{"id":4967,"date":"2011-12-06T18:47:18","date_gmt":"2011-12-06T17:47:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=4967"},"modified":"2019-10-15T03:47:21","modified_gmt":"2019-10-15T01:47:21","slug":"linux-im-ram-erfahrungen-mit-tinycore-auf-dem-thinkpad-600","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/12\/06\/linux-im-ram-erfahrungen-mit-tinycore-auf-dem-thinkpad-600\/","title":{"rendered":"Linux im RAM: Erfahrungen mit TinyCore auf dem Thinkpad 600"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem die allgemeinen Hardwareprobleme wieder im Griff sind, wird es Zeit die Erfahrungen mit TinyCore zusammenzufassen. Ich habe mich nach meinem letzten Beitrag zum Thema \"<a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/11\/22\/linux-im-ram-tinycore-am-beispiel-xorg-server-remastern\/\">TinyCore remastern<\/a>\" noch etwas mit der Konfiguration dieser minimalistischen Linux-im-RAM-Distribution besch\u00e4ftigt und lade die gefundenen Erkenntnisse hier einfach mal ab.<\/p>\n<h2>TinyCore auf dem Thinkpad 600<\/h2>\n<p>Da ich festgestellt habe, dass der standardm\u00e4\u00dfig installierte XVesa-Treiber nur eine unzureichende Bildschirmaufl\u00f6sung bietet und alles gr\u00fcnlich verzerrt, habe ich den Xorg-Server in Version 7.6 installiert. Als Ausgangsbasis zum weiteren Testen habe ich mir den <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/07\/30\/tinycore-der-ultrakleine-nomade\/comment-page-1\/#comment-1093\">Vorschlag von Heinz<\/a> zu Herzen genommen und den Browser \"<a href=\"https:\/\/wiki.mozilla.org\/Firefox2\">Bon Echo<\/a>\", alias Firefox 2.0 mit GTK1-Bibliothek, <a href=\"https:\/\/sites.google.com\/site\/lockmoorecoding\/downloads\/fluff\">Fluff<\/a>, ein Dateimanager auf Basis von FLTK und kmaps f\u00fcr die deutsche Tastaturbelegung installiert. Nur an der Option \"Add app <strong>inside<\/strong> intitrd on boot\" konnte ich danach nicht mehr festhalten.<br \/>\nIch denke, es liegt nicht an der Gr\u00f6\u00dfe meines Arbeitsspeichers, 128 MB sind ausreichend um all diese Erweiterungen direkt beim Booten in den RAM zu kopieren. Dennoch wird der Xorg-Server nicht aktiviert und TinyCore f\u00e4llt auf den XVesa-Modus zur\u00fcck. Das Problem lie\u00df sich nur durch Remastern mit der Option \"Add app <strong>outside<\/strong> initrd on boot\" beseitigen. Das bedeutete zwar, dass ich den USB-Stick nicht mehr entfernen konnte, gleichzeitig sinkt dadurch aber auch der ben\u00f6tigte Verbrauch an RAM, weswegen diese Methode f\u00fcr die \u00e4lteren Rechner mir nun als der bessere Weg erscheint. Die Startzeit beim Booten wird ebenfalls verk\u00fcrzt, hingegen erh\u00f6ht sich die Wartezeit beim ersten Aufruf der Erweiterung.<\/p>\n<h3>Apps Audit<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich kann man TinyCore auch komplett in Virtualbox remastern und wie <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/11\/22\/linux-im-ram-tinycore-am-beispiel-xorg-server-remastern\/\">im letzten Beitrag zu diesem Thema<\/a> erw\u00e4hnt, \u00fcberfl\u00fcssige Extensions der Multicore-Version entfernen und Konfigurationsdateien schon vor dem ersten Remastern bearbeiten.<br \/>\nDa das langweilig war, bin ich sofort nach dem Beenden von Ezremaster auf den <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/hardware\/#hal600\">Thinkpad 600<\/a> gewechselt und habe dort dann alle weiteren Anpassungen vorgenommen. Mit Hilfe der Anwendung \"Apps Audit\", grob vereinfacht eine Mischung aus Ubuntus Softwarecenter und Synaptic :D, lassen sich Extensions entfernen und das System auf den neusten Stand bringen und einstellen, welche Erweiterungen schon beim Booten (<strong>OnBoot<\/strong>) und welche erst auf Nachfrage (<strong>OnDemand<\/strong>) in den RAM geladen werden.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Pakete entfernen.<\/strong> Dependencies -&gt; Build Reporting Database -&gt; Extension ausw\u00e4hlen -&gt; Mark for Deletion -&gt; Rebooten (mit Backup!)