{"id":6122,"date":"2012-01-27T18:34:09","date_gmt":"2012-01-27T17:34:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=6122"},"modified":"2019-10-14T00:35:16","modified_gmt":"2019-10-13T22:35:16","slug":"vnc-server-und-clients-ein-kleiner-uberblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/01\/27\/vnc-server-und-clients-ein-kleiner-uberblick\/","title":{"rendered":"VNC-Server und Clients: Ein kleiner \u00dcberblick"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe mir vor kurzem einen \u00dcberblick verschafft, was mir Linux und Debian zum Thema <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Virtual_Network_Computing\">Virtual Network Computing<\/a>, kurz VNC, bieten k\u00f6nnen. Insbesondere habe ich mit einem \u00e4lteren Laptop der Klasse Pentium II, 128 MB und einem Core Duo mit 4 GB RAM experimentiert.<br \/>\nInteressant fand ich auf den ersten Blick <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/directvnc\">directvnc<\/a>, ein VNC-Client der sich mit dem Framebuffer zufrieden gibt, um den entfernten Desktop anzuzeigen und dabei auf DirectFB zur\u00fcckgreift. Als erstes habe ich mich mit dem Core Duo verbunden, wo Vino als VNC-Server mit Debian Testing und Gnome 3 lief.<br \/>\nDie erste H\u00fcrde \u00fcber die man stolpern kann sind die Zugriffsrechte, wenn man directvnc als normaler Benutzer startet. Man ben\u00f6tigt auf jeden Fall die Kontrolle \u00fcber \/dev\/tty0 und \/dev\/mouse\/ oder \/dev\/psaux, ansonsten erh\u00e4lt man einen Fehler wie:<\/p>\n<blockquote><p>Error opening \/dev\/tty0<br \/>\n--&gt; Permission denied<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Rechte lassen sich mit <code>chown<\/code> tempor\u00e4r \u00e4ndern. Die dauerhafte und \"saubere\" Methode scheint aber zu sein, udev Regeln zu erstellen, so dass schon beim Systemstart in die Konsole alles funktioniert. Wenn jemand schon \u00f6fter mit directvnc gearbeitet hat und eine noch bessere L\u00f6sung f\u00fcr das Problem kennt, immer her damit. \ud83d\ude09<br \/>\nDie Performance von directvnc war ausgezeichnet, selbst auf dem Thinkpad von 1998 konnte ich den gro\u00dfen Rechner problemlos kontrollieren. Leider musste ich bei <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/vino\">Vino<\/a> mit der Einschr\u00e4nkung leben, dass ich die Geometrie der Anzeige nicht an meine 1024x768 Pixel Aufl\u00f6sung anpassen konnte.<br \/>\nWenn man mehr Kontrolle braucht ist <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/x11vnc\">x11vnc<\/a> kein schlechter VNC-Server, da sich hier zahlreiche Optionen direkt \u00fcber die Kommandozeile steuern lassen und auch die Anzeige des Desktops ist schnell mit dem Attribut <code>-geometry 1024x768<\/code> ge\u00e4ndert, wonach mein Gnome 3 Desktop im Framebuffer des Thinkpad 600 vollst\u00e4ndig dargestellt wurde.<br \/>\nAu\u00dferdem habe ich mir noch <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/tightvncserver\">tightvncserver<\/a> angesehen, dessen gro\u00dfer Vorteil die effiziente Datenkodierung ist, mit der sich die Performance bei Verbindungen \u00fcber das Internet und bei schmaler Bandbreite verbessern l\u00e4sst. Zum Betrieb ist nicht einmal eine laufende Desktopumgebung notwendig, weswegen sich tightvncserver auch mehr f\u00fcr ein kollaboratives Projekt auf einem entfernten Rechner eignet als f\u00fcr ein Hilfsmittel bei Rechnerproblemen. Der Client als Gegenst\u00fcck hei\u00dft <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/xtightvncviewer\">xtightvncviewer<\/a>.<br \/>\nWer mit <code>aptitude search vnc<\/code> nach einer groben Idee zum Thema Virtual Network Computing fahndet, findet auch noch <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/vnc4server\">vnc4server<\/a> und <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/xvnc4viewer\">xvnc4viewer<\/a>, dazu auch noch in Java geschriebene Clients und GTK-Widgets, auf die ich aber noch keinen Blick geworfen habe.<br \/>\nAls grafische Oberfl\u00e4che f\u00fcr einen VNC-Client gefiel mir bisher <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/remmina\">Remmina<\/a> sehr gut, weil man hier auch gleich mehrere Protokolle dank verschiedener Plugins zur Auswahl angeboten bekommt und nicht nur mit VNC sich zu einem entfernten Rechner verbinden kann. Die Gnome 3 L\u00f6sung <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/vinagre\">Vinagre<\/a> ist mir hingegen zu spartanisch.<br \/>\nMein absoluter Favorit war aber <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/linuxvnc\">linuxvnc<\/a>, ein kleiner VNC-Server, der Eingaben und Aktionen in TTY-Konsolen \u00fcbertragen kann. Perfekt geeignet, wenn man jemanden bei der \"Arbeit\" in der Konsole beobachten oder einfach nur beim Spielen von <a href=\"http:\/\/crawl.develz.org\/wordpress\/screenshots\">Dungeon Crawl Stone Soup<\/a> zusehen m\u00f6chte. \ud83d\ude42<br \/>\nIch sch\u00e4tze man k\u00f6nnte Tage damit verbringen, \u00fcber die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten zu berichten. Zum Schluss bleibt aber, dass ein VNC-Client oder Server immer noch ein guter Verwendungszweck f\u00fcr einen alten Computer ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe mir vor kurzem einen \u00dcberblick verschafft, was mir Linux und Debian zum Thema Virtual Network Computing, kurz VNC, bieten k\u00f6nnen. Insbesondere habe ich mit einem \u00e4lteren Laptop der Klasse Pentium II, 128 MB und einem Core Duo mit 4 GB RAM experimentiert. 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