget,       -- DAS HINZUFÜGEN und Komma nicht vergessen!
s == 1 and mysystray or nil,
mytasklist[s],
layout = awful.widget.layout.horizontal.rightleft
}
end
-- }}}

Fazit

Awesome ist ein kleiner, flexibler und stabiler Fenstermanager. Wer am liebsten seine Anwendungen und Fenster mit der Tastatur bedient und gleichzeitig gerne von Haus aus durch verschiedene Tiling Modi alles am rechten Platz haben möchte, findet mit Awesome einen sehr guten Fenstermanager. Zusätzlich bietet Awesome mit einem Rechtsklickmenü und einem Panel aus anderen Fenstermanagern gewohnte Funktionen. Im Gegensatz zu diesen lässt sich Awesome komplett über die Datei rc.lua konfigurieren. Etwas Lust und Verständnis für Code in Textdateien gehört aber mit dazu. Bequeme grafische Lösungen zum Installieren der Widgets gibt es (noch) nicht. Awesome gehört für mich neben Fluxbox und Openbox zu ernsthaften Alternativen um eine flexible und gleichzeitig ressourcenschonende Desktopumgebung zu erstellen.
Wer komplett auf die Maus verzichten kann, sollte sich auch mal den Fenstermanager ratpoison anschauen. Zur weiteren Lektüre empfehle ich das Wiki auf der offiziellen Awesome Seite.

Der Energieverbrauch alter und neuer Computer

Schon seit langem hat mich die Antwort auf die Frage interessiert, ob ältere oder neuere Rechner die größeren Energieverbraucher sind. Seltsamerweise liest man immer wieder, dass durch den technischen Fortschritt insbesondere CPU und Grafikkarten immer leistungshungriger werden und deswegen der Energieverbrauch weiter zunimmt. Auf der anderen Seite wird gerade älteren PC unterstellt, dass sie große Energieverschwender und ineffizient seien.
Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, habe ich die Leistungsaufnahme meiner Heim-Rechner mit einem Strommessgerät gemessen.
Continue reading „Der Energieverbrauch alter und neuer Computer“

Dillo2 mit Debian Squeeze kompilieren

Scheinbar hat es Dillo2 nicht mehr in Squeeze geschafft. Seit dem 06. August 2010 ist die kommende stabile Debian Version „Squeeze“ eingefroren, d.h. es kommen keine neuen Pakete mehr hinzu und nur noch Fehler werden beseitigt. Da Dillo2 selbst in sid nicht auftaucht, wird noch eine Weile vergehen bis man diesen leichtgewichtigen Browser in Debian wiederfinden kann. Passend dazu kann man auf der Fehlerreport Seite von Debian nachlesen, dass auch die alte Version von Dillo aus dem Debianarchiv gelöscht wurde, weil Dillo von veralteten Bibliotheken abhängig war und Fehler seit Monaten nicht mehr ausgebessert werden, was die Entwickler auch zugeben.
Ich habe mich mal hingesetzt und Dillo2 mit der neuen FLTK2 Bibliothek auf meinem Toshiba Portégé 3110CT mit Debian Squeeze kompiliert. Es gibt dazu eine Anleitung auf der offiziellen Dillo Homepage. Leider geht die README.unix Datei nur ungenau darauf ein wie die Pakete heißen, welche für ein erfolgreiches Kompilieren notwendig sind und man muss zuerst einmal die richtigen X, jpeg und mesa Pakete finden.
Als erstes muss die FLTK2 Bibliothek übersetzt werden. Die Quelldateien gibt es hier. Ich habe Version 2.0.x-r7680 benutzt. Für Debian Squeeze müssen dann zuerst folgende Pakete installiert werden.

aptitude install

  • build-essential
  • xserver-xorg-dev
  • libx11-dev
  • libxi-dev
  • libjpeg-dev
  • libglu1-mesa-dev
  • libpng12-dev
  • libxcursor-dev
  • libglut3-dev
  • zlib1g-dev (für Dillo2)

Danach einfach die Datei mit tar jxvf fltk-2.0.x-r7680.tar.bz2 z.B. in /tmp entpacken, in das Verzeichnis wechseln, make ausführen, Root werden oder ein Programm wie fakeroot nutzen und FLTK2 mit make install installieren

cd fltk-2.0.x-r7680
make
su
make install

Die neueste Dillo2 Entwicklerversion herunterladen. In das Dillo Verzeichnis wechseln und Dillo2 kompilieren.

./configure
make
su
make install-strip

dillo auf der Konsole eingeben und loslegen!
Es hilft, wenn man den ./configure Dialog bei FLTK2 und Dillo2 beobachtet. Sollten dort zu viele Tests fehlschlagen, kann es entweder sein, dass man ohne das Installieren von zusätzlichen Paketen Dillo2 gar nicht übersetzen kann oder wie bei mir nach dem ersten Übersetzen ohne PNG Unterstützung dasteht. Die oben aufgelisteten Pakete waren dann aber beim zweiten Mal ausreichend, um Dillo2 zum Laufen zu bekommen.
Hier noch ein kurzer Vergleich zwischen Dillo2 und Links2. Ich habe jeweils Screenshots von bbc.co.uk, dillo.org und gambaru.de aufgenommen. Rechts ist dillo2 zu sehen und links links2. Die dillo.org Seite sah identisch bei beiden aus.


Dillo2 startet in zwei Sekunden auf dem älteren Laptop und bietet nun auch ausreichende CSS Unterstützung. Mit float Anweisungen scheinen beide Browser nicht perfekt umgehen zu können. Zu einem kurzen Blick auf Webseiten reichen beide aus. Die Nachteile gegenüber modernen Alternativen sind aber auch unverkennbar. Besonders beachten sollte man, dass Dillo2 https nicht vollständig unterstützt und deshalb für sicheres Surfen nicht zu empfehlen ist.
Für mich sind beide Browser dennoch nützliche Programme auf einem altersschwachen Rechner, wenn es nur darauf ankommt schnell eine Information zu finden.

Alpine in fünf Minuten

Alpine ist ein auf Ncurses-basierendes Emailprogramm der Universität von Washington. Es lässt sich unkompliziert installieren, auch ohne X-Umgebung von der Shell aus bedienen und ist insbesondere für ältere Computer mit wenig Arbeitsspeicher und Prozessorleistung eine hervorragende Alternative zu grafischen Email-Programmen. Im folgenden möchte ich in wenigen Schritten erklären, wie man Alpine unter Debian installiert und für einen kostenlosen GMX-Account konfiguriert.

1. Schritt: Installation

aptitude install alpine

2. Schritt: Alpine starten

Die Eingabe des Kommandos alpine auf der Konsole startet das Programm. Danach befindet man sich im Hauptmenü.