<\/li>\n<li><strong>System aktualisieren.<\/strong> Updates -&gt; Check for Updates<\/li>\n<li><strong>Erweiterungen beim Booten laden.<\/strong> OnBoot -&gt; Maintenance -&gt; Extension w\u00e4hlen<\/li>\n<li><strong>Erweiterung nach Anfrage laden.<\/strong> OnDemand -&gt; Maintenance -&gt; Extension w\u00e4hlen<\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_4998\" aria-describedby=\"caption-attachment-4998\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_AppsAudit1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4998 size-medium\" title=\"20111205_TinyCore_AppsAudit\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_AppsAudit1-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_AppsAudit1-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_AppsAudit1-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_AppsAudit1-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4998\" class=\"wp-caption-text\">Apps Audit<\/figcaption><\/figure>\n<h3>AppBrowser<\/h3>\n<p>Applikationen, Softwarepakete sagen die einen, TinyCore nennt es Extensions. Diese Anwendungen lassen sich mit dem AppBrowser installieren. Er ist denkbar einfach zu bedienen. Mit Connect verbindet man sich zum TinyCore-Repositorium, danach nur noch die Erweiterung ausw\u00e4hlen und aus den vier Modi w\u00e4hlen. Ich habe hier wie auch zuvor <strong>OnDemand<\/strong> gew\u00e4hlt und als weiteres App Dropbear, den winzigen SSH-Client und -Server installiert.<br \/>\nAlle Erweiterungen werden als <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Loop_device\">Loop-Device<\/a> eingeh\u00e4ngt und dann lediglich mit dem Dateisystem verlinkt. Im Prinzip verhalten sich deshalb TinyCores Extensions \u00e4hnlich wie die IMG-Dateien eines Mac. M\u00f6chte man Programme deinstallieren gen\u00fcgt es einfach die TCZ-Datei zu l\u00f6schen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5007\" aria-describedby=\"caption-attachment-5007\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_AppBrowser1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5007 size-medium\" title=\"20111205_TinyCore_AppBrowser\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_AppBrowser1-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_AppBrowser1-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_AppBrowser1-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_AppBrowser1-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5007\" class=\"wp-caption-text\">AppBrowser<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Netzwerk<\/h3>\n<p>Das Letztere w\u00e4re ohne funktionierendes Netzwerk nicht m\u00f6glich gewesen. Ich versuchte es zuerst mit meiner WLAN-Karte ASUS WL-107G mit Ralink-Chipsatz und dem Kerneltreiber rt2500pci. Der Linuxkernel erkannte die Karte wie gewohnt automatisch und da ich sowohl alle Wifi-Programme und auch wpa_supplicant von der Multicore-Version behalten hatte, funktionierte die minimalistische Netzwerkanwendung wifi.tcz problemlos. Zumindest f\u00fcr ca. 30 Sekunden hatte ich danach drahtlosen Internetzugang mit WPA-Verschl\u00fcsselung. Danach fror das System leider ein. Auch der Weg \u00fcber die Kommandozeile half nicht weiter.<br \/>\nIch tauschte danach die Karte gegen eine der <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/09\/24\/hardware-fur-den-internetzugang-mit-freien-linuxtreibern\/\">3com PCMCIA Karten<\/a> aus, mit der es schlie\u00dflich problemlos m\u00f6glich war eine kabelgebundene Verbindung mit eth0 als Schnittstelle aufzubauen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5009\" aria-describedby=\"caption-attachment-5009\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_Netzwerk_Control_Panel1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5009 