{"id":583,"date":"2010-09-29T12:30:13","date_gmt":"2010-09-29T10:30:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=583"},"modified":"2010-09-29T12:30:13","modified_gmt":"2010-09-29T10:30:13","slug":"runes-of-magic-versus-world-of-warcraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2010\/09\/29\/runes-of-magic-versus-world-of-warcraft\/","title":{"rendered":"Runes of Magic versus World of Warcraft"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Online Rollenspiele miteinander zu vergleichen ist mitunter ziemlich schwierig. Schmeckt nun die Birne oder der Apfel besser? Wer sieht von beiden besser aus? Was macht mehr Spass? Vieles ist nat\u00fcrlich subjektiv. Dennoch wollte ich hier meine ersten Eindr\u00fccke von Runes of Magic niederschreiben, dass ich diesen Sommer zum ersten Mal ausprobiert habe.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Der erste Eindruck<\/h2>\n<p>Positiv fiel gleich die Charaktererstellung und die Vielzahl an Gesichtsz\u00fcgen auf, zwischen denen man sich entscheiden kann. W\u00e4hrend bei WoW alle Menschen sich oft \u00e4hnlich sehen, bringt RoM hier mit einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Merkmalen deutlich mehr Abwechslung herein. Auf der anderen Seite gibt es nur die M\u00f6glichkeit zwischen zwei Rassen, Elfen und Menschen, zu w\u00e4hlen, einen spannenden Konflikt wie Allianz gegen Horde sucht man hingegen vergeblich.<\/p>\n<h2>Grafik<\/h2>\n<p>F\u00fcr meinen Geschmack sind die Texturen in RoM zu einfach gestrickt, ohne dass ich das einem abofreien MMO besonders ankreiden w\u00fcrde. WoW bietet hier trotz \u00e4lterer Grafikengine einfach passendere und gef\u00e4lligere Ansichten. Oft h\u00f6rt man WoW sei zu comichaft, zu bunt und nicht realistisch genug. Im Gegenteil finde ich, macht diese sehr bunte Welt das Flair der Spielwelt aus und f\u00e4ngt die Welt der Echtzeitstrategievorlage Warcraft hervorragend ein.<br \/>\nDaf\u00fcr bietet RoM eine abwechslungsreichere Gestaltung der menschlichen Charaktere und mit Varanas eine Stadt, die das klassische Fantasieambiente der Spielwelt sehr stimmungsvoll einf\u00e4ngt. Auch die Darstellung der Pflanzen und Tierwelt ist gelungen, auch wenn teilweise sehr au\u00dfergew\u00f6hnliche Kreaturen wie Pilzwesen und fleischfressende Pflanzen sich ein Stelldichein geben und gewisse Gebiete den Eindruck erwecken mit Kreaturen \u00fcberladen zu sein. Geb\u00e4ude wirken durch die Texturen von au\u00dfen betrachtet recht schlicht, bieten aber fast immer auch eine unterschiedliche Aufteilung des Innenlebens. Im Gegensatz zu WoW wirken diese R\u00e4ume deshalb \u00f6fter neu und deja vu Effekte sind selten.<br \/>\nDie Animationen sind durchweg gut gelungen, wobei man hier aber auch gro\u00dfe Unterschiede zu World of Warcraft entdecken kann. W\u00e4hrend ich die Emotes sehr gut finde, wirken die Bewegungen der Charaktere im Kampf ziemlich steif und ungelenk. Insbesondere wenn man das Anst\u00fcrmen des Kriegers in RoM mit den Animationen der verschiedenen Rassen und Krieger in WoW vergleicht, muss man einfach zugeben, dass die Entwickler von WoW bei den Animationen hervorragende Arbeit geleistet haben.<\/p>\n<h2>Sound<\/h2>\n<p>Sowohl Hintergrundmusik als auch Effekte sind stimmungsvoll und passen zur Spielwelt. Die Musik harmoniert gut mit den verschiedenen Zonen, fing mich aber an nach einiger Zeit zu st\u00f6ren, da die Musikschleife standardm\u00e4\u00dfig zu oft wiederholt wird. Nach einer kleinen Anpassung der Einstellung l\u00e4sst sich gut damit leben. Die Klangeffekte sind zwar nicht herausragend, oft fehlt es sowohl an spezifischen Ger\u00e4uschen f\u00fcr Monster,\u00a0 interessanten Umgebungsger\u00e4uschen oder einem \"realistischen\" Waffenklang. In der Summe halte ich den Sound in RoM aber f\u00fcr gelungen.