{"id":6467,"date":"2012-04-18T05:47:38","date_gmt":"2012-04-18T03:47:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=6467"},"modified":"2019-09-22T21:36:19","modified_gmt":"2019-09-22T19:36:19","slug":"haiku-poesie-und-ein-freies-betriebssystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/04\/18\/haiku-poesie-und-ein-freies-betriebssystem\/","title":{"rendered":"Haiku: Poesie und ein freies Betriebssystem"},"content":{"rendered":"<p>Als Haiku bezeichnet man eine kurze japanische Gedichtform, deren Ideale stille Kraft, Eleganz und Einfachheit auch das gleichnamige Betriebssystem <a href=\"http:\/\/haiku-os.org\/\">Haiku<\/a> teilt. Es geh\u00f6rt zu der Gruppe von <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/11\/02\/freie-betriebssysteme-abseits-von-linux\/\">Freien Betriebssystemen<\/a> abseits von Linux, die ich mir n\u00e4her anschauen wollte, da Haiku nicht nur ein freies und quelloffenes Betriebssytem ist, sondern sich durch die geringen Hardwareanforderungen auch als Alternative zu Linux auf \u00e4lteren Computern eignet.<br \/>\nDie Wurzeln von Haiku reichen in die 90iger Jahre zur\u00fcck als <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/BeOS\">BeOS<\/a> sich aufmachte ein Konkurrent zu Microsoft Windows, MacOS und Linux zu werden. Be Inc., die treibende Kraft hinter BeOS, wollte das Beste aus allen drei Welten verbinden und richtete das Betriebssystem auf Privatanwender und den Heimbereich aus. Zentrale Merkmale des jungen BeOS waren ein sauberes und einheitliches Erscheinungsbild des Desktops und die besondere Ausrichtung auf Multimedia-Anwendungen.<br \/>\nW\u00e4hrend Linux von seiner Vielseitigkeit und Freier Software profitierte, konnte das kommerzielle und propriet\u00e4re BeOS niemals die kritische Masse erreichen, um gewinnbringend am Markt bestehen zu k\u00f6nnen, weshalb 2001 Be Inc. Konkurs anmelden musste und die Entwicklung an BeOS offiziell eingestellt wurde.<br \/>\nIn den Jahren des Bestehens gelang es BeOS jedoch, trotz wechselnder Ausrichtung auf verschiedene Zielgruppen, eine leidenschaftliche Gruppe von Benutzern und Entwicklern f\u00fcr sich zu gewinnen, die schon kurz nach dem Ende von BeOS zuerst OpenBeOS ins Leben riefen und dieses dann sp\u00e4ter in Haiku umbenannten. Die Idee zum Namen geht auf <a href=\"http:\/\/8325.org\/haiku\/\">die Fehlermeldungen<\/a> des BeOS eigenen Browsers <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/NetPositive\">NetPositive<\/a> zur\u00fcck, der diese in Form von Haikus darstellte. 2003 folgte dann eigens die Gr\u00fcndung von Haiku Inc., einem gemeinn\u00fctzigen Verein, der durch \u00f6ffentliche Spenden die Weiterentwicklung von Haiku bis heute unterst\u00fctzt.<br \/>\nWichtigstes Ziel von Haiku ist es BeOS so originalgetreu wie m\u00f6glich nachzubauen und dabei die St\u00e4rken des einheitlichen Desktops in ein Freies Betriebssystem zu \u00fcberf\u00fchren. Viel Starthilfe im Sinne von Quellcode gab es leider nicht. Lediglich der Dateimanager und das Startmen\u00fc (Deskbar) wurden damals als Freie Software ver\u00f6ffentlicht, weswegen alle anderen Systemkomponenten inklusive Kernel, Dateisystem und Kernanwendungen von Grund auf neu geschrieben werden mussten. Damit ist Haiku ein von den verschiedenen Linuxdistributionen vollst\u00e4ndig abgegrenztes und eigenst\u00e4ndiges Projekt und unterscheidet sich auch deutlich von anderen BeOS-Nachfolgeprojekten wie z.B. <a href=\"http:\/\/www.zevenos.com\">ZevenOS<\/a>, dass das Erscheinungsbild von BeOS zwar nachbildet, dabei aber beim Unterbau auf Ubuntu und Debian setzt.<\/p>\n<h2>Voraussetzungen und Installation<\/h2>\n<p>Laut offizieller Dokumentation wird zumindest ein Pentium III mit 256 RAM zur Inbetriebnahme empfohlen. Es gibt aber auch schon positive Berichte \u00fcber 128 MB bzw. nur 64 MB RAM mit einem Pentium II Rechner. Wie der Zufall so spielt, benutze ich noch ein paar Laptops dieser Leistungsklasse, darunter auch den <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/hardware\/#Inspiron4000\">Dell Inspiron 4000<\/a>, der f\u00fcr diesen Test wie geschaffen war.