{"id":847,"date":"2010-12-28T21:07:36","date_gmt":"2010-12-28T20:07:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=847"},"modified":"2010-12-28T21:07:36","modified_gmt":"2010-12-28T20:07:36","slug":"linux-mint-debian-die-weihnachtsausgabe-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2010\/12\/28\/linux-mint-debian-die-weihnachtsausgabe-2010\/","title":{"rendered":"Linux Mint Debian die Weihnachtsausgabe 2010"},"content":{"rendered":"<p>P\u00fcnktlich zu Weihnachten erschien ein neues DVD-ISO des im Oktober 2010 gestarteten <a title=\"Linux Mint Debian\" href=\"http:\/\/www.linuxmint.com\/download_lmde.php\">Linux-Mint-Debian<\/a>-Projektes. Wochen zuvor hatte ich mir schon mit Rtorrent die erste ISO-Version heruntergeladen und in VirtualBox installiert und war nun gespannt, ob die Installationsroutine zum Erstling verbessert worden ist und mit welchen weiteren Neuerungen das Entwicklerteam aufzuwarten hatte.<br \/>\nAb sofort ist Linux Mint Debian nun als 32bit- und 64bit-Version verf\u00fcgbar. F\u00fcr meine Zwecke reichte die 32bit-Variante und momentan sehe ich immer noch keine Vorteile um auf 64bit zu wechseln. Bei einem \"Rolling Release\" ist der Download einer neueren Version normalerweise ziemlich sinnlos, da sich die komplette Software nach der Installation bequem \u00fcber den Paketmanager erneuern l\u00e4sst.<br \/>\nGespannt war ich aber, ob das Installationsprogramm der LMDE-Live-DVD mittlerweile die Partitionierung mit lvm und eine Verschl\u00fcsselung mit cryptsetup unterst\u00fctzt. Leider war das nicht der Fall. Nach wie vor muss man die Festplatte manuell mit gparted partitionieren und eine Root-Partition ausw\u00e4hlen, wonach der Installationsprozess weiterlaufen kann. F\u00fcr Linux-Anf\u00e4nger k\u00f6nnte hier schon die erste H\u00fcrde liegen.<br \/>\nIch bin mir sicher, dass das LMDE-Team in den n\u00e4chsten Monaten den debian-installer, der bei Debian und Ubuntu zum Einsatz kommt, ebenfalls auch f\u00fcr LMDE verwenden wird. Die Einrichtung einer verschl\u00fcsselten Festplatte bei der Installation sollte also bei Linux Mint Debian nur eine Frage der Zeit sein.<br \/>\nUm schon heute eine verschl\u00fcsselte Festplatte einzurichten, w\u00e4re es am einfachsten, eine Debian-Minimalinstallation mit der Debian-Netinstall- oder Businesscard-Edition durchzuf\u00fchren und danach in der \/etc\/apt\/sources.list die Linux-Mint-Debian-Paketquellen nachzutragen. Schlie\u00dflich macht man noch ein simples <em>aptitude dist-upgrade <\/em>und Linux Mint Debian ist auf einer komplett verschl\u00fcsselten Festplatte installiert. Um der Debian-Installation dann das Mint-Aussehen zu verpassen, muss man danach nur noch die <a title=\"Linux Mint Debian Edition Pakete\" href=\"http:\/\/packages.linuxmint.com\/list.php?release=Debian\">spezifischen LMDE-Pakete <\/a>installieren.<br \/>\n<strong>Update:<\/strong><br \/>\nWie es geht habe ich <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=912\">hier<\/a> beschrieben.<br \/>\nDie weitere Installation ist intuitiv und stellt keine Probleme dar. Lediglich bei der Auswahl der Sprachunterst\u00fctzung sollte man sicher gehen die richtige Deutsch-Variante gew\u00e4hlt zu haben. Germany (low) ist witzigerweise Niederl\u00e4ndisch, doch ein paar Zeilen tiefer findet sich das richtige \"German, Deutschland\". Danach kann man sich zur\u00fccklehnen und die weitere Installation beobachten.