{"id":5735,"date":"2012-01-08T18:32:15","date_gmt":"2012-01-08T17:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=5735"},"modified":"2019-10-14T00:48:05","modified_gmt":"2019-10-13T22:48:05","slug":"vlc-und-der-framebuffer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2012\/01\/08\/vlc-und-der-framebuffer\/","title":{"rendered":"VLC und der Framebuffer"},"content":{"rendered":"<p>Die besten Multimedia-Abspieler der Welt sind Freie Software. Seit Anfang an benutze ich entweder <a href=\"http:\/\/projects.gnome.org\/totem\/\">Totem<\/a> mit Xine oder Gstreamer, <a href=\"http:\/\/www.videolan.org\/vlc\/\">VLC<\/a> und nat\u00fcrlich <a href=\"http:\/\/www.mplayerhq.hu\/\">Mplayer<\/a>. Heute ist es in der Regel so, dass ich Totem wegen Gnome 3 noch standardm\u00e4\u00dfig installiert habe, ansonsten aber nur noch den ausgezeichneten Mplayer verwende. Nach zahlreichen Selbstversuchen hat sich hier einfach herausgestellt, dass Mplayer gerade auf \u00e4lteren Rechnern den Unterschied ausmacht. Verzichte auf die GUI und steuere ihn \u00fcber die Konsole und Tastatur, wende ein paar <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/11\/24\/nutzliche-mplayer-optionen-fur-altersschwache-rechner\/\">Tricks&amp;Tipps<\/a> an und schon sind selbst h264-Videos auf dem Inspiron 4000 m\u00f6glich.<br \/>\nDas Debian-Paket f\u00fcr Mplayer ist schon vollkommen ausreichend, man kann ihn auch speziell <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/06\/12\/mplayer-nur-fur-den-framebuffer\/\">f\u00fcr den Framebuffer selbst kompilieren<\/a> und jegliche Abh\u00e4ngigkeit zu X entfernen. Einfacher geht es auch mit <a href=\"http:\/\/deb-multimedia.org\/\">deb-multimedia.org<\/a>, wo ein mplayer-nogui Paket schon bereitgestellt wird.<br \/>\nZum Vergleich habe ich mir VLC f\u00fcr den Framebuffer angeschaut, den ich bis vor 2-3 Jahren regelm\u00e4\u00dfig benutzt habe und ihn auf dem Thinkpad 600 mit Squeezes <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/vlc-nox\">vlc-nox<\/a> Paket, also ohne X Ballast, installiert.<br \/>\nVLC l\u00e4sst sich wie gewohnt \u00fcber die Kommandozeile bedienen und hat auch ein <a href=\"http:\/\/www.videolan.org\/\">Ncurses Interface<\/a>, das sich mit <code>nvlc<\/code> oder <code>vlc -I ncurses<\/code> aufrufen l\u00e4sst.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/20120108_vlc_ncurses1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-5738 size-medium\" title=\"20120108_vlc_ncurses\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/20120108_vlc_ncurses1-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/20120108_vlc_ncurses1-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/20120108_vlc_ncurses1-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/20120108_vlc_ncurses1-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nEinen \u00dcberblick \u00fcber die Tastaturbelegung liefert <strong>h<\/strong>. Wenn man mit <strong>B<\/strong> den Dateibrowser aufruft, kann man schnell zum Musik- oder Videoordner navigieren und mit <strong>Enter<\/strong> den Track hinzuf\u00fcgen. Einmal noch die <strong>Leertaste<\/strong> bet\u00e4tigen und das Lied wird abgespielt.<br \/>\nIm Gegensatz zu <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/12\/14\/federleicht-musikhoren-mit-cmus\/\">cmus<\/a> bietet die Ncurses-Schnittstelle nicht das gleiche Ma\u00df an \u00dcbersichtlichkeit und Funktionen. Hier l\u00e4sst sich mit cmus deutlich mehr machen.