{"id":5490,"date":"2011-12-28T17:26:00","date_gmt":"2011-12-28T16:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=5490"},"modified":"2019-10-14T00:55:46","modified_gmt":"2019-10-13T22:55:46","slug":"freedos-multiboot-system-mit-dem-toshiba-satellite-220cs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/12\/28\/freedos-multiboot-system-mit-dem-toshiba-satellite-220cs\/","title":{"rendered":"FreeDOS: Multiboot-System mit dem Toshiba Satellite 220cs"},"content":{"rendered":"<p>Es macht Spa\u00df FreeDOS in einer virtuellen Maschine unter Linux auszuprobieren oder das sehr praktische DOSEMU zum Starten von DOS-Programmen und Spielen zu benutzen. Ich denke, das ist die einfachste M\u00f6glichkeit um mit <a href=\"http:\/\/www.freedos.org\/\">FreeDOS<\/a> den Einstieg in die DOS-Welt zu wagen. Nat\u00fcrlich war mein n\u00e4chstes Ziel das Freie Betriebssystem auch auf dem Toshiba Satellite 220cs zum Laufen zu bringen, was schon fast als logische Konsequenz f\u00fcr einen Laptop aus dem Jahr 1996 mit 16 MB RAM anmutet.<\/p>\n<h2>Installation<\/h2>\n<p>Ich habe mich erneut f\u00fcr die Installation mit Qemu entschieden, die Festplatte des 220cs ausgebaut und mit Hilfe des USB-IDE-Adapters und mit dd ein Abbild der Festplatte erzeugt. Der gro\u00dfe Vorteil liegt darin, dass man gleichzeitig ein Backup hat und bedenkenlos experimentieren kann. Eine einfache L\u00f6sung ist sicherlich ein leeres Raw-Image zu erstellen, FreeDOS zu installieren und mit dd auf die Festplatte zu schreiben. Wie es geht, hatte ich bei meiner <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/12\/23\/vorstellung-installation-und-eindrucke-von-freedos\/\">Vorstellung von FreeDOS<\/a> gezeigt.<br \/>\nDa ich die bestehenden Betriebssysteme Slitaz und KolibriOS behalten wollte, habe ich das Dateisystem meiner Slitazinstallation verkleinert und anschlie\u00dfend die Partition mit fdisk ver\u00e4ndert. Mit Hilfe der Debian <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2012\/06\/28\/netzinstallation-mit-debian-und-bildern-schritt-fur-schritt\/\">Netzinstallations<\/a>-CD habe ich im Rettungsmodus folgendes gemacht.<\/p>\n<p><code>e2fsck - f \/dev\/hda2<\/code><br \/>\n<code>resize2fs -p \/dev\/hda2 600M<\/code><\/p>\n<p><code><\/code><br \/>\nMit fdisk wurde die Partition hda2 neu angelegt und auf 700M verkleinert und zus\u00e4tzlich hda3 als dritte prim\u00e4re Partition mit W95 FAT32 erstellt. Nach einem Neustart in Slitaz konnte ich dort erneut<\/p>\n<p><code>resize2fs -p \/dev\/hda2<\/code><\/p>\n<p><code><\/code><br \/>\nausf\u00fchren, damit das Dateisystem exakt an die neue Partitionsgr\u00f6\u00dfe angepasst wurde. Bei der Operation muss auf jeden Fall das Dateisystem vor der Partitionierung verkleinert werden, ansonsten kommt es zum Datenverlust. Mit dem zus\u00e4tzlichen \"resize2fs\"-Schritt ohne Angabe der Gr\u00f6\u00dfe wird das Dateisystem schlie\u00dflich exakt an die Partitionsgr\u00f6\u00dfe angepasst.<br \/>\nHat man diese Vorbereitungen abgeschlossen, kann man FreeDOS mit Hilfe von Qemu installieren, wobei das Installationsprogramm automatisch die erste FAT32-Partition als Laufwerk C: erkennt. Wem das nicht geheuer ist, kann es auch mit <strong>xfdisk<\/strong> \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p><code>qemu -hda toshiba.img -cdrom fdfullcd.iso -boot d<\/code><\/p>\n<p>Da ich schon ein vollst\u00e4ndiges FreeDOS-Abbild hatte, verzichtete ich dieses Mal auf die meisten zus\u00e4tzlichen Anwendungen und installierte nur base, games und media.<\/p>\n<h3>GRUB-Men\u00fc in Slitaz anpassen<\/h3>\n<p>Slitaz 3.0 benutzt noch GRUB 1. Meine <em>\/boot\/grub\/menu.lst<\/em> sieht momentan so aus.