size-medium\" title=\"20111205_TinyCore_Netzwerk_Control_Panel\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_Netzwerk_Control_Panel1-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_Netzwerk_Control_Panel1-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_Netzwerk_Control_Panel1-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_Netzwerk_Control_Panel1-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5009\" class=\"wp-caption-text\">Netzwerk + Control Panel<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Persistenz<\/h3>\n<p>Ein ganz wichtiges Thema bei TinyCore ist Persistenz. Nach dem Ausschalten des Computers sind gew\u00f6hnlich alle Daten, die vorher in den RAM geladen wurden verschwunden. Damit man sowohl seine Erweiterungen als auch wichtige Systemeinstellungen nach dem Reboot weiterverwenden kann, bietet TinyCore zwei grundlegende M\u00f6glichkeiten an.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Dauerhaftes \/home-, \/opt- und \/tce-Verzeichnis<\/strong>. Mit Hilfe von Bootcodes l\u00e4sst sich TinyCore schon beim Starten anweisen die \/home-, \/opt- und \/tce-Verzeichnisse dauerhaft auf einem Datentr\u00e4ger anzulegen. Beim <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/11\/22\/linux-im-ram-tinycore-am-beispiel-xorg-server-remastern\/\">Remastern<\/a> mit dem schon vorgestellen Ezremaster ist das Schritt Nr.2. Die Bootparameter lassen sich auch nachtr\u00e4glich \u00e4ndern. Die entsprechende Datei befindet sich in <em>\/mnt\/sdb1\/boot\/extlinux<\/em> und hei\u00dft <em>extlinux.conf<\/em>, wobei sdb mein eingeh\u00e4ngter USB-Stick ist.Die Bootparameter lassen sich an die Zeile APPEND anh\u00e4ngen. Wer wie ich TinyCore auf einen USB-Stick installiert und Extensions au\u00dferhalb der initial ramdisk installiert hat, stellt fest, dass das TCE-Verzeichnis automatisch persistent angelegt wurde. D.h. alle Erweiterungen, die man mit dem Appbrowser in \/mnt\/sdb1\/tce\/optional installiert, werden gespeichert.<br \/>\nAusf\u00fchrlicher erkl\u00e4rt wird es im TinyCore-Wiki im Artikel \"<a href=\"http:\/\/wiki.tinycorelinux.net\/wiki:persistence_for_dummies\">Persistence for Dummies<\/a>\".<\/li>\n<li><strong>Backup<\/strong>. Die intuitivste und wahrscheinlich auch einfachste Methode ist es ein Backup zu machen. Beim Abmelden kann man zwischen den drei Optionen None, Backup und Safe ausw\u00e4hlen, also entweder nicht speichern, ein Backup machen oder ein Backup machen und das alte Backup zus\u00e4tzlich sichern. Alle Dateien und Informationen werden dann gepackt und im \/tce-Verzeichnis als mydata.tgz gesichert. Was genau gespeichert oder nicht gespeichert werden soll, l\u00e4sst sich in zwei einfachen Textdateien festlegen. Im \/opt-Verzeichnis befinden sich die versteckten Dateien <strong>.filetool.lst<\/strong> und <strong>.xfiletool.lst<\/strong>. Die erste Datei ist eine Whitelist, in der Verzeichnisse und Dateien aufgef\u00fchrt sind, die gesichert werden sollen. Die .xfiletool.lst ist das Gegenst\u00fcck dazu, in der Dateien vom Backup ausgeschlossen werden k\u00f6nnen.Dabei gilt: <strong>.xfiletool.lst &gt; .filetool.lst<\/strong>, wodurch es m\u00f6glich ist Verzeichnisse auf eine Whitelist zu setzen, aber darin enthaltene Dateien vom Backup auszuschlie\u00dfen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Folgende Dateien und Verzeichnisse habe ich zus\u00e4tzlich zu den Voreinstellungen zum Backup hinzugef\u00fcgt oder ausgeschlossen.