{"id":30,"date":"2008-05-26T17:26:58","date_gmt":"2008-05-26T15:26:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=30"},"modified":"2020-03-25T00:34:57","modified_gmt":"2020-03-24T23:34:57","slug":"ubuntu-xubuntu-und-debian-etch-auf-dell-inspiron-4000","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2008\/05\/26\/ubuntu-xubuntu-und-debian-etch-auf-dell-inspiron-4000\/","title":{"rendered":"Ubuntu, Xubuntu und Debian Etch auf Dell Inspiron 4000"},"content":{"rendered":"<p>Vor wenigen Wochen habe ich einen gebrauchten Dell-Inspiron-4000-Laptop mit vorinstalliertem Debian 4.0 und Gnome-Desktop erworben. Da zu dieser Zeit gerade Ubuntu 8.04 erschienen ist, wollte ich die neue Distribution gleich auch mal auf Stabili\u00e4t und vor allem Geschwindigkeit auf diesem \u00e4lteren Dell-Laptop-Modell testen. Am Ende stand dann der Vergleich zwischen Ubuntu 8.04, seinem Derivat Xubuntu mit XFCE-Desktop und der aktuellen stabilen Version von Debian Etch mit Gnome bzw. Xfce Desktop <!--more--><br \/>\nDer Dell Inspiron hat folgende Merkmale:<\/p>\n<ul>\n<li>Intel Celeron (Coppermine) 800 MHz CPU<\/li>\n<li>bei Ubuntu und Xubuntu 8.04 und Debian Etch mit Gnome Desktop erst 128 MB, sp\u00e4ter 256 MB RAM<\/li>\n<li>ATI Rage Mobility M3 2x AGP Grafikkarte<\/li>\n<li>ESS Technology ES19835 Maestro Soundkarte<\/li>\n<li>Agere Systems WinModem 56k<\/li>\n<li>1x USB 1.0 Anschluss<\/li>\n<li>2x PCMCIA Slots<\/li>\n<li>30 GB Festplatte<\/li>\n<li>Der Laptop Bildschirm erlaubt eine maximale Aufl\u00f6sung von 1400x1050 Pixel<\/li>\n<\/ul>\n<p>Downloads f\u00fcr <a title=\"Ubuntu 8.04 Download\" href=\"http:\/\/www.ubuntu.com\/getubuntu\/download\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ubuntu 8.04<\/a>, Xubuntu 8.04 und <a title=\"Debian 4.0 mit Xfce Desktop iso Download\" href=\"http:\/\/cdimage.debian.org\/debian-cd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Debian 4.0 mit XFCE Desktop<\/a> gibt es auf den verlinkten Seiten.<\/p>\n<p><strong>Update:<\/strong> <em>Einen aktuelleren Leitfaden f\u00fcr den Inspiron 4000 und eine reine Debian Installation habe ich <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=956\">hier<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/em><br \/>\nDie alternative Installation mit Ubuntu und Xubuntu unterscheidet sich kaum voneinander. Beide setzen auf den debian-installer. Die Alternate-Installation ist sehr intuitiv und wird gut auf <a title=\"Xubuntu Installation\" href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Xubuntu_Installation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.ubuntuusers.de<\/a> beschrieben. Da ich auf dem Laptop keine verschiedenen Partitionen einrichten wollte um mehrere Betriebssysteme nebeneinander zu installieren, w\u00e4hlte ich bei der Partitionierung immer die gef\u00fchrte Installation und das vollst\u00e4ndige \u00fcberschreiben der vorhergehenden Distribution aus. Der debian-installer richtet dann automatisch nur eine Root-Partition und eine Swap-Partition ein.