{"id":2958,"date":"2011-07-11T16:32:27","date_gmt":"2011-07-11T14:32:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=2958"},"modified":"2011-07-11T16:32:27","modified_gmt":"2011-07-11T14:32:27","slug":"chakra-energie-mit-arch-linux-und-kde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/07\/11\/chakra-energie-mit-arch-linux-und-kde\/","title":{"rendered":"Chakra: Energie mit Arch Linux und KDE"},"content":{"rendered":"<p>Vor einigen Tagen bin ich abtr\u00fcnnig geworden und habe mir die Linuxdistribution <a href=\"https:\/\/chakraos.org\/\" target=\"_blank\">Chakra GNU\/Linux<\/a> angeschaut, die sich vollkommen auf den KDE-Desktop konzentriert. Dabei hatte ich mich schon auf einen waschechten Verriss gefreut, denn Chakra verhielt sich \u00e4u\u00dferst merkw\u00fcrdig in meiner Virtualbox Testumgebung. Zwar kam ich bis zum Login und konnte mich nach kurzer Suche nach dem Passwort im Internet auch einloggen, doch dann landete ich prompt wieder beim Loginmanager KDM. Der obligatorische MD5-Checksummen-Test konnte auch keine Fehler mit der ISO-Datei feststellen, weshalb ich noch einmal genauer nachforschte und die <a href=\"https:\/\/chakraos.org\/\" target=\"_blank\">Systemvoraussetzungen<\/a> fand.<br \/>\nF\u00fcr eine Installation aus Virtualbox d\u00fcrfen es schon mal 1 GB sein, auf jeden Fall war RAM die Ursache allen \u00dcbels. Nat\u00fcrlich war das mit dem <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/hardware\/#coreduo\" target=\"_blank\">Core Duo<\/a> nicht wirklich eine Herausforderung und zur Sicherheit aktivierte ich auch gleich noch mal die 3D-Beschleunigung in Virtualbox. Danach war es kein Problem in die Live Umgebung zu gelangen. Sp\u00e4ter brannte ich das ISO auf eine CD, von der sich problemlos starten lie\u00df. Die Benutzer sind \u00fcbrigens \"live\" und \"root\" mit den gleich lautenden Passw\u00f6rtern.<br \/>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-2958 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Boot1-1.jpg'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Boot1-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Boot1-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Boot1-1-100x100.jpg 100w\" sizes=\"100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Core_Duo1-1.jpg'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Core_Duo1-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Core_Duo1-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Core_Duo1-1-100x100.jpg 100w\" sizes=\"100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Tribe1-1.jpg'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Tribe1-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Tribe1-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110710_Chakra_Tribe1-1-100x100.jpg 100w\" sizes=\"100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n<br \/>\nDas Chakra-Projekt entstand irgendwann im Jahr 2009 mit dem Ziel eine auf Arch Linux basierende KDE-Live-CD zu entwickeln. Sp\u00e4ter hat man sich entschieden eigenst\u00e4ndig zu werden und sich von Arch Linux abzukoppeln, der Chakra GNU\/Linux Fork war entstanden.<br \/>\nDie auffallendsten Merkmale der Live-CD entdeckte ich schon beim Booten. Chakra l\u00e4sst dem Nutzer ausdr\u00fccklich die Wahl, ob er mit freien oder unfreien Treibern starten m\u00f6chte. Danach ging es schnell direkt in den sehr ansprechend gestalteten KDE Plasma Desktop. Man kann \u00fcber KDE vieles sagen, mangelhafte Optik assoziiere ich aber nicht damit.<br \/>\nAls ich sp\u00e4ter Chakra auch noch einmal auf CD brannte und ausf\u00fchrte, fiel der Ressourcenverbrauch von KDE nicht weiter ins Gewicht. Alle Programme hatten eine angenehme Startzeit und insgesamt lie\u00df sich der gesamte Desktop fl\u00fcssig bedienen.<br \/>\nInteressant ist der Spagat, den die Entwickler versuchen zu erreichen. Zum einen soll der Unterbau nach dem K.I.S.S. Prinzip wie bei Arch Linux gestaltet sein und technisch immer die einfachste L\u00f6sung gefunden werden. Zum anderen soll vermieden werden weitere Zwischenschichten einzubauen, die die Komplexit\u00e4t des Gesamtsystems weiter erh\u00f6hen und dennoch ein f\u00fcr das Auge wohlgef\u00e4lliges Betriebssystem entwickelt werden.