{"id":3569,"date":"2011-08-30T19:02:30","date_gmt":"2011-08-30T17:02:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=3569"},"modified":"2019-11-05T01:20:40","modified_gmt":"2019-11-05T00:20:40","slug":"in-den-staub-ubuntu-hier-kommt-ultimate-edition-gamers-3-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/08\/30\/in-den-staub-ubuntu-hier-kommt-ultimate-edition-gamers-3-0\/","title":{"rendered":"In den Staub Ubuntu: Hier kommt Ultimate Edition Gamers 3.0"},"content":{"rendered":"<p>Normalerweise lasse ich x-beliebige Ubuntu-Derivate einfach links liegen und probiere am liebsten leichtgewichtige oder einfach aus der Masse herausragende Distributionen aus, die eigene Akzente setzen. Viel zu viele Linuxdistributionen beschr\u00e4nken sich leider darauf nur den Namen eines bekannten Originals zu \u00e4ndern, das Desktopthema auszutauschen und ansonsten die komplette Infrastruktur mit Softwarepaketen ohne gro\u00dfe \u00c4nderungen zu \u00fcbernehmen. <a href=\"http:\/\/ultimateedition.info\/\">Ultimate Edition<\/a> geht genau diesen Weg, bezeichnet sich aber selbst als das neu definierte ultimative Betriebssystem. Vermutlich h\u00e4tte ich vor einem Jahr diese Distribution nicht einmal erw\u00e4hnt. Da man aber auch ab und zu ein Beispiel braucht, wie man es nicht machen sollte, hier meine k\u00fcrzlich gemachten Erfahrungen.<br \/>\nDie Ultimate Edition hat einen eigenen Splashscreen und bietet wie bei Live-Medien mit Ubuntu gewohnt gleich zu Beginn des Bootvorgangs die M\u00f6glichkeit die Landessprache auszuw\u00e4hlen. Danach ging es auch ohne Probleme sofort in eine grafische Desktopumgebung, die von LXDE und dem Openbox-Fenstermanager angefeuert wurde. Dass die Ultimate Edition (UE) unter der Oberfl\u00e4che Konzepte und Softwarepakete von Lubuntu verwendet, versucht die Distribution gar nicht erst zu verschleiern, wie dieser Screenshot beweist.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110830_UltimateEdition_3_0_Gamers_Virtualbox1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-3571 size-medium\" title=\"20110830_UltimateEdition_3_0_Gamers_Virtualbox\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110830_UltimateEdition_3_0_Gamers_Virtualbox1-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110830_UltimateEdition_3_0_Gamers_Virtualbox1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110830_UltimateEdition_3_0_Gamers_Virtualbox1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110830_UltimateEdition_3_0_Gamers_Virtualbox1-1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDas Desktopthema sieht immerhin nachweisbar anders aus als bei <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/06\/04\/lubuntu-11-04-sparsam-und-trotzdem-komfortabel\/\">Lubuntu<\/a>. Wer sich damit nicht anfreunden kann, hat wie immer die M\u00f6glichkeit Hintergrundbild und GTK-Design gegen seine eigenen Favoriten auszutauschen. W\u00e4hrend Lubuntu aber versucht ein m\u00f6glichst leichtgewichtiges und sparsames Betriebssystem aus dem Stand zu installieren, geht die UE-Live-DVD den entgegengesetzten Weg und hat ordentlich viele Programme draufgepackt. Insgesamt erh\u00e4lt man alle Programme einer Ubuntu-Standardinstallation und noch einige Favoriten der Entwickler wie z.B. den Musikverwalter- und spieler Amarok.