<\/p>\n<h2>Die Spielmechanik<\/h2>\n<p>RoM ist ein absolut klassisches Fantasie MMO. Durch das Absolvieren von Quests und Besiegen von Monstern und Nicht Spieler Charakteren (NPC) wird der Charakter immer st\u00e4rker und steigt im Level auf. Sowohl Benutzersteuerung als auch grundlegende Fertigkeiten und Zauber der Klassen \u00e4hneln stark denen von World of Warcraft.<br \/>\nBedeutendster Unterschied ist das Duale Klassensystem. In RoM w\u00e4hlt man ab LvL 10 eine weitere Klasse und gewinnt dann bei sp\u00e4teren Stufenanstiegen sogenannte Elite-Fertigkeiten hinzu, die f\u00fcr jede Klassenkombination einzigartig sind. Dabei kann man sich z.B. frei entscheiden, ob man lieber die angefangene Klasse als Prim\u00e4rklasse weiterspielt oder doch lieber die hinzugewonnene Klasse zu seiner Prim\u00e4rklasse macht.<br \/>\nEs ist also ein Unterschied, ob man einen Magier\/Kundschafter oder einen Kundschafter\/Magier spielen m\u00f6chte.<br \/>\nTalente steigern sich wie bei WoW \u00fcber Talentpunkte, die automatisch im Verh\u00e4ltnis 1:10 zu Erfahrungspunkten durch das Abschlie\u00dfen von Quests und T\u00f6ten von Monstern erlangt werden. Dabei stehen mit fortschreitendem Levelanstieg nicht mehr genug Talentpunkte zur Verf\u00fcgung um alle Talente auf den Maximalwert zu steigern. Da es aber selbst nach Erreichen des Maximallevels m\u00f6glich ist weitere Talentpunkte durch Quests, Monster oder spezielle Amulette hinzuzugewinnen, k\u00f6nnen im Endspiel alle Talente auf den Maximalwert gebracht werden. Im Gegensatz zu World of Warcraft bedeutet das Sterben eines Charakters, dass man einen Malus auf Erfahrungs- und Talentpunkte erh\u00e4lt, der zuerst wieder abgearbeitet werden muss, bevor man weiter aufsteigen kann.<br \/>\nEin gro\u00dfer Unterschied stellt auch das Verbessern von Gegenst\u00e4nden dar. W\u00e4hrend in World of Warcraft die Berufe ma\u00dfgeblich zur Verbesserung von Gegenst\u00e4nden beitragen, gibt es in RoM ein Aufwertungssystem. Das System ist sehr interessant, leider aber nicht sehr intuitiv und man wird es entweder nur durch Ausprobieren oder durch das Lesen teilweise seitenlanger Forenguides vollst\u00e4ndig meistern k\u00f6nnen. Der Grundgedanke ist, dass Werte von anderen Gegenst\u00e4nden auf spezielle Fusionssteine \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen und dann mit dem neuen Gegenstand verschmolzen werden, wobei der alte Gegenstand zerst\u00f6rt wird. Dadurch ist es m\u00f6glich auch niedrigstufige Charaktere mit sehr m\u00e4chtigen Werten auszustatten. Wesentlich f\u00fcr die M\u00e4chtigkeit eines Gegenstandes ist dabei die sogenannte Machtstufe und der Grad. Die Anzahl von Fusionssteinen, die n\u00f6tig sind um einen h\u00f6heren Grad zu erreichen, steigt exponentiell. Dabei werden Fusionssteine und Items gesch\u00e4tzt, die\u00a0 keine unn\u00fctzen Werte enthalten (Fachbegriff: clean sind). Verwirrt oder neugierig geworden? Das Aufwerten bei RoM ist jedenfalls anders als man es von WoW gewohnt ist, was ich pers\u00f6nlich eher spannend und reizvoll finde. Am besten man informiert sich im offiziellen Forum mehr \u00fcber das Thema. Zumindest am Spielanfang ist es nicht wirklich wichtig.