{"id":3153,"date":"2011-07-30T23:18:35","date_gmt":"2011-07-30T21:18:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=3153"},"modified":"2019-11-19T02:27:46","modified_gmt":"2019-11-19T01:27:46","slug":"tinycore-der-ultrakleine-nomade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/07\/30\/tinycore-der-ultrakleine-nomade\/","title":{"rendered":"TinyCore: Der ultrakleine Nomade"},"content":{"rendered":"<p>Ein weiteres Beispiel wie eine winzige Live-CD mit einer nur 10 MB gro\u00dfen ISO-Datei aussehen k\u00f6nnte. <a href=\"http:\/\/distro.ibiblio.org\/tinycorelinux\/welcome.html\">TinyCore<\/a> reiht sich nahtlos, was die Gr\u00f6\u00dfe anbetrifft, zwischen dem absoluten Champion der superleichtgewichtigen Betriebssysteme <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/01\/22\/kolibrios-auf-einer-floppy\/\">KolibriOS<\/a> und dem vielseitigen <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/12\/23\/live-mit-slitaz-unterwegs\/\">Slitaz<\/a> ein. Das Ziel von TinyCore ist nach eigener Darstellung ein \"nomadisches, ultrakleines grafisches Desktopsystem\" zu erschaffen, welches in der Lage ist von CD-ROM, USB oder Festplatte zu booten und komplett im RAM zu laufen, was schon mit 48 MB oder weniger gelingen soll.<br \/>\nBei einer so winzigen Distribution gibt es nat\u00fcrlich auch immer ein paar Fragen. Wie gut wird meine Hardware unterst\u00fctzt, welche und wie viele Softwarepakete stehen mir zur Verf\u00fcgung und wie leicht oder schwer ist es sich in ein unbekanntes System, dass sich bewusst von den vorherrschenden, gro\u00dfen Distributionen abheben will, hineinzudenken?<br \/>\nDie erste Frage konnte ich mit meinen \u00e4lteren Laptops noch nicht beantworten, packe es aber mal auf die (immer l\u00e4nger werdende) Liste. Mich w\u00fcrde schon interessieren, ob TinyCore \u00e4hnliche Ergebnisse wie Slitaz liefern kann. Zum Testen in Virtualbox war das aber alles kein Hinderungsgrund. TC bootet tats\u00e4chlich sehr schnell und man befindet sich danach sofort auf einem grafischen Desktop mit <a href=\"http:\/\/www.busybox.net\/\">Busybox<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.pps.jussieu.fr\/~jch\/software\/kdrive.html\">Tiny X<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.fltk.org\/\">FLTK<\/a> und <a href=\"http:\/\/flwm.sourceforge.net\/\">FLWM<\/a>. Die vorinstallierten grafischen Anwendungen sind tats\u00e4chlich minimal, aber nicht monoton. Wer Linux mal mit GTK1 kennengelernt hat, wird sich praktisch wie zu Hause f\u00fchlen. \ud83d\ude09<br \/>\nIm Regelfall m\u00f6chte man aus der Liveumgebung noch ein paar Anwendungen \"on demand\" installieren. Dazu muss man einmal auf den Desktop rechtsklicken und dann <strong>System Tools-&gt;AppBrowser <\/strong> ausw\u00e4hlen. Auch TinyCore bietet als waschechte Linuxdistribution eine zentrale Paketverwaltung an. Nat\u00fcrlich kann sie nicht so umfangreich wie die von Debian mit dessen 1000 freiwilligen Entwicklern sein, aber auf den ersten Blick entdeckt man doch viele bekannte und essentielle Applikationen wieder.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110730_TinyCore_Virtualbox1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-3157 size-medium\" title=\"20110730_TinyCore_Virtualbox\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110730_TinyCore_Virtualbox1-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110730_TinyCore_Virtualbox1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110730_TinyCore_Virtualbox1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110730_TinyCore_Virtualbox1-1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nZum Test habe ich Firefox 5 installiert, was TinyCore als Extension also Erweiterung zu seinen bestehenden Kernanwendungen bezeichnet. Das ganze Betriebssystem ist wirklich in jeder Hinsicht auf den Punkt gebracht. Schnickschnack sucht man hier vergeblich. Die Installation klappte aber dennoch reibungslos und Firefox samt Abh\u00e4ngigkeiten wurden in den RAM geladen.<br \/>\nEinen vorkonfigurierten kompletten Desktop sucht man vergeblich. Es ist wirklich alles TinyCore. Slitaz ISO als Gegenbeispiel nimmt zwar geringf\u00fcgig mehr Speicher ein, bietet daf\u00fcr aber auch ein komplett vorkonfiguriertes Openbox-Desktoperlebnis. Wie auch immer, falls du dich genauso wie ich f\u00fcr sehr leichtgewichtige Linuxdistributionen interessierst, solltest du TinyCore zumindest einmal selbst ausprobieren. Ich denke ab 128 MB RAM und bei genauer Vorstellung was das System leisten soll, k\u00f6nnte TinyCore den Unterschied zwischen einer weiteren sinnvollen Verwendung des Rechners und dem Ende auf einem Schrottplatz bedeuten. Auf der offiziellen Homepage gibt es Links zu weiteren <a href=\"http:\/\/distro.ibiblio.org\/tinycorelinux\/screenshots.html\">Screenshots<\/a> und weitere grundlegende Informationen zu TinyCore.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein weiteres Beispiel wie eine winzige Live-CD mit einer nur 10 MB gro\u00dfen ISO-Datei aussehen k\u00f6nnte. TinyCore reiht sich nahtlos, was die Gr\u00f6\u00dfe anbetrifft, zwischen dem absoluten Champion der superleichtgewichtigen Betriebssysteme KolibriOS und dem vielseitigen Slitaz ein. 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