{"id":4517,"date":"2011-11-06T11:56:21","date_gmt":"2011-11-06T10:56:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=4517"},"modified":"2019-10-16T15:04:23","modified_gmt":"2019-10-16T13:04:23","slug":"erkenntnisse-bei-16-mb-ram-und-weniger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/11\/06\/erkenntnisse-bei-16-mb-ram-und-weniger\/","title":{"rendered":"Erkenntnisse bei 16 MB RAM und weniger"},"content":{"rendered":"<p>Er ist nicht vergessen, nur etwas ruhiger ist es um ihn geworden. In der Zwischenzeit hat er einen neuen Platz neben meinem Router gefunden, um nun direkt mit Hilfe einer PCMCIA zu LAN-Karte ins Netz zu gehen. Ab und an probiere ich ein paar Programme und Einstellungen aus um herauszufinden, was tats\u00e4chlich m\u00f6glich und vor allem sinnvoll ist bei einem 16 Jahre alten, <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/hardware\/#220CS\">Toshiba 220cs<\/a>, Laptop. Zwar ist 16 MB RAM weit davon entfernt ein komfortables Polster zu sein, doch verhalten sich einige Konsolenprogramme nicht anders als auf einem Core-Duo-Rechner.<br \/>\nNach wie vor benutze ich <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/12\/30\/slitaz-minimalinstallation-auf-dem-toshiba-220cs\/\">Slitaz in der Minimalinstallation<\/a> und das winzige <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/tag\/kolibrios\/\">KolibriOS<\/a> als Dual-Boot System. Zwischendurch hatte ich Slitaz zwar auch schon wieder von Grund auf neu aufgespielt, aber am Ende rettet das Image vom Jahresanfang immer noch den Tag.<br \/>\nWenn ihr zu den Leuten geh\u00f6rt, die elektronische Ger\u00e4te bei l\u00e4ngerer Nichtbenutzung komplett vom Stromnetz trennen, solltet ihr nach dem Wiederanfahren unbedingt einen Blick in das BIOS werfen. Bei Problemen mit der PCMCIA Karte kann es passiert sein, dass die ausgelaugte CMOS-Batterie nicht mehr genug Energie zur Verf\u00fcgung stellt, um die richtigen Einstellungen zu speichern.<br \/>\n<strong>RAM.<\/strong> Zwar rede ich immer von 16 MB RAM, htop zeigt mir aber lediglich nur 10 MB an. Vermutlich wird Speicher durch eingebaute Hardware reserviert, weswegen am Ende f\u00fcr die tats\u00e4chliche Ausf\u00fchrung weniger RAM zur Verf\u00fcgung steht. Htop ist aber nicht das einzige Programm, das diesen Wert anzeigt. Auch KolibriOS signalisiert hier den gleichen Wert. Trotzdem ist es erstaunlich, was ein minimales Slitaz an Arbeitsspeicher ben\u00f6tigt und dabei dennoch alle Hardwaretreiber geladen hat.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Toshiba220cs_Slitaz1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-4519 size-medium\" title=\"20111105_Toshiba220cs_Slitaz\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Toshiba220cs_Slitaz1-1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Toshiba220cs_Slitaz1-1-300x225.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Toshiba220cs_Slitaz1-1-768x576.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Toshiba220cs_Slitaz1-1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<strong>WLAN.<\/strong> Das WLAN in Betrieb zu nehmen, war auf dem 220cs noch nie ein Problem. Obwohl 1996 die meisten Laptops noch nicht bereit waren f\u00fcr die mobilen Anspr\u00fcche des Internetzeitalters (mit dem 220cs kann man sich Hanteltraining sparen), ist es ohne weiteres m\u00f6glich seine PCMCIA-Karte mit WPA in Betrieb zu nehmen. Leider nimmt diese drahtlose Funktion einige MB in Anspruch. Wenn man also den Rechner sowieso nur zur Hause f\u00fcr einen bestimmten Zweck nutzen m\u00f6chte, ist eine <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/09\/24\/hardware-fur-den-internetzugang-mit-freien-linuxtreibern\/\">PCMCIA zu LAN<\/a> Karte vorzuziehen. Die beiden von 3com erf\u00fcllen nicht nur ihren Zweck, sondern haben auch Freie Linuxtreiber.<br \/>\n<strong>Rtorrent.<\/strong> Keine Frage ist <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/12\/07\/effizient-und-schnell-rtorrent-screen-und-elinks\/\">Rtorrent<\/a> die bevorzugte L\u00f6sung, wenn man BitTorrent von der Konsole aus bedienen m\u00f6chte. Mit dem geringen Verbrauch an Systemressourcen und dem intuitiven Ncurses-Interface kann man nicht viel falsch machen. Obwohl RAM hier ein wichtiger Flaschenhals ist, sollte man I\/O nicht untersch\u00e4tzen. So alte Laptops haben meist keine sehr schnelle Festplatte, USB 1.0 war zu dieser Zeit noch eine Seltenheit und versucht man gleichzeitig mehrere Torrents \u00fcber WLAN zu verteilen, hat man die besten Voraussetzungen geschaffen, um dem System die Grenzen aufzuzeigen. Der Umstieg auf eine LAN-Verbindung hat bei mir zwar deutlich geholfen, dennoch muss man die Bandbreite bei der \u00dcbertragung drosseln, damit der Laptop weiterhin bedienbar bleibt. In Rtorrent sollte deswegen die Anzahl der maximalen Peers begrenzt werden und gleichzeitig f\u00fcr den Download eine Grenze gezogen werden. Global 300 kb\/s war ein vern\u00fcnftiger Zahlenwert.