{"id":27,"date":"2008-05-23T14:19:11","date_gmt":"2008-05-23T13:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=27"},"modified":"2008-05-23T14:19:11","modified_gmt":"2008-05-23T13:19:11","slug":"erste-erfahrungen-mit-ubuntu-804-lts-hardy-heron","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2008\/05\/23\/erste-erfahrungen-mit-ubuntu-804-lts-hardy-heron\/","title":{"rendered":"Erste Erfahrungen mit Ubuntu 8.04 LTS (Hardy Heron)"},"content":{"rendered":"<p>Als Ubuntu 8.04, Codename Hardy Heron (dt. k\u00fchner Reiher), am 24. April 2008 erschien, wurde es f\u00fcr mich wieder mal Zeit f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Distributionsupgrade. Bis dato war ich zufrieden mit Ubuntu 6.06 Dapper Drake unterwegs.<br \/>\nUm nach langer Zeit mal wieder ein Betriebssystem installieren zu m\u00fcssen, habe ich mir die <a title=\"Download Ubuntu 8.04 Hardy Heron\" href=\"http:\/\/www.ubuntu.com\/getubuntu\/download\" target=\"_blank\">alternative Ubuntu 8.04<\/a> iso heruntergeladen und anschlie\u00dfend mit Gnomebaker gebrannt. Anderenfalls ist es auch m\u00f6glich Ubuntu von der Live CD zu installieren, die zuerst ein Testen von Ubuntu ohne Ver\u00e4nderungen an Daten auf der Festplatte und einen grafischen Installationsvorgang bietet. Da mein PC schon etwas betagt ist und ich mit dem flexiblen debian-installer gut zu recht komme, habe ich mich aber f\u00fcr die Alternative entschieden. Der Download mit Bittorrent ist ebenfalls m\u00f6glich und auch empfohlen, da er allgemein die Serverlast verringert. Eine komplette Download\u00fcbersicht f\u00fcr Hardy Heron gibt es hier. <!--more--><br \/>\nFolgender Rechner sollte aktualisiert werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Mainboard: ASUS A7V 333<\/li>\n<li>CPU: AMD Athlon XP 1800+<\/li>\n<li>Ram: 1 GB DDR<\/li>\n<li>GraKa: ATI Radeon 9600<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bevor es losging gab es zuerst das obligatorische Backup, wobei ich zuerst meinen kompletten \/home Ordner und die Firefox Lesezeichen gesichert habe. Alle anderen Einstellungen waren mir nicht so wichtig bzw. konnten schnell neu eingerichtet werden. Da Evolution mit Ubuntu 6.06 noch \u00fcber keine Sicherungsfunktion verf\u00fcgte, kopierte ich auch hier den im Home Verzeichnis versteckten evolution Ordner einfach mit.<br \/>\nNach dem Rechner Neustart und eingelegter Ubuntu 8.04 CD erscheint eine Auswahl an Boot- und Installationsm\u00f6glichkeiten. Mit F4 l\u00e4sst sich zwischen der normalen Ubuntu Installation, einer OEM-Version und einer auf das wesentliche beschr\u00e4nkten Kommandozeilenversion wechseln. Auf <a title=\"www.ubuntuusers.de\" href=\"http:\/\/www.ubuntuusers.de\" target=\"_blank\">www.ubuntuusers.de <\/a>findet sich eine Schritt f\u00fcr Schritt Anleitung f\u00fcr die <a title=\"Ubuntu 8.04 Alternate Installation\" href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Alternate_Installation\" target=\"_blank\">Alternate Installation<\/a>. Seit Dapper Drake hat sich dabei von der Benutzerf\u00fchrung her kaum etwas ge\u00e4ndert. Die meisten Men\u00fcpunkte lassen sich direkt mit ENTER best\u00e4tigen bzw. die meiste Konfiguration l\u00e4uft automatisch ab. Nach Auswahl der Systemsprache und einiger Hardwareerkennung konfiguriert der Installer bei vorhandenem DHCP Server automatisch die Netzwerkeinstellungen. Lediglich bei der nun folgenden Partitionierung ist Vorsicht geboten. Da ich schon seit Jahren auf meinem Rechner ein Dual Boot System mit Windows XP habe, ist die Systemfestplatte in diverse Partitionen unterteilt, vor allem weil ich fr\u00fcher ein FAT32 Partition zum Datenaustausch genutzt habe. Zum Gl\u00fcck ist das mitlerweile auch nicht mehr n\u00f6tig, kann Linux mitlerweile nicht nur NTFS Dateisysteme lesen sondern auch beschreiben. Auff\u00e4llig ist, dass mitlerweile alle Partitionen von z.B. hda in sda umbenannt worden sind, obwohl ich weder \u00fcber SCSI Festplatten noch Serial-ATA verf\u00fcge.