{"id":3911,"date":"2011-09-25T13:41:45","date_gmt":"2011-09-25T11:41:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=3911"},"modified":"2019-10-21T03:55:12","modified_gmt":"2019-10-21T01:55:12","slug":"loginmanager-fur-die-virtuelle-konsole","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/09\/25\/loginmanager-fur-die-virtuelle-konsole\/","title":{"rendered":"Loginmanager f\u00fcr die virtuelle Konsole"},"content":{"rendered":"<p>Die meiste Zeit meines Linuxlebens hat mich das Thema Loginmanager wenig besch\u00e4ftigt. Sie verschwinden so schnell in den Hintergrund wie sie erschienen sind und ich brauche sie tats\u00e4chlich nur zum Login in meinen Desktop. Auffallend ist, dass jede Desktopumgebung ihren eigenen Loginmanager mitbringt, der in aller Regel eine Weiterentwicklung von <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/X_display_manager_%28program_type%29\">xdm<\/a> ist. KDM f\u00fcr KDE, GDM3 f\u00fcr Gnome, Slim als unabh\u00e4ngige Alternative und nun auch noch <a href=\"http:\/\/www.freedesktop.org\/wiki\/Software\/LightDM\">LightDM<\/a>, welcher der neue Standard f\u00fcr Loginmanager werden und ebenfalls unabh\u00e4ngig von einer speziellen Desktopumgebung sein soll.<br \/>\nWer sich nicht mit den Unterschieden auseinandersetzen m\u00f6chte und tats\u00e4chlich nur einen Weg sucht sich in seinen Desktop einzuloggen, kann auch ganz auf einen grafischen Loginmanager verzichten. Die ressourcenschonendste Alternative ist sicherlich <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/08\/04\/x-und-fluxbox-starten-ohne-login-manager\/\">startx<\/a> bei einem Login in eine virtuelle Konsole automatisch auszuf\u00fchren.<br \/>\nIn der Regel gibt es auf jedem Linuxsystem schon einen Loginmanager f\u00fcr die virtuelle Konsole. Bei Debian ist das getty. Aus Interesse habe ich das schlankere, aber mit weniger Funktionen ausgestattete, mingetty installiert und ausprobiert. Ich konnte allein vom Speicherverbrauch her keine gro\u00dfen Unterschiede entdecken. Um mingetty anstelle von getty zu aktivieren, muss die Datei <em>\/etc\/inittab<\/em> editiert werden.<\/p>\n<p><code>1:2345:respawn:\/sbin\/getty 38400 tty1<\/code><\/p>\n<p>Dort gibt es mehrere \u00e4hnlich aussehende Zeilen, bei denen nur der Pfad ge\u00e4ndert und die Baudzahl f\u00fcr Modems entfernt werden muss. (Ja, da war mal was. \ud83d\ude09 ) Tut man das \u00fcbrigens nicht, erscheint eine Fehlermeldung wie diese und man kann sich nicht mehr einloggen.<\/p>\n<blockquote><p>respawning too fast<\/p><\/blockquote>\n<p>Die neue Zeile:<\/p>\n<p><code>1:2345:respawn:\/sbin\/mingetty tty1<\/code><\/p>\n<p>Es ist auch m\u00f6glich f\u00fcr jede virtuelle Konsole einen anderen Loginmanager festzulegen. Momentan habe ich drei virtuelle Konsolen f\u00fcr den Thinkpad 600 aktiviert. In den ersten beiden kommt getty zum Einsatz und in die dritte kann man sich mit Hilfe von <a href=\"http:\/\/qingy.sourceforge.net\/\">Qingy<\/a> einloggen.<br \/>\nEine Besonderheit von Qingy ist, dass dieser Loginmanager auf das Framebuffer Device zugreift und somit auch ohne X ein grafisches Login bietet, welches sich durch verschiedene Themen weiter ausgestalten l\u00e4sst. Qingy verbraucht etwas mehr Speicher als getty oder mingetty, bietet aber neben dem Augenschmaus auch Autologin, PAM-Unterst\u00fctzung und einen Bildschirmschoner. Insgesamt ein interessantes Programm, was wie die anderen auch die wichtigste Aufgabe, den Login, problemlos erledigt. Der Pfad ist geringf\u00fcgig anders als bei den anderen beiden.<\/p>\n<p><code>1:23:respawn:\/usr\/sbin\/qingy tty3<\/code><\/p>\n<p>Also alles in allem die Alternativen sind da. F\u00fcr ein reines Konsolensystem w\u00fcrde ich einfach bei dem voreingestellten getty bleiben, das einfach funktioniert. Wer mit seiner Desktopumgebung zufrieden ist, sollte auch mit dem mitgelieferten grafischen Loginmanager ausharren. Vielleicht entschlie\u00dfen sich aber Gnome und KDE in Zukunft auch auf das neue LightDM umzusteigen, welches mit Oneiric Ocelot der neue Loginmanager bei Ubuntu werden wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meiste Zeit meines Linuxlebens hat mich das Thema Loginmanager wenig besch\u00e4ftigt. Sie verschwinden so schnell in den Hintergrund wie sie erschienen sind und ich brauche sie tats\u00e4chlich nur zum Login in meinen Desktop. Auffallend ist, dass jede Desktopumgebung ihren eigenen Loginmanager mitbringt, der in aller Regel eine Weiterentwicklung von xdm ist. KDM f\u00fcr KDE, &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/09\/25\/loginmanager-fur-die-virtuelle-konsole\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLoginmanager f\u00fcr die virtuelle Konsole\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6],"tags":[53,82,161],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3911"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3911"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3911\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11005,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3911\/revisions\/11005"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}