<\/p>\n<pre class=\"brush:plain\">title Slitaz GNU\/Linux (Kernel 2.6.30.6-slitaz)\nroot (hd0,1)\nkernel \/boot\/vmlinuz-2.6.30.6-slitaz root=\/dev\/hda2 vga=788\ntitle KolibriOS\nroot (hd0,1)\nkernel \/boot\/memdisk\ninitrd \/boot\/kolibri\/kolibri.img\ntitle FreeDOS\nrootnoverify (hd0,2)\nchainloader +1\nmakeactive<\/pre>\n<p><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111228_GRUB_Multiboot_220cs1-1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5501\" title=\"20111228_GRUB_Multiboot_220cs\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111228_GRUB_Multiboot_220cs1-1-1.png\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<h2>FreeDOS-Einstellungen<\/h2>\n<p>Ein paar \u00c4nderungen der Voreinstellungen halfen mir auf dem 220cs Laptop weiter. Wer gerne Startzeiten von Betriebssystemen vergleicht, wird sich bei FreeDOS \u00fcber die 2 Sekunden von GRUB bis zum Prompt freuen. Dazu sollte in der <em>fdconfig.sys<\/em><br \/>\n<code>MENUDEFAULT=3,0<\/code><br \/>\nstehen. Dabei stellt die Zahl 3 sicher, dass FreeDOS mit dem HIMEM-XMS-Memory-Treiber geladen wird, um Programme im erweiterten Speicher ausf\u00fchren zu k\u00f6nnen und mit 0 wird die Verz\u00f6gerung bei der Wahl des Men\u00fcpunkts auf 0 Sekunden gesetzt.<br \/>\nStandardm\u00e4\u00dfig werden zwei Treiber in den XMS-Speicher geladen, die 12 MB von 16 MB RAM belegten. Um sp\u00e4ter das Musikprogramm Mpxplay starten zu k\u00f6nnen, musste ich zumindest einen davon in der <em>fdconfig.sys<\/em> f\u00fcr Auswahl 3 deaktivieren.<br \/>\n<code>12?DEVICEHIGH=C:FDOSbincdrcache.sys FDC0001 CDRCACH0 6000<\/code><br \/>\nErw\u00e4hnenswert ist auch, dass man die Energiesparfunktionen mit <code>fdapm APMbios<\/code> oder <code>fdapm APMoff<\/code> des BIOS ein- und ausschalten kann, was verhindert, dass die Festplatte nach jedem Kommando in den Ruhezustand versetzt wird. FreeDOS APM-Modus l\u00e4sst sich mit <code>fdapm APMdos<\/code> wieder einschalten.<\/p>\n<h3>Mpxplay<\/h3>\n<p>FreeDOS bringt das Freie Musikprogramm <a href=\"http:\/\/mpxplay.sourceforge.net\/\">Mpxplay<\/a> mit, mit welchem sich zahlreiche Formate wie z.B. mp3, ogg oder FLAC abspielen lassen. Damit Mpxplay funktionierte, \u00e4nderte ich die DMA-Einstellung f\u00fcr den Soundblaster-Treiber in der <em>autoexec.bat<\/em> f\u00fcr die Yamaha-Opl3sa2-Soundkarte von 1 auf 0.<br \/>\n<code>SET BLASTER A220 I5 D0 H5 P330<\/code><br \/>\nSoundkarte und Lautsprecher des Toshiba Laptops sind zwar nach wie vor vermutlich nicht die beste L\u00f6sung f\u00fcr eine audiophile Umgebung, um einen Raum zu beschallen sind sie aber ausreichend. Leider habe ich noch nicht das Screenshotprogramm gefunden, deswegen hier nur ein Foto. Ich bin auf jeden Fall beeindruckt. MP3- und OGG-Dateien lie\u00dfen sich problemlos abspielen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111228_FreeDOS_Mpxplay_220cs1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-5507 size-medium\" title=\"20111228_FreeDOS_Mpxplay_220cs\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111228_FreeDOS_Mpxplay_220cs1-1-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111228_FreeDOS_Mpxplay_220cs1-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111228_FreeDOS_Mpxplay_220cs1-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111228_FreeDOS_Mpxplay_220cs1-1.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<h3>USB und Netzwerk<\/h3>\n<p>USB und Internet waren in den 80igern und Anfang der 90iger noch in weiter Ferne. Erst mit Windows 95 gab es sp\u00e4ter eher schlecht als recht USB-Support. Umso mehr \u00fcberrascht es deswegen vielleicht, dass es sowohl USB-Support als auch Netzwerkunterst\u00fctzung f\u00fcr FreeDOS gibt. Im folgenden finden sich einige Links zu Seiten, die ich f\u00fcr lesenswert halte und f\u00fcr die Zukunft hier dokumentiere.