ohne X

abcde

Geniales Werkzeug um CDs zu rippen und in ein freies Format wie flac oder ogg umzuwandeln. Titel, Künstler und Album werden automatisch von einer Internetdatenbank hinzugefügt. Eine kurze Anleitung habe ich hier veröffentlicht.

aspell

Wenn man viel mit reinem Text arbeitet, wird man irgendwann die Eigenschaften einer Rechtschreibprüfung wie aspell schätzen lernen. Aspell überprüft Texte auf Rechtschreibfehler, kann diese ersetzen, ignorieren und neue Wörter zu seiner Datenbank hinzufügen.

alpine

Wer gedacht hat E-Mails lassen sich nur mit Hilfe einer grafischen Desktopumgebung lesen, wird mit alpine schnell eines besseren belehrt. Denn was sind E-Mails anderes als Text, der über das Internet verschickt wird? Alpine unterstützt POP, IMAP, Verschlüsselung und eine Vielzahl an weiteren Einstellungsmöglichkeiten. Wenn sich die private Korrespondenz in Grenzen hält und nicht Hunderte von E-Mails täglich abgefertigt werden müssen, ist Alpine der geeignete Kandidat. Leicht einzurichten, simpel in der Bedienung und hocheffizient. Alternativen für Fortgeschrittene und Profis sind mutt und gnus. Eine kleine Anleitung zu Alpine habe ich hier geschrieben.

bc

Ein Taschenrechner für die Konsole, der nicht nur Grundrechenarten, sondern auch komplexe wissenschaftliche Ausdrücke und Funktionen beherrscht.

canto

Mein Feedreader für die Konsole. Mittlerweile gibt es in jedem modernen Browser die Möglichkeit RSS- und Atom-Feeds zu lesen. Wesentlich ressourcenschonender und schneller geht es mit Canto, der übersichtlich und leicht zu bedienen ist. Wenn ich Abwechslung auf der Konsole suche, funktioniert für mich auch Newsbeuter.

centerim

Zeitweise war mein Bedarf nach einem übergreifenden Chatprogramm relativ groß. Mehrere Dienste wie MSN oder ICQ in einem Programm gleichzeitig benutzen zu können hat natürlich Vorteile. Mittlerweile chatte ich wenn überhaupt nur noch im IRC, würde aber nicht zögern centerim irgendwann wieder einmal hervorzuholen.

charm

Charm ist ein in Python geschriebener Blogging Client. In der Regel sind Blogposts lediglich eine Ansammlung von Text, kruden Gedanken und viel Blabla. Ins Bild passt dabei die zum Bloggen benötigte Software, die von Jahr zu Jahr umfangreicher wird, aber leider auch immer mehr Ansprüche an die Hardware stellt. Charm befreit einem von diesem Ballast und konzentriert sich auf die Kommunikation mit der Blogsoftware und überlässt es dem Benutzer, welchen Editor er zum Schreiben seines Posts benutzen möchte. Alles Wissenswerte zu diesem kleinen Pythonprogramm habe ich hier veröffentlicht.

cmus

Wenn ich eine CD brennen möchte, greife ich zu einem Brennprogramm und wenn ich Musik hören möchte zu einem Musikprogramm. Zu viel Software versucht alles gleichzeitig zu sein und macht damit das Programm unnötig träge. C*mus ist ein gutes Beispiel für die Schönheit des Schlichten. Die Ncurses-Oberfläche reagiert rasend schnell und Musik beginnt verzugslos mit dem Abspielen. Die Bedienung ist mit der Tastensteuerung schnell gelernt. Mir gefallen sowohl die Aufteilung der Oberfläche als auch der äußerst geringe Speicherverbrauch, was dazu führt, dass cmus selbst auf 15 Jahre alter Hardware mit 16 MB RAM noch problemlos Musik abspielen kann.

elinks

Elinks ist der universelle Browser für die Konsole. Er beherrscht Tabs, Lesezeichen, kann Downloads im Hintergrund weiterführen und rendert viele standardkonforme Webseiten übersichtlich und originalgetreu. Ich benutze Elinks zum Lesen von Nachrichten- und Blogfeeds, zum schnellen Auffinden von Informationen oder für das Nachschlagen eines Artikels in der Wikipedia. Selbst Google Mail lässt sich mit ihm abrufen. Dieser Textbrowser hat dazu noch eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, beherrscht den 256-Farbenmodus, ist ressourcenschonend und sehr reaktionsfreudig. Selbst auf der ältesten Hardware braucht man mit ihm auf das Surfen im Internet nicht verzichten.

fbi

FBI hat natürlich nichts mit der amerikanischen Behörde gemein, sondern ist ein Programm um Bilder gegen den Framebuffer darzustellen. Damit lassen sich auch Diashows selbst auf sehr betagter Hardware realisieren. In Kombination mit Imagemagick ist es möglich auch Bilder jeden Typs in ein Format umzuwandeln, welches fbi darstellen kann.

fbcat

Zur Dokumentation oder zur Präsentation braucht man einfach auch einmal ein paar Bildschirmfotos. Auf der Konsole hilft hierbei das Programm fbcat weiter, welches auch ehemals als fbgrab bekannt war.

