{"id":3037,"date":"2011-07-21T22:24:41","date_gmt":"2011-07-21T20:24:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=3037"},"modified":"2019-11-19T02:39:06","modified_gmt":"2019-11-19T01:39:06","slug":"drei-openbox-distributionen-kurz-vorgestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/07\/21\/drei-openbox-distributionen-kurz-vorgestellt\/","title":{"rendered":"Drei Openbox-Distributionen kurz vorgestellt"},"content":{"rendered":"<p>Die Zeit fliegt im Moment, weswegen ich auf eine ausf\u00fchrlichere Vorstellung verzichten muss. Hier sind drei Linuxdistributionen, die sich \u00e4lterer Hardware und einem ressourcensparenden Setup verschrieben haben, ohne dabei aber auf notwendige und sinnvolle Anwendungen verzichten zu wollen. CTKArch und Madbox habe ich seit Mai diesen Jahres auf meiner Liste als ich zum ersten Mal <a href=\"http:\/\/kmandla.wordpress.com\/2011\/05\/08\/dark-light-and-openbox\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bei Kmandla<\/a> \u00fcber beide gelesen habe. WattOS geisterte als Name sogar noch l\u00e4nger umher, weswegen ich die Gelegenheit ergriffen habe das Ubuntu-Derivat mit den anderen beiden gemeinsam vorzustellen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_ctkarch_Virtualbox1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-3034 size-medium\" title=\"20110719_ctkarch_Virtualbox\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_ctkarch_Virtualbox1-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_ctkarch_Virtualbox1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_ctkarch_Virtualbox1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_ctkarch_Virtualbox1-1.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nWas mir sofort an <a href=\"http:\/\/ctkarch.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CTKArch<\/a> gefallen hat, war die ehrliche und bescheidene \u00c4u\u00dferung des Machers, dass CTKArch ein Setup von ArchLinux sei und keine Distribution, obwohl das kleine Projekt mittlerweile sogar schon auf <a href=\"http:\/\/distrowatch.com\/table.php?distribution=ctkarch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">distrowatch.com<\/a> auftaucht. Viele andere fangen gerne damit an jeden Klon mit ein paar ge\u00e4nderten vorinstallierten Softwarepaketen als eigenst\u00e4ndige Distribution zu bejubeln. Auf der anderen Seite entstehen viele neue Linuxideen genau auf diese Art und Weise. Man m\u00f6chte selbst herausfinden wie eine Live-CD erstellt wird und nimmt sich eine andere Distribution als Vorlage. Bei CTKArch war es \u00e4hnlich und nach und nach entstand so seit 2009 eine eigenst\u00e4ndige Live-CD auf Basis von ArchLinux und dem flexibel konfigurierbaren Openbox-Fenstermanager. Standardm\u00e4\u00dfig werden aber nur Franz\u00f6sisch und Englisch als Systemsprache unterst\u00fctzt.<br \/>\nMir gef\u00e4llt das ansprechende Design des Desktops und das man mit einem simplen Mausklick zwischen dunklem und hellem Thema wechseln kann. Ob es das FBPanel oder Tint2 als Panel sein soll, l\u00e4sst sich ebenso leicht mit einem Mausklick festlegen. F\u00fcr die wichtigsten Anwendungsf\u00e4lle gibt es jeweils genau ein mitgeliefertes Programm und das Ganze l\u00e4sst sich mit einem Textinstaller auch auf eine Festplatte installieren. Alles in allem macht CTKArch mit nur 50 MB Speicherauslastung nach dem Booten einen guten Eindruck und scheint mir der richtige Startpunkt zu sein, wenn man sich Zeit und M\u00fche ersparen m\u00f6chte eine Openbox-Desktopumgebung auf Basis von Arch Linux selbst zusammenzustellen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_madbox_Virtualbox1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-3035 size-medium\" title=\"20110719_madbox_Virtualbox\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_madbox_Virtualbox1-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_madbox_Virtualbox1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_madbox_Virtualbox1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_madbox_Virtualbox1-1.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/madbox.tuxfamily.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Madbox<\/a> ist ebenfalls eine mit dem Fenstermanager Openbox vorkonfigurierte Distribution, die aber Ubuntu als Unterbau gew\u00e4hlt hat. Deutsch sucht man beim Start von der Live-CD ebenfalls vergeblich, auch hier ist Franz\u00f6sisch und Englisch Trumpf und selbst die deutsche qwertz Tastatur muss man manuell einrichten. Was mir wirklich gut gef\u00e4llt ist das ansprechende Design und das AdeskBar Panel am oberen Bildschirmrand. Scheinbar gibt es noch kein eigenst\u00e4ndiges Debianpaket hierf\u00fcr, aber zumindest auf Launchpad gibt es schon <a href=\"https:\/\/launchpad.net\/adeskbar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein Repo<\/a>. Gegen\u00fcber CTKArch vermisse ich ein paar interessante Ideen f\u00fcr das Openbox-Men\u00fc und ebenso einige vorinstallierte Programme. Vom reinen Speicherverbrauch her liegt Madbox mit ca. 100 MB zwischen CTKArch und WattOS nach dem Login.