{"id":4035,"date":"2011-10-07T06:00:24","date_gmt":"2011-10-07T04:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=4035"},"modified":"2019-10-21T03:39:10","modified_gmt":"2019-10-21T01:39:10","slug":"automatischer-paketbau-mit-dem-build-service-von-opensuse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/10\/07\/automatischer-paketbau-mit-dem-build-service-von-opensuse\/","title":{"rendered":"Automatischer Paketbau mit dem Build Service von OpenSUSE"},"content":{"rendered":"<p>Wer keine Lust hat eine vollst\u00e4ndige Entwicklungsumgebung aufzusetzen, aber dennoch gerne eigene Softwarepakete erstellen m\u00f6chte, kann auf einen Dienst der Linuxdistribution <a href=\"http:\/\/www.opensuse.org\">OpenSUSE<\/a> zur\u00fcckgreifen. Mit diesem ist es m\u00f6glich Pakete f\u00fcr verschiedene RPM-basierte Distributionen und auch f\u00fcr Debian oder Ubuntu zu erstellen.<br \/>\nEs gen\u00fcgt, wenn man sich auf <a href=\"https:\/\/build.opensuse.org\/\">https:\/\/build.opensuse.org<\/a> mit Nick und E-Mail registriert. Anschlie\u00dfend hat man Zugriff auf ein eigenes Konto, mit welchem sich eigene Projekte realisieren lassen. Das webgest\u00fctzte Interface hat mir auf Anhieb gut gefallen. Nachdem man sich f\u00fcr sein neues Paket einen Namen und eine Beschreibung ausgedacht hat, kommt man auch schon sofort zum wesentlichen Teil.<br \/>\nAuf der \"Sources\"-Seite m\u00fcssen alle notwendigen Dateien zum Bauen eines eigenen Debianpakets hochgeladen werden. Im Grunde genommen sind das die wichtigen Steuerungs- und Kontrolldateien aus dem mit dh-make erstellten Debian-Ordner innerhalb des Quellpakets. Diese m\u00fcssen, um vom Buildservice verarbeitet werden zu k\u00f6nnen, zuerst wie folgt umbenannt werden.<\/p>\n<blockquote><p>debian.changelog<br \/>\ndebian.compat<br \/>\ndebian.control<br \/>\ndebian.rules<br \/>\ndebian.install<\/p><\/blockquote>\n<p>Ebenfalls m\u00f6glich ist es, Dateien direkt aus dem Internet herunterladen zu lassen oder ein Tar-Paket in ein anderes Format zu komprimieren. Sind diese Vorbereitungen getroffen, fehlt nur noch die DSC-Datei und das eigentliche Quellpaket im gepackten Tar-Format. Als Alternative l\u00e4sst sich auch das komplette Paket-Version-debian.tar.gz mit Quellverzeichnis und der DSC-Datei laut der <a href=\"http:\/\/en.opensuse.org\/openSUSE:Build_Service_Debian_builds\">offiziellen Anleitung<\/a> hochladen. Letztere Methode hat den Vorteil, dass man auf ein debianisiertes Quellpaket zur\u00fcckgreifen kann und somit nur noch diese Dateien zum Buildservice hinzuf\u00fcgen muss, was ziemlich praktisch ist.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111007_OpenSUSE_Build_Service.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111007_OpenSUSE_Build_Service-300x229.jpg\" alt=\"\" title=\"20111007_OpenSUSE_Build_Service\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-4046\" height=\"229\" width=\"300\"><\/a><br \/>\nWie der Screenshot zeigt, habe ich mich an dem kleinen Texteditor Nano wieder einmal probiert. Eine gute Wahl, wenn man sich in die Materie vortasten will. Nachdem die drei Dateien hochgeladen waren, begann die Virtuelle Maschine, eine <a href=\"http:\/\/xen.org\/\">XEN<\/a> L\u00f6sung \u00fcbrigens, automatisch mit der Erstellung der Build-Umgebung, Aufl\u00f6sen der Abh\u00e4ngigkeiten und dem anschlie\u00dfenden Kompilieren. Ich musste danach nur noch die fertigen Deb-Pakete herunterladen.<br \/>\nPraktisch an dem Build Service ist, dass man parallel f\u00fcr unterschiedliche Distributionen und Architekturen Pakete bauen kann. Au\u00dfer Webzugang und einem Konto gibt es keine weiteren Voraussetzungen. Das gesamte Angebot eignet sich besonders f\u00fcr Entwickler, die ihre Software auf mehreren Plattformen testen wollen, ohne dabei privat mehrere verschiedene Entwicklungsumgebungen installieren zu wollen. F\u00fcr mich als Nicht-Entwickler ist es dagegen einfach eine bequeme M\u00f6glichkeit zum Experimentieren und Dazulernen. Abgesehen davon, dass das zugrundeliegende Rahmenwerk f\u00fcr den Build Service Freie Software ist, zeigt es auch, dass sich verschiedene Linuxdistributionen mit ihrer Infrastruktur gegenseitig erg\u00e4nzen k\u00f6nnen.<br \/>\nVon wegen immer: Mein Linux ist besser als deins. \ud83d\ude1b<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer keine Lust hat eine vollst\u00e4ndige Entwicklungsumgebung aufzusetzen, aber dennoch gerne eigene Softwarepakete erstellen m\u00f6chte, kann auf einen Dienst der Linuxdistribution OpenSUSE zur\u00fcckgreifen. Mit diesem ist es m\u00f6glich Pakete f\u00fcr verschiedene RPM-basierte Distributionen und auch f\u00fcr Debian oder Ubuntu zu erstellen. Es gen\u00fcgt, wenn man sich auf https:\/\/build.opensuse.org mit Nick und E-Mail registriert. 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