<br \/>\n<strong>Musik.<\/strong> Nachdem ich die richtigen <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/01\/05\/audiowiedergabe-mit-dem-toshiba-satellite-220cs-funktioniert\/\">Audioeinstellungen<\/a> gefunden hatte, lie\u00df sich ohne weiteres Musik mit <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/12\/14\/federleicht-musikhoren-mit-cmus\/\">cmus<\/a> abspielen, dass ich mit Hilfe von <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/09\/25\/softwarepakete-konvertieren-mit-alien-oder-tazpkg\/\">tazpkg<\/a> von einem Debian- in ein Slitazpaket umgewandelt habe. Ob die abgespielten Kl\u00e4nge aber als H\u00f6rgenu\u00df bezeichnet werden d\u00fcrfen, lasse ich an dieser Stelle mal offen. Hier muss man wohl die Schuld bei der Soundkarte suchen. Lauter Krach immer, \u00c4olsharfe gleiche Kl\u00e4nge eher nein.<br \/>\n<strong>SSH.<\/strong> Normalerweise benutze ich SSH nicht nur zur Fernadministration, sondern auch zum Einh\u00e4ngen entfernter Dateisysteme mit sshfs. Diese Methode scheint bei dem Toshiba 220cs ziemlich instabil zu sein, weswegen m\u00f6glicherweise der Versuch lohnt Dateien mit Hilfe von <a href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/NFS\">NFS<\/a> freizugeben. Auf jeden Fall ist <a href=\"http:\/\/matt.ucc.asn.au\/dropbear\/dropbear.html\">Dropbear<\/a> der geeignete Ersatz f\u00fcr OpenSSH, wenn die Ressourcen begrenzt sind.<br \/>\n<strong>Lighttpd.<\/strong> Ich erw\u00e4hnte schon bei der Vorstellung von Ideen, <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/07\/03\/was-man-mit-alten-computern-machen-kann\/\">was man mit alten Computern machen kann<\/a>, dass ein hauseigener Webserver unter Umst\u00e4nden ein guter Verwendungszweck f\u00fcr einen alten Rechner sein kann. Als leichtgewichtige Variante bietet sich hier <a href=\"http:\/\/www.lighttpd.net\/\">Lighttpd<\/a> an, der sich bei Slitaz problemlos installieren und mit <code>\/etc\/init.d\/lighttpd start<\/code> auch sofort in Betrieb nehmen l\u00e4sst. Dauerhaft wird der Dienst in der <em>\/etc\/rcS.conf<\/em> unter RUN_DAEMONS eingetragen. Danach nur noch mit dem Browser auf die lokale Adresse surfen und man kann sich von den F\u00e4higkeiten von Lighttpd \u00fcberzeugen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Slitaz_LIghttpd1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-4523 size-medium\" title=\"20111105_Slitaz_LIghttpd\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Slitaz_LIghttpd1-1-300x207.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Slitaz_LIghttpd1-1-300x207.png 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Slitaz_LIghttpd1-1-768x530.png 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Slitaz_LIghttpd1-1-1024x707.png 1024w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/20111105_Slitaz_LIghttpd1-1.png 1063w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nPrinzipiell funktionieren viele textbasierte Programme wie auf einem brandneuen Modell. Egal ob es der IRC Chat ist, der Terminplaner f\u00fcr die Konsole oder das <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/08\/14\/alpine-in-funf-minuten\/\">E-Mail-Programm<\/a>. Wunder darf man aber nicht erwarten. Insbesondere lassen sich nicht alle Programme parallel ausf\u00fchren und umfangreiche Editoren wie Vim verhalten sich zeitweise recht tr\u00e4ge.<br \/>\nF\u00fcr die Zukunft stehen noch <a href=\"http:\/\/www.freedos.org\/\">FreeDOS<\/a> und <a href=\"http:\/\/crux.nu\/\">Crux<\/a> auf dem Testplan. Ersteres um herauszufinden, welche M\u00f6glichkeiten ein weiteres Nicht-Linux, aber Freies Betriebssystem, bietet und letzteres, weil es einen speziellen i585-Port zur Verf\u00fcgung stellt und dazu noch \u00e4u\u00dferst anpassbar ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist nicht vergessen, nur etwas ruhiger ist es um ihn geworden. 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