Mehr als hilfreich: Plop Bootmanager

Es gibt sie diese Programme, die man einmal entdeckt nicht mehr missen möchte. Der Plop Bootmanager gehört für mich mit Sicherheit dazu. Mit ihm lassen sich Betriebssysteme von CD/DVD und USB starten, selbst wenn im BIOS der Zugriff gar nicht vorgesehen war. Plop kann dabei Betriebssysteme direkt von der Festplatte, von externen Datenträgern oder auch aus diversen anderen Bootmanagern heraus ausführen, indem es einen entsprechenden IDE-CD-ROM- und USB-Treiber zum Einsatz bringt.

Das alles klingt vielleicht noch nicht wirklich umwerfend, aber bei mir hat es folgendes Wunder vollbracht. Mein gerade einmal zwei Jahre alter Intel Core Duo machte beim Booten von USB leider immer schlapp, obwohl es da zumindest so eine viel versprechende Funktion namens “removable” für die Bootreihenfolge im BIOS gibt. Nachdem ich Plop von einer CD (PartedMagic bringt Plop übrigens schon mit) aus startete und danach den USB-Stick einsteckte, ließ sich plötzlich problemlos auch von USB booten.

Noch besser wurde es aber mit dem alten Inspiron 4000 Schlaptop. Hier entschied ich mich Plop aus GRUB2 zu starten, weswegen sich neben Debian Sid und meiner KolibriOS-Installation nun auch noch ein dritter Eintrag für den Plop Bootmanager hinzugesellte.

Die Installation ist dabei nicht wirklich schwer. Aus der zum Download stehenden plpbt-5.0.12.zip musste ich lediglich die Datei plpbt.bin extrahieren und in mein /boot Verzeichnis kopieren und danach noch den Menüeintrag in GRUB2 editieren. Für Debian oder Ubuntu geht das am besten in /etc/grub.d/40_custom

Der Pfad zur plpbt.bin muss ggf. angepasst werden, aber wenn z.B. /boot auf der ersten Partition, der ersten Festplatte liegt und das Wurzelverzeichnis auf der zweiten Partition dann sieht es so aus:

menuentry “Plop Boot Manager” {
set root=(hd0,1)
linux16 /plpbt.bin
}

Tja und nun lassen sich selbst auf dem Laptopoldie Betriebssysteme von USB booten, obwohl das nie vorgesehen war. Natürlich bleiben wiederbeschreibbare CDs eine Alternative, aber ein USB-Stick ist doch einfach ein ganzes Stück flexibler und oft auch einfacher zu transportieren.

So, viel mehr bleibt nicht zu sagen. Die deutsche Anleitung zu Plop ist hervorragend und alle Verwendungsmöglichkeiten sind wirklich gut dokumentiert.

Wenn euch das alles trotzdem nicht begeistert, solltet ihr dennoch Plop und der GRUB-Menü-Methode eine Chance geben. Neben technischer Klasse bietet das winzige Programm nämlich auch was fürs Auge. Vorbeifliegende Sterne, coole Weltraumoptik und hineinschwebende Menüs. :)

2 Kommentare zu Mehr als hilfreich: Plop Bootmanager

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