{"id":9991,"date":"2016-08-11T16:41:26","date_gmt":"2016-08-11T14:41:26","guid":{"rendered":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/?p=9991"},"modified":"2019-09-24T23:49:41","modified_gmt":"2019-09-24T21:49:41","slug":"der-eigene-vserver-meine-erfahrungen-mit-vier-anbietern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2016\/08\/11\/der-eigene-vserver-meine-erfahrungen-mit-vier-anbietern\/","title":{"rendered":"Der eigene vServer: Meine Erfahrungen mit vier Anbietern"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2012 mietete ich meinen ersten vServer bei <a href=\"https:\/\/www.serverway.de\/\">serverway.de<\/a> f\u00fcr mein <a href=\"https:\/\/linuxiuvat.de\">Spieleprojekt<\/a> und kurze Zeit sp\u00e4ter den <a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/06\/20\/der-funf-cent-pro-tag-vserver\/\">F\u00fcnf-Cent-pro-Tag-Server<\/a> von <a href=\"http:\/\/www.nbiserv.de\/\">NbiServ.de. <\/a>Nach vier Jahren habe ich nun Erfahrungen mit insgesamt vier Anbietern gesammelt und ich denke diese sind es nun Wert, sie mit dem Rest der Welt zu teilen. Worauf sollte man bei der Auswahl achten? Hilft viel Leistung wirklich viel und wie viel Geld sollte man vern\u00fcnftigerweise einplanen?<br \/>\nZur Zusammenfassung, auf was man beim vServer-\"Kauf\" achten sollte, <a href=\"#zusammenfassung\">geht es hier<\/a>:<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.nbiserv.de\/\">NbiServ.de<\/a><\/h2>\n<p>NbiServ in Gera\/Th\u00fcringen bietet einen sehr g\u00fcnstigen PrePaid-vServer f\u00fcr den Einstieg. In 2012 kostete dieser noch f\u00fcnf Cent pro Tag, heute sind es\u00a0sechs Cent, jedoch haben alle wichtigen Kennzahlen wie RAM, Speicherplatz und Prozessorleistung deutlich zugelegt. Der aktuelle Name des Produkts lautet VS-Prepaid-2016-SATA. Es gibt 512 MB RAM und 30 GB Speicherplatz (SATA). Es existiert sogar noch eine kleinere Version mit 256 MB RAM und 15 GB Festplatte (SATA) f\u00fcr 3 Cent pro Tag und Versionen mit SSD. Besonders hervorzuheben ist, dass selbst in dieser Preisklasse ein Backup inklusive ist, wobei das gesamte System (offline) als Snapshot in einem Tarball gesichert wird, der sich bequem herunterladen l\u00e4sst. Es stehen zwei verschiedene Arten von Virtualisierung zur Auswahl: <a href=\"https:\/\/openvz.org\/Main_Page\">OpenVZ<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kernel-based_Virtual_Machine\">KVM<\/a>. Ich pers\u00f6nlich habe bessere Erfahrungen mit KVM gemacht, weil es mir erlaubt den Server nach meinen W\u00fcnschen zu konfigurieren und es die gr\u00f6\u00dfte Flexibilit\u00e4t bietet. Insbesondere der Kernel l\u00e4sst sich beliebig anpassen und Dinge wie tun\/tap-Netzwerkger\u00e4te f\u00fcr VPN-Server lassen sich problemlos konfigurieren. Bei OpenVZ teilt man sich hingegen einen gemeinsamen Kernel mit anderen Clients und sollte Vorsicht walten lassen, wenn man sein System konfiguriert und dabei eventuell Pakete wie Quota deinstalliert, nur um festzustellen, dass das System nicht mehr starten wird. Der Overhead bei OpenVZ mag geringer und dadurch die Leistung etwas besser sein, jedoch bietet KVM die M\u00f6glichkeit auch Nicht-Linux-Systeme wie FreeBSD einmal auszuprobieren.