<\/p>\n<h2>Der Itemshop<\/h2>\n<p>Durch das Anklicken des Geschenksymbols \u00f6ffnet sich der sogenannte Itemshop, in dem man Spielgegenst\u00e4nde gegen Diamanten, Rubine oder Phiriusmarken erwerben kann. Diamanten erh\u00e4lt man wiederum gegen echtes Geld, Rubine gibt es als Mengenrabatt bei gr\u00f6\u00dferen K\u00e4ufen mit Diamanten dazu und Phirusmarken lassen sich durch Tagesquests erspielen. Der Itemshop ist der Dreh- und Angelpunkt \u00fcber den sich das Spiel finanziert. Das Angebot reicht von Tr\u00e4nken, mit denen der Sterbemalus vermieden wird, \u00fcber kosmetische Gegenst\u00e4nde, die das Aussehen von R\u00fcstungen ver\u00e4ndern bis hin zu Makellosen Fusionssteinen, die die Ausr\u00fcstung des Charakters deutlich verst\u00e4rken k\u00f6nnen und den Fusionssteinen im Spiel \u00fcberlegen sind.<br \/>\nRegelm\u00e4\u00dfig gibt es Sonderangebote, Rabattaktionen (z.B. doppelt so viele Diamanten f\u00fcr das gleiche Geld) und spezielle Gegenst\u00e4nde, die nur zeitweise verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<h2>Die Gemeinschaft<\/h2>\n<p>Kaum ein anderer Begriff als \"Community\" wird in Online Spielen \u00f6fter strapaziert. Ob die Gemeinschaft, die ein Spiel spielt, nun freundlich, nett und hilfsbereit ist oder doch eher egoistisch und unfreundlich, f\u00fcr viele entscheidet sich hier, ob ein Spiel langfristig Spa\u00df macht oder nicht. Aus eigener Erfahrung, denke ich, ist die Community auch nur ein Querschnitt der Gesellschaft, man trifft viele nette Leute und manchmal leider auch Idioten. Umso mehr mitmachen, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich viele Online-Gemeinschaften irgendwann \u00e4hneln. Was bei RoM positiv auff\u00e4llt ist die Tatsache, dass es keine M\u00f6glichkeit gibt eine Ausr\u00fcstungspunktzahl zu ermitteln, wie das bei WoW mit dem Addon Gearscore m\u00f6glich ist. Deswegen fragt auch niemand nach einer solchen Zahl, was ich zuletzt bei WoW als sehr negative Entwicklung empfunden habe. Auf der anderen Seite wird nat\u00fcrlich trotzdem darauf geachtet, ob man gewisse Anforderungen an eine schwierigere Instanz erf\u00fcllt. Zumindest w\u00e4hrend der ersten 40 Level spielt die Ausr\u00fcstung aber kaum eine Rolle. Auch wenn es die \u00fcblichen Selbstdarsteller im Weltchat gibt und manche Spieler versuchen mit falschen Diamantenangeboten andere \u00fcbers Ohr zu hauen, habe ich die Community auf meinem Server Scabtha als \u00fcberwiegend freundlich und hilfsbereit erlebt.<\/p>\n<h2>Was mir gut gefiel<\/h2>\n<p>Runes of Magic bietet einige Spielelemente, die sich in dieser Form bei WoW nicht finden lassen. Schon ab Level 1 ist es m\u00f6glich sein eigenes Haus zu besitzen, welches in der Standardversion ein schlichter Raum ohne M\u00f6bel ist. Dabei l\u00e4sst sich das Haus durch das Ansprechen eines Hausm\u00e4dchens betreten, welches sich in jeder gr\u00f6\u00dferen Siedlung oder Stadt befindet. Mit Phirusmarken und Diamanten k\u00f6nnen M\u00f6bel gekauft werden, die einen Erfahrungs- oder Talentpunktebonus geben oder B\u00fccher und Handwerksger\u00e4te, mit denen sich nach dem Ausloggen im Haus die Handwerksfertigkeit steigert. Alle H\u00e4user sind instanziert und von au\u00dfen nicht sichtbar. Dennoch ist es z.B. mit Hilfe eines Codes m\u00f6glich auch die H\u00e4user befreundeter Spieler zu betreten, wenn diese das erlauben. Ein weiteres Merkmal des Spiels sind Gildenburgen, die ebenfalls instanziert sind und allen Spielern einer Gilde Unterkunft und Lernm\u00f6glichkeiten bieten und gemeinschaftlich weiter ausgebaut werden k\u00f6nnen.