{"id":5811,"date":"2012-01-12T21:32:43","date_gmt":"2012-01-12T20:32:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=5811"},"modified":"2019-10-14T00:46:18","modified_gmt":"2019-10-13T22:46:18","slug":"nfs-dateiserver-mit-slitaz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/01\/12\/nfs-dateiserver-mit-slitaz\/","title":{"rendered":"NFS-Dateiserver mit Slitaz"},"content":{"rendered":"<p>Im Hintergrund wird flei\u00dfig an <a href=\"http:\/\/www.slitaz.org\">Slitaz<\/a> 4.0 gewerkelt und vielleicht gerade weil die letzte Cooking-Version vom Mai letzten Jahres stammt, gibt es trotzdem noch ein paar gute Gr\u00fcnde mit der aktuellen stabilen Ausgabe einige Aufgaben zu l\u00f6sen. Ich habe mich etwas umgesehen und einen NFS-Server mit Slitaz 3.0 eingerichtet, mit dem ich Dateien zwischen den Clients im lokalen Netzwerk, sprich dieser kleinen <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/hardware\/\">Hardwaresammlung<\/a> hier, austauschen kann.<br \/>\nDamit es halbwegs spannend wurde, habe ich den Toshiba Satellite 220CS zum NFS-Server umfunktioniert. Klingt beim ersten Lesen dramatischer als es ist, zum Schluss musste ich nur zwei Pakete installieren und ein Paar Textdateien bearbeiten.<\/p>\n<h3>Secure Shell - SSH<\/h3>\n<p>Beim lokalen Datenaustausch kommt bei mir im Regelfall immer <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/08\/08\/ssh-der-unverzichtbare-alleskonner\/\">SSH zum Einsatz<\/a> und auch f\u00fcr einen <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/08\/11\/sicherer-datentausch-ein-sftp-server-mit-chroot\/\">sftp-Server<\/a> finde ich ab und an Verwendung. Wenn ich Zugriff per SSH h\u00e4ufiger ben\u00f6tige, setze ich auch <a href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/FUSE\/sshfs\">sshfs<\/a> ein, wodurch sich entfernte Dateisysteme genauso problemlos wie Festplatten oder USB-Sticks einbinden lassen.<br \/>\nDie Secure Shell stellt bei \u00e4lteren Rechnern eine wahrnehmbare Anforderung an CPU und Arbeitsspeicher, was au\u00dfer f\u00fcr den Satellite 220CS bisher aber noch kein wirkliches Problem war. Erst bei einem Pentium I mit 16 MB RAM halte ich es f\u00fcr sinnvoll von <a href=\"http:\/\/www.openssh.com\/\">OpenSSH<\/a> zu <a href=\"http:\/\/matt.ucc.asn.au\/dropbear\/dropbear.html\">Dropbear<\/a> zu wechseln, weil man hier die bessere Performance tats\u00e4chlich sp\u00fcren kann.<\/p>\n<h3>Network File System - NFS<\/h3>\n<p>Ben\u00f6tigt man hingegen keinen vollst\u00e4ndigen Zugriff auf einen Rechner, l\u00e4sst sich auch sehr gut mit dem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Network_File_System\">Network File System<\/a> leben, das nur geringe Anforderungen an die Hardware stellt. In Slitaz stabilen Repositorien existiert nur das Paket <a href=\"http:\/\/unfs3.sourceforge.net\/\">unfs3<\/a>, welches den NFS-Server f\u00fcr den User Space mit der \u00e4lteren Version 3 des Protokolls anbietet. Bei Debian hat sich hier seit l\u00e4ngerem schon der <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/squeeze\/nfs-kernel-server\">nfs-kernel-server<\/a> durchgesetzt, der zuverl\u00e4ssiger und schneller funktionieren soll. Unfs3 hingegen wurde <a href=\"http:\/\/packages.qa.debian.org\/u\/unfs3.html\">2010 aus Testing entfernt<\/a>.<br \/>\nEr wird scheinbar auch nicht mehr weiterentwickelt. Das letzte Update auf sourceforge stammt aus 2009, dennoch eignet sich die Slitaz-Version noch f\u00fcr ein privates Heimnetzwerk mit einer \u00fcberschaubaren Anzahl von Rechnern, denen man vertrauen kann. Die Installation ist denkbar einfach:<\/p>\n<h3>Installation<\/h3>\n<p><code>tazpkg get-install unfs3<\/code><\/p>\n<p><code><\/code><br \/>\nGleichzeitig wird portmap als Abh\u00e4ngigkeit mitinstalliert.