{"id":5539,"date":"2011-12-30T18:31:10","date_gmt":"2011-12-30T17:31:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=5539"},"modified":"2019-10-14T00:54:02","modified_gmt":"2019-10-13T22:54:02","slug":"crux-haute-couture-versus-stangenware","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/12\/30\/crux-haute-couture-versus-stangenware\/","title":{"rendered":"CRUX: Haute Couture versus Stangenware"},"content":{"rendered":"<p>Eine Distribution gibt es noch f\u00fcr 2011. Bisher habe ich \u00fcber <a href=\"http:\/\/crux.nu\">CRUX<\/a> ziemlich wenig geschrieben, sieht man einmal von meiner kleinen Liste mit <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/04\/19\/leichtgewichtige-distributionen-zum-ausprobieren\/\">leichtgewichtigen Linuxdistributionen<\/a> vor einigen Monaten ab. Zum einen lag das daran, dass es da noch eine Reihe anderer Distributionen gab, die ich ausprobieren wollte und zum anderen denke ich, dass es einen einfacheren Weg gibt um in die Materie mit Linux auf \u00e4lterer Hardware einzusteigen.<br \/>\nDoch irgendwann gelangt man an den Punkt, wenn man das Gros der leichtgewichtigen Linuxdistributionen gesichtet hat und sich nicht mehr mit vorgefertigten L\u00f6sungen zufrieden gibt. Hier kommt dann CRUX ins Spiel. Pers\u00f6nlich habe ich mit Au\u00dfenseiterdistributionen kein Problem und ich bin auch gerne bereit mich in die Dokumentation einzuarbeiten und auf L\u00f6sungssuche zu gehen. Wer CRUX gew\u00e4hlt hat, wird diese Motivation auf jeden Fall brauchen.<\/p>\n<p>Man sollte sich nicht davon abschrecken lassen, aber den Rat der Entwickler auch nicht ignorieren, die CRUX als Distribution f\u00fcr erfahrene Linuxanwender empfehlen. Die Dokumentation ist <a href=\"http:\/\/crux.nu\/Main\/Handbook2-7\">im Handbuch<\/a> auf den Punkt zusammengefasst. Informationen werden in der <a href=\"http:\/\/crux.nu\/Main\/Community\">Community<\/a> haupts\u00e4chlich im IRC und per Mailingliste ausgetauscht.<br \/>\nCRUX muss man sich als eine Mischung aus einem BSD-System mit Ports und Konfiguration und Arch Linux vorstellen, wobei Arch Linux sich von CRUX inspirieren lie\u00df und nicht umgekehrt. Interessanterweise geh\u00f6rt CRUX zu den Distributionen, die von Grund auf neu entwickelt worden sind und nicht ein Derivat von Debian sind. \ud83d\ude09<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111230_CRUX_Setup1-1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5540\" title=\"20111230_CRUX_Setup\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111230_CRUX_Setup1-1-1.png\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"400\" \/><\/a><br \/>\nOberstes Motto ist technische Einfachheit, die Vorrang vor allem anderen einger\u00e4umt wird. Die <a href=\"http:\/\/crux.nu\/Main\/Handbook2-7#ntoc9\">Installation<\/a> spricht f\u00fcr sich. Mit der Installations-CD bootet man in eine Linuxkonsole und muss von dort mit fdisk Partitionen und mit mkfs Dateisysteme anlegen. Anschlie\u00dfend werden die Partitionen manuell in \/mnt eingebunden und dann der Textinstaller mit <strong>setup<\/strong> aufgerufen. Hier kann man dann die core, opt und xorg Pakete zur Installation ausw\u00e4hlen, wovon allerdings nur core die essentiellen Pakete sind und das sind f\u00fcr Freunde leichtgewichtiger Systeme erfreulicherweise nicht viele.<br \/>\nSelbstredend m\u00fcssen danach alle Konfigurationsdateien von Hand bearbeitet werden, aber nicht bevor man sich vorher mit <strong>setup-chroot<\/strong> in eine Chroot-Umgebung begibt. Wichtig sind vor allem die <em>\/etc\/fstab<\/em>, <em>\/etc\/rc.conf<\/em>, das Einrichten der locales und das Bearbeiten der Konfiguration f\u00fcr den Bootloader lilo oder GRUB. Abgeschlossen wird das Ganze mit der Kompilierung des Linuxkernels.<br \/>\nWie man schnell erkennt, muss man von diversen Aspekten eines Linuxsystems detailliertere Kenntnisse besitzen und man darf sich nicht von eigenen Missgeschicken bei der Konfiguration entmutigen lassen, so wie mir das einige Male schon passiert ist. Auch wenn der Markt f\u00fcr CRUX und deutschsprachige Linuxbenutzer zur Zeit eher klein ist, werde ich in Zukunft trotzdem den ein oder anderen Artikel dazu schreiben. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass ich schon so viel bei <a href=\"http:\/\/kmandla.wordpress.com\/\">K.Mandla<\/a> dar\u00fcber gelesen habe und CRUX f\u00fcr mich dadurch schon lange kein Fremder mehr ist.<br \/>\nF\u00fcr den schnellen Einstieg in Linux ist es unter Umst\u00e4nden weniger geeignet. Wer das Au\u00dfergew\u00f6hnliche und Besondere sucht und mehr \u00fcber Linux lernen will, hat mit CRUX eine w\u00fcrdige Distribution gefunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Distribution gibt es noch f\u00fcr 2011. Bisher habe ich \u00fcber CRUX ziemlich wenig geschrieben, sieht man einmal von meiner kleinen Liste mit leichtgewichtigen Linuxdistributionen vor einigen Monaten ab. 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