<br \/>\nDa der Installer aber Swap Partitionen erkennt, musste ich nur mit der manuellen Methode die Root Partition ausw\u00e4hlen. Alle anderen Partitionen erscheinen sp\u00e4ter im Gnome Panel oben unter Orte und k\u00f6nnen mit einem Klick eingebunden werden. Es gen\u00fcgt \u00fcbrigens meiner Meinung nach die Prozentzahl des f\u00fcr den Root Benutzer reservierten Festplattenspeichers von 5% auf 1% bei heutigen Festplatten zu begrenzen.<br \/>\nNach der Partitionierung werden Basissystem sowie weitere Softwarepakete installiert. Dieser Installationsschritt dauert gew\u00f6hnlich am l\u00e4ngsten. Nach 44 Minuten war die Installation auf meinem Rechner beendet, der Bootmanager GRUB wurde noch in den MBR installiert, wobei automatisch auch die parallel installierte Windows XP Version beim Booten ausw\u00e4hlbar wird.<\/p>\n<h2>Was ist neu?<\/h2>\n<p>Nach dem Neustart begr\u00fc\u00dft ein aufger\u00e4umter Gnome 2.22 Desktop.<br \/>\nAls erstes erscheint oben rechts im Gnome Panel eine Abfrage, ob man propriet\u00e4re Treiber einrichten m\u00f6chte. In meinem Fall wurde der Treiber f\u00fcr die Netgear WLAN Karte mit Atheros Chipsatz sofort bei der Installation schon aktiviert um den Betrieb \u00fcberhaupt erst zu erm\u00f6glichen. Des weiteren gibt es die M\u00f6glichkeit den unfreien ATI Treiber fglrx zu installieren. Wer 3D Spiele unter Linux spielen m\u00f6chte sollte den propriet\u00e4ren Treiber installieren, ansonsten funktioniert der OpenSource Treiber f\u00fcr den allt\u00e4glichen OfficePC einwandfrei. Gerade bei der Auswahl und der Installation der ATI Treiber hat sich einiges getan. Ich kann mich noch an m\u00fchsame Installationsstunden inklusive Treiberkompilierung erinnern als der fglrx Treiber f\u00fcr meine ATI Radeon 9600 noch in den Anf\u00e4ngen steckte und der Support durch ATI mehr als mangelhaft war.<br \/>\nEbenfalls sehr einfach ist die Installation von Codecs f\u00fcr Totem. Spielt man einen Film ab und es ist noch kein entsprechender Codec vorhanden, erscheint automatisch eine Installationsauswahl f\u00fcr verschiedene GStreamer Plugins. Wer danach noch Probleme hat diverse Formate oder DVDs anzuschaun und w32codecs oder libdvdcss ben\u00f6tigt sollte auch mal beim Medibuntu Projekt vorbeischaun. <a title=\"Medibuntu Wiki\" href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Medibuntu\" target=\"_blank\">Im Wiki von ubuntuusers.de<\/a> wird das Einbinden der Paketquellen erkl\u00e4rt.<br \/>\nAllgemein gef\u00e4llt mir die Geschwindigkeit von Gnome 2.22 und Ubuntu 8.04. Gerade wenn man unter<\/p>\n<address style=\"margin: 20px;\">System-&gt;Einstellungen-&gt;Erscheinungsbild-&gt;Visuelle Effekte<\/address>\n<p>auf Keine stellt, ist das Verhalten aller Anwendungen deutlich fl\u00fcssiger als es noch bei Dapper Drake der Fall war. Aktiviert man die Effekte kann man zum Beispiel mit dem Mausrad mit einer gleitenden Animation zwischen den Arbeitsfl\u00e4chen wechseln, Men\u00fceintr\u00e4ge werden optisch aufgebessert und Fenster dunkeln sich ab, wenn sie besch\u00e4ftigt sind. Was nun dem Fenstermanager Metacity von Gnome oder compiz zuzuordnen ist, kann ich momentan noch nicht genau sagen. Da ich aber auch gerne mal den ber\u00fchmten Desktop W\u00fcrfel anschaun m\u00f6chte, werde ich da in n\u00e4chster Zeit mal etwas genauer reinschaun.<br \/>\nEin Tipp f\u00fcr alle, die ebenfalls Probleme bei der Filmwiedergabe hatten. Das Ruckeln bei mpeg4 Filmen mit h264 Codec h\u00f6rt mit aller Wahrscheinlichkeit auf sobald die visuellen Effekte deaktiviert sind.<br \/>\nInsbesondere f\u00e4llt auf wie einfach und ger\u00e4uschlos die Installation von externen Ger\u00e4ten geworden ist. Sowohl mein HP deskjet 3645 Drucker als auch der alte HP Scanjet 3300c wurden automatisch erkannt. Externe USB Festplatten, meine Digitalkamera oder ein Ipod, letzterer wird durch ein Plugin direkt in Rhythmbox eingebunden, all das funktioniert reibungslos. Leider importiert die neue F-Spot Fotoverwaltung die Bilder auf der DigiCam nicht automatisch trotz Einstellung unter Wechseldatentr\u00e4ger im Gnomemen\u00fc.