{"id":2395,"date":"2011-05-21T18:37:46","date_gmt":"2011-05-21T16:37:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=2395"},"modified":"2020-01-05T01:35:53","modified_gmt":"2020-01-05T00:35:53","slug":"debian-und-openbox-in-schick-crunchbang-linux","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/05\/21\/debian-und-openbox-in-schick-crunchbang-linux\/","title":{"rendered":"Debian und Openbox in schick: Crunchbang Linux"},"content":{"rendered":"<p>Auf dem Weg meine <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=2032\">kleine Liste<\/a> mit leichtgewichtigen Distributionen abzuarbeiten, bin ich nun bei Crunchbang Linux, einem Debian-Derivat, angelangt. \"Wie kommt man nur auf einen solchen Namen?\", dachte ich mir.<br \/>\nAls ich auf der offiziellen Homepage zum Download der neuesten Version mit dem Codenamen \"Statler\" steuerte, musste ich das erste Mal schmunzeln. Sinngem\u00e4\u00df wurde dort gewarnt: \"Crunchbang wird nicht f\u00fcr jemanden empfohlen, der ein stabiles System ben\u00f6tigt. Cruchbang kann aus deinem Computer CRUNCH! BANG! machen\", ihn also sprichw\u00f6rtlich mit einem lauten Krachen in seine Einzelteile zerlegen.<br \/>\nIch lie\u00df mich von diesem doppelten Netz mit Boden der Entwickler nicht abschrecken, lud die 32 bit Openbox Variante mit Bittorrent herunter und gab der Distribution eine Chance.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_crunchbang_1680x1050_scrot1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-2413 size-medium\" title=\"20110521_crunchbang_1680x1050_scrot\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_crunchbang_1680x1050_scrot1-1-300x188.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_crunchbang_1680x1050_scrot1-1-300x188.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_crunchbang_1680x1050_scrot1-1-768x480.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_crunchbang_1680x1050_scrot1-1-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110521_crunchbang_1680x1050_scrot1-1.jpg 1680w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nCrunchbang Linux ist als Live-CD konzipiert und setzt als Grundlage f\u00fcr die Distribution auf das <a href=\"http:\/\/live.debian.net\/\">Debian-Live-Projekt<\/a>. Des weiteren wird eine grafische- bzw. Textinstallation angeboten, die identisch mit den von Debian bekannten Werkzeugen ist. Da alle wichtigen Pakete sich schon auf der CD befinden, dauerte die ganze Installation bei mir nur wenige Minuten.<br \/>\nNach dem Login wird man durch das dunkel gehaltene Thema von Cruchbang, den Openbox-Fenstermanager, Tint2 als Panel und den Systemmonitor Conky begr\u00fc\u00dft. Besonders gut gefiel mir das optisch und funktional perfekt eingerichtete Openbox-Men\u00fc. Das Thema scheint \u00fcbrigens eine Abwandlung von <a href=\"http:\/\/box-look.org\/content\/show.php\/1977+Openbox?content=69196\">1977 Openbox<\/a> zu sein. Bemerkenswert ist auch das nach dem Start ausgef\u00fchrte Konfigurationsskript, mit welchem sich Crunchbang je nach Wunsch weiter anpassen l\u00e4sst. Eine gute Idee.<br \/>\nAnwendungen sind manuell in die entsprechenden Kategorien einsortiert, es gibt einen Eintrag f\u00fcr zuletzt ge\u00f6ffnete Dateien und einen Abschnitt, der sich ausschlie\u00dflich mit den Einstellungen und Konfigurationsdateien besch\u00e4ftigt. Alles l\u00e4sst sich direkt aus dem Openbox-Men\u00fc heraus editieren. Zu den Programmen ist gleich auch noch die entsprechende man-Seite verkn\u00fcpft.<br \/>\nCrunchbang macht hierbei von Pipe-Men\u00fcs regen Gebrauch. Insgesamt betrachtet bietet ein solches Openbox-Men\u00fc die gleichen Eigenschaften wie das dreigeteilte System von Anwendungen\/Orte\/System des Gnome 2 Panels. Indikatoren, Applets und die Uhr befinden sich hingegen im Tint2-Panel, welches so eingerichtet ist, dass es sowohl als Umschalter zwischen den beiden virtuellen Arbeitsfl\u00e4chen und als Ablage f\u00fcr ge\u00f6ffnete Programme dient.