GnuPG

GnuPG ist ein absolutes Must-Have-Programm, welches standardmäßig auf jedem Linuxsystem installiert sein sollte. Es verifiziert nicht nur heruntergeladene Pakete, sondern signiert und verschlüsselt auch wichtige E-Mails oder Dateien. GnuPG ist neben Truecrypt der einzige Garant, dass Dateien auch in der Cloud sicher aufgehoben sind. Die wichtigsten Befehle für die Konsole habe ich hier notiert.

hnb

Hnb ist ein Notizbuch für die Konsole, dessen Bedienung sich intuitiv erlernen lässt und gleichzeitig ausgezeichnet in Englisch dokumentiert ist. Hnb präsentiert sich in einer Baumansicht, in der jeder Knoten einen Eintrag repräsentiert, der sich auf- und zuklappen lässt. Das Anlegen von Informationen und das Navigieren darin ist kinderleicht. Jeder Eintrag lässt sich mit Web- und E-Mail-Adressen versehen, die direkt aus hnb an ein externes Programm übergeben werden können. Ein sehr effizientes und nützliches Programm, wenn man auf der Suche nach einem Aufbewahrer für seine Notizen ist.

htop

Htop ist ein sehr nützlicher Systemmonitor für die Konsole, den ich auf jedem System installiert habe. Prozesse lassen sich damit leicht überwachen, der Nice-Wert beeinflussen und amoklaufende Programme natürlich auch beenden. Htop bietet einen Rundherum-Überblick über Prozessor- und Speicherauslastung und lässt sich farblich auch noch anpassen. Als Ergänzung sind slurm, iftop und iotop empfehlenswert, die ich im Artikel über Systemmonitore vorgestellt habe.

irssi

Ab und zu packt mich mal wieder der IRC-Chat und ich hole entweder das gute alte X-Chat oder Irssi wieder zum Vorschein. Letzterer ist ein sehr sparsamer und dabei äußert konfigurierbarer IRC-Client, der mehr Funktionen hat als ich überhaupt jemals brauchen werde. Das Thema kann man anpassen und er lässt sich zusätzlich noch über unzählige Perl-Skripte erweitern, die praktischerweise auf der Projektseite zur Verfügung gestellt werden. Wer schnelle Hilfe im IRC sucht und dazu noch einen schlanken Client braucht, ist mit Irrsi bestens bedient.

Midnight Commander (mc)

Meine Ansprüche an einen Dateimanager sind weiterhin gering. Was Thunar für mich als grafisches Programm ist, ist der Midnight Commander für die Konsole. Ich benutze ihn zur Zeit hauptsächlich um mich mit FTP-Servern zu verbinden, eine weitere Eigenschaft, die er neben dem Umbenennen, Verschieben, Anlegen, Löschen, Ändern und Editieren von Dateien noch beherrscht. Die bewährte zweigeteilte Ansicht hat er sich natürlich vom Norton Commander abgeschaut. Das macht ihn nicht nur sympathisch, sondern außerdem noch effizient und praktisch in der Bedienung.

MPlayer

Der universelle Multimediaabspieler. Es gibt vermutlich nichts, was sich mit MPlayer nicht abspielen lassen würde. Zwar habe ich in der Vergangenheit auch schon VLC, Xine oder Totem mit GStreamer benutzt oder nutze sie noch heute. Dennoch hat MPlayer einige auffallende Vorteile. MPlayer ohne GUI ist in der Lage selbst auf älteren Computern wie dem Inspiron 4000 noch h264-Videos abspielen zu können. Darüber hinaus verfügt er über zahllose Ausgabetreiber und lässt es z.B. auch zu Filme gegen den Framebuffer abzuspielen. Alles in allem sind seine Effizienz und Vielseitigkeit die Dinge, die ich an ihm besonders schätze.

ncdu

Ncdu ist ein Ncurses-Programm und dient dazu die Festplattenbelegung zu analysieren. Es ist aber mehr als nur ein grafisches Frontend für das bekannte Unix Kommando du. Wer immer schon mal auf der Suche nach der Datei oder dem Verzeichnis war, welches von Tag zu Tag größer zu werden scheint und dieses mit ein paar simplen Handgriffen loswerden möchte, sollte ncdu im Hinterkopf behalten. Vielleicht kann es nicht viel mehr als Dateien der Größe nach zu sortieren, den Verbrauch des Speicherplatzes visuell darzustellen und mit einem Handgriff überflüssigen Ballast zu beseitigen. Im Gegensatz zu Baobab zieht es aber nicht die gesamte Gnome-Desktopumgebung als Abhängigkeit und bewahrt trotzdem sein sauberes, komfortables und anspruchsloses Erscheinungsbild.

