{"id":1633,"date":"2011-03-13T13:10:11","date_gmt":"2011-03-13T12:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=1633"},"modified":"2020-03-22T01:42:47","modified_gmt":"2020-03-22T00:42:47","slug":"keep-it-simple","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/03\/13\/keep-it-simple\/","title":{"rendered":"Keep it simple"},"content":{"rendered":"<p>...oder wie meine Backup Strategie aussieht. Ich hatte vor wenigen Wochen ein Erlebnis, was mich einerseits den vor Jahren vollzogenen Umstieg auf Linux nicht bereuen lie\u00df und andererseits daran erinnerte, dass scheinbar unkomplizierte L\u00f6sungen propriet\u00e4rer Anbieter manchmal auch das Gegenteil bewirken k\u00f6nnen.<br \/>\nMein Vater ist das, was man wohl einen vorbildlichen Windows-Nutzer nennen w\u00fcrde. Er informiert sich regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber n\u00fctzliche Shareware, k\u00fcmmert sich um Antivirenprogramme und den Schutz seines PCs und kauft Programme, die ihm gefallen. Nat\u00fcrlich hat mein Vater auch seine eigene Philosophie was ein Betriebssystem leisten soll und f\u00fcr ihn ist es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass er Hilfe von den Firmen und Personen erh\u00e4lt deren Produkte er kauft.<br \/>\nBei Backups geht er keine Kompromisse ein. Die Systemfestplatte wird durch eine externe L\u00f6sung komplett gespiegelt und das Image auf einer weiteren USB Festplatte sicher verwahrt.<br \/>\nAls er mir irgendwann erz\u00e4hlte, er musste wieder einmal ein paar Eintr\u00e4ge in der Registry l\u00f6schen, wurde ich hellh\u00f6rig. Sein Backup Programm, Acronis True Image Home, lie\u00df sich unter Windows 7 nicht wieder vollst\u00e4ndig entfernen. Die native F\u00e4higkeit von Windows ein Systembackup zu machen wurde nicht wiederhergestellt.<br \/>\nKurze Zeit sp\u00e4ter schickte er mir eine Email des Supports, der in Deutsch antwortete, aber auf eine englische Seite von Acronis verlinkte, auf der die L\u00f6sung des Problems erkl\u00e4rt wurde.<br \/>\nAcronis forderte seine Kunden auf ein weiteres Hilfsprogramm herunterzuladen und auszuf\u00fchren, das nat\u00fcrlich ebenfalls komplett in Englisch war. Nat\u00fcrlich darf man annehmen, dass damit das Problem gel\u00f6st worden w\u00e4re, aber der Ursprungszustand war immer noch nicht hergestellt, denn diverse Eintr\u00e4ge in der Registry waren weiterhin vorhanden.<br \/>\nAuch im Jahr 2011 haben es Windows-Nutzer weiterhin schwer Herr \u00fcber das eigene Betriebssystem zu sein. Man ist vollkommen auf das Wohlwollen von Windows und der externen Softwarehersteller angewiesen. Gerade elementare Prozesse wie Deinstallation sind hinter einem Schleier versteckt.<br \/>\nWozu Registryeintrag xy auch nach der Deinstallation noch gut sein sollte, erf\u00e4hrt man nicht. Vielmehr entstehen deswegen Programme wie Revo Uninstaller, so l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich auch Umsatz generieren.<br \/>\nIch habe mir deshalb angew\u00f6hnt gerade bei so wichtigen Aufgaben wie Backups, es so einfach wie m\u00f6glich zu handhaben. Ich unterteile die Daten in verschiedene Klassen von \"Wichtigkeit\".<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Daten, auf die ich nicht verzichten kann oder will<\/strong><br \/>\nDiese sichere ich regelm\u00e4\u00dfig, wenn sich etwas ge\u00e4ndert hat, mit <a href=\"http:\/\/www.dropbox.com\">Dropbox<\/a> oder <a href=\"https:\/\/login.ubuntu.com\/\">Ubuntu One<\/a>. Entweder ich speichere sie direkt in den entsprechenden Ordner und sie werden automatisch mit der \"Cloud\" synchronisiert oder ich komprimiere alles und verschiebe in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden alles manuell.<\/li>\n<li><strong>Daten, die wichtig sind, aber nicht t\u00e4glich gesichert werden m\u00fcssen<\/strong><br \/>\nAlles andere, was wichtig ist aber nicht unersetzlich, landet bei mir auf externen Festplatten oder einem Online Datenspeicher wie z.B Strato HiDrive. Hier bevorzuge ich ebenfalls die h\u00e4ndische Methode.<br \/>\nDamit ich mir nicht merken muss, welche Daten erneuert wurden oder nicht, benutze ich Programme wie <a href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/unison\">Unison<\/a> oder <a href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/rsync\">rsync<\/a>. Damit lassen sich komplette Backup-Verzeichnisse spielend leicht aktuell halten.<br \/>\nMein Lieblingsbefehl:<br \/>\n<code>rsync -avze ssh --delete 192.168.0.200:\/home\/apo\/wichtig \/home\/apo\/backup<\/code><br \/>\nHier wird das Verzeichnis <em>wichtig<\/em> auf 192.168.0.200 mit dem lokalen Backup-Verzeichnis \u00fcber SSH synchronisiert und nicht mehr entfernt existierende Dateien auf der lokalen Seite gel\u00f6scht.<br \/>\nUm nicht zu riskieren ungewollt Daten lokal zu l\u00f6schen, h\u00e4nge ich immer vorher noch einmal <em>--dry-run<\/em> an den Befehl und entscheide mich dann, ob ich mit dem L\u00f6schen fortfahren will oder nicht.<\/li>\n<li><strong>Daten, die ich gebrauchen kann, aber die nicht kritisch sind<\/strong><br \/>\nZum Testen und Ausprobieren sichere ich ganze Installationen komplett mit der hervorragenden Backupl\u00f6sung <a href=\"http:\/\/www.clonezilla.org\">Clonezilla<\/a>. Sie ist vollst\u00e4ndig Open Source, bringt aber die gleichen F\u00e4higkeiten wie bekannte propriet\u00e4re und kostenpflichtige L\u00f6sungen wie Norton Ghost oder Acronis True Image mit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich denke, f\u00fcr die meisten Sterblichen gen\u00fcgt es die Daten regelm\u00e4\u00dfig per Hand mit einer der vorgestellten L\u00f6sungen zu sichern. Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich das ein oder andere auch mit einem Cron Job automatisieren. Besser ist jedoch ein Backup bewusst und regelm\u00e4\u00dfig manuell vorzunehmen. Dabei helfen diverse Clouddienste schon heute ungemein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;oder wie meine Backup Strategie aussieht. Ich hatte vor wenigen Wochen ein Erlebnis, was mich einerseits den vor Jahren vollzogenen Umstieg auf Linux nicht bereuen lie\u00df und andererseits daran erinnerte, dass scheinbar unkomplizierte L\u00f6sungen propriet\u00e4rer Anbieter manchmal auch das Gegenteil bewirken k\u00f6nnen. 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