<br \/>\nDer Systemmonitor Conky liefert die wichtigsten Informationen am oberen rechten Rand und zeigt gleichzeitig auch noch eine \u00dcbersicht \u00fcber die voreingestellten Tastaturk\u00fcrzel.<br \/>\nAn vorinstallierten Programmen l\u00e4sst Crunchbang nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Thunar als Dateimanager, VLC als Medienabspieler, Chromium als Browser sind standardm\u00e4\u00dfig dabei. Eine vollst\u00e4ndige Liste gibt es hier. Neu f\u00fcr mich waren der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Terminator_%28terminal_emulator%29\">Terminator Terminal<\/a> und <a href=\"http:\/\/xsisqox.github.com\/Viewnior\/\">Viewnior<\/a> als Bildbetrachter.<br \/>\nVergeblich suchte ich hingegen ein E-Mail-Programm. Dieses l\u00e4sst sich aber ganz leicht wie von Debian und Ubuntu gewohnt mit Hilfe von Apt nachinstallieren. Crunchbang ist vollst\u00e4ndig kompatibel zu Debian \"Squeeze\", weswegen man sich \u00fcber die Eingangs erw\u00e4hnte Warnung nicht allzu gro\u00dfe Sorgen machen muss.<br \/>\nCrunchbangs Eigenleistung erstreckt sich haupts\u00e4chlich auf neuere Versionen von gro\u00dfen Anwendungen wie Chromium, eine sehr gute Openbox-Vorkonfiguration und propriet\u00e4re Codecs, die aus lizenzrechtlichen Gr\u00fcnden nicht bei Debian dabei sein k\u00f6nnen. Letzteres Problem wird Crunchbang ebenso treffen, sollte es jemals den gleichen Stellenwert wie das Debian-Projekt erreichen und vielleicht sogar kommerzielle Ambitionen entwickeln.<br \/>\n\u00dcber die Liste der Anwendungen l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich streiten. Mir pers\u00f6nlich gefiel sie, auch wenn man im Sinne von Geschwindigkeit und Speicherverbrauch auch andere Alternativen h\u00e4tte w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Crunchbang Linux hat sich aber nach eigenen Angaben auch nicht das Ziel gesetzt, prim\u00e4r auf allen alten Computern zu funktionieren.<br \/>\nWie so oft bei Debian-Derivaten f\u00e4llt die gro\u00dfe \u00dcbereinstimmung mit dem Original auf. Prinzipiell finde ich es sehr gut, dass Debian Stable als Unterbau gew\u00e4hlt wurde und man sich dadurch auf vertraute Konzepte verlassen kann. Auch Crunchbang definiert Debian nicht neu. Mit Vorkenntnissen zu Openbox, Tint2 und Conky l\u00e4sst sich ein vergleichbares Ergebnis mit Debians <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/2012\/06\/28\/netzinstallation-mit-debian-und-bildern-schritt-fur-schritt\/\">Netzinstallation<\/a> und zus\u00e4tzlich installierten Einzelanwendungen ohne weiteres erreichen.<br \/>\nDer Unterschied besteht darin, dass einem diese Arbeit durch Crunchbang Linux schon abgenommen wurde, weswegen diese inoffizielle Debian-Distribution durchaus Sinn macht. Wer gerne ein alternatives Desktopkonzept kennenlernen und den Unterschied zwischen Openbox und Unity auf dem gleichen Rechner sp\u00fcren m\u00f6chte, ohne dabei auf gewohnte Anwendungen zu verzichten, sollte CRUNCH! BANG! auf seinen Rechner loslassen. #! \ud83d\ude08<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Weg meine kleine Liste mit leichtgewichtigen Distributionen abzuarbeiten, bin ich nun bei Crunchbang Linux, einem Debian-Derivat, angelangt. &#8222;Wie kommt man nur auf einen solchen Namen?&#8220;, dachte ich mir. Als ich auf der offiziellen Homepage zum Download der neuesten Version mit dem Codenamen &#8222;Statler&#8220; steuerte, musste ich das erste Mal schmunzeln. 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