{"id":2408,"date":"2011-05-21T22:48:23","date_gmt":"2011-05-21T20:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=2408"},"modified":"2020-01-05T01:35:00","modified_gmt":"2020-01-05T00:35:00","slug":"die-schonheit-des-schlichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/05\/21\/die-schonheit-des-schlichten\/","title":{"rendered":"Die Sch\u00f6nheit des Schlichten"},"content":{"rendered":"<p>Ich geh\u00f6re zu denjenigen, die an ein Musikprogramm nur eine wirkliche Anforderung stellen: Es muss Musik abspielen k\u00f6nnen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus h\u00e4tte ich gerne Funktionen f\u00fcr Playlist, Pause, Vor- und Zur\u00fcckspulen, Shuffle und Wiederholung. Zwar sind Datenbanken, um die Lieder nach id3 Tags zu sortieren, nett und n\u00fctzlich. Dennoch h\u00e4tte ich gerne auch die M\u00f6glichkeit meine im Dateisystem schon geordneten Musikdateien auszuw\u00e4hlen und zwar dort, wo ich sie auch abgelegt habe!<br \/>\nMein Weg zum passenden Musikprogramm war lang. Angefangen hatte ich im letzten Jahrtausend noch mit Windows und Winamp, bis es sich irgendwann entschied in eine schwerf\u00e4llige Gr\u00e4sslichkeit namens Winamp 3 mit eingebauten Videoplayer zu mutieren.<br \/>\nMit Linux ging es dann nicht zuf\u00e4llig mit XMMS und sp\u00e4ter <a href=\"http:\/\/audacious-media-player.org\/\">Audacious<\/a> weiter. Zu KDE-Zeiten kam ich an <a href=\"http:\/\/amarok.kde.org\/de\">Amarok<\/a> nat\u00fcrlich nicht vorbei, bis schlie\u00dflich mit Ubuntu <a href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/rhythmbox\">Rhythmbox<\/a> und seit 11.04 nun <a href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/banshee\">Banshee<\/a> Einzug hielt.<br \/>\nUm so mehr ich meine \u00e4lteren Laptops benutzt habe, desto mehr fiel mir auf, was ich eigentlich von guter Software erwartete und an der bestehenden vermisste. Sie musste schnell auf Eingaben reagieren, kein Warten, nur weil ich die Ansicht in einem Programm \u00e4ndere. Sie sollte gen\u00fcgsam mit Systemressourcen umgehen. Wenn schon eine Datenbank f\u00fcr Musik, dann sollte diese schnell synchronisiert und eingelesen sein. Ich wollte Musik h\u00f6ren. Um die Verwaltung meiner Musiksammlung k\u00fcmmere ich mich selbst.<br \/>\nViele Anwendungen gehen einen anderen Weg. Das geht soweit, dass die Suche nach Musik in Musicstores und das Brennen von Audiodateien in den Vordergrund ger\u00fcckt wird und Musik h\u00f6ren selbst zur Nebensache wird.<br \/>\nDeshalb <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=549\">verschwand irgendwann Rhythmbox<\/a> und wurde durch den <a href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/MPD\">Music Player Daemon<\/a> (mpd) und einen Client wie <a href=\"http:\/\/ario-player.sourceforge.net\/\">Ario<\/a>, <a href=\"http:\/\/sonata.berlios.de\/\">Sonata<\/a> oder <a href=\"http:\/\/mpd.wikia.com\/wiki\/Client:Ncmpc\">ncmpc<\/a> ersetzt. Mittlerweile dient der zw\u00f6lf Jahre alte <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?page_id=823\">Toshiba Port\u00e9g\u00e9 3110 CT<\/a> problemlos als MPD-Server.<br \/>\nDann kam die Zeit, wo ich mit <a href=\"http:\/\/moc.daper.net\/\">MOC<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=793\">C*mus <\/a>experimentierte und mit dem letzteren das Musikprogramm gefunden hatte, welches alle Kriterien guter Software zum Musikabspielen erf\u00fcllte. Egal ob es der Laptop aus dem letzten Jahrtausend oder der (mittlerweile schon wieder LowEnd :roll:) Intel Dual-Core-Rechner ist, Musikabspielen war nie einfacher, nie schneller und nie reaktionsfreudiger.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2427\" aria-describedby=\"caption-attachment-2427\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_banshee_cmus_Ubuntu_11041-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2427 size-medium\" title=\"20110521_banshee_cmus_Ubuntu_1104\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_banshee_cmus_Ubuntu_11041-1-300x188.jpg\" alt=\"Banshee vs. cmus\" width=\"300\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_banshee_cmus_Ubuntu_11041-1-300x188.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_banshee_cmus_Ubuntu_11041-1-768x480.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_banshee_cmus_Ubuntu_11041-1-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_banshee_cmus_Ubuntu_11041-1.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2427\" class=\"wp-caption-text\">Banshee vs. cmus<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ich kann gut nachvollziehen, warum nun nicht jeder sofort jubelnd seinen aufgeblasenen Player von der Platte tilgt. Eine grafische Oberfl\u00e4che bietet etwas f\u00fcrs Auge. Nicht jeder l\u00e4sst sich von der Tatsache begeistern, dass cmus auch ohne X auf der nackten Konsole die gleiche Funktionalit\u00e4t und Performance zeigt und ich mir nicht extra einen neuen PC f\u00fcr das Programm kaufen muss.<br \/>\nEs gibt viele gute Gr\u00fcnde ein anderes Musikprogramm zu w\u00e4hlen: \"Ich mag es\", \"Ich brauche die Dinge, die du f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig h\u00e4ltst\", \"Ich nutze das Programm, weil ich es kann?!\" Dem kann ich nichts entgegensetzen. Doch wenn du an den Punkt kommst, wenn dein Rechner vor lauter Kraft nur noch in den Swap-Speicher schreibt oder du einfach nur Musik h\u00f6ren m\u00f6chtest, dann lass dich verzaubern vom Charme und der Sch\u00f6nheit des Schlichten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich geh\u00f6re zu denjenigen, die an ein Musikprogramm nur eine wirkliche Anforderung stellen: Es muss Musik abspielen k\u00f6nnen. 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