{"id":4689,"date":"2011-11-16T17:30:02","date_gmt":"2011-11-16T16:30:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=4689"},"modified":"2019-10-16T14:52:35","modified_gmt":"2019-10-16T12:52:35","slug":"linux-im-ram-tinycore-auf-einem-usb-stick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/11\/16\/linux-im-ram-tinycore-auf-einem-usb-stick\/","title":{"rendered":"Linux im RAM: TinyCore auf einem USB-Stick"},"content":{"rendered":"<p>Ein aktueller Trend ist der Austausch der althergebrachten elektromechanischen Festplatte gegen ein Solid State Drive und \u00fcber kurz oder lang wird SSD die hergebrachte Magnetfestplatte vollst\u00e4ndig ersetzen. Einziger Nachteil momentan ist der relativ hohe Preis pro GB f\u00fcr die neue Technologie. F\u00fcr einen \u00e4lteren Laptop mit einer zehnj\u00e4hrigen Vergangenheit lohnt ein solcher Umbau schon nicht mehr. Wer aber dennoch mit SD-Technik lieb\u00e4ugelt, aber nicht gerne Geld zum Fenster herauswirft, sollte sich auch einmal <a href=\"http:\/\/kmandla.wordpress.com\/2010\/07\/22\/poor-mans-ssd\/\">K.Mandlas SSD-L\u00f6sung<\/a> n\u00e4her anschauen. \ud83d\ude09<br \/>\nF\u00fcr meinen Teil sehe ich sowohl f\u00fcr \u00e4ltere als auch f\u00fcr brandneue Rechner eine noch preisg\u00fcnstigere und noch schnellere Alternative.<\/p>\n<h2>RAM Installation<\/h2>\n<p>Machen wir uns nichts vor, heutzutage sind ja nun mehr 8 GB RAM Standard. Tendenz weiter steigend. Man muss schon ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Kunstst\u00fcck vollbringen, um mit einem Desktop-PC hier an die Grenzen zu sto\u00dfen. H\u00e4lt man das System hingegen sogar schlank und minimal, l\u00e4sst sich auch mit weit weniger RAM eine Linuxdistribution komplett in den RAM kopieren und darin dann ausf\u00fchren. Und mal ehrlich, welchen Grund au\u00dfer Nostalgie k\u00f6nnte es geben, dass Anwendungen nicht mit Lichtgeschwindigkeit starten sollten?<br \/>\nIn der Vergangenheit habe ich mir einige Linuxe angeschaut, die sich zur Hauptaufgabe gemacht haben, ein Betriebssystem f\u00fcr den RAM zu entwickeln. Darunter waren <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/12\/23\/live-mit-slitaz-unterwegs\/\">Slitaz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/06\/17\/puppy-linux-eine-distribution-mit-dem-namen-eines-hundes\/\">Puppy Linux<\/a>, auch <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/06\/08\/crunchbang-archlinux-archbang\/\">ArchBang<\/a> bietet einen RAM-Modus an und nicht zu vergessen das winzige <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/07\/30\/tinycore-der-ultrakleine-nomade\/\">TinyCore<\/a>.<br \/>\nIm Grunde genommen l\u00e4sst sich jede Linuxdistribution zum RAM-Linux umr\u00fcsten. Der Unterschied besteht haupts\u00e4chlich darin, wie viel Arbeitsspeicher vorausgesetzt wird und wie einfach oder schwer es gemacht wird das System an die eigenen Vorstellungen anzupassen. Gut gefallen hat mir das <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/07\/24\/slitaz-mit-tazlito-in-wenigen-minuten-seine-eigene-live-cd-erstellen\/\">einfache Konzept von Slitaz<\/a>, wo man dem im RAM laufenden Linux Anwendungen hinzuf\u00fcgen oder entfernen kann und mit dem sich das fertige Ergebnis sofort wieder zu einer neuen ISO-Datei zusammenstellen l\u00e4sst.<\/p>\n<h2>TinyCore auf einem USB-Stick<\/h2>\n<p>Um den Horizont zu erweitern versuche ich mich derzeit an TinyCore Linux, welches den Thinkpad 600 und vielleicht sp\u00e4ter sogar den Toshiba Port\u00e9g\u00e9 3110CT komplett als RAM-Distribution antreiben soll. <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/07\/07\/slitaz-auf-einen-usb-stick-installieren\/\">\u00c4hnlich wie bei Slitaz<\/a> bietet TinyCore einen eigenen Installer, der das Image auf den USB-Stick schreibt und diesen zugleich bootf\u00e4hig macht.