<br \/>\nBei NbiServ miete ich zur Zeit zwei dieser PrePaid-Server auf KVM-Basis, wobei einer von <a href=\"https:\/\/www.debian.org\/\">Debian<\/a> Jessie und der andere von <a href=\"https:\/\/www.freebsd.org\/\">FreeBSD<\/a> 10 angetrieben wird. Sicherlich kann dieser Einsteigerserver nicht alle Anspr\u00fcche erf\u00fcllen, er eignet sich aber insbesondere f\u00fcr kleine Webseiten (statische Webblogs laufen einwandfrei), OwnCloud-Server f\u00fcr private Zwecke oder der anonyme <a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/08\/11\/sicherer-datentausch-ein-sftp-server-mit-chroot\/\">(S)FTP-Server<\/a>. Andere Alternativen sind z.B. <a href=\"http:\/\/wiki.mumble.info\/wiki\/Main_Page\">Mumble<\/a>, <a href=\"https:\/\/openvpn.net\/\">OpenVPN<\/a> oder das eigene Git-Repo. Wenn die Anzahl der Nutzer \u00fcberschaubar ist, reichen selbst 512 MB ohne Weiteres aus. Selbst als <a href=\"https:\/\/packages.debian.org\/sid\/minetest-server\">Minetest-Server<\/a> k\u00e4me dieser vServer in Frage (schon ausprobiert), man sollte aber nicht zu viele Mods installieren und mehr als 10 Spieler gleichzeitig w\u00e4re nicht die beste Wahl. CPU- und I\/O-Leistung reichen hier nicht an die Werte teurerer Alternativen heran. Wenn man anspruchsvolle Datenbankanwendungen betreibt, kann ich nur empfehlen mehr Geld zu investieren und sich Angebote mit SSD-Technologie anzuschauen. Traffic ist \"fair-use\", das hei\u00dft man sollte mit einer Drosselung der Geschwindigkeit rechnen, wenn man Terrabyte an Daten der Welt pro Monat zur Verf\u00fcgung stellt. In der Realit\u00e4t hat das aber keine konkreten Auswirkungen, da man selten mehr als ein paar 100 GB selbst f\u00fcr gut besuchte Webseiten und andere Dienste an Traffic verbraucht.<br \/>\n\u00dcbersichtlich finde ich auch den <a href=\"http:\/\/www.ovzmanager.de\/\">oVZManager<\/a>, mit dem sich der vServer administrieren l\u00e4sst. Es stehen eine sehr gro\u00dfe Auswahl an Betriebssystemen zur Verf\u00fcgung (z.B. Debian, Ubuntu, Arch Linux, Gentoo, FreeBSD, CentOS), wenn man KVM als Virtualisierungsmethode w\u00e4hlt. \u00dcberrascht sollte man nicht sein, wenn das Hostsystem ohne Vorwarnung neustartet, was nicht ungew\u00f6hnlich ist, da Sicherheitsupdates nat\u00fcrlich von Zeit zu Zeit eingespielt werden m\u00fcssen. Die Verf\u00fcgbarkeit des Servers ist trotzdem gut und liegt im Rahmen der anderen hier vorgestellten Anbieter.<\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.serverway.de\/\">Serverway.de<\/a><\/h2>\n<p>Von Februar 2012 bis Mai 2016 war ich Kunde bei Serverway, deren Server im eigenen Rechenzentrum in Aachen untergebracht sind. Dort begann ich mein Spieleprojekt, <a href=\"https:\/\/linuxiuvat.de\/\">linuxiuvat.de<\/a>, das anfangs auf einem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Xen\">XEN-virtualisierten<\/a> vServer mit 256 MB RAM und 30 GB Festplatte problemlos lief. Das Nachfolgeprodukt hei\u00dft heutzutage schlicht Root Server K1, kostet 3,90 Euro im Monat, wobei immer drei Monate im Voraus bezahlt werden muss und bietet 1 GB RAM und eine 40 GB Festplatte (SATA). Zur