{"id":8616,"date":"2012-07-18T07:47:59","date_gmt":"2012-07-18T05:47:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=8616"},"modified":"2019-09-27T00:10:07","modified_gmt":"2019-09-26T22:10:07","slug":"debian-wheezy-kde-4-8-und-die-netzinstallation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/07\/18\/debian-wheezy-kde-4-8-und-die-netzinstallation\/","title":{"rendered":"Debian Wheezy, KDE 4.8 und die Netzinstallation"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man das letzte Jahr Revue passieren l\u00e4sst, kommt man fast gar nicht auf den Gedanken, dass es neben Gnome 3 noch eine andere gro\u00dfe Desktopumgebung f\u00fcr freie Betriebssysteme gibt und die hei\u00dft <a href=\"http:\/\/kde.org\/\">KDE<\/a>. Erstmals 1996 ins Leben gerufen ist es weiterhin deren Ziel eine einheitliche Softwaresammlung anzubieten und ein konsistentes Desktoperlebnis zu erschaffen.<br \/>\nIm Gegensatz zu Gnomes GTK-Bibliothek wird zur Darstellung der grafischen Oberfl\u00e4che jedoch <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Qt_(Bibliothek)\">QT<\/a> verwendet. Sowohl GTK- als auch QT-Programme lassen sich bei Debian parallel installieren und optisch so konfigurieren, dass sie sich in die jeweilige Desktopumgebung einf\u00fcgen, was im Jahr 2012 keine gr\u00f6\u00dferen Probleme mehr bereitet.<br \/>\nIm folgenden beschreibe ich als Teil meiner <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/debian\/\">Debian-Anleitung<\/a>, wie man in wenigen Schritten von einer <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2012\/06\/28\/netzinstallation-mit-debian-und-bildern-schritt-fur-schritt\/\">Netzinstallation<\/a> zu einer vollst\u00e4ndigen Desktopumgebung mit Debian und KDE 4.8 kommt.<\/p>\n<h2>Installation von KDE<\/h2>\n<p>Ebenso wie bei der <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2012\/07\/05\/debian-wheezy-gnome-3-und-die-netzinstallation\/\">Installation mit Gnome 3<\/a> erleichtern sogenannte Metapakete die Einrichtung der Desktopumgebung. Leider ist die Benennung bei Gnome, KDE, Xfce und LXDE nicht einheitlich. Alle vier Desktopumgebungen haben unterschiedliche Vorstellungen, was Kernkomponenten oder Sonderausstattung ist.<\/p>\n<h3>M\u00f6glichkeit 1<\/h3>\n<p><code>aptitude install kdm kde-plasma-desktop<\/code><br \/>\n<code>aptitude install kdm kde-plasma-netbook<\/code><\/p>\n<p><code><\/code><br \/>\nDie Pakete <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/stable\/kde-plasma-desktop\">kde-plasma-desktop<\/a> und <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/stable\/kde-plasma-netbook\">kde-plasma-netbook<\/a>, welches speziell f\u00fcr den Einsatz auf Netbooks abgestimmt ist, stellen die minimale Auswahl an Basisanwendungen zur Verf\u00fcgung, die die Entwickler und die Debianverwalter f\u00fcr sinnvoll und notwendig erachten um die KDE-Desktopumgebung zu betreiben.<\/p>\n<h3>M\u00f6glichkeit 2<\/h3>\n<p><code>aptitude install kdm kde-standard<\/code><\/p>\n<p><code><\/code><br \/>\nDas Paket <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/stable\/kde-standard\">kde-standard<\/a> enth\u00e4lt alle Anwendungen aus dem Metapaket kde-plasma-desktop und einige zus\u00e4tzliche Programme, die in jeder Standardinstallation anzutreffen sind.<\/p>\n<h3>M\u00f6glichkeit 3<\/h3>\n<p><code>aptitude install kdm kde-full<\/code><\/p>\n<p><code><\/code><br \/>\nDas Metapaket <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/stable\/kde-full\">kde-full<\/a> bietet schlie\u00dflich den kompletten Rundumblick und enth\u00e4lt alle offiziellen Module der KDE-Desktopumgebung und weitere Anwendungen, die f\u00fcr einen Desktopbenutzer hilfreich sind.<br \/>\nIch pers\u00f6nlich w\u00e4hle gerne Alternative Nr. 2, wenn ich KDE ausprobiere. Erfahrene Anwender k\u00f6nnen mit einer Einzelinstallation von KDE-Paketen sicherlich ein noch schlankeres KDE installieren. Ich denke jedoch, dass weder Gnome noch KDE die Zielgruppe von \"PowerUsern\" sind und vielmehr die Konsistenz der miteinander interagierenden Programme und ein einheitliches Erscheinungsbild im Vordergrund stehen. Um die deutsche Lokalisierung zu installieren gen\u00fcgt ein<br \/>\n<code>aptitude install kde-l10n-de<\/code><\/p>\n<h2>Eine Rundreise mit KDE<\/h2>\n<p>F\u00fcr welches Metapaket man sich auch immer entscheidet, am Ende landet man beim Login-Bildschirm des Display-Managers <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/stable\/kdm\">KDM<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_kdm_login1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-8635 size-medium\" title=\"120715_Debian_kdm_login\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_kdm_login1-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_kdm_login1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_kdm_login1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_kdm_login1-1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nNach Eingabe von Benutzernamen und Passwort wird der KDE-Plasma-Desktop aufgerufen. Dessen standardm\u00e4\u00dfiges Aussehen zeichnet sich vor allem durch das klassische Panel am unteren Bildschirmrand und einige optische Hingucker in Form von kleinen Miniprogrammen alias Widgets aus, die \u00fcber den Knopf am oberen rechten Bildschirmrand frei auf der Arbeitsfl\u00e4che positioniert werden k\u00f6nnen. Zur Verf\u00fcgung stehen unter anderem eine Bin\u00e4ruhr oder die M\u00f6glichkeit Prozessorleistung und Speicherauslastung in einer Kugel darzustellen, viele weitere Widgets mit fortgeschrittenen Funktionen lassen sich direkt aus dem Netz herunterladen. Insgesamt geht das Einbinden leicht von der Hand und auch das Hinzuf\u00fcgen und Entfernen neuer Panel ist kein Problem.