{"id":812,"date":"2010-12-23T18:35:12","date_gmt":"2010-12-23T17:35:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=812"},"modified":"2010-12-23T18:35:12","modified_gmt":"2010-12-23T17:35:12","slug":"live-mit-slitaz-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2010\/12\/23\/live-mit-slitaz-unterwegs\/","title":{"rendered":"Live mit Slitaz unterwegs"},"content":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit war ich auf der Suche nach einer Linux-Distribution, die sich in mehreren Punkten von dem gro\u00dfen Standardeinerlei abhebt. Und dann bin ich auf <a title=\"Slitaz\" href=\"http:\/\/www.slitaz.org\">Slitaz<\/a> gesto\u00dfen. Genauer gesagt fiel mir diese Mini-Distribution schon bei der Suche nach Software auf, um einen <a title=\"Wie ein 20 Jahre alter Laptop das Kaffee kochen nicht lernen wollte\" href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=559\">altert\u00fcmlichen Highscreen 486 SLC Laptop<\/a> wiederzubeleben. Dass die Auferstehung schlie\u00dflich scheiterte lag weniger an Slitaz, sondern vielmehr an den k\u00fcmmerlichen 2 MB RAM, die eine sinnvolle Verwendung verhinderten.<br \/>\nSlitaz geh\u00f6rt zu den wenigen Distributionen, die mehrere positive Eigenschaften vereinen, die ich an einer guten Distri sch\u00e4tze. Slitaz ist als Live-Distribution konzipiert, die vollst\u00e4ndig im RAM laufen kann, l\u00e4sst sich aber auch ohne Probleme auf eine Festplatte installieren. Dabei ist Slitaz sehr effizient, flexibel und sogar in der Lage 486er Computer mit 8 MB RAM anzutreiben. Neben der Core-Version, der momentanen stabilen 3.0-Live-CD, existieren noch weitere \"flavor\" Versionen, die insbesondere f\u00fcr alte Computer mit wenig Arbeitsspeicher geeignet sind.<br \/>\nTrotz der F\u00e4higkeit (oder gerade deswegen) selbst auf sehr alter Hardware lauff\u00e4hig zu bleiben, ist die Core Version leicht zu bedienen, nicht unn\u00f6tig kompliziert und bietet mit Openbox als Fenstermanager und dem Lxpanel eine leichtgewichtige, grafische Desktopumgebung, die vollst\u00e4ndig im Arbeitsspeicher funktionieren kann, blitzschnell reagiert und dazu noch schick aussieht.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/slitaz-live.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-816\" title=\"slitaz-live\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/slitaz-live-300x187.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" \/><\/a><br \/>\nAls Nutzer hat man hier die M\u00f6glichkeit wichtige Systemfunktionen wie das Installieren neuer Software oder die Konfiguration der Desktopumgebung entweder grafisch zu l\u00f6sen oder aber in Textdateien manuell einstellen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nSlitaz verwendet mit dem TAZ-Paketmanager eine eigene L\u00f6sung zum Installieren neuer Software, die sich aber stark an bekannte Anwendungen wie z.B. Debians Apt anlehnt. Interessant ist vor allem die Verwendung von Software und Bibliotheken, wie Busybox, Dropbear und der uClibc-Bibliothek, die man vor allem in Embedded-Systemen finden kann.<br \/>\nBei einer 30 MB gro\u00dfen ISO-Datei darf man nat\u00fcrlich nicht erwarten, dass jedes gro\u00dfe Softwarepaket sofort installiert worden ist. Sofort verf\u00fcgbar ist aber z.B. der Midori-Browser (mit dem ich gerade diesen Artikel schreibe), der PCMan-Dateimanager, wichtige Systemwerkzeuge, Transmission, ein IRC-Client, Alsaplayer und ein Brennprogramm. Ben\u00f6tigt man in seiner Liveumgebung weitere Programme, so lassen sich diese mit dem Paketmanager in den Arbeitsspeicher nachinstallieren.<br \/>\nM\u00f6chte man Konfigurationseinstellungen dauerhaft speichern, ben\u00f6tigt man hierzu nur einen weiteren USB-Stick und muss beim Booten Slitaz mit der Option<\/p>\n<blockquote><p>slitaz home=usb<\/p><\/blockquote>\n<p>starten.<br \/>\nAn Slitaz Live-CD sch\u00e4tze ich, dass sie klein aber fein ist, extrem schnell reagiert und ohne Murren sowohl auf meinem Intel Core Duo als auch dem Dell-Inspiron-4000-Laptop l\u00e4uft. Insbesondere bei letzterem hat mich \u00fcberrascht, dass Slitaz in der Lage war die X-Umgebung \u00fcberhaupt automatisch, wenn auch mit kleinen Abstrichen, zum Laufen zu bringen, was bisher sowohl Debian als auch Ubuntu verwehrt blieb.<br \/>\nIn der heutigen Zeit ist es fast zur Regel geworden, dass alle gro\u00dfen Distributionen ihre eigene Live-CD herausbringen. <a title=\"Knoppix\" href=\"http:\/\/www.knopper.net\/knoppix\/\">Knoppix<\/a> kommt mir immer noch zuerst in den Sinn, wenn ich an eine leistungsf\u00e4hige Linux-Live-CD denke. Mit Slitaz hat man daf\u00fcr aber eine Linux-Distribution speziell f\u00fcr \u00e4ltere Rechner in der Hand, mit der ich sogar einen Toshiba 220 CS mit 16 MB RAM zum Laufen bewegen konnte.<br \/>\nSoweit die ersten Eindr\u00fccke der stabilen 3.0-Live-CD von Slitaz. Demn\u00e4chst mehr zu einer <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=886\">absoluten Slitaz-Minimalinstallation<\/a> auf dem Toshiba 220 CS.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit war ich auf der Suche nach einer Linux-Distribution, die sich in mehreren Punkten von dem gro\u00dfen Standardeinerlei abhebt. Und dann bin ich auf Slitaz gesto\u00dfen. Genauer gesagt fiel mir diese Mini-Distribution schon bei der Suche nach Software auf, um einen altert\u00fcmlichen Highscreen 486 SLC Laptop wiederzubeleben. 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