{"id":3459,"date":"2011-08-22T20:31:47","date_gmt":"2011-08-22T18:31:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=3459"},"modified":"2019-11-19T02:12:10","modified_gmt":"2019-11-19T01:12:10","slug":"im-zweifelsfall-besser-qemu-kvm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/08\/22\/im-zweifelsfall-besser-qemu-kvm\/","title":{"rendered":"Im Zweifelsfall besser qemu-kvm"},"content":{"rendered":"<p>Gestern wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich zwar Qemu und Virtualbox schon als Virtualisierungsl\u00f6sungen vorgestellt, dabei aber <a href=\"http:\/\/packages.debian.org\/qemu-kvm\">qemu-kvm<\/a> unterschlagen habe. Das hat leider seinen Grund. Meinen Rechnern fehlt es an der notwendigen Erweiterung f\u00fcr den Prozessor, welche echte Hardwareunterst\u00fctzung f\u00fcr Virtualisierung bietet.<br \/>\nBisher kamen f\u00fcr das normale Qemu sowieso nur der Intel Core Duo e7400 und der Dell Inspiron 4000 in Frage. Der zehn Jahre alte Laptop ist naturgem\u00e4\u00df weniger f\u00fcr rechenintensive Virtualisierung geeignet als der mit zwei Prozessorkernen und 4 GB RAM best\u00fcckte Core Duo. Bei letzterem ist die Geschwindigkeit nicht berauschend, aber zum Testen und Anschauen neuer Distributionen in einer virtuellen Maschine ist alles noch im gr\u00fcnen Bereich.<br \/>\nMit dem Paket qemu-kvm erh\u00e4lt man eine <a href=\"http:\/\/www.linux-kvm.org\/page\/Main_Page\">Kernel-based Virtual Machine<\/a> (KVM), die vollst\u00e4ndig als Freie Software vorliegt und sowohl ein Kernelmodul als auch ein weiteres prozessorspezifisches Modul zur Verf\u00fcgung stellt. Im Zusammenspiel mit der Hardwareunterst\u00fctzung der Intel oder AMD Prozessoren l\u00e4sst sich so eine virtuelle Maschine erschaffen, die volle Hardwareunterst\u00fctzung erf\u00e4hrt und somit deutlich an Leistung gewinnt.<br \/>\nWie erf\u00e4hrt man, ob der eigene Intel oder AMD Rechner \u00fcber eine eingebaute Virtualisierungstechnologie verf\u00fcgt? Entweder ihr fragt bei eurem n\u00e4chsten Rechnerkauf im Fachhandel oder im Supermarkt an der Kasse einfach: \"Tschuldigung, unterst\u00fctzt der Rechner auch Intel-V\/AMD-V Befehlssatzerweiterungen f\u00fcr eine Kernel-based Virtual Machine?\" oder ihr schafft es ein Linux dort zu installieren und folgende Befehle auszuf\u00fchren<\/p>\n<p><code>egrep '^flags.*(vmx|svm)' \/proc\/cpuinfo<\/code><\/p>\n<p>oder einfach<\/p>\n<p><code>cat \/proc\/cpuinfo | grep vmx (bzw. svm)<\/code><\/p>\n<p>Als Ergebnis sollte eine Zeile mit den Prozessorflags erscheinen, bei der entweder das Wort vmx (Intel-Chip) oder svm (AMD-Chip) hervorgehoben ist. Tja und falls nicht, dann geh\u00f6rt ihr noch zu der Gruppe der Ohne-Hardwareunterst\u00fctzung-Virtualisierer. Falls alles fehlschl\u00e4gt: Vielleicht hilft auch diese \u00dcbersicht mit kompatiblen Prozessoren weiter.<br \/>\nAlso bevor sich die Beschwerden h\u00e4ufen, dass qemu so unglaublich langsam ist, solltet ihr im Zweifelsfall qemu-kvm probieren. Als Freie-Software-Alternativen gibt es unter Linux weiterhin <a href=\"http:\/\/www.virtualbox.org\/\">Virtualbox<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Xen\">Xen<\/a>. Xen unterscheidet sich technisch zwar deutlich von KVM (siehe auch die <a href=\"http:\/\/www.linux-kvm.org\/page\/FAQ#What_is_the_difference_between_KVM_and_Xen.3F\">FAQ bei linux-kvm.org<\/a>), ist aber eine weit verbreitete Alternative bei Serversystemen.<br \/>\nAuf Grund der einfachen Implementierung als Kernelmodul f\u00fcr Linux und der intuitiven Bedienung eignet sich qemu-kvm vermutlich besser f\u00fcr den Heimgebrauch und Virtualbox bleibt auch weiterhin eine benutzerfreundliche Alternative.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich zwar Qemu und Virtualbox schon als Virtualisierungsl\u00f6sungen vorgestellt, dabei aber qemu-kvm unterschlagen habe. Das hat leider seinen Grund. Meinen Rechnern fehlt es an der notwendigen Erweiterung f\u00fcr den Prozessor, welche echte Hardwareunterst\u00fctzung f\u00fcr Virtualisierung bietet. 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