<br \/>\nZwar gibt es keine Flugreittiere wie in World of Warcraft, daf\u00fcr bietet RoM ein umfassendes Transportsystem. Innerhalb von St\u00e4dten gibt es Transporter, die das Reisen von einem Stadtteil zum anderen erm\u00f6glichen und au\u00dferhalb der St\u00e4dte Portale, mit denen eine schnelle Verbindung zwischen Zonen geschaffen wird. Besonders erw\u00e4hnenswert ist auch das Transportbuch, mit dem es m\u00f6glich ist, einen Ort dauerhaft mit spezieller Tinte in diesem Buch festzuhalten und mit Hilfe einer Transportrune hierhin zu jeder Zeit zur\u00fcckkehren zu k\u00f6nnen. Tinte und Transportrune erh\u00e4lt man anfangs zum Kennenlernen noch gratis, kann diese aber sp\u00e4ter auch im Itemshop gegen Diamanten erwerben. Auch gibt es Runen mit denen der Transport direkt zum eigenen Haus oder der Gildenburg m\u00f6glich wird. Des weiteren besteht die M\u00f6glichkeit gegen Spielgold Pferde f\u00fcr ein paar Stunden auszuleihen oder mit Diamanten ein permanentes Reittier zu kaufen. Ich finde letzteres ist die beste M\u00f6glichkeit den Entwicklern und Herausgebern zu danken, wenn einem die ersten Level gefallen haben.<br \/>\nDie Lernkurve ist \u00e4hnlich steil wie bei World of Warcraft, so dass es leicht f\u00e4llt sich mit der grafischen Benutzerschnittstelle zurecht zu finden und die allgemeinen Spielkonzepte sind leicht zu verstehen.<br \/>\nGut finde ich auch die M\u00f6glichkeit mit Gegenst\u00e4nden aus dem Itemshop das Modell eines Gegenstandes mit einem anderen zu ersetzen und dabei die Werte des urspr\u00fcnglichen Items beizubehalten oder das Aussehen seines Reittieres individuell zu f\u00e4rben.<br \/>\nTrotzdem es nicht die gleiche Anzahl an Addons wie bei World of Warcraft gibt, braucht man dennoch nicht auf die wichtigsten Annehmlichkeiten verzichten. Es gibt einige sehr gute Addons, mit denen sich das komplette Interface umgestalten l\u00e4sst sowie M\u00f6glichkeiten die Funktionalit\u00e4t des Auktionshauses zu erweitern, Questgeber auf der Spielkarte anzeigen zu lassen oder erweiterte Informationen zu NPCs darzustellen. Insgesamt musste ich mich in dieser Beziehung \u00fcberhaupt nicht umstellen.<br \/>\nFaszinierend war auch zu beobachten wie sich der Weltchat in Runes of Magic im Vergleich zum Handels- bzw. SucheNachGruppe Chat von World of Warcraft entwickelt. F\u00fcr das Verschicken von Nachrichten im Weltchat ist ein Megaphon n\u00f6tig, welches es nur f\u00fcr Diamanten oder eine Menge Phiriusmarken zu kaufen gibt. Das h\u00e4lt viele Spieler davon ab jede Nachricht im Weltchat kommentieren zu m\u00fcssen, obwohl nat\u00fcrlich die Berufsspieler des Servers dennoch regelm\u00e4\u00dfig den Weltchat f\u00fcr sich beanspruchen. Im Allgemeinen finde ich die Idee eine Nachricht im Weltchat mit Kosten zu verbinden nicht schlecht. Ich denke ein \u00e4hnliches System in WoW k\u00f6nnte einigen Spam unterbinden.<br \/>\nAu\u00dferdem fand ich das offizielle Forum zum Spiel gut strukturiert und informativ. Es gibt dort sowohl viele Guides zum Spiel als auch Hilfe von Spielern und Moderatoren zu allerlei Problemen.