<br \/>\nSowohl bei Ubuntu 8.04 als auch bei Xubuntu 8.04 gab es w\u00e4hrend des Installationsvorganges keine Beanstandungen. Lediglich Geduld sollte man mitbringen. Bei 128 MB RAM dauerte die Installation bei Ubuntu knapp 90 Minuten, bei Xubuntu nur unwesentlich weniger lang. Auch mit 256 RAM installierte sich Debian Etch sp\u00e4ter nicht unbedingt schneller.<br \/>\nNach dem Neustart gab es dann die erste \u00dcberraschung. Bei allen drei Installationen wird die Grafikkarte nicht richtig erkannt bzw. die Bildschirmanzeige falsch eingerichtet. Nach einem Wechsel mit STRG+ALT+F2 auf die Konsole hilft in so einem Fall dann meist mit<\/p>\n<blockquote><p>sudo dpkg-reconfigure xserver-xorg<\/p><\/blockquote>\n<p>den XServer neu zu konfigurieren und die xorg.conf neu zu erstellen. Leider konnte ich mit Ubuntu und Xubuntu nur Tastatur und Mauskonfiguration vollenden, die Grafikeinstellung zu \u00e4ndern war nicht m\u00f6glich. Um das Problem zu l\u00f6sen, muss man also die xorg.conf selbst bearbeiten und die n\u00f6tigen \u00c4nderungen vor allem an der vertikalen und horizontalen Bildwiederholungsrate vornehmen. Bei Ubuntu\/Xubuntu lie\u00df sich das Problem schlie\u00dflich aber auch so l\u00f6sen:<\/p>\n<blockquote><p>sudo vim \/etc\/X11\/xorg.conf<\/p><\/blockquote>\n<p>unter Section \"Device\" bei Driver \"ati\" eintragen<\/p>\n<blockquote><p>sudo \/etc\/init.d\/gdm restart<\/p><\/blockquote>\n<p>eingeben, XServer neustarten und zur\u00fcck wechseln mit STRG+ALT+F7.<br \/>\nNun erscheint ein Auswahldialog um die Einstellungen zu vervollst\u00e4ndigen. Dort sollte man nun noch einmal den ATI-Treiber w\u00e4hlen und die maximale Bildschirmaufl\u00f6sung von 1400x1050 Pixel einstellen. Anschlie\u00dfend startet Ubuntu\/Xubuntu den XServer mit den richtigen Einstellungen neu.<br \/>\nMit Debian Etch funktionierte <em>dpkg-reconfigure xserver-xorg<\/em> als root ohne Probleme. Nachdem man dort ebenfalls ati als Treiber ausgew\u00e4hlt hat, wird eine korrekte xorg.conf erzeugt und der XServer startet ohne Probleme neu.<\/p>\n<p><strong>Ubuntu 8.04 mit Gnome 128MB RAM<\/strong><\/p>\n<p>Sehr positiv ist, dass die Hardwareerkennung ansonsten einwandfrei verlaufen ist. Alle Hardwarekomponenten wurden automatisch erkannt. Meine eingesteckte WLAN-Karte wgt511t von Netgear mit Atheros-Chipsatz funktionierte direkt nach der Installation. Lediglich mein wgt624-Wlan-Router von Netgear wollte nicht ganz mitspielen. Trotzdem alle Wlan-Einstellungen aktiviert waren und auch die WLAN-Karte den Accesspoint anzeigte, konnte keine Verbindung hergestellt werden. Nach stundenlangem Rumprobieren brachte dann ein einfaches Ein-und Ausschalten des Routers die L\u00f6sung. Wer sp\u00e4ter seine WLAN-Karte mit Atheros-Chipsatz installieren m\u00f6chte, muss das Paket linux-restricted-moduls installieren.<br \/>\nBei Verwendung eines Gnome-Desktops werden mindestens 256 RAM empfohlen. Das machte sich dann auch bei lediglich 128 MB bemerkbar. Ubuntu musste permanent Daten auf die Swap-Partition auslagern, was nat\u00fcrlich das gesamte System verlangsamte. Im Gegensatz zur urspr\u00fcnglichen Debian-Etch-Installation mit Gnome war Ubuntu 8.04 wegen des geringen RAM-Speichers noch etwas tr\u00e4ger lief aber ansonsten sehr stabil.