<\/p>\n<h4>.filetool.lst<\/h4>\n<blockquote><p>etc\/X11\/xorg.conf<br \/>\nopt\/eth0.sh<br \/>\nopt\/wpa_supplicant.conf<br \/>\netc\/passwd<br \/>\netc\/shadow<br \/>\netc\/dropbear<\/p><\/blockquote>\n<h4>.xfiletool.lst<\/h4>\n<blockquote><p>.mozilla\/<\/p><\/blockquote>\n<h3>Deutsche Tastaturbelegung<\/h3>\n<h4>Xorg<\/h4>\n<p>Da ich den Xorg-Server benutze, ist es notwendig, dass man die Einstellungen zur deutschen Tastaturbelegung manuell in <strong>\/etc\/X11\/xorg.conf<\/strong> \u00e4ndert. Die Vorgehensweise habe ich <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/12\/02\/alt-gr-taste-unter-x-in-betrieb-nehmen-und-tastaturlayout-auf-deutsch-andern\/\">vor kurzem etwas ausf\u00fchrlicher<\/a> beschrieben. Im Prinzip ist es das gleiche Spiel wie bei ConnochaetOS oder Slitaz. Als Eintrag gen\u00fcgt aber in der Regel schon:<\/p>\n<pre class=\"brush:plain\">Section \"InputDevice\"\n  Identifier \"Keyboard\"\n  Driver \"kbd\"\n  Option \"XkbLayout\" \"de\"\nEndSection<\/pre>\n<p>F\u00fcr Leserinnen und Leser aus der Schweiz und \u00d6sterreich sollte nat\u00fcrlich auch ch und at funktionieren. \ud83d\ude42 Nicht vergessen die xorg.conf in die .filetool.lst einzutragen!<\/p>\n<h4>Konsole<\/h4>\n<p>F\u00fcr die virtuelle Konsole ben\u00f6tigt man das Paket kmap.tcz und die passende deutsche Keymap. Der folgende Befehl sollte in <strong>\/opt\/bootlocal.sh<\/strong> eingetragen werden. Er wird dann automatisch beim Start ausgef\u00fchrt.<br \/>\n<code><br \/>\nloadkmap &lt; \/usr\/share\/kmap\/qwertz\/de-latin1.kmap<\/code><\/p>\n<h3>Dropbear<\/h3>\n<p>Dropbear ist ein kleiner SSH-Client und -Server und der passende Ersatz, wenn man die gleiche Sicherheit wie mit OpenSSH haben m\u00f6chte, aber auf die <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/08\/11\/sicherer-datentausch-ein-sftp-server-mit-chroot\/\">sftp F\u00e4higkeit<\/a> verzichten kann. Zum Starten von Dropbear tr\u00e4gt man den Befehl<br \/>\n<code>\/etc\/init.d\/dropbear start <\/code><br \/>\nin die <em>\/opt\/bootlocal.sh<\/em> ein. Gleichzeitig muss der Standardbenutzer tc ein Passwort erhalten (<strong>passwd<\/strong>) und die Dateien <em>\/etc\/passwd<\/em>, <em>\/etc\/shadow<\/em> und das gesamte <em>\/etc\/dropbear<\/em> Verzeichnis persistent gemacht werden.<\/p>\n<h3>Hintergrundbild einrichten<\/h3>\n<p>Das Hintergrundbild l\u00e4sst sich spielend leicht \u00e4ndern. Kopiert euer bevorzugtes Bild einfach nach <strong>\/opt\/backgrounds<\/strong>. Anschlie\u00dfend l\u00e4sst sich im Control Panel unter \"Wallpaper\" das neue Hintergrundbild einrichten. So l\u00e4sst sich ganz leicht aus TinyCore ein Ubuntu Oneiric Ocelot machen. \ud83d\ude09<\/p>\n<h2>Auf ein Wort<\/h2>\n<p>Es ist schon erstaunlich, dass es Freie Betriebssysteme gibt, die nicht nur auf 13 Jahre alter Hardware funktionieren, sondern dann auch noch komplett im RAM laufen k\u00f6nnen.<br \/>\nIch denke TinyCore ist ein Beispiel daf\u00fcr, dass man sowohl \u00e4ltere Hardware als auch innovative Konzepte unter einen Hut bringen kann. TinyCore ist kein Abklatsch irgendeines bekannten Mainstream-Linux, dass sich an der Vorarbeit anderer g\u00fctlich tut und nur das Desktopthema austauscht.<br \/>\nVollkommen zufrieden bin ich aber noch nicht. Die WLAN-Karte muss\/sollte funktionieren. TinyCore auf eine Festplatte zu installieren ist zwar m\u00f6glich, das halte ich aber nicht f\u00fcr den eigentlichen Verwendungszweck dieser Minidistribution. Zu rudiment\u00e4r ist auch der Installer, als dass er einen ernsthaften Vergleich mit Debian oder Ubuntu standhalten k\u00f6nnte. Ideal ist TinyCore f\u00fcr den privaten Desktopbenutzer, der ein ma\u00dfgeschneidertes Linux f\u00fcr einen USB-Stick und f\u00fcr den RAM sucht.<br \/>\nTinyCore bietet einige technisch einfache und effiziente Systemprogramme, die ideal f\u00fcr \u00e4ltere Rechner geeignet sind, da sie kaum Ressourcen in Beschlag nehmen. Sie sehen zwar optisch nicht \u00fcberw\u00e4ltigend aus, verrichten aber zielgerichtet ihren Dienst.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/09\/09\/debian-squeeze-installation-auf-dem-thinkpad-600\/\">Debian<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/09\/25\/slitaz-und-der-thinkpad-600-kurz-und-knapp\/\">Slitaz<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/09\/16\/erfahrungen-mit-connochaetos-auf-dem-thinkpad-600\/\">ConnochaetOS<\/a> halte ich f\u00fcr eine Festplatteninstallation auf dem Thinkpad 600 f\u00fcr die bessere Alternative, keine der Drei l\u00e4sst sich aber so schnell und einfach mit 128 MB oder weniger in den RAM installieren, wobei man mit TinyCore eine grafische Oberfl\u00e4che standardm\u00e4\u00dfig geboten bekommt.