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/haiku-os.org\/get-haiku\">Zum Herunterladen<\/a> gibt es die zur Zeit aktuelle dritte R1 Alpha-Version von Haiku als empfohlenes \"Anyboot-Abbild\" und als ISO-Image, das sich auf eine CD schreiben l\u00e4sst. Die Anyboot-Variante kann man auch auf USB oder, so wie ich es getan habe, direkt auf die Festplatte mit dd schreiben. F\u00fcr alle, die sich nicht extra einen \u00e4lteren Laptop zum Testen ersteigern wollen, bietet sich auch das Abbild f\u00fcr eine virtuelle Maschine an. Ein vorgefertigtes Image zum Ausprobieren f\u00fcr Virtualbox l\u00e4sst sich auch von <a href=\"http:\/\/virtualboxes.org\/images\/haiku\/\">virtualboxes.org herunterladen<\/a>, dass bei mir sehr gut funktionierte.<\/p>\n<h2>Ein \u00dcberblick<\/h2>\n<p>In meinem Fall gelang das Installieren von Haiku durch direktes Schreiben des Abbildes auf die Ersatzfestplatte des Laptops. Nach dem Einschalten begr\u00fc\u00dft einen zu erst einmal der Bootsplash.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_11-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-6810 size-medium\" title=\"120417_Haiku_1\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_11-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_11-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_11-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_11-1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nTrotz meiner immerhin 13 Jahre alten Ersatzfestplatte dauerte der gesamte Bootvorgang weniger als 30 Sekunden vom Start bis zum ersten Anblick des Desktops. Einen Loginmanager wie GDM oder KDM gibt es nicht. Haiku selbst ist zur Zeit noch ein Einbenutzer-System, erst sp\u00e4ter soll es m\u00f6glich sein auch mehrere Benutzer gleichzeitig am Rechner arbeiten zu lassen. Eine Portierung auf andere Architekturen au\u00dfer i386 h\u00e4ngt in gro\u00dfem Ma\u00dfe von der Zeit der Entwickler und weiterer Hilfe ab.<br \/>\nEs gab keine gro\u00dfen \"Showstopper\" w\u00e4hrend des Tests. Ich hatte Netzwerkzugang, konnte im Internet surfen und Filme abspielen. Die Anwendungen lie\u00dfen sich fl\u00fcssig bedienen. Lediglich das Herunterfahren dauerte unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig lange.<\/p>\n<h3>Arbeitsfl\u00e4che<\/h3>\n<p>Haiku erinnert an mehr als nur einer Stelle an die Konzepte moderner Desktopumgebungen mit einer reinen Fenstermanager-L\u00f6sung. Wer Openbox oder Fluxbox kennt, wird sich schnell an das Rechtsklick-Men\u00fc gew\u00f6hnen. Anwendungen, Orte und Befehle lassen sich von dort aufrufen und ausf\u00fchren.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_21-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-6816 size-medium\" title=\"120417_Haiku_2\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_21-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_21-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_21-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_21-1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nStandardm\u00e4\u00dfig befindet sich am oberen rechten Rand die Deskbar, praktisch das Startmen\u00fc und die Taskleiste f\u00fcr Haiku. Je nach Vorliebe l\u00e4sst sie sich ganz leicht mit der Maus an jeden gew\u00fcnschten Bildschirmrand positionieren und so ausrichten, dass die Deskbar dem klassischen Erscheinungsbild entspricht. Fenster lassen sich wie bei Fluxbox gruppieren (Stack&amp;Tile), so dass Webbrowser und Dateimanager in einem Fenster durch Tabs getrennt erscheinen und beide Anwendungen zusammen wie eine einzelne bewegt und ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen. Das alles wird gut in <a href=\"http:\/\/www.haiku-os.org\/docs\/userguide\/de\/gui.html\">Haikus Dokumentation zur Benutzeroberfl\u00e4che<\/a> erkl\u00e4rt.<\/p>\n<h3>Anwendungen<\/h3>\n<p>Haiku hat auch einige typische Unix-Elemente zu bieten. So gibt es zum Beispiel einen Terminal, indem sich bekannte Unix-Kommandos ausf\u00fchren lassen, auch wenn nicht jeder gewohnte Befehl verf\u00fcgbar ist.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_31-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-6821 size-medium\" title=\"120417_Haiku_3\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_31-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_31-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_31-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_31-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nWie der Screenshot auch zeigt, ist der Ressourcenverbrauch von Haiku gering, so dass 256 MB RAM problemlos zum Ausprobieren ausreichten. Alle Bildschirmaufnahmen lie\u00dfen sich mit dem <a href=\"http:\/\/haiku-os.org\/docs\/userguide\/de\/applications\/screenshot.html\">Screenshot-Programm<\/a> dokumentieren. Anschlie\u00dfend konnten sie entweder \u00fcber den eingeh\u00e4ngten USB-Stick oder per SSH auf einen anderen Rechner transferiert werden. Ein SSH-Server ist standardm\u00e4\u00dfig installiert.