{"id":4145,"date":"2011-10-14T16:12:37","date_gmt":"2011-10-14T14:12:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=4145"},"modified":"2019-10-17T02:36:10","modified_gmt":"2019-10-17T00:36:10","slug":"ubuntu-11-10-in-der-nusschale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/10\/14\/ubuntu-11-10-in-der-nusschale\/","title":{"rendered":"Ubuntu 11.10 in der Nu\u00dfschale"},"content":{"rendered":"<p>Ubuntu Oneiric Ocelot ist da, weswegen ich nicht gez\u00f6gert und ein Update <a href=\"http:\/\/www.ubuntu.com\/download\">von 11.04 auf 11.10<\/a> vollzogen habe. Nach dem Einblick in das <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/10\/09\/lubuntu-11-10-oneiric-ocelot-ist-das-leichtere-ubuntu\/\">leichtere Lubuntu<\/a> ist mir wieder einmal aufgefallen, welchen gro\u00dfen Unterschied schon der Austausch der Desktopumgebung und das Ersetzen von Standardanwendungen mit ihren leichtgewichtigen Pendants ausmacht. M\u00f6glicherweise bedeutet das f\u00fcr meinen angedachten Bild-, Audio- und <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/05\/01\/ubuntu-als-videoschnittplatz\/\">Videoschnittplatz<\/a> in Zukunft, dass ich allen Ballast \u00fcber Bord werfe und nur noch das Notwendigste f\u00fcr diese Aufgaben installieren werde. Aber abwarten, im Moment komme ich nicht dazu die Gedankenspiele umzusetzen und nur theoretisch dar\u00fcber zu philosophieren bringt auch nichts.<br \/>\nAu\u00dferdem ist es ja nicht gerade so als ob der Core-Duo-Rechner wegen Ubuntu am Stock gehen w\u00fcrde und mir ist es selbst mit 64bit noch nie gelungen den RAM komplett auszureizen. Deswegen erst einmal den Updatemanager aufrufen und gespannt Ubuntus Bem\u00fchungen verfolgen ein einsteiger- und benutzerfreundliches und vor allem freies Betriebssystem zu erschaffen. Nochmal <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/04\/30\/ubuntu-11-04-eindrucke-vom-schicken-narwal\/\">einen Blick auf Natty Narwal werfen<\/a> und los gehts.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.041-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-4149 size-medium\" title=\"20111013_Ubuntu_11.04\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.041-1-300x188.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.041-1-300x188.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.041-1-768x480.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.041-1-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.041-1.jpg 1680w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDas Upgrade auf Oneiric Ocelot verlief vollkommen problemlos. Nur einmal war Interaktion erforderlich als ich aufgefordert wurde das \u00dcberschreiben einer Konfigurationsdatei zu best\u00e4tigen oder abzulehnen. Nach mehr als 900 MB Download und einer Stunde Installation, einem Neustart und dem obligatorischen<br \/>\n<code>os-prober<\/code><br \/>\n<code>update-grub<\/code><br \/>\nin meinem Debian Testing Hauptsystem, um das GRUB Men\u00fc anzupassen, war 11.04 pass\u00e9 und Oneiric Ocelot betriebsbereit.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.101-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-4152 size-medium\" title=\"20111013_Ubuntu_11.10\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.101-1-300x188.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.101-1-300x188.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.101-1-768x480.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.101-1-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111013_Ubuntu_11.101-1.jpg 1680w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Positives<\/h2>\n<ul>\n<li>Ubuntu 11.10 f\u00fchlt sich schneller an. Ich vermute das liegt an einigen Anpassungen am Unterbau wie dem Zur\u00fcckwechseln zu gtk-window-decorator anstelle von unity-window-decorator. Anwendungen und der Arbeitsfl\u00e4chenumschalter verhalten sich fl\u00fcssiger. Unity2D ersetzt das alte Gnome als Fallback Mechanimus, sollte die Hardware nicht mitspielen.<\/li>\n<li>Unity sieht sch\u00f6ner aus. Augenschmaus ohne Ende. Die Shell hat nun Transparenzeffekte hinzu bekommen. Das durchgehend schwarze Layout ist verschwunden, ebenso wie das eher notd\u00fcrftig hingepinselte Zusatzmen\u00fc, welches nun unter \"Suchergebnisse filtern\" mit einem \u00fcbersichtlichen und zum transparenten Thema passenden ersetzt worden ist.