{"id":1379,"date":"2011-02-20T13:20:30","date_gmt":"2011-02-20T12:20:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=1379"},"modified":"2011-02-20T13:20:30","modified_gmt":"2011-02-20T12:20:30","slug":"debian-auf-dem-toshiba-satellite-220-cs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/02\/20\/debian-auf-dem-toshiba-satellite-220-cs\/","title":{"rendered":"Debian auf dem Toshiba Satellite 220 CS"},"content":{"rendered":"<p>Der neue 2.6.30 Debian-Kernel war erstellt worden und funktionierte in Qemu, nun musste alles noch auf den Toshiba-Laptop \u00fcbertragen werden.<br \/>\nIch hatte zwei Versionen zum Testen, einmal ein minimales Debian Squeeze und die <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=1123\">Lenny-Sandbox-Version von KMandla<\/a>, die schon gute Konsolenprogramme enthielt, nachweislich mit 32 MB RAM zurechtkommt und mir die Zeit erspart ein Debian Lenny in Qemu neu zu installieren.<br \/>\nF\u00fcr Debian Squeeze war leider nach GRUB und dem Versuch \/dev einzubinden Schluss. Da Squeeze eine andere Art benutzt um ein Device anzulegen als das noch bei Lenny der Fall war, m\u00fcssen offenbar noch ein paar Optionen im neuen \"Slitaz\" 2.6.30 Kernel aktiviert werden, damit diese Funktionalit\u00e4t auch unterst\u00fctzt wird.<br \/>\nWelche das genau sind und ob ich damit \u00fcberhaupt richtig liege, entzieht sich momentan meiner Kenntnis. Der Verdacht liegt jedenfalls nahe, denn in einem emulierten System mit Qemu erhalte ich keine Fehlermeldung und alles scheint zu funktionieren.<br \/>\nNun da war ja noch Lenny. Das 1 GB gro\u00dfe Image wurde wieder mit dd auf die Toshiba Festplatte geschrieben und wie erhofft bootete das ganze System.<br \/>\nDa ich schon in Qemu die Wlan-Karte eingerichtet hatte, konnte ich sofort mit dem Ausprobieren beginnen. Die meisten Programme reagierten einzeln genauso wie dies bei Slitaz der Fall war.<br \/>\nZum ersten Mal haarig wurde es bei dem Versuch mehrere Programme parallel \u00fcber eine SSH-Verbindung zu nutzen. Der voreingestellte OpenSSH-Server und -Client und die gestarteten Programme reagierten f\u00fcr meinen Geschmack zu tr\u00e4ge.<br \/>\nVielleicht hilft das Austauschen des SSH-Servers mit Dropbear, dachte ich. Also versuchen wir einmal <em>aptitude update<\/em>.<br \/>\nEine Stunde sp\u00e4ter war die Apt-Datenbank aktualisiert. \ud83d\ude44 Ich entfernte den SSH-Server und installierte Dropbear und wieder dauerte es eine Stunde bis dieser Vorgang abgeschlossen war.<br \/>\nIch bin zwar bei sehr alter Hardware geduldig, aber zwei Stunden Wartezeit um ein Programm zu installieren und zu entfernen, ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss.<br \/>\nHieran erkennt man, was f\u00fcr ein gro\u00dfer Unterschied ein paar MB RAM und ein schnellerer Prozessor ausmachen k\u00f6nnen. Die gleiche Operation dauert auf dem vier Jahre j\u00fcngeren <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?page_id=823\">Toshiba Port\u00e9g\u00e9 3110 CT<\/a> h\u00f6chstens 2-3 Minuten und das ist f\u00fcr einen zw\u00f6lf Jahre alten Laptop eine sehr akzeptable Zeit.<br \/>\nDropbear reagierte tats\u00e4chlich besser, aber dies \u00e4nderte nichts daran, dass die anderen Konsolenprogramme schwer zu k\u00e4mpfen hatten. Danach trat das gleiche Problem auf, welches ich schon mit der <a href=\"https:\/\/www.gambaru.de\/blog\/?p=886\">Slitaz-Minimalinstallation<\/a> hatte.<br \/>\nVersucht man ein netzwerklastiges Programm wie z.B. Rtorrent oder Moc \u00fcber SSHfs zu betreiben, friert der Laptop irgendwann ein. Wlan plus WPA-Verschl\u00fcsselung und zus\u00e4tzlich noch starker Netzwerkverkehr \u00fcberfordern ihn einfach.<br \/>\nNichts Neues also und auch bei den Systemspezifikationen keine wirkliche \u00dcberraschung.<br \/>\nAm Ende muss ich feststellen, dass Slitaz Installationsmethode f\u00fcr so alte Rechner einfach sinnvoller und ressourcenschonender ist, in Sachen Abh\u00e4ngigkeiten aufl\u00f6sen und M\u00e4chtigkeit der Anwendung hinter Apt aber zur\u00fcckf\u00e4llt.<br \/>\nDas Kompilieren des Debian-Kernels mit der Slitaz-Config hat aber eines gezeigt. Es ist m\u00f6glich auch Debian auf dem Toshiba Satellite 220 CS zu installieren, wenn der Kernel an 16 MB RAM angepasst ist.<br \/>\nEinen eigenen Debian Kernel mit Hilfe von Slitaz zu bauen war nicht schwer. Ab hier w\u00fcrde aber nun die wirkliche Bastelarbeit beginnen, indem man Kerneloptionen findet, die das System noch weiter optimieren.<br \/>\nEinfacher geht das alles indem man Slitaz direkt installiert. Zumindest bei so wenig RAM spart Slitaz einem eine Menge \u00c4rger. Die Option Squeeze zu installieren wird zumindest auf diesem Modell keinen Vorteil bringen.<br \/>\nHalten wir mal fest: 1:0 f\u00fcr Slitaz, noch einige M\u00f6glichkeiten sind offen und in Sachen Kernelkompilierung wurde Wissen wieder aufgefrischt. \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der neue 2.6.30 Debian-Kernel war erstellt worden und funktionierte in Qemu, nun musste alles noch auf den Toshiba-Laptop \u00fcbertragen werden. 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