<br \/>\nDie Dokumentation dazu ist meiner Meinung nach etwas inkonsistent. Gleichzeitig ist die Installation auf den USB-Stick aber ziemlich einfach. Ansehen sollte man sich die <a href=\"http:\/\/distro.ibiblio.org\/tinycorelinux\/install.html\">Installationsanleitung<\/a>, das <a href=\"http:\/\/distro.ibiblio.org\/tinycorelinux\/overview.html\">Quick&amp;Easy Overview<\/a> und auch das <a href=\"http:\/\/wiki.tinycorelinux.net\/wiki:start\">TinyCore-Wiki<\/a>.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li>Zuerst habe ich mir das <a href=\"http:\/\/distro.ibiblio.org\/tinycorelinux\/downloads.html\">MultiCore Image<\/a> heruntergeladen, auf dem sich die zus\u00e4tzlichen Programme zum Installieren befinden.<\/li>\n<li>Anschlie\u00dfend wurde die ISO-Datei in Virtualbox als CD-Laufwerk in einer virtuellen Maschine gemountet und von dort die MultiCore-Version gestartet. Nat\u00fcrlich habt ihr auch die M\u00f6glichkeit das Abbild auf CD zu brennen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111115_TinyCore_USB1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-4693 size-medium\" title=\"20111115_TinyCore_USB\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111115_TinyCore_USB1-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111115_TinyCore_USB1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111115_TinyCore_USB1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111115_TinyCore_USB1-1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<ol>\n<li>Auf dem Desktop angekommen, startet ihr den TC-Installer (zweites Icon von rechts auf dem Screenshot).<\/li>\n<li>W\u00e4hlt die Datei tinycore.gz aus, die sich im Boot-Verzeichnis der gemounteten ISO-Datei befindet. (hier Laufwerk sr0) und selektiert alles so wie auf dem Screenshot. Mein USB-Stick wurde an die virtuelle Maschine als Laufwerk sdb durchgereicht. Anschlie\u00dfend wird eine \"Frugal\"-Installation durchgef\u00fchrt und der Inhalt des gesamten USB-Sticks \u00fcberschrieben.<\/li>\n<li>Die folgenden Installationsschritte k\u00f6nnen wie in der Voreinstellung beibehalten werden. Lediglich als Dateisystem sollte ext2 gew\u00e4hlt werden, um zus\u00e4tzliche Schreibvorg\u00e4nge auf den USB-Stick zu vermeiden, die bei Journaling-Dateisystemen wie z.B. ext3 und ext4 auftreten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach einer weiteren Best\u00e4tigung wird daraufhin TinyCore auf den USB-Stick geschrieben. Mit Hilfe des ausgezeichneten <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/07\/07\/mehr-als-hilfreich-plop-bootmanager\/\">Plop Bootmanagers<\/a> l\u00e4sst sich dann mit dem Thinkpad 600 TinyCore von USB starten.<\/p>\n<h2>Probleme und To-Do<\/h2>\n<p>Mit TinyCore auf USB bootet der Thinkpad 600 ohne Probleme. Problematisch ist aber der verwendete XVesa-Treiber, der zwar die Aufl\u00f6sung mit 1024x768 korrekt einrichtet, die Darstellung jedoch gr\u00fcnlich verzerrt, so dass sich praktisch nichts erkennen l\u00e4sst. Ich muss hier in Zukunft einen Weg finden, um XVesa in Einklang mit meiner MagicGraph-Grafikkarte zu bringen oder TinyCore mit dem X-Server von Xorg zu remastern. Da ich sowieso zus\u00e4tzliche Erweiterungen installieren m\u00f6chte, komme ich um das Remastern nicht herum.<br \/>\nTinyCore auf einen USB-Stick zu installieren war einfach. Die Konfiguration kann aber unter Umst\u00e4nden l\u00e4nger dauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein aktueller Trend ist der Austausch der althergebrachten elektromechanischen Festplatte gegen ein Solid State Drive und \u00fcber kurz oder lang wird SSD die hergebrachte Magnetfestplatte vollst\u00e4ndig ersetzen. Einziger Nachteil momentan ist der relativ hohe Preis pro GB f\u00fcr die neue Technologie. 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