<br \/>\nBei Verwendung von Datentr\u00e4gern mit einem anderen Dateisystem als Haikus BFS, erscheint eine Warnung, dass man diese nur lesend einh\u00e4ngen sollte. Empfehlenswert, da Haiku noch in einem Alpha-Stadium ist. Ich hatte dennoch keine Probleme die Bilder auf den mit EXT3 formatierten Stick zu schreiben.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_41-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-6823 size-medium\" title=\"120417_Haiku_4\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_41-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_41-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_41-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_41-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nIn Anlehnung an NetPositive hei\u00dft Haikus Browser \"<a href=\"http:\/\/haiku-os.org\/docs\/userguide\/de\/applications\/webpositive.html\">Webpositive<\/a>\". Das Web leitet sich von der zu Grunde liegenden WebKit-Engine her, womit Webpositive jetzt wohl <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/07\/13\/finde-den-besten-webkit-browser-oder-programmiere-ihn-einfach-in-20-minuten-selbst\/\">der 24. Webkit-Browser<\/a> ist. \ud83d\ude42<br \/>\nDas Surfen im Internet gelang auf Anhieb Dank der M\u00f6glichkeit eines kabelgebundenen Internetzugangs f\u00fcr meinen Laptop. WLAN funktioniert hingegen zur Zeit nur eingeschr\u00e4nkt unter Haiku. Es wird zwar sowohl unverschl\u00fcsseltes als auch nach dem WEP-Standard verschl\u00fcsseltes WLAN angeboten, jedoch ist letzteres nicht mehr sicher und da WPA noch nicht m\u00f6glich ist, ist es auch nicht f\u00fcr den t\u00e4glichen Gebrauch in unsicheren Netzwerken zu empfehlen.<br \/>\nDie Bilder lassen sich z.B. mit <a href=\"http:\/\/yellowbites.com\/wonderbrush.html\">Wonderbrush<\/a> nachbearbeiten, eines der vielen weiteren Programme, die mit Haiku mitgeliefert werden. Der Philosophie entsprechend gibt es f\u00fcr jeden Anwendungsfall ein Programm. Mit <a href=\"http:\/\/haiku-os.org\/docs\/userguide\/de\/applications.html\">den Applikationen<\/a> lassen sich die wichtigsten Standardaufgaben erledigen, auch wenn ein Audiorecorder oder das TV-Programm noch auf der ToDo-Liste stehen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_Wonderbrush1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-6826 size-medium\" title=\"120417_Haiku_Wonderbrush\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_Wonderbrush1-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_Wonderbrush1-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_Wonderbrush1-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_Wonderbrush1-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDa Haiku sich als freier Nachfolger von BeOS sieht, durften Multimediaf\u00e4higkeiten nicht fehlen. <a href=\"http:\/\/haiku-os.org\/docs\/userguide\/de\/applications\/mediaplayer.html\">Der Media-Player<\/a> nutzt als Backend ffmpeg, kann damit alle g\u00e4ngigen Formate abspielen und ist f\u00fcr die Zukunft erweiterbar. Verschiedene Anwendungen lassen sich wie bekannt auf mehrere Arbeitsfl\u00e4chen verschieben, die sich in Haiku wiederum frei auf dem gesamten Desktop bewegen lassen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_51-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-6827 size-medium\" title=\"120417_Haiku_5\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_51-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_51-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_51-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/120417_Haiku_51-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDen Fensterrahmen kann man beliebig mit der Maus verschieben. Fenster lassen sich nur schlie\u00dfen oder mit der Zoom-Funktion automatisch an den Inhalt anpassen. Eine Verkleinern- oder Vergr\u00f6\u00dfernfunktion sucht man vergeblich, ist aber auch unn\u00f6tig. Insgesamt lie\u00dfen sich alle Anwendungen ruckelfrei bewegen und in der Gr\u00f6\u00dfe anpassen.