Debian: Erste Schritte auf der Konsole

Du hast Debian via Netzinstallation installiert, kennst dich mit den Paketmanagern aus, befindest dich nach einem Neustart auf der Konsole und möchtest wissen, wie es nun weitergeht? Bevor ich eine neue Desktopumgebung installiere, passiert bei mir folgendes.

sources.list bearbeiten

Wenn man eine andere Version als Debian Stable nach der Netzinstallation installieren möchte, muss die Datei /etc/apt/sources.list wie in diesem Beitrag beschrieben angepasst werden. In der Regel lassen sich dafür Texteditoren wie vim-tiny oder nano benutzen. In der Regel kann die Datei unverändert belassen werden, wenn einem weder Testing noch Unstable interessieren oder unfreie Komponenten wie z.B. die Nvidia-Treiber installiert werden sollen.

nano /etc/apt/sources.list
vim /etc/apt/sources.list

Linux ist Weltklasse im Umgang mit Text und es gibt mehr Texteditoren als Sandkörner im Universum (na gut fast). Wählt denjenigen, mit dem ihr am besten zurechtkommt.

Das System auf den neuesten Stand bringen

aptitude update
aptitude safe-upgrade

Shell erweitern oder austauschen

Die Bash ist standardmäßig installiert. Damit die Tab-Vervollständigung noch hervorragender funktioniert, empfehle ich den Beitrag zur Bash-Completion. Seit mehreren Monaten benutze ich jedoch die ZSH und bin sehr zufrieden damit. Wer ebenfalls wechseln möchte, dem empfehle ich die Konfiguration von Grml und diese kurze Anleitung hier.

Nützliche Programme für die Konsole

Egal ob ein Server oder eine komplette Desktopumgebung entstehen soll, einige Konsolenanwendungen sind nicht mehr wegzudenken. Ich installiere mir davon mindestens

Solarized

Meine Terminals erstrahlen mittlerweile im Solarized-Thema. Terminal-Farben sind genauso eine Religionsfrage wie die Suche nach dem perfekten Texteditor. Im Zusammenspiel mit rxvt-unicode-256color sieht Solarized aber einfach nur Klasse aus. Denkt darüber nach. Wenn ihr nur das Prompt oder den Benutzernamen färben möchtet, findet ihr hier ein paar Worte dazu.

Secure Shell

Wirklich immer installiere ich das Paket ssh, welches gleichzeitig den OpenSSH-Client und OpenSSH-Server installiert. Es ist nicht nur praktisch von einem anderen Rechner aus sein System steuern zu können, im Falle eines Systemfehlers kann man sich in der Regel danach immer noch per SSH in die Maschine einloggen und das System kontrolliert herunterfahren. Auf einem Serversystem ist es sinnvoll dieser Anleitung zu folgen, um die Kiste wirklich sicher zu machen. Ansonsten gibt es noch einige sehr interessante Möglichkeiten mit SSH und die Option einen SFTP-Server nutzen zu können, sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen.

Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, beginnt die eigentliche Installation und Konfiguration des gewünschten Systems.

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