<br \/>\nWenn man also ein bestehendes Betriebssystem nicht ver\u00e4ndern m\u00f6chte und gleichzeitig verschiedene Optionen von \"<a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/07\/03\/was-man-mit-alten-computern-machen-kann\/\">Was man mit alten Computern machen kann<\/a>\" ausprobieren will, bietet sich TinyCore als eine ideale M\u00f6glichkeit an.<br \/>\nWie immer muss man die Vor- und Nachteile f\u00fcr sich selbst abw\u00e4gen. Fakt ist, TinyCore belegt momentan mit allen Erweiterungen gerade einmal 65 MB Speicherplatz, was es ideal f\u00fcr meinen 128-MB-USB-Stick macht. \ud83d\ude09<br \/>\nNach dem Booten zeigt mir htop an, dass TinyCore 30 MB RAM in Anspruch nimmt. Mit Bon Echo, Fluff und ein paar Systemprogrammen komme ich auf 68 MB. Mehr als genug gute Gr\u00fcnde, um die Entwicklung von TinyCore in Zukunft weiter zu verfolgen.<\/p>\n<div class=\"imgLeft\">\n<figure id=\"attachment_5014\" aria-describedby=\"caption-attachment-5014\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_hal6001-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5014 size-medium\" title=\"20111205_TinyCore_hal600\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_hal6001-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_hal6001-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_hal6001-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_hal6001-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5014\" class=\"wp-caption-text\">Speicherverbrauch und Fluff<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<div class=\"imgRight\">\n<figure id=\"attachment_5015\" aria-describedby=\"caption-attachment-5015\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_BonEcho1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5015 size-medium\" title=\"20111205_TinyCore_BonEcho\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_BonEcho1-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_BonEcho1-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_BonEcho1-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/20111205_TinyCore_BonEcho1-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5015\" class=\"wp-caption-text\">BonEcho<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<div style=\"clear: both;\"><\/div>\n<h3>Links<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/wiki.tinycorelinux.net\/wiki:start\">TinyCore Wiki<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/forum.tinycorelinux.net\/\">TinyCore Forum<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.parkytowers.me.uk\/thin\/Linux\/TinycoreWS.shtml\">Anleitung zu TinyCore als Webserver<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem die allgemeinen Hardwareprobleme wieder im Griff sind, wird es Zeit die Erfahrungen mit TinyCore zusammenzufassen. Ich habe mich nach meinem letzten Beitrag zum Thema &#8222;TinyCore remastern&#8220; noch etwas mit der Konfiguration dieser minimalistischen Linux-im-RAM-Distribution besch\u00e4ftigt und lade die gefundenen Erkenntnisse hier einfach mal ab. TinyCore auf dem Thinkpad 600 Da ich festgestellt habe, dass &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/12\/06\/linux-im-ram-erfahrungen-mit-tinycore-auf-dem-thinkpad-600\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLinux im RAM: Erfahrungen mit TinyCore auf dem Thinkpad 600\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[87,195],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4967"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4967"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4967\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10930,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4967\/revisions\/10930"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}