{"id":10397,"date":"2018-06-18T01:16:38","date_gmt":"2018-06-17T23:16:38","guid":{"rendered":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/?p=10397"},"modified":"2018-06-18T01:16:38","modified_gmt":"2018-06-17T23:16:38","slug":"freebsd-installation-mit-bildern-kurz-erklaert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2018\/06\/18\/freebsd-installation-mit-bildern-kurz-erklaert\/","title":{"rendered":"FreeBSD: Installation mit Bildern kurz erkl\u00e4rt"},"content":{"rendered":"<p>Seit mindestens drei Jahren benutze ich neben <a href=\"https:\/\/debian.org\">Debian<\/a> nun auch <a href=\"https:\/\/www.freebsd.org\/de\/\">FreeBSD<\/a>, nachdem es schon eine ganze Weile auf meiner TODO-Liste mit <a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/2011\/11\/02\/freie-betriebssysteme-abseits-von-linux\/\">Betriebssystemen abseits von Linux<\/a> gestanden hatte. Hiermit starte ich eine kleine Serie von Artikeln zu FreeBSD. Den Anfang macht die Installation.<br \/>\nWer gerade keinen Ersatzrechner parat hat, um ein neues Betriebssystem auszuprobieren, dem empfehle ich FreeBSD in einer virtuellen Maschine zu installieren. Hierzu eignet sich z.B. ausgezeichnet QEMU\/<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kernel-based_Virtual_Machine\">KVM<\/a>, was sich mit <a href=\"https:\/\/virt-manager.org\/\">virt-manager<\/a> bequem via graphischer Oberfl\u00e4che administrieren l\u00e4sst.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/VirtManager-1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-10400\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/VirtManager-1-1.png\" alt=\"VirtManager\" width=\"548\" height=\"362\" \/><\/a><br \/>\nMan kann zwischen verschiedenen <a href=\"https:\/\/www.freebsd.org\/de\/where.html\">Installationsmedien<\/a> w\u00e4hlen. Ich habe mich f\u00fcr FreeBSD 11 und\u00a0 AMD64 als Architektur entschieden.\u00a0 Das <a href=\"https:\/\/download.freebsd.org\/ftp\/releases\/amd64\/amd64\/ISO-IMAGES\/\">minimale Image<\/a> hei\u00dft zur Zeit FreeBSD-11.1-RELEASE-amd64-bootonly.iso. Es beinhaltet alle notwendigen Dateien, setzt jedoch eine funktionierende Netzwerkverbindung voraus. In virt-manager muss man danach nur noch eine neue virtuelle Maschine erstellen und das lokale Installationsmedium (hier eine ISO-Datei) ausw\u00e4hlen. Als Speicher gen\u00fcgen 1024 MB RAM vollkommen. Ich habe mich noch f\u00fcr zwei virtuelle CPUs und eine kleine 3 GB Festplatte entschieden, danach kann man auch schon loslegen.<br \/>\nDer gesamte Installationsvorgang ist ausf\u00fchrlich im offiziellen FreeBSD-Handbuch beschrieben mit einer Anleitung in <a href=\"https:\/\/www.freebsd.org\/doc\/de_DE.ISO8859-1\/books\/handbook\/bsdinstall.html\">Deutsch<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.freebsd.org\/doc\/handbook\/bsdinstall-start.html\">Englisch<\/a>. An dieser Stelle m\u00f6chte ich deswegen nur noch auf einige Besonderheiten von FreeBSD und aus meiner Sicht erw\u00e4hnenswerte Einstellungen eingehen. Die Installation gestaltet sich \u00e4hnlich wie bei Debian, wobei man erw\u00e4hnen sollte, dass es keine \u00dcbersetzungen gibt und man zumindest eine grobe Ahnung der englischen Sprache haben muss. Das deutsche FreeBSD-Handbuch hilft hier jedoch weiter.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/FreeBSD_Installation_1-1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-10401 size-full\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/FreeBSD_Installation_1-1-1.png\" alt=\"FreeBSD-Installation_1\" width=\"800\" height=\"530\" \/><\/a><br \/>\nIm Willkommenmen\u00fc best\u00e4tigt man Option 1 mit der Enter-Taste und mit einem weiteren Enter den Installationsbeginn. Interessant wird es direkt danach, wenn man die Tastaturbelegung ausw\u00e4hlen muss. Die meisten Leser werden sich hier f\u00fcr German ISO-8859-15 entscheiden, man kann diese aber auch sp\u00e4ter noch in <em>\/etc\/rc.conf<\/em> \u00e4ndern.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/FreeBSD_Installation_2-1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-10404\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/FreeBSD_Installation_2-1-300x197.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"197\" \/><\/a><br \/>\nBei der Auswahl um zus\u00e4tzliche Systemkomponenten zu installieren, empfehle ich nur <strong>ports<\/strong> auszuw\u00e4hlen. Jede aufgef\u00fchrte Option kann sp\u00e4ter auch noch nachtr\u00e4glich installiert werden, jedoch bietet sich ports direkt an, weil man damit unkompliziert weitere Software direkt aus den Quellen bauen kann. Dazu in einem weiteren Beitrag sp\u00e4ter mehr.