<br \/>\nScheinbar gibt es bisher noch keine neuere Version von Madbox als die auf Ubuntu 10.10 basierende. Was mir aber auf jeden Fall fehlt ist ein wenig mehr Dokumentation und Information zu diesem schicken Ubuntu-Setup. Selbst die Links auf der offiziellen Homepage f\u00fchren leider nicht zum Ziel.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_wattos_Virtualbox1-1.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-3036 size-medium\" title=\"20110719_wattos_Virtualbox\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_wattos_Virtualbox1-1-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_wattos_Virtualbox1-1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_wattos_Virtualbox1-1-768x576.jpeg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110719_wattos_Virtualbox1-1.jpeg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.planetwatt.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WattOS<\/a> ist eine auf Ubuntu basierende Distribution, deren Ziel es ist auf \u00e4lteren Rechnern reaktionsfreudig und ressourcensparend zu bleiben und damit konsequenterweise auch weniger Strom zu verbrauchen, weshalb der amerikanische Hauptentwickler sich James Watt als Namensgeber augesucht hat.<br \/>\nIn vielen Aspekten erinnert mich WattOS an <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/06\/04\/lubuntu-11-04-sparsam-und-trotzdem-komfortabel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lubuntu<\/a>. Gleicher Systemkern, LXDE als Desktopumgebung mit Openbox als Fenstermanager und klassisches LXPanel am unteren Bildschirmrand. Die gr\u00f6\u00dften Unterschiede: Anderes Standarddesign und \u00c4nderungen bei der Softwarevorauswahl. Insbesondere fielen mir <a href=\"https:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Fotoxx\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fotoxx<\/a>, ein Foto- und Bildeditor, <a href=\"http:\/\/rednotebook.sourceforge.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">rednotebook<\/a>, eine Art Notizheft mit Kalenderfunktion \u00e4hnlich wie Tomboy und <a href=\"http:\/\/www.foobnix.com\/?lang=en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">foobnix<\/a>, ein Programm zum Musikh\u00f6ren, auf.<br \/>\nWattOS hat einen \u00e4hnlichen Ressourcenverbrauch wie Lubuntu, womit selbst \u00e4ltere Computer problemlos funktionieren sollten. In Sachen Effizienz existieren aber noch bessere Alternativen. Das Projekt ist relativ klein und durch die Fokussierung auf \u00e4ltere Rechner wird auch nur i386 als Architektur unterst\u00fctzt. Etwas entt\u00e4uschend fand ich, dass es keine Auswahlm\u00f6glichkeiten zwischen verschiedenen Sprachen und Lokalisierungen beim Systemstart gegeben hat und man auch in der Live-Umgebung vergeblich nach offensichtlichen Einstellungsm\u00f6glichkeiten sucht.<br \/>\nDie Softwareauswahl war im Gro\u00dfen und Ganzen angemessen und ein paar unbekannte und interessante Alternativen waren dabei. Ob Firefox wirklich die sinnvollste Voreinstellung f\u00fcr Rechner mit weniger als 256 MB RAM ist sei dahingestellt.<br \/>\nNach wie vor gef\u00e4llt mir <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/05\/21\/debian-und-openbox-in-schick-crunchbang-linux\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Crunchbang<\/a> mit seinem ausgefeilten Openbox-Men\u00fc und den vielen sinnvollen und guten Voreinstellungen am besten. Auch wenn die hier vorgestellten Linuxdistributionen teilweise wirklich gute Ideen mitbringen, sch\u00e4tze ich Crunchbang als Gesamtpaket weiterhin h\u00f6her ein. Auf jeden Fall zeigen alle, dass es kein Hexenwerk ist sein eigenes Linux zu erstellen und f\u00fchren noch einmal vor Augen, dass die Kombination von Basisapplikationen und einem ausgefeilten Fenstermanager jeden noch so alten Rechner weiterhin produktiv sein lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeit fliegt im Moment, weswegen ich auf eine ausf\u00fchrlichere Vorstellung verzichten muss. Hier sind drei Linuxdistributionen, die sich \u00e4lterer Hardware und einem ressourcensparenden Setup verschrieben haben, ohne dabei aber auf notwendige und sinnvolle Anwendungen verzichten zu wollen. 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