{"id":956,"date":"2011-01-11T01:59:17","date_gmt":"2011-01-11T00:59:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=956"},"modified":"2011-01-11T01:59:17","modified_gmt":"2011-01-11T00:59:17","slug":"ein-kurzer-leitfaden-zur-debian-netzinstallation-auf-dem-inspiron-4000","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/01\/11\/ein-kurzer-leitfaden-zur-debian-netzinstallation-auf-dem-inspiron-4000\/","title":{"rendered":"Ein kurzer Leitfaden zur Debian-Netzinstallation auf dem Inspiron 4000"},"content":{"rendered":"<p>Als Gedankenst\u00fctze und Leitfaden, hier die Punkte, die man bei einer Netzinstallation mit Debian speziell f\u00fcr den Inspiron 4000, aber auch allgemein, beachten sollte. Mittlerweile gehe ich zwar oft dazu \u00fcber mir nur noch Basisinstallationen als Image irgendwo abzuspeichern und wieder hervorzuholen, wenn irgendetwas ausprobiert werden soll.<br \/>\nDennoch, im Laufe der Zeit vergisst man wieder das ein oder andere Schlagwort oder wo etwas zu finden war. Naturgem\u00e4\u00df soll die Aufz\u00e4hlung nicht jedes m\u00f6gliche Problem abdecken. Server Installationen haben mit Sicherheit andere Schwerpunkte als eine Desktopinstallation und \u00fcber Vorz\u00fcge und Nachteile einzelner Anwendungen kann man mehrere B\u00fccher f\u00fcllen.<br \/>\nWer sich gerade mit Linux vertraut macht, sollte sich von dem Leitfaden nicht abschrecken lassen. Viel mehr als eine grobe Merkliste zur Debian-Netzinstallation auf einem bestimmten Laptop Modell ist er nicht. Mit Ubuntu gibt es eine einfachere M\u00f6glichkeit Linux kennenzulernen. F\u00fcr alle die Debian n\u00e4her kennenlernen wollen.., nur zu. \ud83d\ude42<br \/>\nWer sich speziell f\u00fcr den Toshiba Portege 3110CT interessiert und vielleicht gerne mal die PEX Installation ausprobieren m\u00f6chte, findet <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=199\">hier<\/a> schon etwas dazu.<\/p>\n<h2>Debians Netzinstallation<\/h2>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2012\/06\/28\/netzinstallation-mit-debian-und-bildern-schritt-fur-schritt\/\">Debian-Netzinstallation<\/a>:<br \/>\nF\u00fcr den Inspiron 4000 empfehle ich die <a href=\"http:\/\/cdimage.debian.org\/cdimage\/unofficial\/non-free\/cd-including-firmware\/\">inoffizielle Netzinstallations-CD von Squeeze<\/a> oder die offizielle Lenny-Netzinstallation. Damit umgeht man das Problem fehlender, unfreier Firmware, ohne die man die Netzwerkkarte nicht einrichten kann.<br \/>\nDa ab Squeeze der ausgelieferte Debian-Kernel zu 100% aus freien Komponenten besteht, kann man die fehlende <a href=\"http:\/\/www.debian.org\/releases\/stable\/i386\/ch06s04.html.de\">firmware-linux-nonfree<\/a> aber auch w\u00e4hrend des Installationsvorgangs z.B. per USB in das Verzeichnis \/lib\/firmware kopieren. Der Weg \u00fcber die genannten CDs ist aber hier der einfachere.<\/p>\n<h2>Welches Debian darf es sein?<\/h2>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt ist das Ausw\u00e4hlen der Debian-Version. Dazu gen\u00fcgt es in der Datei <strong>\/etc\/apt\/sources.list<\/strong>, bei der angesprochenen Lenny-Installation, das Wort lenny z.B. durch squeeze zu ersetzen, um die zuk\u00fcnftige stabile Debian-Version zu erhalten.<br \/>\nWer gerne ein \"Rolling Release\" m\u00f6chte, um bei einem bekannten Schlagwort zu bleiben, \u00e4ndert das Wort Lenny z.B. in stable, testing oder unstable\/sid um. Der gro\u00dfe Vorteil bei dieser Wahl, man brauch sich in Zukunft nicht mehr darum zu k\u00fcmmern, welche Figur aus Toy Story gerade der neueste Projektname bei Debian ist. Mit der Wahl von stable, alias Lenny im Moment, wird das System permanent in diesem Zustand gehalten. Das hei\u00dft, sobald Squeeze fertig und stabil ist, wird es zu \"stable\" und Lenny zu \"old-stable\".<br \/>\nWer experimentierfreudig ist w\u00e4hlt testing oder sogar sid (der B\u00f6sewicht von Toy Story, sid=sid is dangerous). Der Vorteil dieser beiden Zweige liegt bei der aktuelleren Software und dem Spass mehr Probleme zu l\u00f6sen ;). Ich benutze auf dem Inspiron 4000 sid und habe au\u00dfer bei Midori noch keine Bugs gefunden. Wirklich, sid l\u00e4uft wirklich gut. Hoffentlich \u00e4ndert sich das bald. \ud83d\ude08<br \/>\nTesting ist ein guter Mittelweg, Sicherheitsl\u00fccken werden aber sp\u00e4ter als bei stable oder sid geschlossen.<br \/>\nStable steht bei Debian f\u00fcr felsenfest solide, ausf\u00fchrlich getestet und unverw\u00fcstlich. F\u00fcr Nicht-Debianer oft in einem Wort: langweilig. Gr\u00f6\u00dfere Updates sind selten, Sicherheitsaktualisierung erfolgen schnell, gut auch f\u00fcr \u00e4ltere Rechner, die schwer an apt zu schaffen haben und nicht so oft Rechenzeit mit Updates verbringen wollen.