<br \/>\nAls n\u00e4chstes geht es daran das Netzwerk zu konfigurieren. Wer seine IP automatisch via DHCP bezieht, braucht hier lediglich wieder mit Enter best\u00e4tigen und danach einen deutschen Spiegelserver ausw\u00e4hlen, von welchem das Basissystem heruntergeladen wird. Womit wir auch schon bei der Partitionierung w\u00e4ren. FreeBSD ist bekannt f\u00fcr sein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/ZFS_(Dateisystem)\">ZFS-Dateisystem<\/a>, an dieser Stelle empfehle ich jedoch erst einmal die gef\u00fchrte Partitionierung mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unix_File_System\">UFS-Dateisystem<\/a> zu verwenden. Letzteres l\u00e4sst sich wiederum mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ext4\">EXT-Dateisystem<\/a> unter Linux vergleichen, ist f\u00fcr Anf\u00e4nger einfacher einzurichten, braucht weniger Ressourcen und f\u00fchlt sich deswegen in virtuellen Maschinen ohne weitere Konfiguration auch performanter an. Nichtsdestotrotz ist ZFS wegen seinen zahlreichen Verwendungsm\u00f6glichkeiten und Merkmalen sp\u00e4ter auf jeden Fall einen Blick wert. Die weiteren Schritte danach einfach wieder mit Enter best\u00e4tigen. Ein Interessanter Aspekt bei der Partitionierung ist, welche <a href=\"https:\/\/www.freebsd.org\/doc\/de_DE.ISO8859-1\/books\/handbook\/disk-organization.html\">Namenskonventionen<\/a> FreeBSD im Gegensatz zu Linux f\u00fcr Partitionen verwendet. Diese werden auch als Slices bezeichnet und das Ganze liest sich dann so:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><code class=\"filename\">ada0s1a<\/code><\/td>\n<td>Die erste Partition (<code class=\"literal\">a<\/code>) in der ersten Slice (<code class=\"literal\">s1<\/code>) der ersten <acronym class=\"acronym\">SATA<\/acronym>-Festplatte (<code class=\"literal\">ada0<\/code>).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Anschlie\u00dfend wird das Basissystem, der Kernel und die Portssammlung installiert. Man gibt das Rootpasswort an und w\u00e4hlt noch die Zeitzone aus, in welcher sich der Rechner befindet und schon befindet man sich bei diesem Schritt:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/FreeBSD_Installation_3-1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-10407\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/FreeBSD_Installation_3-1-300x184.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"184\" \/><\/a><br \/>\nHier lassen sich noch optionale Dienste\/Programme installieren. SSH ist immer eine gute Wahl und unerl\u00e4sslich, wenn man sich von einem entfernten Rechner verbinden will. Der Rest kann auch sp\u00e4ter noch installiert werden. Weiter gehts mit der Konfiguration einiger Sicherheitseinstellungen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/FreeBSD_Installation_4-1-1.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-10408\" src=\"https:\/\/gambaru.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/FreeBSD_Installation_4-1-300x192.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"192\" \/><\/a><br \/>\nIm Prinzip ist es hier sinnvoll alles zu selektieren, wobei die ersten beiden Optionen eher bei Mehrbenutzersystemen mit mehreren lokalen Benutzern Sinn machen, jedoch bei einem Einzelrechner wie\u00a0 in diesem Fall auch verwirren k\u00f6nnen. Insbesondere das Ausschalten des entfernten Loggens und das Abschalten von Sendmail sind in den allermeisten F\u00e4llen zu empfehlen. Den Sendmail-Dienst kann man bei Bedarf entweder durch eine vollwertige L\u00f6sung wie <a href=\"http:\/\/www.postfix.org\/\">Postfix<\/a> oder das extrem simple <a href=\"https:\/\/www.freshports.org\/mail\/ssmtp\/\">ssmtp<\/a> ersetzen.<br \/>\nNun ist der letzte Schritt auch schon fast erreicht. Ein normaler, unprivilegierter Benutzer muss noch angelegt werden, ein einfaches Frage- und Antwortspiel. Aufpassen sollte man aber bei: Invite user into other groups? Hier solltet ihr <strong>wheel<\/strong> eintragen. Eine Eigenheit von FreeBSD ist, dass kein normaler Benutzer zu Root werden kann, der nicht Mitglied dieser Gruppe ist.<br \/>\nDas war es auch schon. Anschlie\u00dfend Exit und Neustart w\u00e4hlen und sich in sein neues FreeBSD einloggen. Mehr zu den wichtigsten Befehlen, Konfigurationsdateien und Unterschieden zu Debian, bald hier in einem neuen Beitrag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit mindestens drei Jahren benutze ich neben Debian nun auch FreeBSD, nachdem es schon eine ganze Weile auf meiner TODO-Liste mit Betriebssystemen abseits von Linux gestanden hatte. Hiermit starte ich eine kleine Serie von Artikeln zu FreeBSD. Den Anfang macht die Installation. 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