{"id":2876,"date":"2011-07-01T20:41:39","date_gmt":"2011-07-01T18:41:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/07\/01\/sei-offen-fur-neues-denn-linux-lasst-sich-nicht-erzwingen\/"},"modified":"2011-07-01T20:41:39","modified_gmt":"2011-07-01T18:41:39","slug":"sei-offen-fur-neues-denn-linux-lasst-sich-nicht-erzwingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/07\/01\/sei-offen-fur-neues-denn-linux-lasst-sich-nicht-erzwingen\/","title":{"rendered":"Sei offen f\u00fcr Neues denn Linux l\u00e4sst sich nicht erzwingen"},"content":{"rendered":"<p>Manchmal bin ich etwas \u00fcbermotiviert und \u00e4rgere mich dann, dass ich wieder einmal zu viel Zeit investiert habe, um jemand anderem die Segnungen von Linux n\u00e4herbringen zu wollen.<br \/>\nIch selbst w\u00fcrde mich nie als J\u00fcnger bezeichnen und dogmatisches Festhalten an irgendwelchen Produkten ist mir fremd. Linux hat sich irgendwann einfach so ergeben. Ich war unzufrieden mit den Bugs und Abst\u00fcrzen von Windows 98 und entt\u00e4uscht von der Alternativlosigkeit im OS-Bereich, weswegen ich vor 10 Jahren <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2010\/12\/18\/wie-alles-begann\/\">den Schritt zu Linux<\/a> gegangen bin.<br \/>\nMehr bleibt auch nicht zu sagen. Es l\u00e4uft seitdem einfach und den Umstieg habe ich nie bereut. Meiner Familie ist das nat\u00fcrlich auch nicht entgangen.<br \/>\nAls mein Vater mir wieder stolz von seinem neusten Registry-Cleaner erz\u00e4hlte, der auch wirklich die letzten Schurkeneintr\u00e4ge aus Windows entfernte, ersp\u00e4hte er wohl aus den Augenwinkeln mein leichtes G\u00e4hnen.<br \/>\nEines Tages verk\u00fcndete er pl\u00f6tzlich, dass er gerne Linux nutzen m\u00f6chte. Hatte ich mich da gerade verh\u00f6rt? Ich war damals schon froh gewesen, dass es mir gelungen war ihn zumindest f\u00fcr Firefox und Openoffice zu begeistern. Jetzt noch der komplette Umstieg auf Linux?<br \/>\nNat\u00fcrlich war ich sofort Feuer und Flamme und schlug unverz\u00fcglich Ubuntu als Einstieg vor. Mit Wubi eine Dual-Boot-Installation zu Windows, das erschien mir erst einmal genau richtig.<br \/>\nKurze Zeit sp\u00e4ter sa\u00df er vor seinem Rechner und klickte auf sein neues Linux als es ihm entfuhr: \"Die Programme hei\u00dfen ja alle ganz anders\". \"\u00c4hm ja, das ist ja auch Linux.\" \"Hmm\" \"Und mein Emailkonto muss ich auch neu einrichten?\"<br \/>\n30 Minuten sp\u00e4ter kam es wie es kommen musste. Ich sollte alles wieder deinstallieren. Er hatte keine Lust sich umzugew\u00f6hnen.<br \/>\nMan k\u00f6nnte meinen, so etwas betrifft nur die \"\u00e4ltere\" Generation. Eines besseren belehrte mich ein sehr guter Freund, der das Pech hat mich und einige andere Leute zu kennen, die regelm\u00e4\u00dfig mit Linux arbeiten.<br \/>\nIch schw\u00f6re, dass ich nur beil\u00e4ufig von Linux erz\u00e4hle, wenn wir uns treffen und er auf mich zugekommen war. \ud83d\ude08<br \/>\nEinen Nachmittag lang installierte und konfigurierte ich seinen Laptop f\u00fcr Ubuntu, erkl\u00e4rte alle wichtigen und notwendigen Dinge und verlie\u00df ihn mit dem Gedanken eine gute Tat vollbracht zu haben.<br \/>\nEine Woche sp\u00e4ter: \"Na und wie gef\u00e4llt dir Ubuntu?\" \"Der Drucker wollte irgendwie nicht. Habs wieder runtergeschmissen.\" \ud83d\ude41<br \/>\nWas soll man da noch machen? Man kann noch so viele HowTos und Leitf\u00e4den schreiben, sachlich und geduldig erkl\u00e4ren und sich sogar pers\u00f6nlich Zeit nehmen.<br \/>\nDas alles ist zum Scheitern verurteilt, wenn der- oder diejenige nicht bereit ist sich auf etwas Neues einzustellen und damit zu besch\u00e4ftigen. Ohne Eigenmotivation geht es einfach nicht.<br \/>\nEs ist nun nicht so, dass das Problem sich nur auf den Umstieg von Windows auf Linux beschr\u00e4nken w\u00fcrde. Selbst innerhalb der Linuxgemeinschaft ist dieses Ph\u00e4nomen verbreitet.<br \/>\nFirefox mit 15 ge\u00f6ffneten Tabs l\u00e4uft nun mal nicht wirklich z\u00fcgig auf einem PII 300 MHz mit 64 RAM und auch Banshee wird keine Geschwindigkeitsrekorde beim Starten aufstellen. Eine Standard-Ubuntuinstalltion verweigert gleich mal den Dienst. Doch Debian oder Slitaz und ein paar ad\u00e4quate Programme k\u00f6nnen wieder frischen Wind herein bringen.<br \/>\nEs spricht nichts dagegen das Programm der Wahl zu nutzen, wenn die Hardware das alles hergibt. Es ist aber einfach nur falsch zu behaupten, man br\u00e4uchte einen neuen Computer zum Musik h\u00f6ren, weil die neuste Generation von Musiksoftware sich nun mehr als Video-Multimedia-Einkauf-Brennprogramm versteht und den RAM gerne f\u00fcr sich alleine hat.<br \/>\nEs liegt immer an einem selbst und an den eigenen Erwartungen und mit etwas Aufgeschlossenheit und Interesse, erkennt man dann auch die <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2011\/05\/21\/die-schonheit-des-schlichten\/\">Sch\u00f6nheit des Schlichten<\/a>.<br \/>\nWas mir zum Schluss noch einf\u00e4llt. Das tolle an einem Blog ist, dass jeder der sich hierhin verirrt schon den wichtigsten Schritt getan hat. Denn jeder Suche nach Informationen zu Linux geht zumindest etwas Eigenmotivation voraus. \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal bin ich etwas \u00fcbermotiviert und \u00e4rgere mich dann, dass ich wieder einmal zu viel Zeit investiert habe, um jemand anderem die Segnungen von Linux n\u00e4herbringen zu wollen. Ich selbst w\u00fcrde mich nie als J\u00fcnger bezeichnen und dogmatisches Festhalten an irgendwelchen Produkten ist mir fremd. Linux hat sich irgendwann einfach so ergeben. 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