rtorrent

RTorrent ist mein bevorzugter Bittorrent-Client für die Konsole, weil er nicht nur sehr schnell und effizient ist, sondern sich über seine Ncurses-Oberfläche auch problemlos mit der Tastatur bedienen lässt. Das Zusammenspiel von Rtorrent, Elinks, SSH und Screen habe ich hier beschrieben. Er eignet sich besonders gut für einen älteren Rechner, der unbemerkt in der Kammer steht, und dem man von der Ferne steuern kann.

Screen

Wenn man aus Spaß oder Ernst mit dem Terminal arbeitet, möchte man ein Programm wie Screen nicht mehr vermissen. Eine herausragende Eigenschaft ist das Abtrennen der Session und das spätere Hervorholen mit screen -r, womit alle Programme wieder zum Vorschein kommen, die man zuvor in screen gestartet hatte. Dadurch ist man z.B. gegen Verbindungsabbrüche gefeit und kann sich auch von verschiedenen Orten immer wieder mit seinen in Screen laufenden Anwendungen verbinden.

Slurm

Ich brauchte einen Netzwerkmonitor, der mir lediglich sagt, wie viele Pakete raus und wie viele rein gehen. Das zu einer netten Up- und Downloadübersicht zusammengestellt, die durch einen Graphen visualisiert wird und heraus kommt Slurm. Simpel und effizient. Als Alternative bietet sich iftop an, welches sich im Gegensatz zu slurm aber nur mit Root-Rechten ausführen lässt.

SSH

Die Secure Shell ist eines meiner am meisten genutzten Programme. Es ist ungemein vielseitig und lässt sich nicht nur zum sicheren Einloggen in einen anderen Rechner benutzen, sondern auch um entfernte Partitionen in das eigene System einzuhängen. Auf dieser Seite habe ich schon ein paar Dinge über SSH geschrieben.

Surfraw

Surfraw ist eine Konsolenschnittstelle für Suchmaschinen und Internetlexika aller Art. Mit Hilfe eines Terminals oft der schnellste Weg nach einem Begriff zu suchen und mit dem Browser der Wahl anzusehen. Mehr dazu gibt es hier.

Vim

Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Vim ist ein etwas exzentrischer Texteditor und auf den ersten Blick … ungewöhnlich. Ein guter Weg ihn kennenzulernen ist das kleine Programm vimtutor. Vim bietet mehr Optionen als man vermutlich in seinem Leben anwenden kann. Seine große Stärke ist die Möglichkeit ihn allein über die Tastatur zu steuern, weshalb das Editieren von Texten nach dieser Eingewöhnungsphase effizienter von der Hand geht. Und dann wäre da noch der ewige Streit zwischen Vim und Emacs Fans, welcher der beste Editor sei. Am besten einmal beide vergleichen. Ich mag Vim.

wget

Der Bedarf nach direkten Downloads wurde mit dem Umstieg auf Linux immer geringer. Neue Software beziehe ich aus den Paketquellen meiner Linuxdistribution und neue ISOs lassen sich mit BitTorrent oder bei Debian und Ubuntu mit jigdo spielend leicht herunterladen. Den Rest erledigt für mich der Browser.

Mit wget kann ich mir den grafischen Ballast sparen und direkt von der Kommandozeile den Download starten und im Hintergrund weiterlaufen lassen. Wget ist dabei gleichermaßen für http wie auch FTP-Downloads geeignet, kann Proxys benutzen und einen abgebrochenen Download an der gleichen Stelle wieder aufnehmen. Und mehr brauche ich in der Regel auch nicht. Als Alternative zum Download von der Konsole bietet sich entweder axel oder aria2 an. Axel ist winzig klein, verbraucht kaum Ressourcen und ist ein reinrassiger Downloadbeschleuniger. Aria2 hingegen kann sowohl HTTP- und FTP-Downloads starten und eignet sich auch als BitTorrent-Client, der sogar mit Metalinks umgehen kann. Zur Zeit gefällt mir aber Rtorrent besser und transmission-cli wäre ein weiterer möglicher Ersatz.

youtube-dl

Youtube-dl ist zwar „nur“ ein kleines Pythonskript, aber eines was in der Vergangenheit unheimlich nützlich für mich war. In Zusammenspiel mit meinem elinks-mplayer Setup kann ich damit mit elinks gezielt nach Videos suchen und diese entweder herunterladen oder mir mit mplayer direkt per Streaming anschauen. Damit entfällt für mich auch die Notwendigkeit Flash auf älteren Systemen zu installieren, was die Last beim Abspielen deutlich senkt.