Federleicht Musik hören mit cmus

Vor einiger Zeit habe ich ein paar leichtgewichtige Linuxanwendungen vorgestellt. Ganz in Vergessenheit geriet dabei cmus, ein schnelles und flexibles Musikprogramm für die Konsole.

Cmus spielt alle wichtigen Formate ab, darunter natürlich mp3, ogg, flac und wav und eignet sich dabei auch um Radiostreams aus dem Internet anzuhören.
Besonders in letzter Zeit fiel mir auf, wie reaktionsfreudig cmus bei der Verwaltung der Musikbibliothek umgeht und Musikdateien auch über langsame Netzwerkverbindungen mit sehr geringer CPU und RAM Auslastung abspielt.

Cmus lässt sich als Konsolenprogramm ausschließlich über die Tastatur steuern. Vor allem die Suche nach Musikstücken ist an das Programm vi angelehnt, wie auch andere Eigenschaften dieses meistgehassten – oder geliebten Editors (je nach dem wen man fragt). Nein, so schlimm ist es wirklich nicht. Cmus bietet hier viel mehr die Möglichkeit Befehle entweder im vi Stil auszuführen oder eben auch wie von anderen Musikprogrammen gewohnt Tastenkürzel festzulegen. Diese lassen sich, ebenso wie diverse weitere Optionen und das Aussehen des Clients, unter Einstellungen (Taste 7) festlegen.

Für den Anfang sollte man unter Einstellungen auf jeden Fall nachschauen, ob die Option output_plugin auf „alsa“ gesetzt wurde, mixer.alsa.channel auf „PCM“ oder „MASTER“ und mixer.alsa.device auf „default“.

Die Bedienung von cmus ist übersichtlich und simpel. Mit den Tasten 1-7 wählt man zwischen verschiedenen Ansichten. Am besten man beginnt mit der Browser Ansicht (Taste 5) und steuert den Musikordner an. Mit den Pfeiltasten lassen sich Dateien und Ordner auswählen und mit der Taste „a“ werden diese zur Bibliothek hinzugefügt. In der Ansicht Bibliothek (Taste 2) kann man dann wieder mit den Pfeiltasten Musikstücke auswählen und mit „y“ zur Playlist (Taste 3) oder mit „e“ zur Warteschlange (Taste 4) hinzufügen.

Die Baumansicht (Taste 1) bietet hingegen die Möglichkeit die Künstler direkt auszuwählen und mit der Space-Taste die dazugehörigen Alben anzuzeigen. Mit „TAB“ wechselt man in dieser Ansicht dann zwischen Alben und Liedern hin und her.

Wie schon erwähnt funktioniert die Suchfunktion genauso wie in vi. Mit „/“ und dem Suchbegriff wird nach Mustern gesucht. Drückt man danach „ENTER“, lässt sich mit der Taste „n“ nach weiteren Begriffen suchen, die dem Muster entsprechen.

Natürlich hat cmus auch eine Option für Shuffle „s“ und Repeat „r“. Mit „ENTER“ bzw „x“ spielt man Lieder ab und „c“ pausiert den aktuellen Track.

Cmus hat eine gute man Seite und auch im Internet findet sich eine Bedienungsanleitung in Englisch.

Die Tastaturkürzel sind gewöhnungsbedürftig. Warum „p“ Lieder nach unten und „P“ nach oben verschiebt, kommt einem nicht sofort in den Sinn. Aber dafür lässt sich dies schnell unter Einstellungen ändern.

Das Beste von allem aber ist der wirklich winzige Ressourcenverbrauch von cmus.

8 Replies to “Federleicht Musik hören mit cmus”

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