Zuverl\u00e4ssigkeit und Verf\u00fcgbarkeit des vServers kann ich nur sagen, dass ich den Support nicht einmal innerhalb von drei Jahren wegen irgendetwas anschreiben musste. Alles funktionierte wie es sollte und ich denke, das spricht f\u00fcr sich. Erst der Umzug von XEN auf den neuen KVM-Server machte das Schreiben eines Tickets notwendig. Die CPU-Leistung ist solide und insgesamt eignet sich dieses Angebot f\u00fcr alle schon bei NbiServ genannten Einsatzszenarien. I\/O-m\u00e4\u00dfig war die Leistung wie bei NbiServ nicht berauschend, f\u00fcr anspruchsvolle Datenbankanwendungen sollte man besser nach SSD-Angeboten Ausschau halten. NbIServ bietet mit dem VS-2016-M-SATA ein vergleichbares Angebot, hat dazu aber auch schon als Alternative eine SSD-Variante im Portfolio. Sehr positiv war bei Serverway der ohne Extrakosten zur Verf\u00fcgung gestellte externe Backupspeicher, der immer halb so gro\u00df wie die im Angebot enthaltene Festplatte ist. Mit einem Rsync-Skript, welches im Kundenbereich zu finden ist, l\u00e4sst sich leicht per Cron-Job ein t\u00e4gliches Backup einrichten.<br \/>\nBesagter Kundenbereich k\u00f6nnte meiner Meinung nach verbessert werden. Zwar stehen alle wesentlichen Funktionen wie Server neustarten, Trafficverbrauch und Neubestellungen zur Verf\u00fcgung, die FAQ und Supportseiten h\u00e4tten jedoch durchaus ausf\u00fchrlicher sein k\u00f6nnen. Wie gesagt hatte ich nie gr\u00f6\u00dfere Probleme, weswegen das nie besonders ins Gewicht fiel. Leider war mein Server eines Tages Opfer einer DDoS-Attacke und ich war ziemlich entt\u00e4uscht, dass er nicht nur mehrere Tage deswegen abgeschaltet wurde, sondern mir auch nicht mitgeteilt werden konnte gegen welchen Dienst sich die Attacke richtete. Es gibt keinen perfekten Schutz gegen DDoS und f\u00fcr 3,90 bzw 6,90 Euro erwarte ich keine Wunder, ein Hoster sollte aber in der Lage sein den Port der Attacke herauszufinden.<\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.netcup.de\/\">Netcup.de<\/a><\/h2>\n<p>Also zog ich mit dem Spieleprojekt zu Netcup und deren Rechenzentrum in N\u00fcrnberg um. Immerhin versprach dieser Anbieter einen DDoS-Schutz-Filter bis zu einem Traffic von 5 Gbit\/s. In der Tat begann die Attacke nach wenigen Tagen erneut, doch dieses Mal erhielt ich eine automatische E-Mail, dass der Filter aktiv ist und welcher Port Ziel der Attacke war. Daumen hoch. Das System war zwar nur schwer zu erreichen, aber es gelang mir schlie\u00dflich den Dienst zu deaktivieren, wor\u00fcber ich an anderer Stelle schon kurz <a href=\"https:\/\/linuxiuvat.de\/blog\/news\/pokerth-ddos-and-minetest-0.4.14-2016-05-30.html\">etwas geschrieben habe<\/a>.<\/p>\n<p>Mein neuer vServer l\u00e4sst sich am besten mit dem <a href=\"https:\/\/www.netcup.de\/bestellen\/produkt.php?produkt=1412\">VPS 2000 G7<\/a> vergleichen. Bei Netcup gibt es h\u00e4ufiger neue Produkte und zeitweise erh\u00e4lt man eine \u00e4ltere Generation g\u00fcnstiger bevor die neue Generation eingef\u00fchrt wird, was bei mir der Fall war. Ich habe mich daf\u00fcr entschieden zw\u00f6lf Monate im Voraus zu zahlen, was dann weniger als 8 Euro im Monat macht. Daf\u00fcr