Wine und Debian: Eine scheinbar unendliche Geschichte

Im letzten September 2011 zeigte ich mich noch einigermaßen optimistisch, dass es mit dem Erstellen von Paketen für Wine wieder vorangehen würde. Kurze Zeit zuvor gab es erneut Lebenszeichen des verantwortlichen Paketverwalters und auch eine langwierige und schwierige Überarbeitung von Werkzeugen zum Bauen der Wine-Pakete schien abgeschlossen.
Nun ist es März 2012 und Wine 1.0 ist immer noch die aktuellste Version in Debian Unstable. Grund genug um einen Blick in die Fehlerberichte zu werfen und nach Anhaltspunkten zu suchen, was zur Zeit der „Blocker“ ist. Mit Bug report #585409 wurde ich schließlich fündig.
Nachdem mittlerweile alle strengen Auflagen und Bedingungen der Debian-Richtlinien umgesetzt worden sind, scheint es derzeit einzig und allein an personellen Problemen zu liegen. Der aktuelle Verwalter hat praktisch keine Zeit und dazu noch beschlossen jede einzelne Version von Wine, seit der vor drei Jahren herausgebrachten Version 1.0, in ein Paket zu verschnüren. Selbst bei optimistischer Annahme, dass jeden Tag eine Version erstellt würde, dauerte der gesamte Vorgang nahezu zwei Monate.
Der Hintergedanke dabei ist, dass ältere Versionen für manche Windowsprogramme vorteilhafter sein können, was grundsätzlich nicht falsch ist. Ich denke, die Mehrzahl der Benutzer hätte aber gerne die wesentlich bessere Unterstützung neuerer Spiele und Programme, die nur die aktuelle Entwicklerversion bietet.
Rumjammern bringt bekanntlich nicht sehr viel. Entweder entschließt sich der Paketverwalter auf die Hilfsangebote einzugehen und es kommt ein echtes Wine-Team zustande oder wir müssen auch in Wheezy mit inoffiziellen Wine-Paketen leben. Als Alternative kann ich auch die kostenpflichtigen von Codeweavers empfehlen, die zumindest bei mir reibungslos funktionieren. Schließlich gibt es auch noch die Do-it-yourself-Methode.

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