<\/p>\n<h3>Dokumentation und Gemeinschaft<\/h3>\n<p>Die hier kurz angesprochenen Anwendungen sind nur ein kleiner Teil dessen, was man sonst noch mit Haiku entdecken kann. Der <a href=\"http:\/\/haiku-os.org\">Webauftritt<\/a> sowie die bisherige Dokumentation laden zum St\u00f6bern ein. <a href=\"http:\/\/haiku-os.org\/docs\/userguide\/de\/contents.html\">Haikus User Guide<\/a> bietet einen guten \u00dcberblick zum Umfang des Projekts. Der meiste Text ist auch in deutscher Sprache verf\u00fcgbar, auch wenn hier und da Englisch sicher n\u00fctzlich sein kann. Mehr Bilder zu Haiku finden sich auch bei einem Rundgang mit der <a href=\"http:\/\/haiku-os.org\/slideshows\/haiku-tour\">Haiku-Tour<\/a>.<br \/>\nKommuniziert wird \u00fcber Mailinglisten, Foren und dem IRC. Regelm\u00e4\u00dfig finden auch Treffen statt, wie z.B. vor zwei Wochen <a href=\"http:\/\/begeistert.org\/\">BeGeistert<\/a> in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die erste Frage, die sich wohl jeder stellt: Warum brauchen wir Haiku? Die Antwort geben die Entwickler in der <a href=\"http:\/\/haiku-os.org\/about\/faq\">FAQ<\/a> als Antwort auf die Frage: \"Why not Linux?\" Ziel ist es ein koh\u00e4rentes System zu schaffen, dass sich nicht in einer Vielzahl von Details und Einstellungsm\u00f6glichkeiten verliert, sondern schlicht und einfach funktioniert. Eine Aussage, die Haiku mit <a href=\"https:\/\/www.reactos.org\">ReactOS<\/a>, mit dem Code ausgetauscht wird, teilt.<br \/>\nIn der Tat wollen viele Menschen einfach nur einen Computer haben, der funktioniert und f\u00fcr die es keine Rolle spielt, ob ein X-Server f\u00fcr die Darstellung der Grafik verantwortlich ist oder nicht. Haiku bietet mit seiner leichtgewichtigen und einheitlichen Oberfl\u00e4che ein Argument f\u00fcr diese Benutzer.<br \/>\nDennoch finden sich unter Linux ebenfalls <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2012\/01\/22\/ein-zwischenstand-meine-leichtgewichtigen-freien-betriebssysteme\/\">sehr gute Distributionen<\/a>, die ein ebenso vollst\u00e4ndiges und leichtgewichtiges Desktoperlebnis garantieren. Ich denke, womit Haiku wuchern kann, ist die Tatsache, dass es eben nicht Linux, sondern etwas Eigenst\u00e4ndiges ist. Wenn es nur darum ginge, dass immer nur die gr\u00f6\u00dften und am weitesten verbreiteten Betriebssysteme eine Chance bekommen sollten, h\u00e4tte es Linux sicher auch nicht gegeben.<br \/>\nHaiku funktioniert schon sehr gut und verdient meiner Meinung nach mehr als nur einen Blick. Problematisch kann hingegen die Hardwareunterst\u00fctzung sein. Gr\u00f6\u00dftes Problem von Haiku ist weder Konzept noch Technik, sondern Zeit und eine relativ kleine Nutzergemeinde. Vielleicht hilft der Artikel ein wenig positiv in diese Richtung. \ud83d\ude09<br \/>\nIch kann Haiku f\u00fcr alle empfehlen, die ein leichtgewichtiges Betriebssystem suchen und mit dem jetzigen Alpha-Status umgehen k\u00f6nnen oder einfach nur das Besondere wollen. Es macht auf jeden Fall mehr Spa\u00df \u00fcber Haiku (und die japanischen Gedichte) zu lernen als die x-te Linuxdistribution anzutesten, die nur die Desktopumgebung austauscht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Haiku bezeichnet man eine kurze japanische Gedichtform, deren Ideale stille Kraft, Eleganz und Einfachheit auch das gleichnamige Betriebssystem Haiku teilt. Es geh\u00f6rt zu der Gruppe von Freien Betriebssystemen abseits von Linux, die ich mir n\u00e4her anschauen wollte, da Haiku nicht nur ein freies und quelloffenes Betriebssytem ist, sondern sich durch die geringen Hardwareanforderungen auch &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/04\/18\/haiku-poesie-und-ein-freies-betriebssystem\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eHaiku: Poesie und ein freies Betriebssystem\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[86,97,204],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6467"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6467"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6467\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10591,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6467\/revisions\/10591"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6467"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6467"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6467"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}