gibt es eine 120 GB Festplatte (SAS), 6 GB RAM und die M\u00f6glichkeit Snapshots des aktuellen Systems auf der Festplatte anzulegen. Externer Backupspeicher kann zus\u00e4tzlich gekauft werden. Im Vergleich zu Serverway bezahle ich nun anstatt 6,90 Euro 7,49 Euro im Monat, wodurch ich zahlungstechnisch weniger flexibel bin, die angebotenen Leistungen gleichen das jedoch wieder aus. Sechs Gigabyte RAM und die 120 GB Festplatte kann ich momentan nicht ausreizen, aber f\u00fcr die Zukunft l\u00e4sst das mehr Spielraum f\u00fcr neue Ideen offen. Die I\/O-Leistung ist besser als bei den anderen Anbietern, kommt aber nicht an die Latenz und die Leistung einer SSD heran. Herausheben m\u00f6chte ich an dieser Stelle noch den Kundenbereich (customer control panel) und die Extraseite zur Wartung des vServers, die ich beide sehr \u00fcbersichtlich finde. Server, Rechnungen, Bestandsdaten lassen sich problemlos verwalten. Dank KVM-Technologie stehen wie bei NbiServ und Serverway eine gro\u00dfe Auswahl an Betriebssystemen zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nIch bin nun seit fast drei Monaten Kunde bei Netcup und momentan sehr zufrieden. Gespannt bin ich wie reibungslos oder vielleicht auch nicht ein Serverupgrade n\u00e4chstes Jahr verlaufen wird. Als Verbesserung h\u00e4tte ich mir gew\u00fcnscht, dass externer Backupspeicher schon im Angebot integriert gewesen w\u00e4re. Nicht \u00fcberrascht sein: Als Neukunde wird man nach der Bestellung angerufen und \u00fcberpr\u00fcft, ob man tats\u00e4chlich auch existiert. \ud83d\ude09<\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.hosteurope.de\/\">Hosteurope.de<\/a><\/h2>\n<p>Vor zwei Monaten bin ich mit gambaru.de zu Hosteurope umgezogen, nachdem ich neun Jahre zufriedener Kunde bei <a href=\"http:\/\/www.f-cube.de\/\">FCUBE<\/a> war und dort ein ma\u00dfgeschneidertes Webhostingpaket nutzte. Ich denke gerade wenn man sich nicht um alle Details selber k\u00fcmmern m\u00f6chte, sind Webhostingpakete eine gute Alternative zum vServer. Bei fcube.de gibt es keine Stangenware, sondern man kann sich beraten lassen und nach Bedarf entscheiden.<br \/>\nNach Hosteurope hat es mich schlie\u00dflich verschlagen, weil ich endlich den Schritt zum eigenen Mailserver gegangen bin und auch f\u00fcr weitere Projekte flexibel sein wollte. Au\u00dferdem suchte ich einen anderer Anbieter, bei welchem ich nicht schon ein anderes Projekt hosten lasse und zum anderen sprach mich das Preis-\/Leistungsverh\u00e4ltnis und die Rahmenbedingungen an.<br \/>\nHosteurope betreibt derzeit zwei Rechenzentren in Stra\u00dfburg und K\u00f6ln. Als Produkt habe ich mich f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/order.hosteurope.de\/Virtual-Server\/Starter\/\">Virtual Server Starter<\/a> entschieden, der f\u00fcr 9,99 im Monat 2 GB RAM und 100 GB Festplattenspeicher (SSD) und ein t\u00e4gliches Dateibackup inklusive bereith\u00e4lt. Als Virtualisierungssystem kommt <a href=\"https:\/\/virtuozzo.com\/\">Virtuozzo<\/a> zum Einsatz, das wie OpenVZ, die linuxbasierte FOSS-Version, auf Betriebssystemebene virtualisiert und dadurch weniger Ressourcen ben\u00f6tigt als