<br \/>\nBei der Videowiedergabe mit VLC hatte ich zuerst ein Problem, was dazu f\u00fchrte, dass Videos nicht richtig skaliert wurden. Die Fehlermeldung besagte:<\/p>\n<blockquote><p>swScaler: pal8 is not supported as output pixel format<\/p><\/blockquote>\n<p>Nach einer kurzen Suche stellte sich heraus, dass einige inoffizielle Pakete von deb-multimedia.org die Ursache waren. Nach einer Deinstallation von VLC und dem Deaktivieren der Quellen in der sources.list, installierte ich vlc-nox erneut, wonach keine Probleme mehr mit Software Scaling auftraten. Das ist das erste Mal in zehn Jahren, dass die Repos von Christian Marillat hier ein Problem verursacht haben, man muss vielleicht nur lange und tief graben.<br \/>\nZwar war es nun m\u00f6glich ein \u00e4lteres 320x240 gro\u00dfes MPEG-1 Video abzuspielen, leider konnte ich VLC nicht dazu bewegen den Vollbildmodus zu verlassen. Mplayer hingegen stellt das Video standardm\u00e4\u00dfig in seiner Originalgr\u00f6\u00dfe dar, was sich vollkommen ruckelfrei noch auf dem Pentium II Laptop ansehen l\u00e4sst.<br \/>\nScheinbar ist es mit dem Fbdev-Ausgabetreiber nicht m\u00f6glich auf die Vorteile von Hardwarebeschleunigung zur\u00fcckzugreifen. Alles wird mit Hilfe der Software berechnet, was die CPU dann an ihre Grenzen f\u00fchrt. Die Musik wird hier noch problemlos abgespielt, Bild und Ton sind aber nicht mehr synchron. Vollbild im Framebuffer l\u00e4sst sich mit Mplayer so erreichen:<\/p>\n<p><code>mplayer -vo fbdev -fs -vf scale=1024:-3 Name_des_Videos.mkv<\/code><\/p>\n<ul>\n<li><strong>-vo fbdev:<\/strong> Der Framebuffer Videoausgabetreiber<\/li>\n<li><strong>-fs:<\/strong> Vollbild<\/li>\n<li><strong>-vf scale:<\/strong> 1024 f\u00fcr die maximale Breite des Videos und meiner maximalen Aufl\u00f6sung auf dem Thinkpad entsprechend und -3 zwingt Mplayer dazu die H\u00f6he proportional zur Gr\u00f6\u00dfe des urspr\u00fcnglichen Videos anzupassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit VLC versuchte ich so ziemlich alles zus\u00e4tzlich zu <code>--vout fb<\/code>, aber weder <code>--autoscale<\/code>, <code>--scale<\/code>, <code>--width<\/code> und <code>--height<\/code> bewirkten hier etwas und die <a href=\"http:\/\/wiki.videolan.org\/VLC_command-line_help\">VLC Kommandozeilen-Hilfe<\/a> brachte keine entscheidenden Hinweise.<br \/>\nMein Fazit momentan ist, dass cmus zum Musikabspielen flexibler und ressourcenschonender ist und deutlich weniger Abh\u00e4ngigkeiten installiert. Mit Mplayer habe ich selbst im Framebuffer noch die M\u00f6glichkeit das Video mit den gewohnten Tastaturk\u00fcrzeln zu steuern, wohingegen VLC lediglich die eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten der Ncurses-Schnittstelle bietet.<br \/>\nM\u00f6glicherweise wurde das Paket auch ohne QT4-Unterst\u00fctzung kompiliert, was die begrenzten M\u00f6glichkeiten mit dem Framebuffer erkl\u00e4ren k\u00f6nnte, wenn ich die <a href=\"http:\/\/forum.videolan.org\/viewtopic.php?f=13&amp;t=74054\">Aussage des VLC-Entwicklers<\/a> im Forum richtig verstehe.<br \/>\nDoch am Ende denke ich, dass Mplayer und cmus f\u00fcr mich diese Aufgabe einfacher besser erledigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die besten Multimedia-Abspieler der Welt sind Freie Software. Seit Anfang an benutze ich entweder Totem mit Xine oder Gstreamer, VLC und nat\u00fcrlich Mplayer. 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