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_21-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-8642 size-medium\" title=\"120715_Debian_KDE_2\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_21-1-300x188.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_21-1-300x188.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_21-1-768x480.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_21-1-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_21-1.jpg 1680w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nIm Gegensatz zu Gnome 3 bieten sich mehr Einstellungsm\u00f6glichkeiten den Desktop an die eigenen Vorstellungen anzupassen, was man nicht nur an dem Men\u00fcpunkt \"Systemeinstellungen\", sondern auch an den vielen KDE-Anwendungen selbst erkennt (sieht man einmal vom <a href=\"http:\/\/www.kde.org\/applications\/multimedia\/dragonplayer\/\">Dragon Player<\/a> ab).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_31-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-8644 size-medium\" title=\"120715_Debian_KDE_3\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_31-1-300x188.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_31-1-300x188.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_31-1-768x480.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_31-1-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_31-1.jpg 1680w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nEs gibt zahlreiche auf den KDE-Desktop zugeschnittene Anwendungen, die man nicht alle in einem einzigen Blogbeitrag vorstellen kann. Meine Lieblingsanwendungen <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/12\/18\/wie-alles-begann\/\">von fr\u00fcher<\/a> sind <a href=\"http:\/\/amarok.kde.org\/\">Amarok<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.k3b.org\/\">K3b<\/a>. Erw\u00e4hnenswert sind sicherlich auch <a href=\"http:\/\/www.konqueror.org\/\">Konqueror<\/a>, ein Webbrowser, der sowohl die KHTML als auch WebKit-Engine benutzen kann, der Dateimanager <a href=\"http:\/\/dolphin.kde.org\/\">Dolphin<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.kde.org\/applications\/internet\/kmail\/\">KMail<\/a>, eine funktionsreiche E-Mail-Anwendung, die Bestandteil des pers\u00f6nlichen Informationsverwalters Kontact ist.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_11-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-8639 size-medium\" title=\"120715_Debian_KDE_1\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_11-1-300x188.jpg\" alt=\"KDE-Anwendungen KMail und Dolphin\" width=\"300\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_11-1-300x188.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_11-1-768x480.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_11-1-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/120715_Debian_KDE_11-1.jpg 1680w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nWie auch schon f\u00fcr Gnome bekannt, existiert f\u00fcr KDE mit <a href=\"http:\/\/kde-look.org\/\">kde-look.org<\/a> ein spezieller Webauftritt, der sich ausschlie\u00dflich der Gestaltung und Anpassung der Arbeitsfl\u00e4che widmet.<\/p>\n<h2>Mein pers\u00f6nliches Fazit<\/h2>\n<p>KDE hat nicht den Ruf eine minimalistische Desktopumgebung zu sein und beansprucht bei meiner Testinstallation in Virtualbox f\u00fcr die i386-Architektur ca. 320 MB Arbeitsspeicher nach dem Login. Die Effekte passen sich zwar je nach Hardware an, f\u00fcr die Verwendung auf einer \u00e4lteren Maschine gibt es jedoch schlankere und damit effizientere Alternativen. Ich pers\u00f6nlich ben\u00f6tige die vielen grafischen Spielereien und \u00dcberblendungen nicht und auch die Benachrichtigungen k\u00f6nnten dezenter sein. Insgesamt zieht es mich seit l\u00e4ngerem mehr zu schlichterer und gen\u00fcgsamerer Software. Es macht jedoch Spa\u00df dieses andere Konzept kennenzulernen.<br \/>\nKDE ist eine absolut vollwertige Desktopumgebung, die man entdecken kann und auch sollte. Das geschieht nicht an einem Tag, eher in Wochen, vielleicht sogar Monaten. Egal wie das Ergebnis dieser Entdeckungsreise aussieht, am Ende steht die Erkenntnis, dass es da noch ein ganzes Universum an M\u00f6glichkeiten gibt, wie man einen Computer benutzen und kontrollieren kann. Mit Debian und der Netzinstallation ist es jedenfalls kein Problem einen Blick \u00fcber den Tellerrand zu riskieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man das letzte Jahr Revue passieren l\u00e4sst, kommt man fast gar nicht auf den Gedanken, dass es neben Gnome 3 noch eine andere gro\u00dfe Desktopumgebung f\u00fcr freie Betriebssysteme gibt und die hei\u00dft KDE. Erstmals 1996 ins Leben gerufen ist es weiterhin deren Ziel eine einheitliche Softwaresammlung anzubieten und ein konsistentes Desktoperlebnis zu erschaffen. 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