KVM oder Xen. Wie bei OpenVZ teilen sich mehrere G\u00e4ste einen Kernel. Bei Hosteurope ist die Betriebssystemwahl deswegen eingeschr\u00e4nkt, weil ein reibungsloses Zusammenspiel nur f\u00fcr Ubuntu, Debian und CentOS garantiert wird. In der FAQ hei\u00dft es zwar, dass im Prinzip auch andere Distributionen genutzt werden k\u00f6nnen, jedoch wird daf\u00fcr keine Garantie abgegeben. Kann man mit dieser Einschr\u00e4nkung so wie ich leben, wird ein vorkonfiguriertes Debian installiert. Positiv ist, dass alle wichtigen Anwendungen und Dienste schon installiert sind und z.B. IPv6 sofort einsatzbereit war. Wenn man jedoch wie ich gerne von einem Minimalsystem aus sein System aufbaut, ist das erst einmal gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig und es leuchtet auch nicht sofort ein, warum man nicht auch ein Image ohne Apache und MySQL anbieten kann. Beachtung sollte man au\u00dferdem den Dateien \/etc\/hosts und \/etc\/hostname schenken, die nach einem Reboot immer wieder auf den Auslieferungszustand zur\u00fcckgesetzt, sprich \u00fcberschrieben werden. Auch dieser Punkt wird <a href=\"https:\/\/faq.hosteurope.de\/?cpid=15028\">in der FAQ erw\u00e4hnt<\/a>, jedoch wirkt die vorgeschlagene L\u00f6sung veraltet in Zeiten von systemd. F\u00fcr mich funktionierte auch ein @reboot Einzeiler in \/etc\/crontab.<br \/>\nF\u00fcr diese Einschr\u00e4nkungen bei der Konfiguration erh\u00e4lt man jedoch ein sehr performantes System, dessen I\/O-Leistung dank SSD beachtlich und gut geeignet f\u00fcr Datenbankanwendungen ist. Auch die CPU-Leistung hat mich bisher \u00fcberzeugt, 2 GB reichen f\u00fcr die eigene Webpr\u00e4senz mit WordPress plus Mailserver ohne Weiteres aus. Positiv ist auch, dass man \u00fcber Serverwartungen per E-Mail im Voraus informiert wird. Die Zahlungsmodalit\u00e4ten sind kundenfreundlich. Abgerechnet wird monatlich, es gibt keine Mindestvertragslaufzeit.<br \/>\nW\u00e4hrend mich die Leistung bisher voll \u00fcberzeugt hat, frage ich mich nat\u00fcrlich wie reibungslos ein Upgrade auf Debian 9 n\u00e4chstes Jahr verlaufen wird und wie gut es mit dem Virtuozzo-Container sich vertragen wird. Blind sollte man auf gar keinen Fall Pakete deinstallieren, einige von ihnen werden definitiv ben\u00f6tigt, ansonsten bootet der Server n\u00e4mlich nicht mehr. \ud83d\ude44<\/p>\n<h2 id=\"zusammenfassung\">Auf was man achten sollte<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>CPU<\/strong>: Ich bin absichtlich nicht auf die Angaben der Anbieter zur CPU eingegangen, da die Informationen hierzu bestenfalls schwammig sind. Mal wird von einem vCore und an anderer Stelle von dedizierten CPU-Resourcen gesprochen. Eigentlich sollte gelten, dass mehr CPU-Kerne besser sind als nur einer und dediziert mehr Leistung verspricht als virtualisiert. Eigentlich. Manche Anbieter, nicht nur die hier vorgestellten, verwenden beide Begriffe austauschbar und man kann von der Produktbeschreibung nicht automatisch auf die tats\u00e4chlich zur Verf\u00fcgung gestellte CPU-Performance schlie\u00dfen. <span style=\"text-decoration: underline;\">Meine Empfehlung<\/span>: Produkt vorher testen, wenn man nicht sicher ist, ob es f\u00fcr die eigenen Einsatzzwecke reichen wird.