Vier ältere Laptops und ein Core Duo im April 2012

Ich weiß, es gab hier nicht wirklich viel Neues zu alternativen und leichtgewichtigen Betriebssystemen zu lesen, sieht man einmal von Haiku ab. Da ich selbst der kritischste Leser meines Blogs bin, fehlten mir auch ein paar Artikel zu coolen Konsolenprogrammen und noch ein paar Tipps und Tricks wie man sich ein effizientes Linuxsystem auf Basis von Fenstermanagern selbst zusammenstellen kann. Ich hoffe jemand schreibt diese Artikel noch für mich. 😉

Die Wahrheit ist auch, das Leben ist ein Karussell. Hätte ich einen Artikel über das Thema geschrieben, hätte er sich vermutlich wie der alte Sketch von Badesalz angehört: “Mir ist heute ein Waschlappen vom Haken gefallen, habe ich ihn halt wieder darauf gehangen.” “Na toll.” (kleine Übersetzung ins Hochdeutsche :)).

Gar nichts zu schreiben ist auch keine Lösung, deswegen hier die unglaublichen Erlebnisse mit vier älteren Laptops und einem Core Duo.

Core Duo

Letztes Jahr um diese Zeit war ich drauf und dran Ubuntu 10.10 gegen ein Multiboot-System auszutauschen. Ich wollte einfach mal wieder was anderes anstellen und nach und nach wurde Debian Testing zum Hauptsystem, Ubuntu der Dreh- und Angelpunkt für Experimente mit Videoeditoren und dem GIMP und Debian Sid zum Spielemekka.

Und heute…nun natürlich habe ich nicht schon wieder ein neues Multiboot-System aufgesetzt, Wiederholungen sind langweilig.

Seit November 2011 benutze ich mit Debian Testing Gnome 3 als meine Desktopumgebung der Wahl. Wer etwas kreuz und quer im Internet liest weiß, dass nicht jeder das neue Gnome toll findet. Nachdem ich die Extensions entdeckt und eine Erweiterung installiert hatte, die ich brauchte, gab es für mich keine großen Aufreger mehr.

Das lässt sich ganz leicht damit erklären, dass Gnome eben nur eine grafische Oberfläche für mich ist, die Regel jedoch mittlerweile alleinstehende Fenstermanager-Lösungen sind. Speziell auf den Status in Debian angesprochen, kann ich nur sagen, dass Gnome 3.4 langsam aber sicher Stück für Stück hier angekommen und nichts Aufregendes passiert ist. Die großen Veränderungen halten sich in Grenzen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass insbesondere die Gnome-Shell nun reaktionsfreudiger reagiert. Insgesamt bin ich mit Gnome zufrieden und ich denke Debian leistet hier gute Arbeit.

Ab und zu sollte man sich mal selbst beobachten, wie viel Zeit man mit einzelnen Aufgaben und Anwendungen verbringt. Der Webbrowser scheint der Dreh- und Angelpunkt zu sein. Mein E-Mail-Programm Icedove landet auf einer Arbeitsfläche und bleibt dort ständig geöffnet, der Rest ist manchmal Mplayer, fast immer der Terminal mit Anwendungen wie Cmus*, ab und an LibreOffice, der Dateimanager und Virtualbox. Also genau die Programme, die bei mir in der linken Seitennavigation alias Dash untergebracht sind.

Ich brauche nicht zwangsläufig Gnome 3. Behindern tut es mich aber auch nicht und es ist eine gute Gelegenheit auf dem Laufenden zu bleiben und nicht die Trends zu verpassen ;). Von daher, bei Gnome 3 nichts Neues.

Quo vadis Ubuntu

Wenn ich sage Ubuntu, meine ich natürlich die Unity-Oberfläche. Ich habe nicht wirklich viel dazu in den letzten Monaten geschrieben und werde auch in Zukunft anderen das Feld überlassen. Unity ist mit Sicherheit eine Alternative, aber nicht mehr mein Schwerpunkt. Am ehesten lässt es sich mit Gnome 3 vergleichen und ich vermisse ehrlich gesagt nicht viel im Vergleich zu Unity, wenn ich Gnome 3 benutze.

Lubuntu ist es da schon eher wert weiter vorgestellt und verfolgt zu werden. Generell mag ich sowieso eher Underdogs. Aber wem erzähl ich da was Neues.

Fenstermanager, ein paar Laptops und die Konsole

Die Laptops gibt es natürlich noch. Ohne Veränderung, alles beim Alten. Der Dell Inspiron 4000 hat eine interessante Macke entwickelt. Ich denke, es ist nach dem Austausch der Festplatte passiert als ich Haiku installiert habe. Ab jetzt gelangt man nur noch in das GRUB-Menü, wenn man vorher ESC+F2 drückt und vorher im BIOS war. Scheinbar summieren sich die kleinen Alterserscheinungen. Doch solange er noch funktioniert, bleibt er natürlich an Bord.

Was den Rest angeht. Alte Laptops eignen sich hervorragend zur Administration eines Spieleservers. Von Konsole zu Konsole, wirklich kein Problem. Openbox ist weiterhin Nr.1, auch wenn sich DWM auf dem Thinkpad 600 ausgezeichnet schlägt.

Slitaz 4.0 ist erschienen! Eine Menge interessanter Vorschläge zu weiteren Betriebssystemen wurde an verschiedenen Stellen des Blogs gepostet. Es gibt also noch eine Menge zu tun. 🙂

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