Warum Ubuntu nicht braun sein muss

Bekanntlich sagen Bilder mehr als tausend Worte und nicht immer ist man in der Stimmung langatmige (Blog)-Texte zu lesen, nur um über die Unterschiede im Aussehen von Linux Distribution X zu Distribution Y informiert zu werden. Auf der anderen Seite lässt sich unter Linux jeder Desktop vielfältig konfigurieren, anpassen, umwandeln und auch austauschen.

Spricht man über das Aussehen von Ubuntu, ist damit oft implizit die Gnome-Desktopumgebung gemeint. Dass man bei Ubuntu und anderen Distributionen Desktopumgebungen wechseln und Fenstermanager wie Gnomes Metacity z.B. mit Openbox austauschen kann, taucht oft in der Beschreibung nicht auf. Ganz kurios wurde es, wenn man früher in Foren las, dass Ubuntu zu braun sei, das dem persönlichen Geschmack nicht entspreche und man es deswegen nicht installieren werde.

Anderen ist vielleicht Linux Mint zu grün oder RedHat zu rot. Bei all den Diskussionen um das Aussehen von Linux, kann man es nicht oft genug betonen. Das Äußere ist Geschmackssache und solange Linux im Inneren drin steckt, wird es immer möglich sein, sich sein eigenes Desktopideal zu gestalten.

Gnome steht allgemein für leichte und komfortable Bedienbarkeit, intuitive und einfache Gestaltung. Ideal für alle, die ein Desktop-Linux kennenlernen aber auch sofort damit produktiv sein wollen.

Xfce, LXDE oder gar nur einzelne Fenstermanager zielen mehr auf Geschwindigkeit und wenig Ballast mit externen Softwarebibliotheken, die das ganze System verlangsamen aber nur wenig zur Produktivität beitragen.

Doch was der eine an Gnome gut findet, missfällt dem anderen. Bevor nun gleich alles wieder deinstalliert wird, warum nicht einfach noch mal die Synaptic-Paketverwaltung nutzen oder das Terminal öffnen und

aptitude install kde-full openbox fluxbox xfce4 lxde

eingeben, installieren, ausloggen und beim Login aus weiteren fünf Alternativen wählen, alles testen, ausprobieren, Hintergrund und Themen ändern, Icons austauschen und und und.

Den schnellen Überblick über ein Standardthema einer Distribution und die vielen Möglichkeiten seinen Desktop zu ändern, bieten die folgenden Seiten.

  • thecodingstudio.com bietet eine komplette Übersicht mit Screenshots zu den Standardinstallationen der jeweiligen Distributionen. Wer also schnell wissen will wie sein Linux direkt nach der Installation aussieht, findet hier alles was er braucht.
  • Wie macht man aus seinem „braunen“ Ubuntu ein knall pinkes mit gelber Schrift? Wo kommen all die verschiedenen Schriften, Icons, Hintergrundbilder, Transparenzeffekte und Desktopthemen her, die man auf anderen Linuxdesktops sieht? Höchstwahrscheinlich von hier: gnome-look.org, kde-look.org, xfce-look.org ,box-look.org, deviantart.com.

Demnächst mehr schockierende Einblicke in meinen Ubuntudesktop. Stay tuned. 😉

2 Replies to “Warum Ubuntu nicht braun sein muss”

  1. Hab‘ gerade mal ein ‚-s‘ hinter das aptitude gemogelt und mir angeschaut, was da auf mich zukäme: 500 MB Download und 1289 MB mehr belegter Plattenplatz. Dann das Ganze mal mit KDE alleine: 466/1150, bleibt für die anderen vier nur ein Fragment 🙂 Ich schau‘ mir das demnächst mal auf ein paar virtuellen Maschinen an, die sich übrigens viel hervorragender als mit Virtualbox mit einem Gespann aus QEMU/KVM realisieren lassen, wie ich persönlich finde. Damit ist man dem Kraken Oracle nicht so sehr an’s Messer geliefert.

    Danke für Dein interessantes Blog, hat mir einen netten Abend bereit und ist gemerkt für gelegentliches Vorbeisehen.

    Rob

  2. Gern geschehen, Rob. kde-full ist natürlich schon ein großer Brocken. 🙂 Ich denke auch mit einer virtuellen Maschine kann man sich schnell einen guten Überblick verschaffen und man muss zum Kennenlernen von Linux nicht einmal CDs verbrennen. Qemu-KVM hätte ich gerne, soll aber mit meinem Rechner wohl nicht sein.

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