<br \/>\nDie Entscheidung liegt bei euch. Danach gen\u00fcgt ein<\/p>\n<blockquote><p>aptitude update<br \/>\naptitude dist-upgrade\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Meine sources.list, die mit # kommentierten Zeilen nur dann auskommentieren, wenn man stable als Version gew\u00e4hlt hat<\/p>\n<blockquote><p>\ndeb http:\/\/ftp.de.debian.org\/debian\/ sid main contrib non-free<br \/>\ndeb-src http:\/\/ftp.de.debian.org\/debian\/ sid main contrib non-free<br \/>\n#deb http:\/\/security.debian.org\/ stable\/updates main<br \/>\n#deb-src http:\/\/security.debian.org\/ stable\/updates main<br \/>\n#deb http:\/\/ftp.de.debian.org\/debian\/ squeeze-updates main contrib\n<\/p><\/blockquote>\n<h2>Softwareauswahl Teil I<\/h2>\n<p>Was darf es sein? Vollst\u00e4ndige Desktopumgebung oder doch lieber Eigenbau?<\/p>\n<blockquote><p>aptitude install gnome gdm (Gnome mit gdm als Loginmanager)<br \/>\naptitude install kde-full kdm (KDE komplett mit kdm als Loginmanager)<br \/>\naptitude install slim lxde (LXDE mit slim als Loginmanager)<br \/>\naptitude install slim xfce4 (Xfce4 mit slim als Loginmanager)\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Leicht zu merken oder? Danach nur noch einmal den Namen des Loginmanagers als root in den Terminal eingeben und voila! F\u00fcr den Inspiron empfehle ich LXDE, Xfce4, am besten aber den Fenstermanager der Wahl und etwas Handarbeit.<br \/>\nObwohl mein jetziger Desktop mit Openbox und dem Lxpanel zwei zentrale LXDE-Elemente enth\u00e4lt, wollte ich dennoch den spannenderen Weg gehen und das System weiter anpassen und nicht einfach lxde installieren.<\/p>\n<blockquote><p>\naptitude install slim xorg openbox alsa-base\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Ausgangspunkt f\u00fcr ein leichtgewichtiges Debian mit Openbox als Fenstermanager.<\/p>\n<h2>X-Server richtig konfigurieren<\/h2>\n<p>Dieser Punkt ist nur f\u00fcr Besitzer eines Dell Inspiron 4000 gedacht, bei denen die automatische X-Server-Konfiguration versagt. Um es kurz zu machen, hier ist meine <a href='https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/xorg.tar1_.gz'>xorg.conf<\/a>. Entpacken und dann nach \/etc\/X11 kopieren, X Server neustarten und tada :D.<\/p>\n<h2>Softwareauswahl Teil II<\/h2>\n<p>Ab hier geht es nun erst richtig los mit dem Ausprobieren.<br \/>\nBei Openbox muss man sich nur wenig merken: <strong>Erstens<\/strong> obconf und obmenu installieren. Aussehen von Openbox \u00e4ndern leicht gemacht.<br \/>\n<strong>Zweitens<\/strong><em>:~\/.config\/openbox\/autostart.sh<\/em>. Alles was automatisch beim Start von Openbox ausgef\u00fchrt werden soll, kommt hier herein. Insbesondere <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=832\">feh zum Anzeigen von Hintergrundbildern<\/a> und das Lxpanel, unspektakul\u00e4r, leichtgewichtig und alles was man f\u00fcr den Anfang braucht.<br \/>\nF\u00fcr einen Laptop bevorzuge ich neuerdings den xfce4-power-manager gegen\u00fcber dem Gnome-Pendant. Er erf\u00fcllt seinen Zweck, hat aber weniger Abh\u00e4ngigkeiten und zusammen mit Thunar bleibt diese Anzahl weiterhin \u00fcberschaubar.<br \/>\nAchja und <strong>Drittens<\/strong> Tipps zu Openbox finden sich im Netz reichlich. Sehr zu empfehlen sind der <a href=\"http:\/\/urukrama.wordpress.com\/openbox-guide\/\">Openbox Guide von Urukrama<\/a> und der <a href=\"https:\/\/wiki.archlinux.org\/index.php\/Openbox\">Wikieintrag bei archlinux.org<\/a>. Openbox ist selbst gut dokumentiert. Ein Blick in die ~\/.config\/openbox\/rc.xml hilft oft schon weiter.<br \/>\nAb nun fehlen nur noch ein paar <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=256\">leichtgewichtige Programme<\/a>.<\/p>\n<h2>ESS-Maestro-Soundkarte in Betrieb nehmen<\/h2>\n<p> Auch bei der Maestro-Soundkarte ist die Firmware unfrei und muss nachtr\u00e4glich installiert werden. Um dennoch Musik h\u00f6ren zu k\u00f6nnen, gen\u00fcgt es den <a href=\"http:\/\/wiki.debian.org\/snd-maestro3\">Anweisungen im Debian Wiki<\/a> zu folgen.<br \/>\nOpenbox ist ein klasse Fenstermanager mit einer Vielzahl an Konfigurationsm\u00f6glichkeiten. Ein anderes Mal mehr dazu. \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Gedankenst\u00fctze und Leitfaden, hier die Punkte, die man bei einer Netzinstallation mit Debian speziell f\u00fcr den Inspiron 4000, aber auch allgemein, beachten sollte. Mittlerweile gehe ich zwar oft dazu \u00fcber mir nur noch Basisinstallationen als Image irgendwo abzuspeichern und wieder hervorzuholen, wenn irgendetwas ausprobiert werden soll. 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