{"id":493,"date":"2010-08-17T19:36:13","date_gmt":"2010-08-17T17:36:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=493"},"modified":"2010-08-17T19:36:13","modified_gmt":"2010-08-17T17:36:13","slug":"lvm-grose-von-logical-volumes-anpassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2010\/08\/17\/lvm-grose-von-logical-volumes-anpassen\/","title":{"rendered":"LVM Gr\u00f6\u00dfe von Logical Volumes anpassen"},"content":{"rendered":"<p>Sowohl Debian als auch Ubuntu bieten bei der Installation die M\u00f6glichkeit an, anstatt der \u00fcblichen Partitionierung der Festplatte noch eine Zwischenschicht einzubauen, um sp\u00e4ter die Gr\u00f6\u00dfe von Logical Volumes dynamisch anpassen zu k\u00f6nnen. Diese logische Zwischenschicht hei\u00dft <em>Logical Volume Manager. <\/em>Die wichtigsten Komponenten sind das Physical Volume, eine Partition oder Festplatte, die Volume Group, welche mehrere Physical Volumes zusammenfassen kann und die Logical Volumes, welche sich wiederum in diesem System wie eine Partition verhalten. Da ich etwas entt\u00e4uscht vom einzigen grafischen LVM Programm <em>system-config-lvm<\/em> war, sind hier die Schritte f\u00fcr die Konsole.<br \/>\nIm einfachsten Fall repr\u00e4sentiert das Physical Volume wie bei mir die einzige eingebaute Festplatte und bildet eine Volume Group. Innerhalb dieser Gruppe befinden sich bei der gef\u00fchrten Installation mit Ubuntu lediglich die Logical Volumes f\u00fcr root und swap. Bei der Installation hatte ich aber absichtlich nicht den gesamten Festplattenspeicher benutzt, sondern noch circa 90 GB freigelassen.<\/p>\n<h3>Logical Volumes erstellen<\/h3>\n<p>Daraus entstand ein weiteres Logical Volume f\u00fcr <a title=\"VirtualBox.org\" href=\"http:\/\/www.virtualbox.org\/\">Virtualbox<\/a> mit 40 GB Festplattenspeicher. So etwas l\u00e4sst sich mit dem Befehl<\/p>\n<blockquote><p>sudo lvcreate -L 40G -n &lt;volume&gt; &lt;group&gt;<\/p><\/blockquote>\n<p>schnell anlegen, wobei f\u00fcr &lt;volume&gt; virtualbox und f\u00fcr &lt;group&gt; der Name der Volume Group eingesetzt werden muss, welche bei der gef\u00fchrten Installation immer dem Rechnernamen entspricht. Anschlie\u00dfend muss noch ein Dateisystem angelegt werden z.B. ext3<\/p>\n<blockquote><p>sudo mkfs.ext3 \/dev\/&lt;group&gt;\/&lt;volume&gt;<\/p><\/blockquote>\n<h3>Logical Volumes vergr\u00f6\u00dfern und verkleinern<\/h3>\n<p>Um nun einem Logical Volume wie virtualbox oder root mehr Speicherplatz zuzuweisen und wie in diesem Fall um 50 Gigabyte zu vergr\u00f6\u00dfern, gen\u00fcgt es<\/p>\n<blockquote><p>sudo lvextend -L +50G \/dev\/&lt;group&gt;\/&lt;volume&gt;<\/p><\/blockquote>\n<p>auszuf\u00fchren und anschlie\u00dfend das Dateisystem des Logical Volumes an die neue Gr\u00f6\u00dfe mit<\/p>\n<blockquote><p>sudo resize2fs -p \/dev\/&lt;group&gt;\/&lt;volume&gt;<\/p><\/blockquote>\n<p>anzupassen. Das Vergr\u00f6\u00dfern funktioniert mit ext3 auch im eingeh\u00e4ngten Zustand. M\u00f6chte man das Logical Volume verkleinern gen\u00fcgt es<em> lvextend<\/em> mit <em>lvreduce <\/em>zu ersetzen und den Parameter L anzupassen. <strong>Aber Vorsicht! <\/strong>Anders als bei der Vergr\u00f6\u00dferung muss das Dateisystem <strong>vor<\/strong> der Verkleinerung angepasst sein, ansonsten kommt es zum Datenverlust. Dabei muss an den Befehl zus\u00e4tzlich noch ein Parameter f\u00fcr die gew\u00fcnschte Gr\u00f6\u00dfe angeh\u00e4ngt werden, z.B.<\/p>\n<blockquote><p>sudo resize2fs -p \/dev\/&lt;group&gt;\/&lt;volume&gt; 20G<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies h\u00e4tte das urspr\u00fcngliche virtualbox Volume halbiert. Um ein Logical Volume unter ext3 zu verkleinern darf es nicht gemountet sein! Deshalb empfiehlt es sich vor der Verkleinerung von Dateisystemen immer ein Backup zu machen und vor der Verkleinerung das Dateisystem auf Fehler zu \u00fcberpr\u00fcfen mit<\/p>\n<blockquote><p>e2fsck -f \/dev\/&lt;group&gt;\/&lt;volume&gt;<\/p><\/blockquote>\n<h3>Snapshots erzeugen<\/h3>\n<p>Eine weitere n\u00fctzliche M\u00f6glichkeit von LVM ist das Anlegen von sogenannten Snapshots, also Abbildern einzelner Logical Volumes. Daf\u00fcr ben\u00f6tigt man lediglich noch etwas unzugeordneten freien Festplattenspeicher, aber keinesfalls den gleichen Platz, den das Original einnimmt.<\/p>\n<blockquote><p>sudo lvcreate -L 1G -s -n backup \/dev\/&lt;group&gt;\/&lt;volume&gt;<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn die \u00c4nderungen am Original Volume gr\u00f6\u00dfer als 1 Gigabyte werden, wird das Abbild inkonsistent. Sprich, es entspricht in diesem Moment nicht mehr dem Original. Der Speicherplatz f\u00fcr snapshots dient also lediglich dazu Ver\u00e4nderungen am Original zu erfassen. Das Abbild l\u00e4sst sich dann z.B. in einen Backup Ordner mounten und mit der bevorzugten Backup Methode archivieren wie z.B. <em>tar<\/em> oder <em>rsync<\/em> und <em>dd<\/em> f\u00fcr bitweise Archivierung. Um das Abbild zu entfernen gen\u00fcgt ein<\/p>\n<blockquote><p>sudo lvremove \/dev\/&lt;group&gt;\/&lt;volume&gt;<\/p><\/blockquote>\n<h3>Links<\/h3>\n<p><a title=\"LVM bei ubuntuusers.de\" href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Logical_Volume_Manager\">Logical Volume Manager im Wiki auf ubuntuusers.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sowohl Debian als auch Ubuntu bieten bei der Installation die M\u00f6glichkeit an, anstatt der \u00fcblichen Partitionierung der Festplatte noch eine Zwischenschicht einzubauen, um sp\u00e4ter die Gr\u00f6\u00dfe von Logical Volumes dynamisch anpassen zu k\u00f6nnen. Diese logische Zwischenschicht hei\u00dft Logical Volume Manager. 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