<\/li>\n<li><strong>Vertragslaufzeit<\/strong>: Hosteurope, Netcup und NbiServ bieten monatliche Zahlweise und keine Mindestvertragslaufzeit oder im Falle von NbiServ auch Prepaid an. Netcup offeriert flexible Vertragslaufzeiten, wodurch sich der Preis senken l\u00e4sst, man jedoch auch bis zu einem Jahr an den Vertrag gebunden sein kann. Bei Serverway ist man f\u00fcr drei Monate festgelegt, bezahlt aber f\u00fcr den kleinsten vServer auch nur 3,90 Euro im Monat, was ein sehr \u00fcberschaubares Risiko darstellt und ich deshalb auch nie als negativ empfunden habe. <span style=\"text-decoration: underline;\">Meine Empfehlung<\/span>: Alle hier vorgestellten Anbieter haben faire Vertragslaufzeiten. Zum Ausprobieren empfiehlt es sich keine Mindestvertragslaufzeit zu w\u00e4hlen, insbesondere wenn man sich noch nicht 100% sicher ist oder flexibel bleiben m\u00f6chte.<\/li>\n<li><strong>Festplatte<\/strong>: Wenn man w\u00e4hlen kann, ganz klare Empfehlung f\u00fcr SSD f\u00fcr die beste I\/O-Leistung. Klassische Festplatten haben technisch bedingt schlechtere Zugriffszeiten, wodurch es z.B. bei datenbanklastigen Spielen schnell zum ber\u00fchmten Lag kommen kann. Dieser Makel wird jedoch durch mehr Speicherplatz f\u00fcr den gleichen Preis ausgeglichen, was f\u00fcr Backupl\u00f6sungen oder die eigene Cloud von Vorteil sein kann. Falls es in der Produktbeschreibung erw\u00e4hnt wird, dann sollte RAID 10 theoretisch bessere Werte liefern als RAID 1. F\u00fcr bestimmte Dienste wie z.B. Mumble, Tor oder OpenVPN sind CPU-Leistung und Bandbreite die wichtigeren Kennwerte. Im Zweifelsfall wie beim Punkt CPU zu unterschiedlichen Zeiten testen bevor man sich langfristig bindet.<\/li>\n<li><strong> Bandbreite\/Traffic<\/strong>: Ich bin mir sicher als Otto-Normal-Benutzerin wird man bei keinem der vorgestellten Anbieter an Grenzen sto\u00dfen, was Traffic oder Bandbreite angeht. Bei Hosteurope und Netcup gibt es sogar eine Flat, welche nur in der Bandbreite tempor\u00e4r gedrosselt wird, sollte man in einem Zeitintervall eine gewisse Datenmenge pro Sekunde \u00fcberschreiten. Von der Bandbreite her liegt Hosteurope bei mir im Moment vor Netcup, dann kommt Serverway (5000 GB Traffic inklusive) und zum Schluss NbiServ (Fair Use). Wobei ich hier nat\u00fcrlich \u00c4pfel mit Birnen vergleiche, denn bei NbiServ zahle ich auch nur 1,80 pro Monat im Gegensatz zu 9,99 \u20ac bei Hosteurope.<\/li>\n<li><strong>Backups<\/strong>: Die besten Anbieter stellen zumindest eine Backupvariante inklusiv zur Verf\u00fcgung. NbiServ bietet f\u00fcr wenig Geld ein Offlinebackup, Hosteurope ein t\u00e4gliches inkrementelles Dateibackup, welches automatisch durchgef\u00fchrt wird und im Kundenbereich wieder zur\u00fcckgespielt werden kann. Bei teureren vServern sind dann auch Snapshots bei Hosteurope inklusive. Serverway bietet ebenfalls externen Speicherplatz an, Backups m\u00fcssen aber selbst angelegt werden. Snapshots sind nicht im Angebot. Externe Backups kosten bei Netcup extra, daf\u00fcr werden deutlich mehr Varianten angeboten Abbilder und Backups zu exportieren, sp\u00e4ter wieder zu importieren und dabei auch vServer zu klonen. <span style=\"text-decoration: underline;\">Meine Empfehlung<\/span>: Das Angebot von inklusiven Backups sollte man beim Kauf eines vServers immer ber\u00fccksichtigen.