<\/p>\n<h3>Konfiguration<\/h3>\n<p>Damit der NFS-Server beim Booten schon gestartet wird, muss die Datei <em>\/etc\/rcS.conf<\/em> editiert werden und in der Zeile RUN_DAEMONS noch die Dienste portmap und unfsd hinzugef\u00fcgt werden. Meine Einstellungen sehen so aus.<\/p>\n<blockquote><p>RUN_DAEMONS=\"dropbear portmap unfsd \"<\/p><\/blockquote>\n<p>Der NFS Server l\u00e4sst sich auch manuell mit<br \/>\n<code>\/etc\/init.d\/unfsd start<\/code><br \/>\nstarten.<br \/>\nSchlie\u00dflich werden die Pfade zu den Ordnern, die man freigeben m\u00f6chte, in <em>\/etc\/exports<\/em> eingetragen und dort die entsprechenden Zugriffsrechte gesetzt.<\/p>\n<blockquote><p>#\/home\/tux\/musik nur lesend f\u00fcr jeden Rechner freigeben<br \/>\n\/home\/tux\/musik\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (ro)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>#\/home\/tux\/downloads lesend und schreibend freigeben<br \/>\n\/home\/tux\/downloads\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (rw)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>#\/home\/tux nur lesend f\u00fcr den Rechner 192.168.0.207 freigeben<br \/>\n\/home\/tux\/\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 192.168.0.207(ro)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die weiteren Optionen f\u00fcr die Freigabe werden gut im Artikel <a href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/NFS\">NFS im Wiki von ubuntuusers.de<\/a> beschrieben. Um nicht in jeder Konfigurationsdatei mit einer statischen IP-Adresse zu hantieren, lohnt es sich auch einmalig in <em>\/etc\/hosts<\/em> einen Rechnernamen f\u00fcr eine IP festzulegen und nur noch mit diesem Namen zuk\u00fcnftig zu arbeiten. \u00c4ndert sich aus irgendwelchen Gr\u00fcnden die IP, muss sie nur noch in <em>\/etc\/hosts<\/em> ge\u00e4ndert werden.<\/p>\n<h3>Zugriff als Client<\/h3>\n<p>Auf Debian basierenden Systemen l\u00e4sst sich eine Freigabe mit folgendem Befehl manuell in <em>~\/nfs<\/em> einh\u00e4ngen, wenn der Server mit der IP 192.168.0.100 erreichbar ist. Zuvor muss das Paket <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/nfs-common\">nfs-common<\/a> installiert worden sein.<br \/>\n<code>mount 192.168.0.100:\/home\/tux\/musik ~\/nfs<\/code><br \/>\nWer gerne automatisch diese Freigabe einbinden m\u00f6chte, kann dies in der <em>\/etc\/fstab<\/em> festlegen. \u00dcber n\u00fctzliche Optionen hierzu, gibt das ubuntuusers.de Wiki ebenfalls Aufschluss.<br \/>\nMit<\/p>\n<p><code>showmount -e 192.168.0.100<\/code><\/p>\n<p>erh\u00e4lt man als root auch die Liste der Freigaben des Servers.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>NFS ist selbst auf dem 16 Jahre alten Laptop noch performant genug, um Musikdateien \u00fcber das Netzwerk verzugslos abspielen zu k\u00f6nnen. Einen NFS-Server f\u00fcr den Hausgebrauch einzurichten ist gar nicht so schwierig. Fortgeschrittene Optionen wie Kerberos-Unterst\u00fctzung wird man hier kaum brauchen. Gerade f\u00fcr ein homogenes Netzwerk, in dem UNIX\/Linux Rechner zum Einsatz kommen, lohnt sich NFS als unkomplizierte M\u00f6glichkeit zur Dateifreigabe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Hintergrund wird flei\u00dfig an Slitaz 4.0 gewerkelt und vielleicht gerade weil die letzte Cooking-Version vom Mai letzten Jahres stammt, gibt es trotzdem noch ein paar gute Gr\u00fcnde mit der aktuellen stabilen Ausgabe einige Aufgaben zu l\u00f6sen. 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