Mit der Taste „S“ gelangt man in das Setup Menü und kann sich dort zwischen verschiedenen Hauptkonfigurationen entscheiden. Um einen Email-Account einzurichten, einfach „C“ drücken.

3. Schritt: Email-Account einrichten


Die entscheidenden Zeilen sind die ersten drei und die Zeile „Inbox Path“. Unter Personal Name sollte der eigene Name stehen. User Domain ist eine Variable, die Alpine hilft verschiedene Nutzer lokal zuzuordnen und wird an Emails angehängt. Es genügt gmx.de oder den Posteingangsserver von GMX anzugeben. Die Zeile SMTP-Server steht für den Mail-Ausgangsserver, welcher in diesem Fall mail.gmx.net heißen muss.
In der Zeile „Inbox Path“ muss der Pfad zum Inbox-Ordner auf dem GMX-Server eingetragen werden, der beim Abruf neuer Emails von Alpine angesteuert wird. Hier muss es

{pop.gmx.net/pop3/user=EURE EMAIL-ADRESSE}inbox

heißen.

4. Schritt: Den Email-Header richtig einrichten


Scrollt man weiter nach unten trifft man irgendwann auf die Zeile „Customized Headers“. Dort muss die FROM Zeile richtig ausgefüllt werden, damit GMX das Versenden von Emails akzeptiert. Der Aufbau ist einfach

From: EUER NAME<EURE EMAIL-ADRESSE>

Danke auch an diesen Thread auf debianforum.de, der das Problem mit der From Angabe im Email Kopf gelöst hat.

5. Schritt: Emails verfassen


Zurück geht es in das Hauptmenü mit der Taste <>. Dort kann man mit „L“ entweder die Emails abrufen oder mit „C“ neue Emails verfassen. Ist man in der Zeile „To“ und drückt STRG+R, erscheinen weitere versteckte Felder wie z.B. „BCC“. Ist man im Feld „Attchmnt“ und drückt STRG+J, kann man eine Datei an die Email anhängen. Mit STRG+X wird die Email abgeschickt. Das geht bei GMX aber erst, nachdem die Inbox abgerufen wurde.

Alternativmethode

Noch eine Spur einfacher geht es, wenn man nicht auf den SMTP-Server von GMX angewiesen ist und z.B. auch noch Googlemail benutzt. Als Vorbereitung muss die Option „Enable Incoming Folders Collection“ im Setup Menü aktiviert sein und Alpine einmal neu gestartet werden. Um mehrere Accounts anzulegen und alle Mails über Googlemail zu verschicken, geht man danach so vor:

    1. Im Setup Menü trägt man nun als SMTP-Server smtp.googlemail.com ein. Alle anderen Optionen kann man sich sparen.
    2. Danach geht es wieder zurück in das Hauptmenü und mit „L“ in die Ordneransicht.
    3. In Incoming Message Folders einfach „a“ drücken und neue Inbox-Ordner für jeden eurer Accounts hinzufügen.
    4. In der Abfrage „Name of server to contain added folder“ muss für IMAP bei Googlemail folgendes stehen:

imap.googlemail.com/ssl/user=EUER ACCOUNTNAME@googlemail.com

  1. Mit Enter bestätigen und bei Folder on… to add: inbox schreiben. Als Nickname kann man sich danach einen beliebigen Namen für den Account ausdenken.
  2. Um das Accountpasswort nicht jedes mal neu eingeben zu müssen, genügt es im HOME-Verzeichnis, dort wo auch die Datei .pinerc liegt,

touch .pine-passfile

einzugeben. Die Passwörter werden anschließend in .pine-passfile schwach verschlüsselt gespeichert.

Noch eine Möglichkeit

Marlon hat mir am 22.08.2012 noch diesen Tipp per E-Mail zugeschickt.
Möchte man auf mehrere Postfächer mit Alpine zugreifen, so ist dies mit ein paar einfachen Handgriffen möglich:
Wie gewohnt gelangt man, wenn man S im Hauptmenü drückt, ins Setup und über C in die Konfiguration. Unter ‚Advanced User Preferences‘ muss man nun die Option ‚Expose Hidden Config‘ auswählen und danach findet man weiter unten die ‚Normally hidden configuration options‘. Die erste Option ist gleich ‚Incoming Folders‘ und hier können weitere Postfächer angegeben werden.
Die Syntax lautet wie folgt (ohne () ):

(Ordner-Name in der Folder-List) {(Server)/(Verschlüsselung)/user=(E-Mailadresse)}INBOX

Zum Schluss

Alpine bietet noch sehr viel mehr Optionen, darunter z.B. auch Filter und Signaturen. Alle grundlegenden Einstellungen kann man auch in der versteckten Datei .pinerc im Homeverzeichnis vornehmen. Das einzige was bei Alpine fehlt, ist die Möglichkeit Emails mit GnuPG zu verschlüsseln. Das Projekt Topal-Alpine versucht hier Abhilfe zu schaffen. Testen konnte ich es bisher noch nicht. Weitere Ideen zur Konfiguration habe ich hier veröffentlicht.
Übrigens...laut Wikipedia nutzt Linus Torvalds Alpine als Email Client!

Die Sache mit den alten Computern

In den Weiten des Internets gibt es viele interessante Seiten, die sich mit Linux und dem Thema, wie man alten Computern wieder neues Leben einhauchen kann, beschäftigen. Ohne das Altbekannte erneut zu erzählen, möchte ich ein paar Gedanken zu dem Thema einwerfen und danach drei sehr gute Webseiten vorstellen, die sich auch mit dem Thema befassen.
Doch warum sich überhaupt damit beschäftigen? In den letzten 10 Jahren haben sich einige „alte“ Computer bei mir angesammelt und bisher habe ich es nie übers Herz gebracht funktionierende Hardware einfach wegzuwerfen. Ein geschenktes Motherboard mit Intel Celeron 1,5GHz CPU bekam ein Gehäuse, Netzteil und Festplatte verpasst und dient seit Jahren als Testrechner und Server.
Speedy fristete die letzten Jahre bei einem Freund als Windows98-Jukebox, bevor es nun mit Hilfe von Debian einige neue Tricks kennengelernt hat und dank USB-WLAN-Stick auch zum ersten Mal richtig mobil sein darf. Ein Dell Inspiron 4000 Notebook benutze ich zum Surfen, Mailen und Programmieren von Webseiten.
Die Reihe ließe sich fortsetzen. Über die Jahre hinweg habe ich mit diesen Computern einiges über GNU/Linux gelernt. Verwaisten Rechnern ein neues zu Hause geben, damit das Konfliktpotential im eigenen Heim zu erhöhen und es langfristig unbewohnbar zu machen ist eine andere Geschichte.