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.freedos.org\/freedos\/news\/newsitem\/149.html\">USB with DOS<\/a> - Ein Artikel von 2003 zum USB Support mit DOS<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/cholla.mmto.org\/computers\/freedos\/networking.html\">cholla.mmto.org<\/a> - Englischer Beitrag zum Thema Netzwerken mit DOS<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ulihansen.kicks-ass.net\/aero\/freedos\/\">FreeDOS on a Compaq Contura Aero<\/a> - Englische Anleitung zur FreeDOS Installation auf einem Compaq Laptop von Ulrich Hansen (empfehlenswert)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/sourceforge.net\/apps\/mediawiki\/freedos\/index.php?title=Networking_FreeDOS\">Networking FreeDOS<\/a> - Ulrich Hansens 40 Seiten umfassende Arbeit zum Thema FreeDOS und Networking im Wiki Format (beeindruckend, sehr empfehlenswert, es gibt auch ein nahezu identisches pdf Dokument namens dosnet.pdf, welches sich leicht im Netz finden l\u00e4sst)<\/li>\n<li>Das Dokument wurde auch ins Deutsche \u00fcbersetzt und befindet sich in der FreeDOS Hilfe und l\u00e4sst sich dort als <a href=\"http:\/\/www.bootablecd.de\/fdhelp-dos\/de\/hhstndrd\/network\/index.htm\">Netzwerken unter FreeDOS<\/a> finden.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.bootablecd.de\/fdhelp-dos\/de\/\">FreeDOS Hilfe in Deutsch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Scheinbar wird darin sogar die Inbetriebnahme einer meiner <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/09\/24\/hardware-fur-den-internetzugang-mit-freien-linuxtreibern\/\">3com-Netzwerkkarten<\/a> beschrieben, weswegen ich zuversichtlich bin, dass ich sp\u00e4ter einmal mit FreeDOS im Internet unterwegs bin. \ud83d\ude09<br \/>\nIch denke die Installation der Treiber und das Einrichten des Netzwerks ist momentan mit Slitaz zwar einfacher. KolibriOS und FreeDOS erg\u00e4nzen den Laptop jedoch um einige coole Funktionen. Die Installation von FreeDOS empfand ich als eher einfach, die Soundkarte war mit einer kleinen \u00c4nderung sofort einsatzbereit und zahllose Spiele f\u00fcr FreeDOS gibt es obendrauf. F\u00fcr ein Multibootsystem auf jeden Fall mehr als einen Blick wert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es macht Spa\u00df FreeDOS in einer virtuellen Maschine unter Linux auszuprobieren oder das sehr praktische DOSEMU zum Starten von DOS-Programmen und Spielen zu benutzen. Ich denke, das ist die einfachste M\u00f6glichkeit um mit FreeDOS den Einstieg in die DOS-Welt zu wagen. Nat\u00fcrlich war mein n\u00e4chstes Ziel das Freie Betriebssystem auch auf dem Toshiba Satellite 220cs &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/12\/28\/freedos-multiboot-system-mit-dem-toshiba-satellite-220cs\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eFreeDOS: Multiboot-System mit dem Toshiba Satellite 220cs\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6],"tags":[79,130,160,179,198],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5490"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5490"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5490\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10902,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5490\/revisions\/10902"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5490"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5490"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5490"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}