mit X

Abiword

Zu einem klassischen PC gehört natürlich auch Bürosoftware. In der Regel benutze ich LibreOffice für diese Art von Aufgabe. Leider lässt die Performance auf den ältesten Laptops mehr und mehr nach. Abiword ist hier die richtige Alternative, mit der sich alle Dokumentenformate bearbeiten lassen, die ich täglich brauche. Das Programm startet schnell und reagiert ebenso gut auf Eingaben. Als Ergänzung kann ich Gnumeric empfehlen, das für private Tabellenkalkulation mehr als ausreichend ist.

Browser

Zur Zeit habe ich keinen Browser, den ich ausschließlich als grafische Alternative auf älterer Hardware empfehlen könnte. Je nach Anforderung wähle ich hier aus der Vielzahl an Freier Software. Aus eigener Erfahrung schneiden WebKit Browser in Punkto Webstandards und Geschwindigkeit prinzipiell sehr gut ab. In der Regel habe ich eine Handvoll Webseiten, die ich regelmäßig aufrufe und die einfach funktionieren müssen. Hier leistet mir Midori gute Dienste. Gemessen an anderen Browsern ist seine Startzeit auf älterer Hardware bemerkenswert schnell und die Darstellung von Webseiten ist ausgezeichnet. Wenn man sich an die Tastensteuerung gewöhnen kann, auf Feature verzichtet und tatsächlich nur Webseiten anschauen möchte, kann ich auch surf empfehlen.

In der Regel benutzte ich Iceweasel alias Firefox, der aber leider auf älterer Hardware oft zu träge reagiert. Als einziger „großer“ Browser mit zahlreichen Alleinstellungsmerkmalen bleibt Opera auch auf älterer Hardware weiterhin brauchbar. Er ist der einzige der Großen, den ich auch auf so begrenzter Hardware wie bei meinem Toshiba Portege 3110CT noch empfehlen kann. Einziger Wermutstropfen: Opera ist nicht Freie Software.

Claws Mail

Claws Mail ist ein E-Mail-Client, der sich intuitiv bedienen lässt und dabei alle Funktionen mitbringt, die ich auch von Icedove/Thunderbird gewohnt bin. Er unterstützt alle gängigen Standards wie POP3, IMAP4 mit SSL oder ohne, GnuPG lässt sich unkompliziert über ein Plugin nachrüsten, Mails lassen sich nach Threads gruppieren, es gibt diverse Filtermöglichkeiten und Claws ist dazu noch äußerst reaktionsfreudig und schnell. Mit Hilfe des Pluginsystems lässt sich Claws-Mail durch zusätzliche Funktionen leicht erweitern. Insbesondere die Flexibilität, Anpassbarkeit und Vielseitigkeit dieses E-Mail-Clients gefallen mir ausgesprochen gut. Alternative: Sylpheed

Conky

Normalerweise genügen mir ein paar Systemmonitore für die Konsole, um einen Überblick über die wichtigsten Systeminformationen meines Rechners zu haben. Conky ist das grafische Gegenstück dazu. In einer einzelnen Textdatei lässt sich das Aussehen den eigenen Wünschen anpassen. Dabei reicht die Palette von einer schlichten Anzeige für CPU-Auslastung und Speicherverbrauch bis zu einer bildschirmfüllenden grafischen Netzwerklastanzeige. Conky ist für alle Ansprüche geeignet und harmoniert hervorragend mit einer reiner Fenstermanager + X-Lösung.

feh

Feh ist nicht nur sehr schnell, wenn es darum geht Bilder darzustellen, er eignet sich auch prima um Hintergrundbilder bei reinen Fenstermanagern anzeigen zu lassen. Mittlerweile habe ich feh in jedem anderen Programm und Dateimanager als Bildbetrachter voreingestellt. Feh wird normalerweise von der Kommandozeile aus aufgerufen und hat keine GUI, so wie man sie von anderen Bildbetrachtern kennt. Als Alternative bieten sich auch GPicView, Viewnior oder GQView an.