Warum veralten Rechner eigentlich so schnell?

Es scheint ein ehernes Gesetz zu sein, dass Computer alle zwei Jahre neu gekauft werden müssen. Das Textverarbeitungsprogramm benötigt einen neuen 3D Beschleuniger und mehr Grafikspeicher, der Klang der mp3 Dateien wird mit der Zeit kratzig und stumpf und Emails lassen sich nur noch mit Quad Core CPU abrufen. Das neue Betriebssystem aus Redmond mit dem strahlend neuen DirectX, welches es auch nur für diese neue Version gibt, hätte gerne 500 MB RAM besser 1 GB.
Natürlich entwickelt sich auch die Technologie weiter und Multimedia mit hochauflösenden Videos und Compositing-Effekte treibt die Entwicklung vorwärts. Womit auch der ausschlaggebende Grund angesprochen ist, weshalb Computer regelmäßig ersetzt werden „müssen“ – zusätzlicher grafischer Augenschmaus, PC-Spiele und eine oft nicht vorhandene Kompatibilität zwischen älterer und neuerer proprietärer Software.
Wenn es gewollt wäre, könnten auch aktuelle proprietäre Betriebssysteme so anpassbar sein, dass sie weiterhin auch auf älterer Hardware lauffähig bleiben würden. Doch wer möchte das?
Meiner Annahme nach beruht die starke Marktstellung von Windows bei Privatanwendern darauf, dass es praktisch automatisch jedem neu gekauften Computer als Betriebssystem beiliegt. Oder wie mir ein Mitarbeiter des „Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markts“ einmal glaubhaft versichern konnte, sei es Windows zu verdanken, dass Computer so günstig angeboten werden können. Der andere entscheidende Faktor ist die Entwicklung von PC Spielen und dies mit erster Priorität für Microsofts API DirectX.
Manche mögen es bestreiten, aber der PC wurde noch nie ausschließlich für reine Büroarbeit benutzt. Fotorealistische Grafik, authentische physikalische Effekte, spiegelnde Wasseroberflächen und hochauflösende Texturen sind gefordert. Und wenn das Lieblingsspiel nur unter Windows läuft und dieses Betriebssystem mit dem neuen Rechner verkauft wird, überlegt man nicht lange und wägt die Alternativen ab. Außerdem werden Computer dadurch günstiger!
Gerade der letzte Punkt ist ein Grund, warum ich die Thematik Spielen mit Linux ebenfalls aufgegriffen habe und die freien Alternativen zeigen möchte.

Das passende Betriebssystem für al(l)te Computer

Man kann das Ganze aus zwei Richtungen sehen – der Praktischen und der Philosophischen.

  • Die Praktische: Jedes Betriebssystem ist geeignet, welches diese alte Kiste wieder zum Laufen bekommt. Namen sind Schall und Rauch. Windows, MacOS, Linux, BSD, OpenSolaris, OS2/Warp (wer kennt das noch?) Hauptsache es funktioniert! Unter diesem Gesichtspunkt muss man leider schnell feststellen, dass Windows3.11, Win95 und Win98 nicht mehr von Microsoft unterstützt werden, obwohl sie für diese Art Hardware einmal entwickelt worden sind. Treiber für aktuelle Peripheriegeräte zu finden, gestaltet sich mitunter äußerst schwierig bis unmöglich. Dazu kommt die notorische Instabilität und der Bluescreen des Todes, was für mich schließlich nicht der letzte Grund war vor 10 Jahren nach Alternativen Ausschau zu halten. Des weiteren gibt es viele aktuelle Windowsprogramme, die nur noch für aktuelle Systeme entwickelt werden und für ältere Windowsversionen nicht zur Verfügung stehen. Im Gegensatz dazu ist GNU/Linux frei, äußerst flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse anpassbar und vollkommen kostenlos.
  • Die Philosophische: Sollte Information immer durch freie und quelloffene Standards und Software zugänglich sein oder ist es legitim, wenn Standards von einzelnen Unternehmen festgelegt werden und der Austausch von Informationen mit Konkurrenzprodukten eingeschränkt wird? Sollte jeder die Freiheit haben Software für jeden Zweck zu benutzen, die Freiheit verstehen zu dürfen wie das Programm funktioniert, die Freiheit haben Kopien davon weiter zu verbreiten und die Freiheit den Code zu verbessern und der Öffentlichkeit verfügbar zu machen? Wenn wir in einer Wissensgesellschaft leben wollen, wie möchten wir sicherstellen, dass jeder Zugang zu diesem Wissen erlangen kann, gleichberechtigt und frei?

Für mich steht daher fest, dass freie Software wie z.B GNU/Linux am besten geeignet ist um auf Computern installiert zu werden, denn sie schneidet unter beiden Gesichtspunkten am besten ab. Aber für all diejenigen, die bis hierher gelesen haben, war das sowieso klar oder etwa nicht? 😉
Immer wieder kommt auch die Diskussion auf, welche Linux Distribution die geeignetste oder sogar beste sei um alte Rechner wieder flott zu machen. Ich denke, man sollte die Distribution wählen, mit der man am besten zurecht kommt. Eine der schönsten Facetten von Linux ist die Tatsache, dass man die Wahl hat. Irgendwann bin ich an Debian hängen geblieben, weil mich sowohl die Qualität der Debian Distribution als auch die Philosophie, die dahinter steht, überzeugt haben und nicht zu vergessen das phänomenale apt.
Natürlich gibt es zahlreiche andere Distributionen, jede hat andere Stärken, setzt andere Schwerpunkte. Als besonders leichtgewichtige Distributionen gelten nach eigener Aussage Damn Small Linux, DeliLinux und PuppyLinux. Sie haben sich auf die Fahnen geschrieben besonders für ältere Rechner besser geeignet zu sein als große Distributionen wie z.B. Fedora, Mandriva, SuSeLinux oder Ubuntu.
Bisher beschränken sich meine Experimente nur auf Damn Small Linux (DSL), was wirklich mit sehr geringen Anforderungen an die Hardware daherkommt und auf Debian basiert, aber auch den Nachteil hat nicht den gleichen Softwareumfang wie Debian zu bieten und auch weniger in der täglichen Praxis getestet wird. K.Mandla hat weitere Distributionen für „langsame“ Rechner unter die Lupe genommen mit nicht ganz überraschendem Ausgang 🙂
Bevor ich mich auf eine andere Distribution stürze, versuche ich deshalb zuerst einmal ein funktionierendes Debian Grundsystem zu installieren. Hat man das geschafft, lässt sich von hier aus das System individuell gestalten. Der Vorteil einer Debian Installation liegt in der Vielzahl an vorkompilierten Software Paketen (mittlerweile mehr als 25000 Stück). Außerdem versuche ich immer einen aktuellen 2.6 Kernel zum Laufen zu bekommen, da dieser auch aktuelle Hardware erkennen kann und fortlaufend neue Features hinzu erhält.
Sollte es Probleme geben, steht einem immer noch der 2.4 Linux Kernel zur Verfügung. Schließlich erhält man so einen neuen, zwölf Jahre alten Rechner, der mit leichtgewichtiger Software aus dem Jahre 2010 ausgerüstet ist und einen Kernel, der auch aktuelle Peripheriegeräte erkennen kann.

