{"id":9235,"date":"2012-09-30T00:22:43","date_gmt":"2012-09-29T22:22:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=9235"},"modified":"2012-09-30T00:22:43","modified_gmt":"2012-09-29T22:22:43","slug":"schroote-dein-linux-debian-in-ubuntu-installieren-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/09\/30\/schroote-dein-linux-debian-in-ubuntu-installieren-teil-2\/","title":{"rendered":"Schroot(e) dein Linux: Debian in Ubuntu installieren Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Letztes Jahr hatte ich mir zu Testzwecken ein Debian-System innerhalb von Ubuntu 10.10 <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/02\/13\/debian-in-ubuntu-installieren-mit-debootstrap\/\">mit Hilfe von Debootstrap<\/a> installiert, um in diesem abgeschotteten Bereich einen Linuxkernel zu kompilieren. Damit das funktionierte griff ich auf eine typische Linuxfunktion, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chroot\">chroot<\/a>, zur\u00fcck.<br \/>\nDer Nachteil des Ganzen war, dass nur Root in so eine Chroot-Umgebung wechseln durfte und ich manuell \/proc und \/dev hinein mounten musste. Das alles geht einfacher und zwar mit <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/schroot\">Schroot<\/a>.<br \/>\nSchroot nimmt einem die ganze Arbeit ab. Ab sofort kann man als normaler Benutzer in die Chroot-Umgebung wechseln und das manuelle Einbinden von Partitionen und Dateisystemen entf\u00e4llt. Benutze ich einen kachelnden Fenstermanager befindet sich meine Entwicklungsumgebung (Debian Sid) im Terminalfenster auf der linken Seite und Debian Stable oder Testing auf der rechten. Ich kann Pakete innerhalb von Schroot kompilieren und das Experimentelle von meinem stabilen System trennen, muss  mich aber nicht verrenken, um Dateien zwischen beiden auszutauschen, denn das beste von allem ist, sowohl die Schroot-Umgebung als auch die regul\u00e4re Arbeitsumgebung greifen auf das gleiche Home-Verzeichnis zur\u00fcck.<\/p>\n<h2>Schritte um Schroot einzurichten<\/h2>\n<ol>\n<li><code>aptitude install debootstrap schroot<\/code><\/li>\n<li><code>mkdir -p \/home\/chroot\/sid-amd64<\/code><\/li>\n<li><code>cd \/home\/chroot\/<\/code><\/li>\n<li><code>debootstrap --include=zsh --arch amd64 sid sid-amd64 http:\/\/ftp.de.debian.org\/debian<\/code><\/li>\n<li>Kaffee holen.<\/li>\n<li><code>vim \/etc\/schroot\/schroot.conf<\/code>\n<pre>\n[sid]\ndescription=Debian sid (unstable)\ndirectory=\/home\/chroot\/sid-amd64\ntype=directory\nroot-users=apo\ngroups=sbuild\nroot-groups=root,sbuild\naliases=unstable,default\n<\/pre>\n<\/li>\n<li><code>schroot -c sid <\/code><\/li>\n<\/ol>\n<p>In der <em>schroot.conf<\/em> lassen sich nach diesem Schema weitere Umgebungen definieren, z.B. f\u00fcr Ubuntu! oder ein i386-System. Da ich [sid] mit dem Alias default versehen habe, kann ich auch direkt nur mit dem Befehl <code>schroot<\/code> in die Umgebung gelangen. Ich verwende ZSH als Shell und habe mir dieses Paket schon bei der Installation mit Debootstrap hinzugef\u00fcgt. Ob ihr Gruppen f\u00fcr euren Benutzer oder gar mehrere anlegt ist Geschmackssache. Zur Zeit experimentiere ich ein wenig damit.<br \/>\nDie Sid-Umgebung l\u00e4sst sich genauso konfigurieren, wie ihr das von eurem normalen System auch gewohnt seid. Das liegt vor allem daran, dass Schroot die ganze Arbeit erledigt und die Konfiguration in <em>\/etc\/schroot\/default<\/em> bei diesem Setup abarbeitet. Mein Home-Verzeichnis wird ebenfalls direkt in diesen eigenst\u00e4ndigen Bereich eingebunden, so dass ich mich nicht lange mit Kleinarbeit aufhalten muss.<br \/>\nSchroot bietet noch viele weitere interessante Optionen und M\u00f6glichkeiten. Siehe auch <strong>man schroot<\/strong> und <strong>man schroot.conf<\/strong>. Ich muss noch herausfinden, wie ich X-Anwendungen an mein normales System weiterleiten kann. Zum Kompilieren von Paketen ist diese (S)chroot-Umgebung aber schon jetzt eine sehr praktische und auch performante Erleichterung, die eine virtuelle Maschine f\u00fcr die gleiche Aufgabe ersetzen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letztes Jahr hatte ich mir zu Testzwecken ein Debian-System innerhalb von Ubuntu 10.10 mit Hilfe von Debootstrap installiert, um in diesem abgeschotteten Bereich einen Linuxkernel zu kompilieren. Damit das funktionierte griff ich auf eine typische Linuxfunktion, chroot, zur\u00fcck. 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