{"id":4373,"date":"2011-10-26T11:22:43","date_gmt":"2011-10-26T09:22:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=4373"},"modified":"2019-10-17T02:24:00","modified_gmt":"2019-10-17T00:24:00","slug":"apt-cacher-ng-ein-proxy-server-fur-debian-und-ubuntu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/10\/26\/apt-cacher-ng-ein-proxy-server-fur-debian-und-ubuntu\/","title":{"rendered":"Apt-Cacher-NG: Ein Proxy-Server f\u00fcr Debian und Ubuntu"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt Programme, die einem erst in den Sinn kommen, wenn man viele Linuxdistributionen gleichzeitig auf seinen Heimrechnern benutzt und das Hardwarearsenal von Jahr zu Jahr anw\u00e4chst. Im Regelfall hat jedes Linux einen Paketmanager, der daf\u00fcr sorgt, dass Softwarepakete zentral verwaltet werden und die Aktualisierung derselben oft nur ein kurzes Kommando oder Mausklick entfernt ist.<br \/>\nWenn man wie ich zweimal Debian Squeeze, zweimal Debian Sid und einmal Debian Testing einsetzt, braucht man irgendwann einen zwischenspeichernden Proxy-Server wie <a href=\"http:\/\/www.unix-ag.uni-kl.de\/~bloch\/acng\/\">Apt-Cacher-NG<\/a>. Diese Anwendung sorgt daf\u00fcr, dass ein zentraler Server im Netzwerk die Rolle des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Proxy_(Rechnernetz)\">Proxys<\/a> spielt und alle anderen Clients bei einem Update \u00fcber ihn mit neuer Software versorgt werden. Das Praktische daran:<\/p>\n<ol>\n<li>Es wird deutlich Bandbreite gespart, da nun nicht mehr jeder einzelne Rechner separat die Pakete herunterladen muss, sondern diese ab sofort nur einmal vom Proxy aus dem Internet geladen werden m\u00fcssen. Der Debian FTP Master wird es einem danken. \ud83d\ude09<\/li>\n<li>Die Verteilung der Updates erfolgt dann innerhalb des lokalen Netzwerks \u00fcber den zentralen Proxy-Server, womit alle Clients von der maximalen Geschwindigkeit des LANs profitieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>F\u00fcr die spezielle Aufgabe nur Debianpakete zwischenzuspeichern, gibt es mehrere Alternativen, von denen mir Apt-Cacher-NG am besten gefallen hat. Die Konfiguration ist einfach und funktioniert wie folgt:<\/p>\n<ol>\n<li><code>aptitude install apt-cacher-ng<\/code><\/li>\n<li><em>\/etc\/apt-cacher-ng\/acng.conf<\/em> an die eigenen Vorstellungen anpassen. Im Regelfall k\u00f6nnen die Einstellugen f\u00fcr Debian oder Ubuntu beibehalten werden.<strong>Optional:<\/strong> Das Cache-Verzeichnis z.B. auf <em>\/mnt\/backup\/apt-cacher-ng<\/em> \u00e4ndern und eine externe Festplatte oder USB-Stick in diesem Verzeichnis mounten. Das Standardverzeichnis liegt auf <em>\/var\/cache\/apt-cacher-ng<\/em>. Das neue Verzeichnis muss unbedingt Schreibrechte erhalten und dem Benutzer apt-cacher-ng geh\u00f6ren.<\/li>\n<p><code>chown -R apt-cacher-ng:apt-cacher-ng \/mnt\/backup\/apt-cacher-ng<\/code><br \/>\n<code>chmod -R a+rX,g+rw,u+rw \/mnt\/backup\/apt-cacher-ng<\/code><\/p>\n<li>Apt-Cacher-NG neustarten: \/etc\/init.d\/apt-cacher-ng restart<\/li>\n<li>Clients konfigurieren:<br \/>\n<strong>M\u00f6glichkeit 1:<\/strong> Apt in <em>\/etc\/apt\/apt.conf<\/em> mitteilen, dass wir neue Pakete nur noch \u00fcber den Proxy Server beziehen wollen.<\/p>\n<blockquote><p>Acquire::http { Proxy \"http:\/\/server:3142\"; };<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<p><strong>M\u00f6glichkeit 2:<\/strong> Die \/etc\/apt\/sources.list anpassen:<\/p>\n<blockquote><p>deb http:\/\/ftp.de.debian.org\/debian\/ sid main contrib non-free<\/p><\/blockquote>\n<p>wird zu<\/p>\n<blockquote><p>deb http:\/\/<strong>server:3142\/<\/strong>ftp.de.debian.org\/debian\/ sid main contrib non-free<\/p><\/blockquote>\n<p>Alle weiteren Zeilen m\u00fcssen bei Methode 2 dementsprechend in der sources.list angepasst werden.<\/ol>\n<p>Den Namen <em>server<\/em> kann man beliebig w\u00e4hlen, sofern man die lokale IP-Adresse in <em>\/etc\/hosts<\/em> diesem Namen zugewiesen hat. Anstatt <em>server<\/em> l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich auch die lokale IP wie z.B. 192.168.0.201 eintragen. Es spart einem aber Tipparbeit es einmal in <em>\/etc\/hosts<\/em> festzuhalten. F\u00fcr andere Anwendung wie SSH ist das auch ziemlich praktisch: <code>ssh server<\/code> anstelle von <code>ssh 192.168.0.201<\/code><br \/>\nF\u00fcr die anderen Clients verf\u00e4hrt man entsprechend. Anschlie\u00dfend werden dann bei einem Update die Pakete \u00fcber den Server heruntergeladen, der sie zur weiteren Verwendung zwischenspeichert. Apt-Cacher-NG erkennt dabei automatisch, welche Pakete veraltet sind und welche nicht und kommt auch mit den unterschiedlichen Versionen von Debian oder Ubuntu klar. Ein netter Bonus von apt-cacher-ng ist das Webfrontend, welches sich unter <em>http:\/\/server:3142<\/em> erreichen l\u00e4sst.<br \/>\nDer Proxy bleibt aber nicht nur auf debianbasierende Distributionen beschr\u00e4nkt, sondern l\u00e4sst sich auch mit Arch Linux benutzen. Bei anderen Distributionen sollte man <a href=\"http:\/\/www.unix-ag.uni-kl.de\/~bloch\/acng\/html\/index.html\">das Handbuch<\/a> konsultieren. Eine gute Zusammenfassung zu apt-cacher-ng gibt es auch bei <a href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Lokale_Paketquellen\/Apt-Cacher-ng\">ubuntuusers.de<\/a>.<br \/>\nAlternativen sind oder waren <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/lenny\/apt-proxy\">apt-proxy<\/a> (wird nicht mehr gepflegt), <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/approx\">approx<\/a> und <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/apt-cacher\">apt-cacher<\/a>. Mir gef\u00e4llt apt-cacher-ng am besten, weil es unkompliziert einzurichten ist und selbst auf dem <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/hardware\/#Inspiron4000\">Inspiron 4000<\/a> Laptop ohne Probleme l\u00e4uft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Programme, die einem erst in den Sinn kommen, wenn man viele Linuxdistributionen gleichzeitig auf seinen Heimrechnern benutzt und das Hardwarearsenal von Jahr zu Jahr anw\u00e4chst. 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