Empfehlenswerte Lektüre

Ich könnte an dieser Stelle nun fortfahren, was es alles für Verwendungszwecke für einen alten Computer geben könnte. Zum Glück hat sich K.Mandlas Linux Blog schon ausführlich mit solchen Fragen beschäftigt. Das Blog ist äußerst umfangreich und wird praktisch jeden Tag um einen weiteren guten Artikel bereichert. Mit Sicherheit eines der besten Blogs zum Thema Linux. Einfach mal vorbeischaun und lesen!
Auf GuNNiX Webseite gibt es keine wortreichen Blogeinträge, dafür aber alles was zählt. Eine Aufzählung mit leichtgewichtigen Linuxanwendungen und wie man ein minimales Debian System installiert. Seine Ausführungen sind deutlich umfangreicher als bei meinem Beitrag zu Toshiba Portégé 3110CT mit Debian und Fluxbox. Ich bleibe aber dabei, dass eine Debian Netzinstallation und die Pakete slim, xorg, alsa-base und der Fenstermanager der Wahl eine einfach zu merkende Alternative sind um ein minimales grafisches Debian zu installieren.
Schließlich gibt es noch Urukramas Blog. Darauf gestoßen bin ich nach der Suche nach Informationen zum Fenstermanager Openbox. Urukrama bietet hierzu einen vollständigen englischen Openbox Guide und ist meiner Meinung nach damit auch die Referenz im Netz. Weiterhin liegt ein Schwerpunkt seines Blogs auf der Gestaltung seines Desktops mit verschiedenen Fenstermanagern.
Wer ein paar wirklich gut aussehende Screenshots und eine Idee bekommen möchte, wie man eine schnelle, ressourcenschonende und gleichzeitig stilvolle Desktopumgebung mit Linux erhalten kann, sollte mehr als nur einen Blick auf dieses Blog werfen. Einige seiner Kreationen finden sich übrigens auch auf www.box-look.org wieder.
Eigentlich könnte man nach dieser Aufzählung fast schon alle anderen Artikel zu Linuxerfahrungen einstampfen. Auf der anderen Seite gibt es auch noch genug Facetten, die noch nicht abgedeckt worden sind und genauso individuell wie diese Beiträge ist GNU/Linux selbst. Ich nehme mir deshalb auch den Vorschlag von K.Mandla zu Herzen und versuche über meine eigenen Erfahrungen mit der Thematik zu erzählen. Es schadet sicher nichts die ein oder andere Information zu wiederholen oder aus einem anderen Blickwinkel zu erzählen.

X und Fluxbox starten ohne Login Manager

In meinem ersten Blogeintrag zu speedy habe ich vier Pakete aufgezählt, die man benötigt um eine minimale Desktopumgebung mit Fluxbox zu installieren. Darunter war auch der Login Manager Slim. Wenn man auf ein grafisches Login verzichten kann und ein weiteres Debian Paket sparen möchte, gibt es mehrere Möglichkeiten X und den Fenstermanager seiner Wahl direkt nach dem Login in die Shell automatisch starten zu lassen.
Dazu müssen im HOME Verzeichnis des Nutzers die versteckten Dateien .bash_profile und .xinitrc editiert werden. Bei Debian Squeeze existierten beide nicht, weshalb sie zuerst angelegt werden müssen. Zuvor installierte Login Manager müssen vorher entweder deaktiviert oder entfernt werden. Nachdem der Rechner gebootet hat, befindet man sich direkt auf der Shell und gibt Benutzername und Passwort ein, wonach automatisch der Fenstermanager der Wahl gestartet wird.
Solltet ihr beim Aufruf eines Terminal Emulators feststellen, dass die Parameter in der .bashrc scheinbar nicht eingelesen werden, muss man dem System in der .bash_profile erst mitteilen, dass es die .bashrc ausführen muss.
Folgender Code muss in der Datei .bash_profile (oder .zprofile wenn man zsh benutzt) stehen:

if [[ -z "$DISPLAY" &&  $(tty) = /dev/tty1 ]]; then
    exec startx
fi
#zum Aktivieren der .bashrc
if [ -f ~/.bashrc ]; then
    . ~/.bashrc
fi

Diese simple if Abfrage überprüft, ob die DISPLAY Variable gesetzt ist und man sich in die virtuelle Konsole tty1 eingeloggt hat. Ist das geschehen wird X automatisch mit dem Programm startx gestartet und dabei gleichzeitig alle Anweisungen in der Datei .xinitrc ausgeführt.
In die Datei .xinitrc lassen sich Programme eintragen, die automatisch ausgeführt werden sollen sobald X gestartet wird. Um den Fenstermanager seiner Wahl nutzen zu können, muss der Befehl exec vorangestellt werden. Für Fluxbox muss es z.B. exec startfluxbox heißen.

#!/bin/bash
exec startfluxbox
#exec openbox-session
#exec awesome
#exec ratpoison

Es gibt weitere Möglichkeiten X automatisch nach dem Booten starten zu lassen. Auch ist es möglich die Passwortabfrage zu überspringen und einen bestimmten Nutzer standardmäßig beim Systemstart einloggen zu lassen. Da ich das generell und für einen Laptop im besonderen für keine so gute Idee halte, gibt es hier nur noch den Link zum ursprünglichen englischen Wiki Eintrag von Archlinux.org, wo man die Alternativmethode und das oben Geschriebene noch einmal nachlesen kann.

Leichtgewichtige Linux Anwendungen

Eine aktuellere Übersicht über leichtgewichtige Software, die ich verwende, gibt es unter Software.
Nach der Wahl des Fenstermanagers stand die Frage im Raum: „Welche Programme laufen überhaupt noch schnell genug auf einem PII Laptop mit 64MB RAM?“ Dabei ist wohl die wichtigste Frage, was man mit dem Computer überhaupt noch anstellen will. Im folgenden möchte ich eine Auswahl von Programmen vorstellen, die selbst auf älterer Hardware wie meinem Toshiba Portégé 3110CT (speedy) noch schnell funktionieren, wenig Speicher verbrauchen und oft sehr wenig Abhängigkeiten mit anderen Programmen aufweisen und damit ideal sind, wenn man sein Linuxsystem selbst zusammenstellen möchte.
Für meinen Laptop war mir vor allem Netzwerkfähigkeit wichtig. Browsen, Chatten, Emails versenden sollte möglich sein und Musik abspielen musste problemlos funktionieren. Weniger wert legte ich auf Textverarbeitung, Grafiken und Fotos bearbeiten.

