Noch 48h – Ein Rückblick auf das Humble Botanicula Debut

Der Themenschwerpunkt stimmte. Die Erstveröffentlichung von Botanicula und die Spende für den gemeinnützigen World Land Trust, der sich unter anderem um die Bewahrung der Regenwälder kümmert. Da fügte sich Botanicula natürlich mit seiner Umweltthematik und einer Spielperspektive aus der Sicht von Insekten und Baumbewohnern perfekt ins Bild ein.

Als Linuxbenutzer und jemand, der sich über jede Spieleportierung auf die Linuxplattform freut, war ich hingegen ziemlich enttäuscht, dass Botanicula nur mit Adobe AIR funktionierte, ein Produkt, welches Adobe letztes Jahr offiziell für den Linuxdesktop begraben hatte.

Deswegen landet dieser Artikel zu den Humblebundles auch unter der Rubrik Spiele mit Linux und Wine, wo er besser aufgehoben ist als in der nativen Kategorie. Denn so groß ist mein Anspruch schon, dass man ein Spiel nur für die Linuxplattform bewerben sollte, wenn zumindest sichergestellt ist, dass die externen Programme dafür in einer aktuellen Version existieren, wenn sie nicht einmal zur freien Software zählen.

Ok, Schwund ist bekanntlich immer. Das Hauptprodukt hat mich nicht zum Kauf bewogen. Da waren aber noch Machinarium und Samorost2. Beide laufen wunderbar mit GNU Gnash. Da es Machinarium aber z.B schon im Humble Bundle 3 gab, lagen meine Hoffnungen auf Samorost2. Beide Point-and-Click-Abenteuer sind optisch sehr ansprechend, sehr detailreich und phantasievoll. Den Entwicklern kann man für das Design nur ein Lob aussprechen.

Wer mehr als der Durchschnitt gezahlt hatte, konnte sich auch den animierten Film Kooky herunterladen oder per Stream anschauen, der die Geschichte eines Spielzeug-Bären erzählt, welcher den Weg zurück nach Hause finden muss.

Schließlich gab es auch noch das Puzzlespiel Windosill. Es lief auf Anhieb, da der Adobe Flashplayer integriert war und wirkte schon durch die bizarren Objekte und Figuren ein wenig surreal.

Das Humble Botanicula Bundle rief gemischte Gefühle bei mir hervor. Die Linuxversionen waren einfach nicht im selben Maße herausragend, wie das z.B. beim Frozenbyte Bundle oder dem Humble Indie Bundle 4 der Fall war.

Auf der anderen Seite funktionierten alle Spiele außer Botanicula auf Anhieb mit GNU Gnash oder selbständig und es gab noch weiteres Bonusmaterial, das noch einmal Optik und Design der Spiele hervorgehoben hat. Wirklich, die herausragenden Designfähigkeiten der Entwickler sind unbestritten.

Und schließlich kann man sich bei einem „Bezahl-was-du-willst“-Angebot nicht beschweren, wo man jederzeit die Möglichkeit hat sich die Spiele für 1 Cent vorher anzusehen und dann immer noch entscheiden kann, ob sie es wert sind oder nicht. Von daher: Wer die Wahl hat, hat die Qual.

3 Replies to “Noch 48h – Ein Rückblick auf das Humble Botanicula Debut”

  1. Das Betreiben der Website und das Bereitstellen der Spieledownloads verursacht dem Projekt kosten.
    Selbst Probekäufe, die zum vorherigen Testen der Spiele gedacht sind, sollten zumindest die entstehenden Kosten abdecken. Daher wäre es schön, wenn auch der Testkauf zumindest 1 Euro springen lässt. So sind die Kosten gedeckt, auch wenn man sich gegen das Aufstocken des Betrags entscheidet – oder dies einfach vergisst.
    (Zumal bei einer Zahlung von 1 Cent per Paypal 0 Cent beim Projekt ankommen dürften.)

  2. Danke für deinen Kommentar. Das mit den 1 Cent war tatsächlich nur ein extremes Beispiel. Du hast natürlich Recht, dass es allein wegen der Paypal-Gebühren schon fairer ist etwas mehr zu zahlen.

    Auf der anderen Seite kann man durch den zweiten Kauf, das mit einem höheren Betrag auch wieder wett machen. Ich denke die meisten kaufen aber entweder sofort oder eben gar nicht.

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