<\/p>\n<h2>Was nicht so toll war<\/h2>\n<p>Nachdem die ersten Level wie im Flug vor\u00fcber gehen, erkennt man bald, dass es RoM an einer tiefer gehenden Geschichte oder einem Konflikt fehlt, der den Spieler weiter in seinen Bann zieht. Eine gute Geschichte zu erz\u00e4hlen halte ich f\u00fcr eine der wichtigsten Aufgaben eines Online Rollenspiels. Die Quests in RoM sind vollkommen generisch und k\u00f6nnten in jeder anderen Fantasiewelt auch angesiedelt sein. Zwar gibt es manchmal kleine Geschichten um einen besonderen NPC herum, die gro\u00dfe Mehrzahl der Quests \u00e4hnelt aber dem bekannten Schema:<\/p>\n<ul>\n<li> &lt;Questgeber1&gt;: \"T\u00f6te 10 Elche\"<\/li>\n<li>&lt;Held&gt;: \"Pah, eine Kleinigkeit\"<\/li>\n<li> &lt;Questgeber1&gt;: \"Du hast deinen Wert f\u00fcr unsere Sache bewiesen. Nun bringe mir 20 Geweihe von den Elchen um daraus eine besondere Arznei f\u00fcr meinen schwer verwundeten Freund &lt;Questgeber2&gt; herstellen zu k\u00f6nnen\"<\/li>\n<li> &lt;Held&gt;: \"Nichts leichter als das!\"<\/li>\n<li>&lt;Questgeber1&gt;: \"Bringe nun diese Tinktur zu &lt;Questgeber2&gt; in die grausame Eisw\u00fcste!\"<\/li>\n<li>&lt;Held&gt;: *Reitet geschwind*<\/li>\n<li>&lt;Questgeber2&gt;: \"*r\u00f6chel* Mir d\u00fcnkt, die Arznei entfaltet nicht ihre volle Wirkung. Gehe nun in den schwarzen Wald des Todes und bringe mir die Ohrl\u00e4ppchen der j\u00e4hzornigen Riesenyetis, aber berichte vorher noch einmal &lt;Questgeber1&gt; von deinem Fehlschlag. *r\u00f6chel* Nun eile!\"<\/li>\n<li> &lt;Held&gt;: \"F\u00fcr Erfahrungspunkte tue ich alles!\"<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als gro\u00dfes Schmankerl von RoM wird gerne das Berufssystem angepriesen. Obwohl es im Gegensatz zu WoW die M\u00f6glichkeit gibt jeden Beruf mit einer Klasse zu erlernen, entsch\u00e4digt dieses mehr an Auswahl nicht f\u00fcr das Fehlen von Spieltiefe und sinnvollen Berufsf\u00e4higkeiten. Auch in RoM gibt es Alchemie, Kochen, Schneiderei und das R\u00fcstungshandwerk. Das Grundprinzip liegt aber nicht in der Tiefe, sondern in einem Mehr an ben\u00f6tigten Materialien und einem l\u00e4nger dauernden Fertigungsprozess. Deswegen existieren auch drei Sammelberufe, Kr\u00e4uterkunde, Holz- und Erzesammeln. Einen Mangel an Vorkommen gibt es wahrlich nicht, vielmehr verliert man nach einer Weile schnell die Lust \u00fcberhaupt seine Fertigkeiten zu nutzen, da das Sammeln einen enormen Zeitaufwand darstellt. Im Gegensatz dazu steht das fertige Produkt. Jedes Kraut, Holzst\u00fcck oder Erz muss bei den entsprechenden Ger\u00e4tschaften weiterverarbeitet werden. Im ersten Schritt wird aus je zwei Rohmaterialien ein verbessertes Produkt.\u00a0 Im n\u00e4chsten entstehen dann aus sechs dieser verbesserten Produkte ein noch besseres Produkt. Allein f\u00fcr das Umwandeln vergeht viel Zeit, in der man nichts weiter machen kann als den Fortschrittsbalken zu beobachten.<br \/>\nSchlie\u00dflich m\u00fcssen Erze, Holz oder Kr\u00e4uter, 1 Phiole und eine spezielle Berufsrune zum fertigen Produkt verarbeitet werden. Wie in WoW sind nat\u00fcrlich nicht alle Produkte gleich wertvoll, dennoch fehlt es insbesondere im sogenannten Endgame an brauchbaren Produkten. Speziell im Alchemieberuf, den ich am meisten getestet habe, l\u00e4sst sich alles Sinnvolle auf drei Tr\u00e4nke reduzieren. Zwei dieser Wundermittel steigern alle Werte um 10% bzw. 20%.<br \/>\nHier wird das n\u00e4chste Problem deutlich. Die Charaktere in Runes of Magic skalieren im Gegensatz zu den Gegnern wesentlich zu stark. Es ist schnell ersichtlich, dass ein Charakter mit 1000 St\u00e4rke Punkte von einem 20% Trank mehr profitiert als jemand mit 500 Punkten. Das f\u00fchrt dazu, dass die L\u00fccke zwischen den st\u00e4rksten Spielern und durchschnittlich ausger\u00fcsteten Spielern gewaltig ist. Negativ ist auch, dass Spieler in den h\u00f6chsten Leveln nicht auf die Berufe angewiesen sind, da vergleichbare Tr\u00e4nke oder Essen mit spziellem Loot, sogenannten Mementos, gekauft werden k\u00f6nnen.