Terminal-Emulatoren

Welches Terminal Programm man unter X benutzen möchte ist letztendlich Geschmackssache. Das Fluxbox-Wiki listet hierzu ein paar gängige Alternativen auf. Nach langer Suche im Netz bin ich immer wieder auf rxvt-unicode (kurz urxvt) und xterm gestoßen. Beiden wird geringer Speicherverbrauch nachgesagt, was ich nach einigem Ausprobieren auf meinem Laptop mit 64 MB RAM bestätigen kann. Urxvt lässt sich hierbei umfangreich konfigurieren, so dass man schließlich alle Funktionen erhält, die man z.B. von dem ebenfalls umfangreichen, aber schwerfälligen Gnome-Terminal auch gewohnt ist. Urxvt bietet unter anderem Unicode Support, Pseudo-Transparenz, Tabs, anklickbare Links, ein-/ausschaltbare Scrollbar und weitere Möglichkeiten Farben und Aussehen anzupassen.

Grafik

Ein einfacher Bildbetrachter ist Standard auf jedem Computersystem und sollte auch auf einem Minimalsystem nicht fehlen. Ein schnelles Programm ist hier z.B. gpicview. Wer auf eine grafische Oberfläche verzichten kann, findet mit feh einen mehr als vollwertigen, Kommandozeilen basierten Ersatz, der sehr flexibel ist und bei fluxbox oder openbox sich auch als Programm zum Anzeigen des Hintergrundbilds eignet. Damit kann feh andere Anwendungen wie z.B. eterm als Hintergrundbildzeichner ersetzen.

Email

Normalerweise benutze ich unter Ubuntu für Emails und Kalenderfunktionen die Groupware Suite Evolution und bin seit langem sehr zufrieden damit. Leider möchte Evolution bei einer Einzelinstallation beinahe die gesamte Gnome Desktopumgebung mit installieren und ist auch nicht gerade genügsam was Systemanforderungen angeht. Die zweite sehr gute Alternative ist Mozilla Thunderbird oder Icedove wie es bei Debian genannt wird.
Auf meinem Laptop war aber auch Thunderbird eine Nummer zu groß, weshalb ich nach anderen Alternativen Ausschau gehalten habe. Wer einen grafischen Email Client mit ähnlichen Funktionen, gutem Spamfilter und Verschlüsselungsmöglichkeiten wie bei Thunderbird sucht, findet mit claws-mail ein würdiges Programm. Claws-Mail kam selbst mit 64 MB noch gut zurecht. Zwar dauert es ebenfalls eine Weile bis das Programm gestartet ist, danach ist die Reaktionsfähigkeit in Ordnung, was man über Thunderbird nicht mehr sagen konnte.
Auf der weiteren Suche bin ich schließlich auf mutt und alpine gestoßen. Dabei handelt es sich um zwei reine Text basierte Email Clients. Mutt gilt allgemein als stark konfigurierbar und flexibel anpassbar. Die Konfiguration des Programms nimmt einen aber dafür für eine Weile in Anspruch. Schließlich bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass mutt, nur um ein paar Emails abzurufen und zu verfassen, eine Nummer zu konfigurierbar war.
Wer es etwas einfacher möchte, aber einen ebenso leichtgewichtigen Email Client sucht, sollte sich mal alpine anschauen. Alpine ist eine Weiterentwicklung des Email Clients pine der Universität von Washington und wird unter der Apache Lizenz veröffentlicht. Ausgeschrieben würde Alpine dann wohl „Apache License Pine is not Elm“ heißen oder „Alternatively Licensed Program for Internet News and Email“.
Im Gegensatz zu mutt ist die Installation unkompliziert abgeschlossen sobald man aptitude install alpine ausgeführt hat. Die Konfiguration danach gestaltet sich auch deutlich einfacher. Was man noch beachten sollte und wie man z.B einen GMX Account einrichtet, wird an dieser Stelle berichtet.

Dateimanager

Dateien kopieren, bewegen und löschen gehört zur Standardaufgabe eines jeden Rechners. Meine Lieblingsprogramme, wenn es um schnelle Dateimanager geht, sind Thunar und PCManFM. Wer es noch eine Spur genügsamer haben möchte, findet mit dem Midnight Commander, eine gute Alternative, welche dem legendären Norton Commander nachempfunden wurde. Wer wie ich feststellt, dass er selten große Mengen an Daten verschieben und kopieren muss, kommt sicherlich auch mit den Shell Kommandos mv, cp und rm prima aus.