<\/p>\n<p><strong>Xubuntu 8.04 mit Xfce Desktop<\/strong><\/p>\n<p>Hier gab es bei der Hardwareerkennung nach dem ATI-Problem ebenfalls nichts zu bem\u00e4ngeln. Selbst mit 128 MB RAM reagierte der Dateimanger Thunar sowie andere Xfce-Anwendungen sehr schnell. Gegen\u00fcber Debian Etch und Ubuntu mit Gnome-Desktop kam Xfce mit den 128 MB deutlich besser zurecht, Daten mussten aber immer noch auf die Swap-Partition ausgelagert werden. Leider funktionierte die Konfiguration der WLAN-Karte mit NetworkManager bzw. WIfiRadar \u00fcberhaupt nicht. Nach der Deinstallation beider Anwendungen und manueller Konfiguration von \/etc\/network\/interfaces<em> und <em>wpa_supplicant.conf<\/em><\/em> klappte sp\u00e4ter zwar die Netzwerkkommunikation, das System wurde aber instabil und fror nach einiger Zeit komplett ein. Mit 256 MB RAM lief Xubuntu sp\u00e4ter fl\u00fcssig und auch mehrere Anwendungen gleichzeitig lie\u00dfen sich noch angenehm bedienen.<\/p>\n<p><strong>Debian Etch mit Xfce Desktop<\/strong><\/p>\n<p>Hier gefiel mir sofort die Anordnung und das Aussehen des Xfce-Panels und -Men\u00fcs gegen\u00fcber Xubuntu sehr gut. Die Geschwindigkeit gegen\u00fcber Xubuntu mit 256 MB RAM ist ebenfalls noch ein St\u00fcck besser. Gibt man top in die Konsole ein, bemerkt man deutlich weniger tasks als dies bei Ubuntu oder Xubuntu der Fall ist. Die St\u00e4rke von Ubuntu durch im Hintergrund laufende Prozesse auf neueren Systemen f\u00fcr sehr viel Benutzerfreundlichkeit zu sorgen, f\u00fchrt bei schw\u00e4cherer Hardware eher zu langsameren Ladezeiten und wirkt sich daher kontraproduktiv aus. Debian holt hier meiner Meinung nach f\u00fcr das alte Dell-Notebook mehr an Desktopgeschwindigkeit heraus. Lediglich die Installation des WLAN-Treibers war etwas aufwendiger, aber in wenigen Schritten erledigt. Dazu in einem anderen Eintrag sp\u00e4ter mehr.<br \/>\nDebian setzt bei Xfce etwas andere Schwerpunkte und installiert Openoffice vor w\u00e4hrend Xubuntu Abiword bevorzugt. Nach der Installation lassen sich aber wie bei Debian Systemen gewohnt beide Distributionen leicht \u00fcber apt erweitern und anpassen.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n<p>Eine grafische Oberfl\u00e4che mit Gnome auf einem Dell Inspiron 4000 mit weniger als 256 MB RAM zu betreiben macht kaum Sinn. Xfce ist daf\u00fcr schon wesentlich besser geeignet, wobei man dort aber Abstriche beim Bedienungskomfort machen muss. Richtig interessant wird es erst ab 256 RAM, wobei mir hier Debian Etch mit Xfce durch mehr Geschwindigkeit besser als Xubuntu gef\u00e4llt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor wenigen Wochen habe ich einen gebrauchten Dell-Inspiron-4000-Laptop mit vorinstalliertem Debian 4.0 und Gnome-Desktop erworben. Da zu dieser Zeit gerade Ubuntu 8.04 erschienen ist, wollte ich die neue Distribution gleich auch mal auf Stabili\u00e4t und vor allem Geschwindigkeit auf diesem \u00e4lteren Dell-Laptop-Modell testen. 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