<br \/>\nAuch die Verbesserungen am NetworkManager f\u00fcr die WLAN Karte fallen auf. Dieser zeigt nun alle Funknetze in der Umgebung an und bietet Unterst\u00fctzung f\u00fcr WPA gesicherte Funknetze.<br \/>\nUbuntu 8.04 bietet vor allem viele neue aktuelle Software. Allen voran eine Beta Version von Firefox 3.0, die erstaunlich stabil l\u00e4uft und gef\u00fchlt einige Seiten auch etwas schneller rendert. Das Lesezeichen nun mit Tags versehen werden k\u00f6nnen und in der Adressleiste Eingaben automatisch wahrscheinliche Links auflisten sind angenehme Neuerungen.<br \/>\nAnsonsten wurde der Instantmessager Gaim zu Pidgin und der rudiment\u00e4re Bittorrent Client zu Transmission, das deutlich mehr bietet als der Vorg\u00e4nger aber dabei absolut \u00fcbersichtlich und effektiv bleibt. Gut gef\u00e4llt mir auch die neue Standardbrennsoftware Brasero. Auf Shellebene gef\u00e4llt mir die erweiterte Autovervollst\u00e4ndigung per TAB-Taste gut. Nun werden auch Optionen einzelner Befehle angezeigt oder ein man bra (TAB) erg\u00e4nzt sich zu man brasero. Viele Neuerungen fallen zuerst kaum auf wie das neue GFVS, dass das virtuelle Dateisystem GnomeVFS ersetzt. Mehrere Schreiboperationen werden z.B. dadurch in einem Fenster mit Zeitangabe zusammengefasst.<br \/>\nNoch ein Wort zum Import der alten Evolution Daten. Die Holzhammermethode einfach den alten Mailordner in mein neues .evolution Verzeichnis zu kopieren hat funktioniert. Dabei traten zwar sp\u00e4ter ein paar Fehler in einigen Mailordnern auf, aber da es sich hier um archivierte Uraltmails handelte, konnte ich das L\u00f6schen verschmerzen.<br \/>\nUbuntu bietet f\u00fcr Umsteiger von Dapper Drake auf Hardy Heron einiges Neues. Die sinnvolle Autokonfiguration vieler Ger\u00e4te, die einfache Treiber\/Codec Installation fallen besonders auf. Es macht einfach Spa\u00df neue Anwendungen in gewohnter Debian Manier zu installieren, wobei Ubuntu Debians Stabilit\u00e4t gerettet hat und gleichzeitig komfortable Voreinstellungen bietet.<br \/>\nDa Rechner nicht gleich Rechner ist und bei Installationen immer Probleme auftreten k\u00f6nnen, kann ich jedem nur <a title=\"Deutschsprachige Ubuntu Gemeinschaft mit Wiki\" href=\"http:\/\/www.ubuntuusers.de\" target=\"_blank\">www.ubuntuusers.de<\/a> empfehlen, wo 95 % meiner bisherigen Ubuntu Probleme gel\u00f6st worden sind. Insbesondere das Wiki hilft doch enorm weiter. Auch<a title=\"Deutschsprachiges Forum rund um Debian\" href=\"http:\/\/www.debianforum.de\" target=\"_blank\"> www.debianforum.de<\/a> bietet f\u00fcr verschiedene debianspezifische Probleme sehr gute L\u00f6sungen an.<br \/>\nAlle Neuerungen in Hardy Heron findet ihr auch <a title=\"Hardy Heron Release Notes\" href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Hardy_Heron\" target=\"_blank\">hier<\/a>. Soviel zum ersten Eindruck, der zumindest f\u00fcr mich sehr positiv war \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Ubuntu 8.04, Codename Hardy Heron (dt. k\u00fchner Reiher), am 24. April 2008 erschien, wurde es f\u00fcr mich wieder mal Zeit f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Distributionsupgrade. Bis dato war ich zufrieden mit Ubuntu 6.06 Dapper Drake unterwegs. Um nach langer Zeit mal wieder ein Betriebssystem installieren zu m\u00fcssen, habe ich mir die alternative Ubuntu 8.04 iso &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2008\/05\/23\/erste-erfahrungen-mit-ubuntu-804-lts-hardy-heron\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eErste Erfahrungen mit Ubuntu 8.04 LTS (Hardy Heron)\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[202],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}