<br \/>\nAn Amarok ist wirklich nichts auszusetzen, aber er ist f\u00fcr eine selbsternannte \"lite\" Version fehl am Platz, da das Mischen von QT- und GTK-Bibliotheken nur zu mehr Speicherverbrauch f\u00fchrt und sich dadurch Redundanzen ergeben. Danach wollte ich noch wissen, welche Eigenleistungen das UE-Team mit auf die DVD gepackt hatte. Ein Blick in die <strong>\/etc\/apt\/sources.list<\/strong> zeigte nur, dass man sich aus den Softwarerepos von Ubuntu bediente. Wechselt man danach in das Verzeichnis <strong>\/etc\/apt\/sources.list.d\/<\/strong> finden sich eine Reihe von Drittquellen, die fast allesamt aus PPAs von launchpad.net stammten oder von anderen mehr oder weniger bekannten und vertrauensw\u00fcrdigen Seiten.<br \/>\nAchja die Spiele. Hierzu gibt es auf der offiziellen Homepage eine <a href=\"http:\/\/ultimateedition.info\/ultimate-edition\/ultimate-edition-gamers\/\">\u00dcbersichtsseite<\/a> mit dem Downloadlink von sourceforge.net. Einige bekannte sind darunter wie Megaglest, Chromium-BSU, Warzone2100, Nexuiz, Torcs, Alienarena und Tremulous. Des weiteren wurden noch Emulatoren und Hilfssoftware wie Playonlinux oder Winetricks beigelegt.<br \/>\nEs war ausgesprochen m\u00fchsam offizielle Informationen zu Ultimate Edition Linux zu finden. Die <a href=\"http:\/\/ultimateedition.info\/about\/\">About<\/a>-Seite vermittelt z.B den Eindruck, dass weitere Informationen zu UE in einem Wiki vorhanden w\u00e4re, doch pl\u00f6tzlich landet man bei Wikipedia.org und der Liste von Linuxdistributionen, wo Ultimate Edition nicht einmal auftaucht. Genauso merkw\u00fcrdig ist die Seite <a href=\"http:\/\/downloadue.info\/\">downloadue.info<\/a>, die als Drittquelle freigeschaltet ist und von der angeblich einige der verbesserten und neueren Ubuntu-Pakete stammen sollen. Die Seite selbst wird aber als Testseite bezeichnet. Viele der Links verweisen auf unbenutzte Domains. Insgesamt macht gerade die Dokumentation einen sehr unprofessionellen Eindruck und ist nat\u00fcrlich auch nur in Englisch.<br \/>\nMeine Empfehlung ist: Wenn ihr gerne eine wirklich gute Live-DVD f\u00fcr Linuxspiele kennenlernen wollt, ladet euch die DVD oder CD von <a href=\"http:\/\/live.linux-gamers.net\/?s=download\">live.linux-gamers.net<\/a> herunter, die ich vor ein paar Monaten <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/02\/09\/drei-live-dvd-distributionen-fur-native-linuxspiele\/\">schon vorgestellt<\/a> habe. Dabei konzentriert sich die Linuxgamers.net-DVD voll und ganz auf das Wesentliche, gute Spiele.<br \/>\nAls Alternative bleibt die Installation von <a href=\"http:\/\/www.ubuntu.com\">Ubuntu<\/a> oder <a href=\"http:\/\/lubuntu.net\">Lubuntu<\/a> und die Einzelinstallation der Linuxspiele, die euch interessieren. Dadurch vermeidet ihr potentiell unsichere Drittquellen, die nicht zwangsl\u00e4ufig etwas mit Ubuntu zu tun haben m\u00fcssen.<br \/>\nWer wie ich mutig genug ist, kann auch f\u00fcr einen Test zur Ultimate Edition Gamers 3.0 greifen. Immerhin sind einige gute Spiele dabei, auch wenn man auf die restlichen Softwarepakete zum Spielen verzichten k\u00f6nnte. Wirklich empfehlen kann ich die Distribution aber nicht.<br \/>\nF\u00fcr den Download von UE Gamers solltet ihr euch besser das <a href=\"http:\/\/linuxtracker.org\/index.php?page=torrent-details&amp;id=b633e28412cb7bb73d9d6ada16a74515989d1aa5\">Torrent auf linuxtracker.org<\/a> schnappen. Der direkte Download bei sourceforge.net w\u00e4re nur eine Verschwendung von Ressourcen, die andere Open-Source-Projekte dringender ben\u00f6tigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Normalerweise lasse ich x-beliebige Ubuntu-Derivate einfach links liegen und probiere am liebsten leichtgewichtige oder einfach aus der Masse herausragende Distributionen aus, die eigene Akzente setzen. 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