<br \/>\nBei Linux Mint bin ich mir immer noch nicht sicher wie ich diese Distribution einordnen soll. Laut <a title=\"Distrowatch\" href=\"http:\/\/www.distrowatch.com\">distrowatch.com <\/a>ist Linux Mint eine der popul\u00e4rsten Linux-Distributionen. Bisher musste ich mir noch nicht die Frage stellen, ob ich mein Ubuntu 10.10 deinstallieren sollte, um Linux Mint 10 zu installieren. Ich gebe zu bisher noch kein reines Linux Mint irgendwo installiert zu haben, doch meine Vorurteile lassen sich so zusammenfassen: Linux Mint ist ein gr\u00fcnes Ubuntu. Warum sollte eine Distribution, die auf Ubuntu basiert, die wiederum auf Debian basiert, nennenswerte Vorteile haben?<br \/>\nMeine Aufmerksamkeit erregte Linux Mint deshalb erst mit der Ank\u00fcndigung einer Linux-Mint-Debian-Edition, die zu 100 % kompatibel mit Debian ist, aber gleichzeitig Annehmlichkeiten wie bei Ubuntu versprach. Allen voran die Installation propriet\u00e4rer Grafikkartentreiber, Wlan-Treiber und Videocodecs \"out of the box\".<br \/>\nDes Weiteren bietet die LMDE-Version ein neues Anwendungsmen\u00fc, welches sich deutlich vom Standard-Gnome-Desktop unterscheidet, aber dennoch deutliche \u00c4hnlichkeiten mit der SuSe-Linux-Distribution aufweist. Ich pers\u00f6nlich finde dieses Men\u00fc n\u00fctzlich und auch \u00fcbersichtlich, es ist aber nichts, weswegen ich unbedingt einen Wechsel zu einer Distribution empfehlen w\u00fcrde. Als Unterschied zu einer Standard-Ubuntu-Installation nahm ich Giver und einen Uploadmanager wahr. Thunderbird ist anstatt Evolution als E-Mail-Client voreingestellt und F-Spot ist bei LMDE gegen\u00fcber Shotwell als Fotoverwaltungsprogramm noch immer erste Wahl.<br \/>\nUnn\u00f6tig fand ich die gleichzeitige Installation von drei verschiedenen Multimediaplayern wie Mplayer, VLC oder Totem. Bei einer Aktualisierung der aktuellen Pakete wird ebenfalls Evolution nachinstalliert. Nat\u00fcrlich ist es wie bei Debian gewohnt m\u00f6glich diese neuen Pakete wieder zu entfernen. Idealerweise h\u00e4tte ich aber erwartet, dass Linux Mint Debian eine solche Mehrfachinstallation von \u00e4hnlichen Programmen verhindert und eine klare Auswahl trifft.<br \/>\nAuch wenn sich dieser erste Eindruck nicht besonders euphorisch liest, halte ich Linux Mint Debian dennoch f\u00fcr eine gute Alternative zu anderen Standard Gnome Distributionen. Im Gegensatz zu Ubuntu f\u00e4llt sofort der geringe Speicherverbrauch mit nur ca. 145 MB auf!<br \/>\nDie n\u00e4chsten Monate werden zeigen inwiefern LMDE in der Lage ist die Verbesserungen der urspr\u00fcnglichen Linux Mint Version in LMDE zu integrieren. Momentan warte ich noch gespannt, wie sich Ubuntu mit dem neuen Unity-Desktop gegen\u00fcber Gnome 3 entwickeln wird und inwiefern Linux Mint hier Akzente gegen\u00fcber Ubuntu setzen kann.<br \/>\nIm Moment schaut es f\u00fcr mich danach aus, dass eine Debian-Testing-Installation und geringe Anpassungen das gleiche Ergebnis wie ein Linux Mint Debian liefern k\u00f6nnen. Die Zeit wird weiteres zeigen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/linux-mint-debian-20101228.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-865\" title=\"linux-mint-debian-20101228\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/linux-mint-debian-20101228-300x187.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P\u00fcnktlich zu Weihnachten erschien ein neues DVD-ISO des im Oktober 2010 gestarteten Linux-Mint-Debian-Projektes. 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