Browser

Die Zahl der Browser scheint unter Linux Myriade zu sein. Zwar habe ich noch einige weitere ausprobiert, aber mich auf die unten stehenden zum Vorstellen beschränkt. Die nachfolgenden Browser repräsentieren auch Browsertypen und heben sich meiner Meinung nach von den anderen ab.
Firefox/Iceweasel kommt mit nur 64 MB RAM nur sehr zäh zurecht und ist zumindest für speedy nicht geeignet. Für mich anfangs überraschend, kommt Opera selbst mit nur 64 MB klar. Die Startzeit ist zwar auch nicht weltmeisterlich, aber die Seiten lassen sich flüssig scrollen. Schade nur, dass Opera nicht Open Source ist und meiner Meinung nach zu viele Features mit herumschleppt, die nichts mit Browsen zu tun haben.
Der Chromium-Browser war noch nicht in Squeeze, weshalb ich ihn noch nicht auf speedy getestet habe. Auf Grund der schon bei anderen Rechnern gemachten Erfahrungen, könnte er mit Opera in Sachen Geschwindigkeit wahrscheinlich gut mithalten.
Nun sind diese beiden „großen“ Browser noch lange nicht das Ende aller Weisheit. Unter anderem gibt es noch Midori, netsurf, dillo2 oder elinks. Nicht getestet habe ich vergleichbare Browser, die für KDE entwickelt worden sind, da ich keine QT Bibliotheken installieren wollte.
Midori ist der Standardbrowser der Xfce Desktopumgebung und macht auf etwas schnelleren Rechnern mit 128 MB RAM eine sehr gute Figur, startete aber auf speedy deutlich langsamer als z.B. opera. Trotzdem ist er einer meiner Favoriten, da er auch schon mit einer guten Ad Block Funktion standardmäßig daherkommt und auch wert auf Webstandards legt.
Es gibt eine Reihe von Browsern, die schlank und schnell sind, weil sie Funktionen nicht implementiert haben und z.B. JavaScript nicht darstellen können oder CSS nicht vollständig oder gar nicht implementieren. Für viele Anwendungszwecke reicht aber auch ein solcher Browser aus um einen schnellen Blick auf eine Webseite zu werfen.
Unter diesen Browsern ist z.B netsurf, welcher eine befriedigende Startzeit hatte und Seiten schnell darstellt. Im Vergleich mit Opera startete er etwas schneller, hat aber auch deutlich weniger Features.
Ein extrem schnelles Programm war schon immer Dillo. Leider war auch die Darstellung von Webseiten sehr rudimentär. Schnell ja, aber kaum Features. Dillo2 steht nun in den Startlöchern und ist weiterhin ausgesprochen schnell. Viele gut strukturierte Webseiten lassen sich mit Dillo2 ohne Probleme darstellen. Leider gab es mit einer wichtigen Bibliothek Lizenzprobleme, wodurch die Aufnahme in Debian zeitweise gefährdet war. Das Problem scheint gelöst und ich hoffe auf die baldige Aufnahme in squeeze.
Schließlich gibt es noch die Kategorie der Textbrowser. Textbrowser scheinen nur etwas für Puristen zu sein und zugegeben für längere Internetrecherchen sind sie mir eine Spur zu spartanisch. Es gibt aber dennoch Anwendungsmöglichkeiten, wo ich sie für sinnvoll und für eine gute Alternative halte. Zum Beispiel hielt ich es bis vor kurzem für unmöglich youtube Videos auf speedy anzuschauen. Ein genialer Blogeintrag, elinks und mplayer haben das aber dann doch möglich gemacht. Da selbst auf  leistungsfähigeren Rechnern die Wiedergabe von Flashvideos im Browser eine Qual sein kann, gehe ich darauf später noch mal ausführlich ein.
Mit uzbl gibt es noch einen Browser, der sich explizit der UNIX-Philosophie verschrieben hat und Darstellung, Browsen und Extras klar trennt. Er ist ziemlich schnell und setzt ebenso wie Midori auf WebKitGTK+ als Rendering Engine.

Pdf

Als PDF Betrachter kamen bisher immer xpdf oder evince in Frage. Evince ist etwas zu schwerfällig und xpdf befindet sich nicht mehr in squeeze. Dafür gibt es nun epdfview, was einen sehr guten Job macht und zu empfehlen ist.

IRC und Chat

Ab und zu ist er doch ganz nützlich, der Internet Relay Chat oder kurz IRC genannt. Insbesondere erhält man teilweise gute Tipps zu debianspezifischen Problemen oder einfach nur gute Unterhaltung, wenn es mal wieder heißt: „Debian IS NOT Ubuntu!!“.
Der IRC Client meiner Wahl ist normalerweise XChat. Um Systemressourcen weiter zu schonen empfehle ich irssi. In Verbindung mit rxvt-unicode ein echter Gewinn.
Als leichtgewichtiges Chatprogramm hat sich centerim herausgestellt.

Systemmonitor

Wer das Kommando top kennt und mag, wird htop sicher noch besser finden. Endlich lassen sich Systemprozesse intuitiv vertikal und horizontal scrollen. Eine weitere ressourcensparende Alternative ist conky. Conky lässt sich über eine Text-Datei konfigurieren und es gibt schon zahlreiche verfügbare Configs im Netz zu finden.

Musik

Hier fiel meine Wahl auf den Music Player Daemon (mpd) und als Client ncmpc. Die Client-Server Architektur erscheint zuerst etwas merkwürdig. Das Gute daran ist aber, dass der Server sich auch über ein Netzwerk kontrollieren lässt, Server und Client also nicht auf dem gleichen Rechner laufen müssen. Dazu benötigen beide nur sehr geringe Ressourcen. Wer grafische Clients mag und noch etwas RAM übrig hat, sollte sich die Clients sonata oder ario anschauen.
Mit MOC und dem Audio Frontend cplay stehen weitere Möglichkeiten offen.

Textverarbeitung

Lange Textkolonnen in speedy zu hacken ist auf die Dauer ziemlich anstrengend. Zu klein, zu unkomfortabel ist das Tastaturlayout. Immerhin liegen die Stärken dieses Netbooks aus dem Jahre 1999 auch mehr in Portabilität und Stil 😉
Wer trotzdem nicht auf Textverarbeitung verzichten will, hat die Auswahl zwischen Open Office (komplette Office Suite, aber erst ab 128MB+ zu genießen) und Abiword. Wer nur einen einfachen grafischen Texteditor braucht, findet mit leafpad alles was er braucht. Wenn ich auf älteren Rechnern Texte oder Code editieren muss ist vim immer eine gute Alternative.

Zum Schluss

Wie man schnell feststellen kann, gibt es eine Gratwanderung zwischen grafischen und text/ncurses basierten Programmen. Programme wie alpine, htop, centerim, irssi und elinks würden auch ohne grafische Oberfläche X auskommen. Man sieht also schnell, dass mit einem aktuellen Linuxkernel und ressourcenschonenden Programmen selbst etwas ältere PCs noch immer produktiv nutzbar sein können.
Es gibt natürlich noch zahlreiche andere leichtgewichtige Programme. Die Liste ist bei weitem nicht vollständig und rein subjektiv. Zumindest funktionieren alle oben beschriebenen Programme in der Form auf meinem Laptop. Wer eine gute Aufzählung mit weiteren „lightweight“ Linux Anwendungen sucht, findet diese z.B. im Wiki auf Archlinux.org oder bei GuNNiX.

Erste Schritte mit Fluxbox

Nachdem die Debian Pakete von Fluxbox installiert worden sind, ist der Fenstermanager sofort startklar und man kann mit einem einfachen Rechtsklick auf den Desktop Programme starten und Aussehen des Fenstermanagers und des Panels ändern. Beim ersten Start von Fluxbox erscheint ein Hinweis, dass man den Hintergrund z.B. mit dem Programm eterm ändern kann. Weitere Änderungen beim Aussehen von Fluxbox lassen sich durch das Anpassen von Textdateien im versteckten Ordner .fluxbox im Homeverzeichnis vornehmen.

Hintergrundbild setzen

Eterm installieren mit

aptitude install eterm

Der Wrapper fbsetbg erkennt daraufhin automatisch, dass eterm installiert worden ist und nutzt ab sofort dieses Programm um das Hintergrundbild zu zeichnen.
Mit dem Befehl

fbsetbg -l <Pfad zum Hintergrundbild>

füllt das Bild den gesamten Hintergrund aus. Indem man den Befehl in die Datei ~/.fluxbox/startup einträgt, wird das Wallpaper automatisch beim Start von Fluxbox gesetzt.

