{"id":4021,"date":"2011-10-03T22:09:36","date_gmt":"2011-10-03T20:09:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=4021"},"modified":"2019-10-21T03:39:37","modified_gmt":"2019-10-21T01:39:37","slug":"alpine-linux-installation-schon-ab-32-mb-ram","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/10\/03\/alpine-linux-installation-schon-ab-32-mb-ram\/","title":{"rendered":"Alpine Linux: Installation schon ab 32 MB RAM"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.alpinelinux.org\">Alpine Linux<\/a> ist eine weitere Linuxdistribution, die man sich merken kann, wenn man \u00e4ltere PCs wieder in Betrieb nehmen m\u00f6chte. Sie wurde urspr\u00fcnglich als Betriebssystem f\u00fcr Router, Firewalls und Server entwickelt und begn\u00fcgt sich zumindest in Qemu mit gerade einmal 32 MB RAM um in ein Konsolensystem zu booten.<br \/>\nVon dort l\u00e4sst sich mit dem Befehl <code>setup-alpine<\/code> ein textbasiertes Installationsprogramm aufrufen. Die Schritte sind zwar sehr einfach und selbsterkl\u00e4rend, doch leider gibt es keine M\u00f6glichkeit auf die Partitionierung Einfluss zu nehmen und es wird standardm\u00e4\u00dfig die komplette Festplatte in \/boot, \/ und swap Partition aufgeteilt.<br \/>\nVermutlich liegt diese Vorgabe haupts\u00e4chlich daran, dass Alpine Linux als RAM-Distribution konzipiert wurde. Im Regelfall dient die Festplatte nur dazu um Konfigurationsdateien zu speichern. Nach der Festplatteninstallation zeigte htop 12 MB RAM Speicherauslastung an, davor waren es gar nur 9 MB.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111003_alpine_linux_htop_qemu1-1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111003_alpine_linux_htop_qemu1-1-1.png\" alt=\"\" title=\"20111003_alpine_linux_htop_qemu\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4012\" height=\"400\" width=\"720\"><\/a><br \/>\nAlpine Linux hat einen Paketverwalter dessen Kommandos denen von Debians Apt \u00e4hneln. Bezeichnenderweise nennt er sich Apk und f\u00fcr den Anfang muss man sich nur die Optionen add zum Installieren von Software oder search zum Suchen merken.<br \/>\n<code>apk add alpine-desktop<\/code><br \/>\nMit diesem Befehl l\u00e4sst sich ein <a href=\"http:\/\/wiki.alpinelinux.org\/wiki\/XFCE_Setup\">grafisches Desktopsystem<\/a> installieren. Leider funktionierte bei mir das Einloggen nicht, da mir scheinbar ein wichtiges Xorg-Modul f\u00fcr Virtualbox fehlte. Trotz ausgedehnter Suche konnte ich den Fehler bisher nicht finden.<br \/>\nDie Dokumentation zu Alpine Linux konzentriert sich haupts\u00e4chlich auf den Servereinsatz und genau hier sehe ich auch den bevorzugten Einsatzzweck. Neben uClibc und Busybox wird vor allem mit den hervorragenden Sicherheitsfeatures geworben. So verfolgen die Entwickler einen pr\u00e4ventiven Ansatz, indem Techniken wie <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/PaX\">PaX<\/a> und <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Stack-smashing_protection\">SSP<\/a> verwendet werden.<br \/>\nNimmt man alles zusammen wirkt Alpine Linux auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Slitaz, Debian und Arch Linux, wobei es von letzterem wohl die APKBUILDS geerbt hat. Die gro\u00dfe Vielzahl an vorkompilierten Paketen wie bei Debian gibt es bei Alpine Linux zwar nicht, daf\u00fcr l\u00e4sst sich mit den bestehenden aber schon alles vom Serversystem bis zur kompletten Desktopumgebung wie Gnome oder Xfce einrichten.<br \/>\nNach dem ersten \u00dcberblick und der Installation in Virtualbox denke ich, dass man Alpine Linux als eine Alternative f\u00fcr einen Heimserver in Betracht ziehen kann, m\u00fcsste mir aber die Distribution noch genauer ansehen, um etwas \u00fcber die Tauglichkeit als Desktopsystem sagen zu k\u00f6nnen. Die Community scheint relativ klein zu sein, denn ein Forum habe ich bisher noch nicht gefunden. Daf\u00fcr gibt es einen IRC-Channel und Mailinglisten. Die Dokumentation ist zwar nicht riesig, daf\u00fcr aber recht \u00fcbersichtlich, so dass man am Anfang zumindest schon mal eine Idee hat wie die Dinge bei Alpine Linux angepackt werden.<br \/>\nKurzum, wer ein Linux sucht, dass sich schon ab 32 MB RAM installieren l\u00e4sst und dessen Schwerpunkt auf Servern liegt, kann Alpine Linux zu seiner Testliste hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alpine Linux ist eine weitere Linuxdistribution, die man sich merken kann, wenn man \u00e4ltere PCs wieder in Betrieb nehmen m\u00f6chte. Sie wurde urspr\u00fcnglich als Betriebssystem f\u00fcr Router, Firewalls und Server entwickelt und begn\u00fcgt sich zumindest in Qemu mit gerade einmal 32 MB RAM um in ein Konsolensystem zu booten. 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