<\/li>\n<li>In der rechten Ecke des Panels hat man nun Zugriff auf die wichtigsten Einstellungsm\u00f6glichkeiten des Systems und kann von dort auch den Rechner ausschalten oder den Benutzer wechseln.<\/li>\n<li>Neue Anwendungen: Thunderbird ist der standardm\u00e4\u00dfige E-Mail-Client, die Videosoftware Pitivi ist rausgeflogen, LightDM ersetzt GDM, d\u00e9j\u00e0 dup bietet nun eine integrierte Backupl\u00f6sung und insbesondere Ubuntus Softwarecenter wurde rundherum erneuert. Es nimmt immer mehr die Gestalt eines AppStore an und wird in Zukunft weitere kostenpflichtige Angebote beinhalten. Prinzipiell finde ich die Idee gut, es gibt nichts gegen ein paar kommerzielle Angebote einzuwenden. Wichtig ist nur, dass die Angebote auch tats\u00e4chlich lohnenswert sind und das Softwarecenter klar zwischen Freier und Unfreier Software trennt.<\/li>\n<li>OneConf ist ein im Softwarecenter integriertes Feature, mit dem sich speziell f\u00fcr Ubuntunutzer Einstellungen und die Liste der Anwendungen sichern und auf andere Computer mit Ubuntu intuitiv \u00fcbertragen l\u00e4sst. Ein Angebot f\u00fcr alle, die eine integrierte L\u00f6sung zum Backup ihres Systems suchen und f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/03\/13\/keep-it-simple\/\">Keep it simple<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/03\/15\/linuxdistributionen-zur-datenrettung-und-backup\/\">Clonezilla<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/03\/16\/linux-backup-the-debian-way\/\">The Debian Way<\/a> noch nicht das Wahre ist.<\/li>\n<li>Die neuen Hintergrundbilder sind wieder einmal hervorragend gelungen.<\/li>\n<li>Die Suche in der Dash mit Hilfe von Zeitgeist kommt gut voran. Man kann jetzt langsam erahnen wie die vollst\u00e4ndige Funktion in der Zukunft aussehen wird, wenn man Dokumente, Musik, Kontakte und Soziale Netzwerke zentral mit Hilfe einer Zeitleiste durchsuchen kann.<\/li>\n<li>Ubuntu 11.10 f\u00fchrt den im Debian-Projekt vorangetriebenen <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/07\/29\/multiarch-ist-debians-wegweisendes-ziel-fur-wheezy\/\">Multiarch-Support<\/a> ein.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Negatives<\/h2>\n<ul>\n<li>Unity l\u00e4sst sich immer noch nur begrenzt mit dem CompizConfig-Einstellungsmanager modifizieren. Optionsm\u00f6glichkeiten um Aussehen und Verhalten der Shell zu \u00e4ndern sind nicht zu erkennen.<\/li>\n<li>Achja, wie w\u00e4re es sch\u00f6n, wenn es eine offensichtlichere M\u00f6glichkeit g\u00e4be die Icons auszutauschen. Wer vergebens unter Systemeinstellungen gesucht hat, kann das Iconthema mit Hilfe des <strong>dconf-editor<\/strong> ver\u00e4ndern, was auch schon mit <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/04\/27\/ubuntu-11-04-auf-der-suche-nach-den-kleinen-optimierungen\/\">Ubuntu 11.04 funktioniert hat<\/a>. Die Option ist dort versteckt unter <em>org-&gt;gnome-&gt;desktop-&gt;interface<\/em>, wo man nach icon-theme suchen muss. Welche Icons installiert sind, findet man durch einen Blick in <em>\/usr\/share\/icons<\/em> heraus. Mehr Tipps und Tricks um Ubuntu 11.10 zu tweaken, gibt es bei <a href=\"http:\/\/www.webupd8.org\/2011\/10\/things-to-tweak-after-installing-ubuntu.html\">webupd8.org<\/a>.<\/li>\n<li>Die Eintr\u00e4ge zum globalen Men\u00fc erscheinen weiterhin erst, wenn man mit der Maus dar\u00fcber f\u00e4hrt. Mir w\u00fcrde es besser gefallen, wenn es wie bei MacOS einfach permanent zu sehen w\u00e4re.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die gesamten Ver\u00e4nderungen in 11.10 finden sich auch in den offiziellen <a href=\"https:\/\/wiki.ubuntu.com\/OneiricOcelot\/ReleaseNotes\">Release Notes<\/a>.<br \/>\nOneiric Ocelot wirkt an vielen kleinen Stellen verbessert und runder, ohne dass es erneut einen gro\u00dfen Bruch wie bei 11.04 gegeben h\u00e4tte. Ubuntus Marschrichtung ist klar. Nach jahrelangen Investitionen soll Ubuntu in Zukunft endlich Gewinne abwerfen, weswegen Dienste wie UbuntuOne, der MusicStore und das Software Center Schritt f\u00fcr Schritt ausgebaut werden. Kein wirklich \u00fcberraschender Zug und sicherlich auch nicht der Untergang von Linux, wenn wie bisher die Wahlm\u00f6glichkeiten erhalten bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ubuntu Oneiric Ocelot ist da, weswegen ich nicht gez\u00f6gert und ein Update von 11.04 auf 11.10 vollzogen habe. 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