<br \/>\nNicht nur in den Berufen auch bei den Talenten setzt sich diese prozentuale Steigerung von F\u00e4higkeiten fort. Die Entwickler scheinen so langsam das Problem zu erkennen. Der Versuch Grundkosten f\u00fcr F\u00e4higkeiten in Abh\u00e4ngigkeit des Spiellevels einzuf\u00fchren, so wie das bei WoW schon lange der Fall ist, f\u00fchrte nach einem Aufschrei der Spielerschaft schon nach zwei Tagen zur kompletten R\u00fccknahme der \u00c4nderung. Das wirkt nat\u00fcrlich nicht besonders durchdacht und schlecht kommuniziert. Hier muss sich RoM entscheiden, ob die Gegner in Zukunft st\u00e4rker mit den F\u00e4higkeiten der Spieler skalieren sollen oder ob das komplette System so umgestaltet wird, dass es wie in WoW praktisch in jeder neuen Tier-Stufe gleich schwierig bleibt neue Monster zu bezwingen.<br \/>\nDann gibt es noch ein besonderes Pet-System in Runes of Magic, welches es allen Spielern erlaubt einen Begleiter zu besitzen, der den Charakter im Kampf unterst\u00fctzt und sogar die Werte des Helden um einen nennenswerten Betrag verst\u00e4rkt. Hier bin ich der Meinung, dass das System noch lange nicht ausgereift ist. Am schlimmsten ist sicherlich das Steigern des Begleiters, wozu man entweder andere Begleiter mit ihm \"verschmelzen\" kann oder indem man f\u00fcr viel Spielgold Nahrungsmittel kauft. Das wiederum ist regelm\u00e4\u00dfig notwendig, da das Pet bei Aktivierung fortlaufend seine Zuneigung verliert, durch jeden Spielertod dessen Loyalit\u00e4t gesenkt wird und deswegen nat\u00fcrlich auch die Werte des Begleiters sinken.<br \/>\nAls besonders grausame Variante habe ich dabei die Quest empfunden, mit der man \"Goldene Eier\", passend auf einer Farm, farmen darf. Dazu f\u00fcttert man ein paar H\u00fchner mit H\u00fchnerfutter, welche daraufhin Eier legen und mit unversch\u00e4mten Gl\u00fcck ist unter jedem f\u00fcnfzigsten Ei auch ein goldenes dabei. Dieses l\u00e4sst sich dann wiederum eintauschen, um den Begleiter um eine Winzigkeit zu verbessern. Schade, dass niemand auf die Idee gekommen ist den Begleiter mit dem Charakter steigern zu lassen, w\u00e4hrend man aktiv mit ihm Abenteuer unternimmt. Man h\u00e4tte dann immer noch Spezialf\u00e4higkeiten oder Gimmicks \u00fcber den Itemshop zum Kaufen anbieten k\u00f6nnen. So hinterl\u00e4sst das Pet-System einen faden Beigeschmack. Achja, ich verga\u00df zu erw\u00e4hnen, dass der Begleiter auch regelm\u00e4\u00dfig spricht, z.B. in der Form \"Warum singt das Nachbarsm\u00e4dchen so sch\u00f6n, ich aber nicht?\" Tamagotchi l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.<br \/>\nDa das Sammeln anstrengend sein kann, dachten die Entwickler wohl, statten wir das Pet mit einer Sammelf\u00e4higkeit aus. Dazu m\u00fcssen z.B. Spaten gekauft werden und dann wird ein Prozess gestartet, mit dem das Pet entweder einen nutzlosen, aber verkaufbaren Gegenstand herstellt oder Pflanzen findet. In 15 Minuten ist ein kompletter Stack Spaten verbraucht und das Inventar f\u00fcllt sich mit Pflanzen. Das Steigern dieser speziellen Petf\u00e4higkeit dauert ebenfalls sehr, sehr lange und ersetzt praktisch die Sammelberufe des Spielers. Das Pet wird zu einem pers\u00f6nlichen Sammelbot. Da man dadurch nat\u00fcrlich Zeit spart, ist man nicht der einzige, der auf die Idee gekommen ist und schon bald steigt das Angebot an Rohmaterialien, was zur Folge hat, dass auch die Preise f\u00fcr die Endprodukte kontinuierlich sinken. Am Ende hat man so ein Problem (massives Farmen) gel\u00f6st, aber gleich wieder zwei neue geschaffen (nutzlose Sammelberufe, langweilig).