Aussehen von Fluxbox verändern

Debian bietet schon bei der Standardinstallation die Möglichkeit zwischen verschiedenen Themen von Fluxbox zu wählen. Mit einem Rechtsklick auf dem Desktop erhält man schnell Zugriff auf das Fluxboxmenü und kann unter dem Punkt „Styles“ aus der Vielzahl an vorinstallierten Themen wählen.
Um ein eigenes Thema zu installieren muss dieses in den Ordner ~/.fluxbox/styles kopiert werden. Anschließend ist es über das Fluxboxmenü auswählbar. Eine weitere große Auswahl an Themen für Fluxbox gibt es z.B. auf www.tenr.de oder www.box-look.org.

Tastenkombinationen

Die Datei ~/.fluxbox/keys erlaubt es bestehende Tastenkürzel zu ändern und neue hinzuzufügen. Der Aufbau ist sehr einfach. Hier einmal meine keys Datei als Beispiel.
Mod 4 steht für die Windows-Taste, Mod1 für ALT. Das Kommando exec führt ein Programm bei Knopfdruck aus.


!mouse actions added by fluxbox-update_configs
OnTitlebar Mouse2 :StartTabbing

!mouse actions added by fluxbox-update_configs
OnTitlebar Double Mouse1 :Shade
OnTitlebar Mouse3 :WindowMenu
Mod4 t  :ToggleDecor
Mod1 y  :ShadeWindow
Mod1 Tab :NextWindow
Mod1 F1 :Workspace 1
Mod1 F2 :Workspace 2
Mod1 F3 :Workspace 3
Mod1 F4 :Workspace 4
Mod1 k  :Exec rxvt-unicode
Mod1 x  :Exec epdfview
Mod1 b  :Exec opera
Mod1 v  :Exec mplayer
Mod1 p  :Exec pidgin
Mod1 l  :Exec leafpad
Mod1 t  :Exec pcmanfm

Fluxboxmenü

Das  Menü lässt sich ebenfalls frei anpassen. Standardmäßig befindet sich die Datei menu noch in /etc/X11/fluxbox/fluxbox-menu. Um das Menu lokal für den jeweiligen Benutzer anzupassen, empfiehlt es sich den Inhalt nach ~/.fluxbox/menu zu schreiben. Der Aufbau der Datei ist sehr intuitiv.
Abschnitte beginnen mit dem Tag [submenu] und werden durch ein [end] abgeschlossen. Dazwischen befindet sich immer die Zeile zum Ausführen des jeweiligen Programmes.

Desktop Icons

Als reiner Fenstermanger zeichnet Fluxbox keine Icons auf den Desktop. Das praktische Fluxboxmenü und schnell eingestellte Tastenkürzel lassen Desktop Icons auch kaum vermissen. Dennoch gibt es zwei Programme mit denen man die Icons auf den Desktop bringen kann – idesk und fbdesk. Wie es geht erklärt ein Artikel im Fluxbox Wiki.
Als Alternative lässt sich z.B. die Schnellstartleiste wbar installieren, welche ein schickes Aussehen und die gleiche Funktionalität bietet. Global konfigurieren lässt sie sich in der Datei /usr/share/wbar/dot.wbar. Seit Debian Squeeze lässt sich wbar auch direkt mit apt installieren.
Weiterführende Links:

Und so sieht es am Ende aus:

Toshiba Portégé 3110CT mit Debian und Fluxbox

Im folgenden möchte ich anhand eines älteren Laptops zeigen wie man sich mit Debian seine eigene Desktopumgebung zusammenbasteln kann. Auf aktuellen Dual Core oder Quad Core Computern mit vier GB RAM spielt es kaum eine Rolle wie viele Dienste und Programme standardmäßig installiert sind. Auf einem elf Jahre alten Laptop mit 64 MB RAM hingegen muss man sehr genau die Softwareauswahl abwägen.

Komplette Desktopumgebung oder Fenstermanager?

Es gibt eine Reihe von sehr guten Desktopumgebungen. Darunter sind sowohl die großen GNOME und KDE als auch die beiden leichtgewichtigen Desktopsysteme Xfce und LXDE. Die ersten beiden benötigen mindestens 256 MB Arbeitsspeicher, während Xfce und LXDE sich auch mit 128 MB und weniger in der Standardkonfiguration begnügen.
Ich habe mich schließlich gegen eine komplette Desktopumgebung und für den Fenstermanager Fluxbox und eine individuelle Zusammenstellung der Software entschieden. Der Artikel richtet sich mehr an fortgeschrittene Linuxnutzer. Auf jeden Fall sollte man Zeit einplanen und etwas Freude am Experimentieren haben. Vielen Dank auch an Lars, durch den ich erst diesen Laptop in die Hände bekommen habe 🙂
Die wichtigsten Kennzahlen des Toshiba Portégé 3110CT

  • CPU: Pentium II 300Mhz
  • RAM: 64 MB
  • Festplatte: 6 GB
  • 1x USB 1.0
  • Infrarot-Schnittstelle
  • CD und Diskettenlaufwerk 3,5 Zoll (extern)
  • COM und LAN Anschluss (extern)

Installation:

Um ein Debian Minimalsystem zu installieren benötigt ihr zuerst das Debian Netinst- oder Visitenkartenimage. Dies auf eine CD gebrannt und in das externe CD-ROM Laufwerk gesteckt und los gehts.
Zuerst muss die Bootreihenfolge im BIOS richtig eingestellt werden. Dorthin gelangt ihr mit der Tastenkombination ESC+F1. Boot Priority auf FDD->HDD->LAN umstellen. Der Controller Mode sollte auf PCIC Compatible stehen. Die Seiten lassen sich mit PgDn und PgUp wechseln. Mit End werden die Einstellungen gesichert und das BIOS verlassen. Damit die Installation von der CD auch startet muss man beim Toshiba Portégé 3110CT direkt nach dem Anschalten die Taste „c“ drücken und loslassen sobald der Toshiba Splash Screen erscheint.
Da das Notebook nur über 64 MB RAM verfügt, startet danach die Debian-Installation im „Low Memory“ Modus. Einige Installationsschritte sehen deshalb anders aus als man das von einer normalen Netzinstallation gewohnt ist. Die Installationssprache ist durchweg Englisch. Überraschungen gab es keine. Wichtig ist nur, dass man ziemlich am Ende der Installation bei tasksel bzw. der Softwareauswahl alle Punkte abwählt. Dadurch erhält man die absolute Minimalinstallation. Alle Schritte der Netzinstallation mit Debian kann man auch im Wiki auf computerforum.de noch einmal nachlesen.
Momentan empfehle ich Lenny zu installieren, da es bei Squeeze einen Bug mit dem Netzwerkkartentreiber e100 gegeben hat. Für Squeeze muss man später auf jeden Fall das Paket firmware-linux-nonfree installieren um auf die Netzwerkkarte zugreifen zu können.
Nachdem Neustart findet man sich auf der Konsole wieder und kann nun mittels aptitude sein individuelles System installieren.Debian belegt nun circa 415 MB Festplattenspeicher und es laufen laut dem Programm „top“ gerade einmal 32 Tasks.
Einziges Problem war das anhaltende Surren des Lüfters, der sich nach dem ersten Anlaufen nicht mehr automatisch abstellte. Während dieses Problem mit dem Kernel 2.6.18 nicht auftritt, ist es sowohl beim 2.6.26 als auch dem 2.6.32 präsent. Offenbar hängt dies mit einer Kerneleinstellung des ACPI Modus zusammen. Bisher half bei mir lediglich das Deaktivieren von ACPI durch Setzen des Parameters

