{"id":1620,"date":"2011-03-12T21:25:51","date_gmt":"2011-03-12T20:25:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=1620"},"modified":"2020-03-22T01:43:24","modified_gmt":"2020-03-22T00:43:24","slug":"peppermint-os-in-den-wolken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/03\/12\/peppermint-os-in-den-wolken\/","title":{"rendered":"Peppermint OS in den Wolken"},"content":{"rendered":"<p>Heute ein kurzer \u00dcberblick und Kommentar zu <a href=\"http:\/\/peppermintos.com\/\">Peppermint OS<\/a>, einer auf Ubuntu basierenden Linuxdistribution. Der Hauptentwickler von Peppermint OS ist auch gleichzeitig der Verantwortliche f\u00fcr den LXDE-Ableger von LinuxMint, weswegen weder der Name noch die Wahl von LXDE als Desktopumgebung verwundern. Technisch gesehen ist Peppermint sogar ein Fork von Lubuntu, einem weiteren Ubuntu Derivat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/20110312_PeppermintOS_DualCore1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-1631 size-medium\" title=\"20110312_PeppermintOS_DualCore\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/20110312_PeppermintOS_DualCore1-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/20110312_PeppermintOS_DualCore1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/20110312_PeppermintOS_DualCore1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/20110312_PeppermintOS_DualCore1-1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nIm Grunde genommen unterscheidet sich das optische Auftreten gar nicht so sehr von meiner Debian-Sid-Installation auf dem Dell Laptop mit Openbox und Lxpanel. LXDE ist auf jeden Fall eine gute Wahl, um die Distribution schnell und ansprechbar zu machen.<br \/>\nWo liegt nun der Vorteil von Peppermint gegen\u00fcber Ubuntu, LinuxMint und jeder anderen Distribution, die auf LXDE setzt?<br \/>\nPeppermints Motto ist die Cloud oder anders ausgedr\u00fcckt, der Schwerpunkt liegt bei Anwendungen, die nicht auf dem Rechner des Nutzers ausgef\u00fchrt werden, sondern irgendwo auf einem Internetserver.<br \/>\nInteressant finde ich, dass Peppermint hier gezielt Prism, eine Technologie von Mozilla, einsetzt. Damit lassen sich webbasierte Anwendungen vom Browser trennen und separat auf dem Desktop ausf\u00fchren. Das macht die Anwendung unabh\u00e4ngiger von bestimmten Browserbugs, erm\u00f6glicht aber auch, dass z.B. die mailto: Funktion innerhalb des Browsers nun auch bei webbasierten Diensten wie Google Mail genauso behandelt wird wie bei herk\u00f6mmlichen Desktopprogrammen.<br \/>\nEs verwundert nicht, dass bekannte Clouddienste oder anders genannt SaaS (Software as a Service) von Google bei Peppermint auftauchen. Google Docs, Google Calendar irgendwann stolpert wohl jeder Mal dar\u00fcber.<br \/>\nEin paar weitere Highlights sind <a href=\"http:\/\/www.hulu.com\/\">Hulu<\/a>, Fernsehprogramme im Internet, aber leider nur auf Amerika beschr\u00e4nkt. Ebenfalls einen Blick wert ist <a href=\"http:\/\/www.seesmic.com\/\">Seesmic<\/a>, ein Werkzeug um verschiedenste Soziale Netzwerke direkt vom Desktop oder Mobiltelefonen steuern zu k\u00f6nnen.<br \/>\nPeppermint bezeichnet sich selbst als leichtgewichtige Distribution und nennt als Mindestvoraussetzung 192 MB RAM. Damit l\u00e4sst sich tats\u00e4chlich die meiste Hardware in Betrieb nehmen, f\u00fcr die wirklich alten Rechner gibt es aber noch gen\u00fcgsamere Alternativen.<br \/>\nIch pers\u00f6nlich halte die Idee, Cloudanwendungen in den Vordergrund zu stellen, f\u00fcr sehr gut, auch wenn ich pers\u00f6nlich noch nicht jede existierende Anwendung daf\u00fcr gebrauchen kann.<br \/>\nIch denke in Zukunft wird Internet-TV eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen und es wird nur eine Frage der Zeit sein bis Internetverbindung und Angebot so weit fortgeschritten sind, dass klassische Fernseher praktisch \u00fcberfl\u00fcssig werden.<br \/>\nEs ist einfach bequemer seine Daten immer und \u00fcberall verf\u00fcgbar zu haben. Deswegen werden Dienste f\u00fcr Kalenderapplikationen, B\u00fcro, Musik, Video und Onlinespeicherung immer gefragter werden und irgendwann selbstverst\u00e4ndlich sein.<br \/>\nIch glaube, die Frage nach Datenschutzproblemen k\u00f6nnte in Zukunft dadurch behoben werden, dass der einzelne Nutzer irgendwann so m\u00e4chtig sein wird wie heute ein ganzes Rechenzentrum. Was spricht dagegen, dass irgendwann Speicherkapazit\u00e4t und Internetgeschwindigkeit so gro\u00df sein werden, dass private Haushalte ihre Daten spielend leicht selbst global synchron halten k\u00f6nnen?<br \/>\nDoch bis zu diesem dezentralen Informationszeitalter werden noch ein paar Jahre vergehen. Ich pers\u00f6nlich m\u00f6chte Dienste wie <a href=\"http:\/\/www.dropbox.com\">Dropbox<\/a> heute nicht mehr missen. Solange es die M\u00f6glichkeit gibt sensible Daten zu verschl\u00fcsseln, habe ich auch kein Problem damit.<br \/>\nMein Fazit zu Peppermint OS: Wer Ubuntu oder Lubuntu gut findet und schon heute praktisch alles nur noch in den Wolken macht, sollte sich auf jeden Fall Peppermint OS ansehen.<br \/>\nWer hier und da nur seine Daten im Internet synchronisiert und auch kein Problem hat, das \u00fcber den Browser zu machen, wird wahrscheinlich nichts verpassen.<br \/>\nEs bleibt auf jeden Fall spannend welche Technologien in Zukunft Internet und Desktop eins werden lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ein kurzer \u00dcberblick und Kommentar zu Peppermint OS, einer auf Ubuntu basierenden Linuxdistribution. Der Hauptentwickler von Peppermint OS ist auch gleichzeitig der Verantwortliche f\u00fcr den LXDE-Ableger von LinuxMint, weswegen weder der Name noch die Wahl von LXDE als Desktopumgebung verwundern. 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