<\/p>\n<h2>Zum Schluss<\/h2>\n<p>Ist Runes of Magic nun besser oder schlechter als World of Warcraft? Weder noch. Das Ergebnis h\u00e4ngt entscheidend von den eigenen Erwartungen ab. RoM existiert nun seit Anfang 2009, WoW schon seit fast sechs Jahren. World of Warcraft hat sich seit dem stark gewandelt und wichtige Spielelemente wurden kontinuierlich weiterentwickelt. Von Runes of Magic h\u00e4tte ich erwartet, dass das j\u00fcngere Spiel grafisch weiterentwickelt w\u00e4re und Fehler anderer MMOs vermieden worden w\u00e4ren. RoM hat versucht viele gute Elemente aus anderen Online Rollenspielen zu \u00fcbernehmen, aber oft hat man das Gef\u00fchl, dass es besser gewesen w\u00e4re sich auf einzelne Sachen zu konzentrieren als nur ein weiteres Feature zu \u00fcbernehmen. So wirkt WoW insgesamt deutlich ausgereifter, insbesondere Player vs Player erscheint mir gegen\u00fcber RoM deutlich ausgeglichener zu sein. RoM ist ein MMO alter Pr\u00e4gung, bei denen das Sterben von Charakteren noch Konsequenzen nach sich zog und auch das Berufssystem \u00e4hnlich \"aufopferungsvoll\" war. Das ganze Spiel kommt mit einem bew\u00e4hrten Interface daher, bietet Ans\u00e4tze eines Erfolgssystems, Schlachtfelder, Arenen, Instanzen und gro\u00dfe Schlachtz\u00fcge und dazu ein noch in der Entwicklung befindliches Gildenkrieg-System. Es ist also von allem etwas dabei. Da Runes of Magic nicht von den gleichen Einnahmen wie WoW leben kann, sollte man auch nicht das gleiche Ergebnis erwarten.<br \/>\nIch denke Runes of Magic f\u00fcllt eine L\u00fccke im MMO Sektor schon ziemlich gut aus. Ein abofreies MMO hat den Vorteil, dass man selbst entscheiden kann, inwiefern man die Bem\u00fchungen der Entwickler honoriert. Man ist ein St\u00fcck flexibler. Auf der anderen Seite summieren sich die Ausgaben f\u00fcr das Spiel schnell in eine H\u00f6he, die einem monatlichen Bezahlsystem gleichkommen, wenn man immer vorne mitspielen und herausstechen m\u00f6chte. Insbesondere muss man sich daran gew\u00f6hnen, dass man f\u00fcr Geld selbst gebundene Top-Ausr\u00fcstung wieder entbinden kann und sich so praktisch seinen Charakter ohne jemals selbst in einer Instanz gewesen zu sein zusammenbasteln kann.<br \/>\nMeiner Meinung nach ist das Gesamtpaket von World of Warcraft ausgereifter und langfristig auch befriedigender, da f\u00fcr jeden Geschmack auf hohem Niveau etwas geboten wird. Runes of Magic hingegen bietet die M\u00f6glichkeit gerade f\u00fcr Gelegenheitsspieler immer mal wieder reinzuschauen und seinen Charakter weiter zu entwickeln, ohne das damit gro\u00dfe Kosten verbunden sind. Am Ende bleibt nur zu sagen: Einfach mal selbst ausprobieren.<\/p>\n<h2>Links<\/h2>\n<ul>\n<li><a title=\"Runes of Magic\" href=\"http:\/\/www.runesofmagic.com\/de\/index.html\">Offizielle Runes of Magic Seite<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-583 gallery-columns-5 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/hausmadchen_1024px1-1.jpg'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/hausmadchen_1024px1-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/hausmadchen_1024px1-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/hausmadchen_1024px1-1-100x100.jpg 100w\" sizes=\"100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure 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Schmeckt nun die Birne oder der Apfel besser? Wer sieht von beiden besser aus? Was macht mehr Spass? Vieles ist nat\u00fcrlich subjektiv. 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