acpi=off

Bei Debian Lenny muss man diese Option noch in der Grub menu.lst vornehmen, bei squeeze mit Grub2 wird dieser Parameter in die Datei /etc/default/grub eingetragen.
Nach der Neuinstallation (siehe unten) über PXE trat das Problem mit dem Lüfter nicht mehr auf..It’s magic!

Minimalistischer Desktop:

Anschließend müssen folgende Pakete mit

aptitude install <Paketname>

installiert werden.

  • fluxbox
  • slim
  • xorg
  • alsa-base

Die Abhängigkeiten werden automatisch aufgelöst und alle Pakete installiert. Slim ersetzt bei mir grafische Loginmanager wie z.B. gdm oder kdm, da das Programm vollkommen ausreicht, wenn man nur einen grafischen Login haben möchte. Durch Eingabe von slim als Benutzer root in der Konsole startet X und beim nächsten Reboot landet man automatisch bei Slim und nicht mehr auf der Konsole.
Mehr Pakete braucht es nicht um eine minimale X Umgebung mit Klangwiedergabe zu schaffen.

Was fehlt noch?

Auf jeden Fall noch das Metapaket ssh, welches sowohl den ssh Client als auch den Server installiert. Damit lässt sich der Laptop bequem aus der Ferne administrieren.
Mein Vorschlag für weitere schlanke Programme

  • leafpad (ein simpler, schneller grafischer TextEditor, der genau das tut, was er tun soll)
  • thunar, pcmanfm, emelFM2 oder Midnight Commander(Dateimanager)
  • xarchiver (zum Entpacken und Archivieren von Daten)
  • w3m, elinks, dillo, uzbl, midori, netsurf,  opera (Browseralternativen, dazu später mehr)
  • epdfview als pdf Betrachter
  • claws-mail oder alpine (Emails verfassen)
  • urxvt (Terminal)
  • irssi (IRC-Client)
  • centerim oder pidgin (ICQ, MSN chatten)
  • mpd + ncmpc oder cmus (Musikabspielen)
  • newsbeuter oder canto (Newsfeeds lesen)
  • gpicview oder feh (Bildbetrachter)
  • Transmission oder rtorrent (Bittorrent Clients)
  • conky (Systeminformationen auf dem Desktop ausgeben)
  • wbar (eine Schnellstartleiste)
  • mplayer (Videos&Audio)

UPDATE:

Wie das auf einem Testsystem so ist, wollte ich das Geschriebene nochmal überprüfen. Dabei wollte die Installation von CD nicht mehr starten. Warum, weshalb bleibt ein Geheimnis. Zum Glück gibt es noch zwei andere Installationsmöglichkeiten – per Floppy oder per PXE. Tatsächlich lassen sich auch 3,5 Zoll Floppys mit dem Debianinstaller und allen wichtigen Daten beschreiben.
Hier die absolute Installationsmethode für den Toshiba Portégé 3110CT, die (hoffentlich) immer funktioniert. Die PXE Installation!
Im BIOS zuerst einmal auf LAN->FDD->HDD umstellen. Beim Neustart notieren wir uns schon einmal die angezeigte MAC-Adresse, welche wir noch für später brauchen.
Als nächstes nehmen wir einen zweiten Rechner, der sowohl als DHCP als auch als TFTP Server dient. Für Ubuntu 10.04 oder Debian Squeeze müssen die Pakete tftpd-hpa und dhcp3-server installiert werden.

aptitude install tftpd-hpa dhcp3-server

TFTP-Server:
Nach der Installation des Pakets muss man keine weiteren Einstellungen mehr vornehmen. Wichtig ist nur, den Inhalt des Debian netboot Verzeichnisses aus netboot.tar.gz in das Verzeichnis /var/lib/tftpboot zu kopieren. Diese Dateien werden später bei der Installation automatisch an den Laptop ausgeliefert.
Die Datei netboot.tar.gz gibt es hier.
DHCP-Server:
Um die Installation einfacher zu machen, darf kein weiterer DHCP Server im LAN aktiv sein. Deshalb muss bei vielen Heimroutern mit eingebautem DHCP Server diese Funktion zuerst deaktiviert werden.
Die Datei /etc/dhcp3/dhcpd.conf sieht bei mir wie folgt aus:

# Der DHCP Server ist ab sofort der offizielle Server für das Heimnetz. Deshalb sollte man die Direktive authoritative auskommentieren.
authoritative;
# Subnetz definieren, orientiert euch an euren bisherigen Netzeinstellungen
subnet 192.168.0.0 netmask 255.255.255.0 {
#Nur zwischen Start-IP bis End-IP werden IP-Adressen vergeben
range 192.168.0.102 192.168.0.107;
#Lease-Zeit in Sekunden
default-lease-time 600;
max-lease-time 7200;

# Die IP-Adresse des Routers
option domain-name-servers 192.168.0.1;
option broadcast-address 192.168.0.255;
option subnet-mask 255.255.255.0;

#Gateway, die IP-Adresse des Routers
option routers 192.168.0.1;
}
#Hier wird der Laptop eindeutig definiert, es muss eure MAC-Adresse bei hardware-ethernet stehen!
host speedy {
hardware ethernet 00:00:39:e5:69:16;
fixed-address 192.168.0.106;

#IP-Adresse des DHCP und TFTP Servers
next-server 192.168.0.107;
filename "/pxelinux.0";
option host-name "speedy";

}

Zum Lesen empfehle ich auch die PXE-Installation bei ubuntuusers.de und TFTP-Netzwerk Boot auf der offiziellen Debian Seite.
Demnächst mehr zur Konfiguration mit Fluxbox und den erwähnten Programmen. Hier schon einmal eine kleine Bildergalerie zu dem Toshiba Laptop (speedy) und Fluxbox.