<\/li>\n<li><strong>Mindestverf\u00fcgbarkeit<\/strong>: Manche Anbieter garantieren nur 95% Mindestverf\u00fcgbarkeit f\u00fcr den vServer im Jahr oder 95 % f\u00fcr die Verf\u00fcgbarkeit des Netzwerks im Jahresmittel, was meist versteckt irgendwo in den AGB steht. Das kann bedeuten, dass der Server tagelang im Jahr nicht erreichbar ist. Alle hier vorgestellten Anbieter garantieren mindestens 99 %, Netcup 99,6% und Hosteurope gar 99,95% im Monatsmittel.<\/li>\n<li><strong>Support<\/strong>: Au\u00dferdem nicht ganz unwichtig sind die Bedienbarkeit und Funktionsf\u00fclle des Kundenbereichs und der eigentliche Support, also der freundliche Mensch, der sich um die Fragen und W\u00fcnsche k\u00fcmmert. Meiner Meinung nach ist es um so besser, je weniger ich mich mit dieser Frage besch\u00e4ftigen muss. Hervorzuheben ist, dass Netcup z.B. auch ein Forum zum Austausch anbietet und bei Hosteurope eine gro\u00dfe FAQ angelegt wurde, wobei ich mir eher w\u00fcnschen w\u00fcrde, dass Dateien wie \/etc\/hosts einfach mal nicht \u00fcberschrieben werden. NbiServ und Serverway haben hier nur ein eingeschr\u00e4nktes Angebot, der eigentliche Support per E-Mail war und ist bei beiden gut, auch wenn ich mir eine bessere Reaktion auf die DDoS-Attacke bei Serverway gew\u00fcnscht h\u00e4tte.<\/li>\n<li><strong>Sonstiges<\/strong>: Je nach Virtualisierungsl\u00f6sung ist man bei der Wahl des Betriebssystems eingeschr\u00e4nkt. Am flexibelsten ist man mit KVM.\u00a0 Man bekommt heutzutage f\u00fcr weniger als 10 Euro im Monat einen guten vServer und f\u00fcr kleine Projekte kann es auch deutlich weniger sein. F\u00fcr statische Webseiten oder VPN-Server gen\u00fcgen schon 512 MB RAM und eine kleine Festplatte. Zwischen 1 bis 2 GB RAM und eine SSD &gt; 15 GB sollte man f\u00fcr das eigene Blog mit Datenbank einplanen oder den eigenen Minetestserver. Die Konfigurationsarbeit fordert einiges an Zeit. Auf der anderen Seite hat man die vollst\u00e4ndige Kontrolle und kann sein System beliebig erweitern und anpassen. Wer weniger Aufwand betreiben m\u00f6chte kann sich \u00fcber <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Plesk\">Plesk<\/a> informieren, was die Administration vereinfacht, aber auch mit zus\u00e4tzlichen Kosten verbunden ist. Ansonsten gibt es noch \"Managed Server\", die vollst\u00e4ndig vom Anbieter administriert werden. Selbst tun muss man dann nichts mehr. Die Kosten liegen hierbei zwischen 15 Euro und mehr als 100 Euro pro Monat je nach Produkt. Als g\u00fcnstigere Alternative lohnt es sich dann doch eher Webhostingprodukte zu buchen oder spezielle Angebote je nach Anwendung, z.B. der eigene OwnCloud-Server.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2012 mietete ich meinen ersten vServer bei serverway.de f\u00fcr mein Spieleprojekt und kurze Zeit sp\u00e4ter den F\u00fcnf-Cent-pro-Tag-Server von NbiServ.de. 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