<br \/>\nChakra ist kein reines \"Rolling Release\" System. Die wichtigsten Systemkomponenten wie z.B. der X-Server werden in einem Core Release stabil gehalten, d.h. erst nach einer l\u00e4ngeren Testphase f\u00fcr ein Update frei gegeben, wodurch sich die Entwickler einen besseren Kompromiss zwischen Stabilit\u00e4t und aktueller Software erwarten.<br \/>\nChakra bietet einige <a href=\"https:\/\/chakraos.org\/\" target=\"_blank\">eigenentwickelte Werkzeuge<\/a> an, darunter das Vorzeigeprojekt Tribe, ein auf QT4 basierender grafischer Installer, der im Hintergrund aber Bashskripte nutzt. Rein optisch gesehen ist Tribe bisher das Beste, was ich in dieser Form f\u00fcr den Linux-Desktop gesehen habe.<br \/>\nNat\u00fcrlich k\u00f6nnte ich nun auch \u00e4tzen, inwiefern solche Optik n\u00f6tig ist, wenn das automatisch nicht so leistungsf\u00e4hige Hardware aussperrt. Sch\u00f6ner Schein f\u00fcr altbekannte Konfiguration? Gut, man muss klar sagen: KDE 4 ist wie das neue GNOME 3 keine echte Alternative f\u00fcr \u00e4ltere Hardware, also f\u00fcr alle Pentiums, die einmal mit weniger als 512 MB RAM zu Recht kamen, aber immer noch wesentlich reaktionsfreudiger und leistungsf\u00e4higer als bekannte propriet\u00e4re Betriebssysteme.<br \/>\nChakra und KDE m\u00f6chten es aber auch nicht allen Recht machen. Entscheidet man sich f\u00fcr die beiden gibt es einen grafisch aufpolierten Desktop, mit dem jeder halbwegs moderne Rechner ohne Probleme nutzbar bleibt. Wer gerne bekannte GTK-Programme wie z.B. Gimp einsetzt, muss bei Chakra darauf auch nicht vollkommen verzichten. Zwar lautet die Devise: Keine GTK-Anwendungen, nur QT. Doch mit Hilfe vorgefertigter \"Bundles\" lassen sich diese KDE fernen Vorzeigeprojekte ebenso leicht auch bei Chakra installieren. Das Ganze ist eine Mischung zwischen den bei MacOS bekannten .img Dateien und einem abh\u00e4ngigkeitsaufl\u00f6senden System wie bei Linux.<br \/>\nViele weitere Informationen findet man bei Chakra entweder im <a href=\"https:\/\/chakraos.org\/\" target=\"_blank\">Wiki<\/a> oder im <a href=\"https:\/\/chakraos.org\/\" target=\"_blank\">Forum<\/a>. Leider gibt es dort noch viele Dokumentation nur in englischer Sprache. Wie bei allen Open-Source-Projekten w\u00e4chst aber der Sprachumfang mit der Anzahl der Benutzer. Vergessen darf man auch nicht, dass Chakra nach wie vor im Alpha-Stadium ist und sich in Entwicklung befindet. Besch\u00fctzt eure Hamster!<br \/>\nAn Programmen kann man aus dem reichen Fundus des <a href=\"http:\/\/www.kde.org\/\" target=\"_blank\">KDE-Projektes<\/a> ausw\u00e4hlen und nat\u00fcrlich durfte auch der gef\u00fchlt 23. Webkit-Browser namens <a href=\"http:\/\/rekonq.kde.org\/\" target=\"_blank\">rekonq<\/a> nicht fehlen.<br \/>\nIn jedem Jahr probiere ich immer mal gerne 2-3 Distributionen mit KDE-Desktop aus, nur um <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/12\/18\/wie-alles-begann\/\" target=\"_blank\">der alten Zeiten<\/a> willen. Realistisch gesehen gibt es eine Grenze wie viele verschiedene Desktopumgebungen man tats\u00e4chlich nutzen m\u00f6chte und kann. Um wirklich alle jederzeit pr\u00e4sent zu haben, m\u00fcsste sich mein Hardware-Arsenal mindestens verdreifachen.<br \/>\nAuch wenn es wohl in Zukunft Gnome 3 mit Debian Testing auf meinem <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/05\/11\/die-vor-und-nachteile-eines-multi-boot-systems\/\" target=\"_blank\">Multi-Boot-System<\/a> werden wird, es war wieder mal nett einen Blick auf KDE zu werfen. Optisch hat es nach wie vor eine Menge zu bieten und wie oft schon erw\u00e4hnt, das Gute an Linux ist: Die Wahl zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einigen Tagen bin ich abtr\u00fcnnig geworden und habe mir die Linuxdistribution Chakra GNU\/Linux angeschaut, die sich vollkommen auf den KDE-Desktop konzentriert. Dabei hatte ich mich schon auf einen waschechten Verriss gefreut, denn Chakra verhielt sich \u00e4u\u00dferst merkw\u00fcrdig in meiner Virtualbox Testumgebung. 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