Leafpad

Ein simpler grafischer Editor, der durch seine schnellen Startzeiten und den übersichtlichen Aufbau überzeugt. Es gibt keine überzogenen Abhängigkeiten, Zeilennummern lassen sich anzeigen, Drag&Drop und Funktion zum Rückgängig machen existiert und die Notizen lassen sich problemlos ausdrucken. Alles was ich brauche.

mtPaint

Viele kennen Gimp und sind erst einmal von der Vielzahl an Funktionen überwältigt. Oft sucht man aber nur nach einer einfachen Möglichkeit ein Bild zurechtzuschneiden oder in ein anderes Format umzuwandeln. Genau hier kommt mtPaint ins Spiel. Darüber hinaus lassen sich auch einfache Objekte schnell zeichnen und selbst Screenshots aufnehmen ist mit mtPaint kein Problem. Außerdem lassen sich all diese Aufgaben und fortgeschrittenen Techniken wie das Arbeiten mit Ebenen, Gradienten, Effekten und Animationen selbst mit einem Pentium II und 32 MB RAM noch lösen. Empfehlenswert.


Openbox

Openbox ist zwar nicht die einzige Alternative, wenn es darum geht eine grafische Desktopumgebung zusammenzustellen, die das Meiste aus einem Computer herausholt. Was Openbox aber auszeichnet ist seine intuitive Bedienung und die klar strukturierte Konfiguration. Alles spielt sich in drei Textdateien ab, für die es zusätzlich noch grafische Werkzeuge gibt, um den Fenstermanager an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Openbox konzentriert sich auf das Wesentliche, das Zeichnen der Fenster, und überlässt es anderen Programmen zusätzliche Funktionen zur Verfügung zu stellen.

Osmo

Möglichkeiten einen privaten Terminkalender zu führen sind zahllos. Manchmal reicht eine Textdatei schon aus, ein anderes Mal muss es ein kompletter Manager für persönliche Informationen (PIM) sein. Osmo ist nicht nur anspruchslos an die Hardware, sondern bietet einen Kalender, Aufgabenplaner und Kontaktverwaltung in einer Applikation an. Er erinnert mich an Geburtstage und speichert meine Notizen. Dabei ist er sehr übersichtlich und leicht zu bedienen.


rxvt-unicode (urxvt)

Mit rxvt-unicode im 256-Farbenmodus und dem Solarized-Thema habe ich einen Terminalemulator gefunden, der sich flexibel gestalten lässt, problemlos mit Sonderzeichen umgehen kann und dazu auch noch ressourcenschonend ist. Xterm ist zwar nach wie vor der sparsamste aller Terminalemulatoren, ist aber weniger anpassbar als urxvt.

scrot

Ein Bildschirmfoto erspart oft die berühmten 1000 Worte. Scrot eignet sich hervorragend dafür und lässt sich direkt von der Kommandozeile bedienen. Mittlerweile ist es in meinem Openboxmenü eingebunden, von wo aus ich nur noch einen Menüeintrag auswählen muss, um entweder ein Fenster, den gesamten Bildschirm oder einen selbst gewählten Bereich in einer Bilddatei zu verewigen.

Thunar

Mein Bedarf für Dateimanager ist gering. In der Regel erledige ich Kleinigkeiten, indem ich auf die Standardwerkzeuge wie cp, mv oder rm zurückgreife. An Thunar schätze ich, dass er genauso übersichtlich wie Nautilus ist, aber deutlich weniger Ressourcen verschlingt. Es gibt eine Thumbnail-Vorschau von Videos und Bildern. Thunar lässt sich mit gvfs netzwerkfähig machen, so dass entfernte Dateisysteme intuitiv eingebunden werden können. Mounten von Datenträgern geht spielend leicht mit Thunars Volumemanager Plugin. Selbst für anspruchsvollere Aufgaben lassen sich „Aktionen“ erstellen, die dann im Menü benutzt werden können.
Als Alternative empfehle ich PCmanFM, der vielleicht sogar noch eine Spur genügsamer ist und ebenfalls leicht zu bedienen ist. Am Ende ist es wirklich nur Geschmackssache.

Tint2

Ohne Frage gibt es für den Fenstermanager der Wahl mehrere Panelalternativen. Tint2 geht einfach deshalb als Sieger hervor, weil er ressourcensparend und anpassbar ist, wenige Abhängigkeiten hat und dabei noch gut aussieht. In einer einzigen Konfigurationsdatei lässt sich sowohl das Aussehen als auch das Verhalten steuern. Empfehlenswert.

Transmission

An Transmission schätze ich, dass der Torrent-Client sehr benutzerfreundlich ist. Die Aufteilung der GUI ist schlicht und intuitiv. Bei Transmission hat man die Wahl, ob man eine grafische Oberfläche bevorzugt, das Ganze über ein Webfrontend steuert oder doch lieber alles direkt auf der Konsole macht. Transmission unterstützt alle gängigen Feature, wie z.B. Verschlüsselung des Datenverkehrs, DHT und Metalinks.